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Autor Thema: Chronik des Seekriegs vor 100 Jahren  (Gelesen 1449 mal)

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Online Urs Heßling

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Chronik des Seekriegs vor 100 Jahren
« am: 18 Dezember 2017, 23:03:20 »
moin,

Der Versuch einer Monatsbeschreibung analog der "Chronik des Seekriegs"

---

Dezember 1917

Im Verlauf des Monats versenken deutsche Unterseeboote 183 Schiffe mit über 400.000 BRT und torpedieren mehr als 100 weitere Schiffe.
Im Folgenden werden nur Beispiele von Versenkungen (soweit nicht angegeben, britische Schiffe)
beschrieben.

1.12.1917
Allgemeine Lage / Alliierte

Bildung des Alliierten Obersten Kriegsrats mit Sitz in Versailles mit den Regierungschefs, einem politischen und einem militärischen Vertreter.


1.- 9.12.1917
Kanal

Am 1.12. versenkt UC 75 (Oblt.z.S. Lohs) nordwestlich von Boulogne die Dampfer Euphorbia (3109 BRT) und Rydal Hall (3314 BRT). UB 81 (Oblt.z.S. Reinhold Saltzwedel) versenkt den Dampfer Molesey (3218 BRT) und geht am 2.12. südöstlich der Insel Wight durch Minentreffer verloren. Am 6.12. sinkt UC 69 sinkt nach Kollision mit U 96 nördlich von Barfleur. Am 8.12. versenkt UB 18 (Oblt.z.S. Niemeyer) vor Brest den russischen Dampfer Nonni (4105 BRT) und wird am nächsten Tag vom Trawler Ben Lawers südlich von Lands-End  durch Rammstoß versenkt.

2.12.1917
Großbritannien

Stapellauf des Flugzeugträgers Argus, des ersten Trägers mit durchgehendem Flugdeck, der als Umbau aus einem als Passagierdampfer entworfenen Rumpf entsteht.
Zu derselben Zeit wird (seit November) HMS Furious umgebaut und erhält nun anstelle des 38 cm-Turms achtern auch dort ein Flugdeck (zuvor war nur ein Flugdeck vorn vorhanden).

2.- 6.12.1917
Westliches Mittelmeer

An der algerischen Küste versenken U 34 (Kptlt. Klasing) am 2.12. die Dampfer Berwick Law (4680 BRT) und Minas (griech., 2506 BRT) und am 6.12. die Ilvington Court (4217 BRT) und UB 48 (Kptlt. Steinbauer) am 4.12. die Dampfer Dowlais (3016 BRT) und Gerasimos (griech., 3845 BRT).

3.12.1917
Allgemeine Lage

Beginn der Waffenstillstandsverhandlungen zwichen dem Deutschen Reich und Sowjetrußland in Brest-Litovsk; Waffenruhe an der Ostfront tlw. schon ab 2.12., im Ganzen ab 7.12.


6.12.1917
Atlantik

U 53 (Kptlt. Rose) versenkt den US-Zerstörer Jacob Jones südwestlich von Bishop Rock.

6.12.1917
Alliierte

Die 9. Schlachtschiff-Division der USN (RAdm Rodman) mit den Schlachtschiffen Wyoming, New York, Delaware und Florida trifft zur Verstärkung der Grand Fleet in Scapa Flow ein.

6.12.1917
Allgemeine Lage

Das finnische Parlament erklärt Finnland zur unabhängigen Demokratie.


6.12.1917
Halifax (Neufundland)

Nach einer Kollision mit dem norw. Frachter Imo gerät der mit 200 Tonnen TNT und 2300 Tonnen Pikrinsäure beladene franz. Frachter Mont Blanc in Brand und explodiert. Die Explosion, die als die größte von Menschen verursachte Unfall-Explosion gilt, zerstört weite Teile der Stadt und fordert fast 2000 Menschenleben.

7.12.1917
Allgemeine Lage

Kriegserklärung der Vereinigten Staaten an Österreich-Ungarn.


7.- 30.12.1917
Atlantik

Das zu einer Atlantik-Unternehmung ausgelaufene U 156 (Kptlt. Gansser) versenkt am 7.12. nordöstlich der Azoren den kanadischen Fischereischoner W.C. McKay (147 BRT) und im Gebiet um Madeira am 15.12. den griech. Dampfer Ioannina (4567 BRT), am 17.12. den portugiesischen Schoner Acoriano (312 BRT) und am 30.12. den spanischen Dampfer Joaquin Mumbru (2703 BRT). Am 12.12. beschießt das Boot den Hafen von Funchal mit dem Bordgeschütz.

