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Autor Thema: Bundeswehr bucht Flugstunden in ADAC-Hubschraubern  (Gelesen 1396 mal)

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Offline thommy_l

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Bundeswehr bucht Flugstunden in ADAC-Hubschraubern
« am: 23 Dezember 2017, 13:39:44 »
Hallo,

kann das wahr sein, sind wir schon so weit abgestürzt?

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-12/adac-bundeswehr-hubschrauber-piloten-training

Grüße
Thommy

Offline Big A

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Re: Bundeswehr bucht Flugstunden in ADAC-Hubschraubern
« Antwort #1 am: 23 Dezember 2017, 15:20:47 »
Das sind 3230 € / h; so teuer ist das nicht, wenn dafür das Basistraining und der Scheinerhalt gesichert werden.

Ziviles Basistraining gab es doch schon oft - bei der LH in Bremen für Transall und Breguet z.B.-

Die Flugstunde im Einsatzgerät ist wesentlich teurer.

Axel
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Offline RonnyM

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Re: Bundeswehr bucht Flugstunden in ADAC-Hubschraubern
« Antwort #2 am: 23 Dezember 2017, 16:02:46 »
...ach Kinnings, ihr müßt das positiv sehen. Für ne`Flugstunde mit`n Sea King musste ca. 20.000 Euronen hinblättern. Dank des ADAC bleiben  die Fähigkeiten der Piloten erhalten. Sie müssen noch nicht einmal Mitglied sein. :-D :angel:

Die Scharze Null kann sich voll entfalten. top

Grüße Ronny
...keen Tähn im Muul,
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Offline M-54842

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Re: Bundeswehr bucht Flugstunden in ADAC-Hubschraubern
« Antwort #3 am: 23 Dezember 2017, 16:14:57 »
Das Geld ist m.E. sekundär zu betrachten. Primär ist, dass man sich von Anderen abhängig macht und der Gedanke aufkommt, in diversen Bereichen nur noch bedingt handlungsfähig zu sein.

Offline thommy_l

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Re: Bundeswehr bucht Flugstunden in ADAC-Hubschraubern
« Antwort #4 am: 23 Dezember 2017, 17:47:08 »
Hallo,

Zitat
Das sind 3230 € / h; so teuer ist das nicht, wenn dafür das Basistraining und der Scheinerhalt gesichert werden.
Ziviles Basistraining gab es doch schon oft - bei der LH in Bremen für Transall und Breguet z.B.-
Die Flugstunde im Einsatzgerät ist wesentlich teurer.

Axel, wie hoch ist eigentlich der Wehretat und wofür geht der drauf? Eigenes Material ist kaputt und die Privatwirtschaft muss zusätzlich eingekauft werden, auf Kosten des Steuerbürgers? Klasse!

Zitat
...ach Kinnings, ihr müßt das positiv sehen. Für ne`Flugstunde mit`n Sea King musste ca. 20.000 Euronen hinblättern. Dank des ADAC bleiben  die Fähigkeiten der Piloten erhalten. Sie müssen noch nicht einmal Mitglied sein. :-D :angel:

Die Scharze Null kann sich voll entfalten. top

Ja, Ronny. Ist ne Pleiteerklärung

Zitat
Das Geld ist m.E. sekundär zu betrachten. Primär ist, dass man sich von Anderen abhängig macht und der Gedanke aufkommt, in diversen Bereichen nur noch bedingt handlungsfähig zu sein.

Bedingt? Nur bedingt? Abhängig von einem Autofahrerclub? Oha.

Um das Geld für den Autoclub geht es mir überhaupt nicht sondern um die Milliarden Steuergelder, die im Wehretat versinken. Für nicht betriebsbereite U Boote, unbrauchbare Fregatten, nicht funktionierende oder nicht vorhandene Hubschrauber ...

Ein wütender Steuerbürger
Thommy

Offline Big A

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Re: Bundeswehr bucht Flugstunden in ADAC-Hubschraubern
« Antwort #5 am: 23 Dezember 2017, 23:05:45 »
Nochmal, es ist nichts Neues.

Ja, im Material mag etwas "faul" sein, dennoch ist das Einkaufen externer Fähigkeiten da sinnvoll, wo eigene nicht in ausreichender Menge oder gar nicht vorhanden sind. Mediziner der Bw studieren doch auch auf zivilen Unis, Ausbildung findet bei der Industrtie oder bei anderen Nationen statt (wie umgekehrt auch).
Verstehe die Aufregung nicht - solange die Truppe in den Einsätzen ausgestattet wird. Klar, mehr ist immer besser . aber ein großer Teil des Wehretats geht eben für Personal "drauf". Und leider waren die Verträge für das angesprochene Gerät nun mal schlecht geschlossen. Auch da habe wir gelernt - siehe F 125

Axel
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Offline ede144

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Re: Bundeswehr bucht Flugstunden in ADAC-Hubschraubern
« Antwort #6 am: 24 Dezember 2017, 13:59:45 »
Nochmal, es ist nichts Neues.