9.12.1917
Naher Osten

Britische Truppen (Gen. Allenby) besetzen Jerusalem.

9.12.1917
Allgemeine Lage

Waffenstillstand von Focsani zwischen den Mittelmächten und Rumänien


9./10.12.1917
Adria

Das italienische Schnellboot MAS 9 (Lt. Rizzo) versenkt vor Triest das alte Linienschiff Wien.

9.- 14.12.1917
Westliches Mittelmeer

U 64 (Kptlt. Moraht) versenkt an der span. Südostküste die Dampfer Adour (norw., 1940 BRT), Crathorne (norw., 2619 BRT), Owasco (US, 4630 BRT), D.A. Gordon (2301 BRT), Minorca (1145 BRT), und Coila (4135 BRT)

10.- 14.1917
Nördliche Nordsee

Angriff der II. Torpedobootsflottille auf den britischen Geleitverkehr zwischen Lerwick (Shetland-Inseln) und Bergen. Führung durch I. FdT, Kommodore Heinrich, auf dem Kleinen Kreuzer Emden, bzw. Flottillenchef KKpt. Heinecke auf Führerboot B 97.
Die 4. T-Halbflottille mit B 97, B 109, B 110 und B 112 versenkt am 12.12. morgens vor der Küste von Northumberland die von einem Küstenkonvoi abgekommenen dänische Peter Willemoes (1825  BRT) und die schwedische Nike (1878 BRT), die 3. Halbflottille (Kptlt. Kolbe) mit den Booten G 101, G 103, G 104 und V 100 vernichtet am 12.12. mittags westlich von Lindesnes einen Konvoi mit den Schiffen Bollsta (norw., 1.701 BRT), Bothnia (schwed., 1723 BRT), Cordova (2284 BRT), Kong Magnus (norw., 1101 BRT), Maracaibo (dän., 526 BRT) und Torleif (schwed., 832 BRT) und versenkt auch 5 der 6 Geleitschiffe, den Zerstörer Partridge und die Trawler Commander Fullerton, Livingstone, Tokio und Lord Alverstone. Nur der Zerstörer Pellew kann entkommen. V 100 wird von einem Torpedo der Partridge getroffen, der aber vor Ablauf der Sicherheitsstrecke nicht detoniert.
Die 3. Halbflottille entgeht einem Gefecht mit dem weiter südlich stehenden brit. 3. Leichten Kreuzergeschwader mit Chatham, Yarmouth und Birkenhead und 4 Zerstörern, da sich ihr Chef wegen des schlechten Wetters zu einem Rückmarsch durch Skagerrak und Kattegat entscheidet.

10.- 28.12.1917
Nordsee

Am 10. 12. geht UB 75 vor Scarborough durch Minentreffer verloren, Am 12.12. legt das britische U-Boot E 54 die Sperre "73" mit 20 Minen direkt in den Weg "Gelb" nördlich von Terschelling. Darauf gehen am 13.12. trotz Räumgeleit U 75 und am 28.12. der Minensucher M 11 verloren.

11.12.1917
Allgemeine Lage

Ausrufung des unabhängigen Staates Litauen in Vilnius.


11.12.1917
Nordsee

3 Flugzeuge der C-Staffel der Seeflugstation Zeebrügge, geführt von Oblt.z.S. d.R. M.A. Christiansen, schießen bei der Suche nach einem Konvoi östlich von Lowestoft das brit. Luftschiff C 27 ab. Christiansen wird dafür am folgenden Tag mit dem Pour le Mérite ausgezeichnet.

12.12.1917
Frankreich

Ein Zug mit Fronturlaubern von der italienischen Front entgleist bei Saint-Michel-de-Maurienne in den Savoyen, 543 Tote. Dies ist das schwerste Zugunglück in der Geschichte Frankreichs.


12.- 15.12.1917
Adria

Das französische U-Boot Bernoulli patrouilliert erfolglos vor Cattaro. In der Nacht 13./14.12. führen die k.u.k. Zerstörer Tatra, Balaton und Csepel einen erfolglosen Angriff auf die Otrantosperre (Qu.: MNB 9)

14.12.1917
Mittelmeer/Ionisches Meer

UC 38 (Oblt.z.S. Wendlandt) versenkt vor Kephallonia den französischen Panzerkreuzer Chateaurenault und wird im Gegenangriff von den Zerstörern Mameluck und Lansquenet versenkt.

15.12.1917
Allgemeine Lage

Abschluß eines 28tägigen Waffenstillstandes mit Sowjetrußland in Brest-Litowsk, gültig ab 17. Dezember 12 Uhr mittags.


15.12.1917
Atlantik

Hilfskreuzer Wolf (FKpt. Nerger), der auf dem Rückmarsch am 4.12. das Kap der Guten Hoffnung passiert hat, versenkt bei der Ilha da Trindade im Südatlantik die franz. Bark Maréchal Davout (2192 BRT)

15.12.1917
Japan

Indienststellung des Schlachtschiffs Ise .

15./16.12.1917
Atlantik

U 94 (Kaptlt. Saalwächter) versenkt 200 sm westlich von Brest die Dampfer Bernard (3682 BRT, aus Konvoi OM.31) und Bristol City (2511 BRT).

15.- 29.12.1917
Großbritannien

"Emergency War Programme" (Kriegsnotprogramm) der Royal Navy : Indienststellung von Zerstörern der "Admiralty V/W"-Klasse: Indienststellung von Venetia (19.) und Vivacious (29.), Stapellauf von Whirlwind und Wichelsea (15.), Warwick (28.) und Viscount (29.). Alle nehmen noch am 2. Weltkrieg teil.

16.12.1917
Westküste Großbritannien

UB 65 (Kaptlt. Schelle) versenkt vor dem Georgskanal die brit. Sloop Arbutus.

18.12.1917
Vereinigte Staaten

Indienststellung des Schlachtschiffs Mississippi (BB 41).

18.12.1917
Luftkrieg

Angriff deutscher Bomber auf London. Schwerste Schäden seit den Zeppelinangriffen im Herbst 1915.

18.- 20.12.1917
Nordsee

UB 31 (Oblt.z.S. Bieber) versenkt an der brit Ostseeküste vor der Tyne-Mündung am 18.12. die Riversdale (2805 BRT) und am 20.12. die Dampfer Alice Marie (2210 BRT), Eveline (2605 BRT) und Warsaw (608 BRT).

19.12.1917
Kanal

UB 56 (Oblt.z.S. Hans Valentiner) sinkt in der Straße von Dover nach Minentreffer.

20.- 25.12.1917
Westliches Mittelmeer

Vor der algerischen Küste und südlich von Spanien versenkt U 35 (Kptlt. v. Arnauld de la Perière)  die Dampfer Fiscus (4782 BRT), Waverley (3853 BRT), Pietro (it., 3860 BRT), Turnbridge (2874 BRT), Argo (3071 BRT), Cliftondale (3811 BRT) und Nordpol (norw., 2053 BRT).
Im Tyrrhenischen Meer versenkt UB 49 (Kptlt. v. Mellenthin) die Dampfer Attualita (it., 4791 BRT), Regin (norw., 1845 BRT), Stromboli (it., 5356 BRT), Caboto (it., 4418 BRT) und Umballa (5310 BRT) und torpediert die it. Dampfer Monte Bianco (6968 BRT) und Piemonte (2395 BRT) sowie den US-Dampfer Suruga (4374 BRT).

21./22.12.1917
Nordsee

13 Torpedoboote der 3. Torpedoboots-Flottille und der T-Flottille Flandern (KKpt. Albrecht) legen eine Minensperre mit 144 Minen westlich der Maas-Mündung. Darauf gehen bereits am 23.12. die brit. Zerstörer Surprise, Tornado und Torrent verloren, der Zerstörer Valkyrie wird beschädigt.

22.12.1917
Allgemeine Lage

Beginn der Friedensverhandlungen zwichen den Mittelmächten und Sowjetrußland in Brest-Litovsk


22.12.1917
Östliches Mittelmeer

Der alte Kreuzer Grafton, die Zerstörer Lapwing und Lizard und die Monitore M.29, M.31 und M.32 beschießen die sich zurückziehenden türkischen Truppen nördlich der zuvor von den Briten eroberten Stadt Jaffa.

24.12.1917
Westküste Großbritannien

U 110 (KKpt Kroll) versenkt vor dem Bristol-Kanal die brit. U-Boot-Falle Penhurst.

24.- 29.12.1917
Kanal

Auf der Route zwischen Southampton und Le Havre versenkt UC 71 (Oblt.z.S Steindorff) die Dampfer Luciston (2877 BRT), Espagne (belg., 1463 BRT) und P.L.M. 4 (franz., 2640 BRT) sowie die Marine-Trawler Piscatorial Ti und Snapper und torpediert die Dampfer Hyacinthus (5756 BRT) und Fallodon (3012 BRT).