Ja, im Material mag etwas "faul" sein, dennoch ist das Einkaufen externer Fähigkeiten da sinnvoll, wo eigene nicht in ausreichender Menge oder gar nicht vorhanden sind. Mediziner der Bw studieren doch auch auf zivilen Unis, Ausbildung findet bei der Industrtie oder bei anderen Nationen statt (wie umgekehrt auch).
Verstehe die Aufregung nicht - solange die Truppe in den Einsätzen ausgestattet wird. Klar, mehr ist immer besser . aber ein großer Teil des Wehretats geht eben für Personal "drauf". Und leider waren die Verträge für das angesprochene Gerät nun mal schlecht geschlossen. Auch da habe wir gelernt - siehe F 125

Axel

Man erntet jetzt was man vor Jahren gesäht hat. Man hat ERsatzteillieferverträge geschlossen, die eingene Lagerhaltung und Reparaturkapazitäten abgebaut. Und damit man Afghanistan finanzieren kann, dann einfach die Verträge gekündigt oder auslaufen lassen. Und jetzt hat man halt das Problem das man in der Industrie auch keine Kapaztät hat, weil die wurde ja nicht gebraucht. Und wenn bestimmte Kapazitäten abgebaut hat, sind sie weg und kommen so schnell nicht wieder.

Offline desertfox

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Re: Bundeswehr bucht Flugstunden in ADAC-Hubschraubern
« Antwort #7 am: 24 Dezember 2017, 18:02:46 »
Hallo gehört hier nicht so ganz dazu aber vielleicht auch interessant

Leider ist diese Misere nicht nur bei der Marine sondern auch beim Heer

1990 hatten die Panzertuppen 2125 Leopard 2
2017 haben wir 225 davon Einsatzbereit 95
2023 sollen wir wieder 325 Stück haben

Das sagt wohl alles

Grüße vom desertfox

Offline jockel

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Re: Bundeswehr bucht Flugstunden in ADAC-Hubschraubern
« Antwort #8 am: 03 Mai 2018, 11:29:42 »
Zu wenig Flugstunden - Viele Hubschrauberpiloten der Bundeswehr verlieren Fluglizenzen

(3-4-2018) Mehr als jeder zehnte Hubschrauberpilot der Bundeswehr verliert seine Lizenz, weil ihm Flugstunden fehlen. Nur ein Drittel der verfügbaren Maschinen soll einsatzbereit sein.
Hubschrauberpiloten der Bundeswehr verlieren wegen mangelnder Flugstunden immer wieder ihre Lizenzen. Das geht aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Parlamentsanfrage der Grünen hervor. Im Jahr 2017 büßten demnach 19 von 129 Hubschrauberpiloten ihre Fluglizenzen ein, weil sie das Soll an Realflugstunden nicht erfüllen konnten - das ist mehr als jeder zehnte Pilot. 2016 waren es demnach 12 von 135 Piloten. Die Lizenzen seien nach Schulungen erneut erteilt worden, schreibt Verteidigungsstaatssekretär Peter Tauber (CDU) in dem Papier. Erst am Vortag waren massive Probleme mit den Eurofighter-Kampfjets bekannt geworden. >>>hier weiterlesen

Da verwundert es mich nicht dass hier bei uns, wenige Kilometer Luftlinie zur Heeresflieger-Waffenschule Bückeburg, seit einiger Zeit kaum noch Hubschraubergeknatter im allgemeinen Verkehrslärm zu hören ist. Da wird wohl vermehrt im Simulator "geflogen".

Gruß
Klaus

Offline Big A

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Re: Bundeswehr bucht Flugstunden in ADAC-Hubschraubern
« Antwort #9 am: 03 Mai 2018, 11:59:23 »
Auch wenn der Klarstand ein unbestreitbares Problem ist sollte man Simulatorstunden nicht abtun. Bei der aktuellen Technik lässt sich deutlich mehr als früher dort kostengünstig ( und umweltfreunlicher) trainieren.

Axel
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Offline jockel

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Re: Bundeswehr bucht Flugstunden in ADAC-Hubschraubern
« Antwort #10 am: 03 Mai 2018, 12:17:32 »
...kostengünstig ( und umweltfreunlicher) trainieren....
Eben, es ist ja auch hier etwas ruhiger geworden, jetzt nerven nur noch die Trucks, die auf der B482 von bzw. zur A2 in Sichtweite vorbeibrettern.  8-)


Gruß
Klaus

Offline RonnyM

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Re: Bundeswehr bucht Flugstunden in ADAC-Hubschraubern
« Antwort #11 am: 03 Mai 2018, 15:07:43 »
...und bei der Abteilung Eurofighter sieht es nicht besser aus. flop

So hat u. a. auch nach 14 Jahren Zugehörigkeit die Kampfpilotin Nicola Baumann gekündigt. Immer weniger Eurofighter sind flugfähig. Und Piloten die nicht fliegen dürfen, kündigen und wenden sich der Zivilluftfahrt zu.

Grüße Ronny
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