25.12.1917
Irische See

U 87 (Kptlt. v. Speth-Schülzburg) versenkt aus dem Konvoi HD.15 die brit. Agberi (4821 BRT) und wird im Gegenangriff von der Korvette Buttercup und dem U-Jäger P 56 versenkt.

26.12.1917
Großbritannien

Sir John Jellicoe tritt vom Amt des Ersten Seelords zurück. Sein Nachfolger wird am folgenden Tag Admiral Wemyss.

26.12.1917
Kanal

UB 57 (Kptlt. Steinbrinck) versenkt aus dem kurz zuvor aus Falmouth ausgelaufenen Konvoi OF.1 die Dampfer Benito (4712 BRT) und Tregenna (5772 BRT), obwohl der Konvoi von einem Luftschiff begleitet wird.

30./31.12.1917
Östliches Mittelmeer

UC 34 (Oblt.z.S. Obermüller) versenkt vor dem Hafen von Alexandria den Truppentransporter Aragon (9588 BRT) mit über 600 Mann und danach den mit der Rettung der Schiffbrüchigen beschäftigten Zerstörer Attack. Am nächsten Tag geht auf einer von UC 34 in demselben Gebiet gelegten Mine der Truppentransporter Osmanieh (4041 BRT) unter (198 Tote).

30./31.12.1917
Nordsee

Die Leichten Kreuzer Abdiel, Inconstant, Phaeton, Galatea und Royalist werfen westlich des Wegs "Blau" die Sperre "74" mit 339 Minen. Die Sperre bleibt bis September 1918 unbemerkt.

---

Quellen :
u-boat.net top
Der Krieg zur See, Bd. 7

Gruß, Urs




« Letzte Änderung: 22 Dezember 2017, 11:52:05 von Urs Heßling »
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Online Urs Heßling

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Re: Chronik des Seekriegs vor 100 Jahren
« Antwort #1 am: 20 Dezember 2017, 11:45:06 »
moin,

noch einmal aufdatiert.

Danke an Thomas Weis und Bernd Langensiepen für Hinweise. :TU:)

Leider fehlen immer noch, Versenkungen sind nun einmal besser dokumentiert, Daten und Texte zu den "unauffälligen" Fahrten alliierter Konvois und der unermüdlichen Arbeit deutscher Minensucher und Geleitfahrzeuge, die die Unterseeboote heil hinaus- und zurückbrachten.

Gruß, Urs
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Offline beck.Schulte

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Re: Chronik des Seekriegs vor 100 Jahren
« Antwort #2 am: 20 Dezember 2017, 13:43:30 »
Na ja, geht mit dem nächsten Heft los. Da begingen wir mit der Chronik der Kleinverbände ( Takt. Gliederung, Bootsbestand, Chronik, Fotos, Karten ). Das ist eine Schweinearbeit die noch nie geleistet wurde. Leider reichen unsere Kräfte nicht dazu aus, zügiger an die Sachen heranzugehen.  Die KTB der betr. Verbände sind - soweit es sie überhaupt noch gibt - fast vollständig in unseren Händen.Es ist gewaltig. Ich mache ja z.Z. Geestemünde. Das wird im KzS nur einmal erwähnt. Ich hab nun über alle dortigen Vorgänge ca. 30CDs , die ich in meiner Restlaufzeit wohl kaum noch durcharbeiten kann.. So gesehen wird deine Chronik 1917 usw kaum was bringen. Oder du zerrpflügt meine Arbeiten aus dem MNB .  :-D

Online Urs Heßling

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Re: Chronik des Seekriegs vor 100 Jahren
« Antwort #3 am: 20 Dezember 2017, 14:03:59 »
moin, Bernd,

So gesehen wird deine Chronik 1917 usw kaum was bringen.
Nicht übertreiben; es war nur ein Monat, und mehr wird's nicht.
Man sieht's ja an der (fehlenden) Reaktion : Das Interesse fehlt, wie Du schon sagtest. Schade.

Oder du zerrpflügt meine Arbeiten aus dem MNB
Nee, ich mach' Dir doch keine Konkurrenz.

Gruß, Urs
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Online kalli

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Re: Chronik des Seekriegs vor 100 Jahren
« Antwort #4 am: 20 Dezember 2017, 15:58:02 »
Ist das nicht ein etwas vorschneller Schluss, Urs?
Am 18 Dezember 2017, 23:03:20 eingestellt und am 20. Dezember 2017, 14:03:59 die Feststellung getroffen: „Man sieht's ja an der (fehlenden) Reaktion: Das Interesse fehlt, wie Du schon sagtest. Schade.“

Online t-geronimo

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Re: Chronik des Seekriegs vor 100 Jahren
« Antwort #5 am: 20 Dezember 2017, 16:04:57 »
Und bis dahin 356 mal gelesen!!
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Online Urs Heßling

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Re: Chronik des Seekriegs vor 100 Jahren
« Antwort #6 am: 20 Dezember 2017, 16:08:58 »
moin, Kalli,

Nein ... das glaube ich nicht.

Ich habe immer wieder mal, während ich in den letzten 36 Stunden im FMA anwesend war, bei meinem Beitrag "hingesehen".

Da stand dann, bis auf eine Ausnahme : "Urs Heßling und 0 Gäste betrachten dieses Thema."

Zustimmung, Ablehnung, Korrekturen oder weitere Beiträge ... blieben aus.

EDIT
Und bis dahin 356 mal gelesen!!
Thorsten, Das kann nicht einmal ich als Moderator sehen :wink:
Immerhin eine kleine Ermutigung :O/Y

Gruß, Urs
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Online kalli

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Re: Chronik des Seekriegs vor 100 Jahren
« Antwort #7 am: 20 Dezember 2017, 16:47:20 »
Urs, wenn Du das glaubst, dann ist das so. Meine Mitmach-Herangehensweise ist bei so einem Thema ungefähr so: welchen Schauplatz schaue ich mir an? Was steht da schon bei Urs? Was steht da noch nicht? Das bedarf aber einige Zeit, um in den Unterlagen zu suchen und eventuell fündig zu werden. Man möchte ja nicht unbedingt Blödsinn abliefern. Da es sowieso nicht mehr wird, schließe ich für mich auch das Kapitel.

Online Urs Heßling

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Re: Chronik des Seekriegs vor 100 Jahren
« Antwort #8 am: 20 Dezember 2017, 16:55:50 »
moin,Kalli,

Man möchte ja nicht unbedingt Blödsinn abliefern.
Eben  :wink:

Da es sowieso nicht mehr wird, schließe ich für mich auch das Kapitel.
Es war auf jeden Fall den Versuch wert.
.. und wie ich jetzt durch Thorsten erfuhr :TU:), nicht so mißachtet wie ursprünglich vermutet. :-)

.. und wie Du weißt, habe ich ja auch noch andere "Kriegsschauplätze" zu bearbeiten :O/Y

Gruß, Urs
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Offline beck.Schulte

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Re: Chronik des Seekriegs vor 100 Jahren
« Antwort #9 am: 20 Dezember 2017, 16:59:28 »
Sehen wir es nüchtern. Das Interesse von über 95% der Angucker ist halt nicht Wilhelms Navy. Das ist verständlich und war immer schon so. Ich mach das seit ca. 1963 und schon damals ( es lebten noch recht viele aus der Zeit ) war Hitlers Krieg natürlich das Thema. Kaiserliches gab es kaum.  Ganz im Gegenteil die letzten Jahre. Nachdem die 14-18 PC freigegeben worden ist erschient jährlich etliches – in deutsch – an Bücher zum Thema. Meist aus dem universitären Bereich, dennoch lesbar ( z.B. Schröders Uboots Buch)
Die „Masse“ will über das Internet bedient und unterhalten werden ( Alexa, was war die Kriegsmarine ?) .  Bereit sich selbst schlau machen ist auch bei den 39-45zigern nur ein kleiner Teil, der aber dort um vieles größer ist als bei 14-18. Damit muss man leben, hat aber auch dem Vorteil, das man sich kaum mit verzapften Blödsinn befassen muss.
Was die „Hinguckerzahl“ mit Interesse zu tun hat ergibt sich mir auch nicht. Das Forum ist fast ausschließlich was von 33 aufwärts. Der Rest ist Beiwerk ( siehe A.v. Mach ) und dabei sollte man es belassen. Nix bring halt nix. Und wer Interesse zeigt, für den bleibt ja noch der AK KzS 14-18...nicht wahr Urs ?


Mehr als ob U-4711 den Dampfer MacDonald versenkt hat, ist mir folgendes.
 28. Dezember 1917:  Die Festungen Geestemünde und Cuxhaven werden, da die Mittel fehlen, ab sofort keine Belohnung mehr bei der Anzeige von verdächtige Marine-Personals der Festungsbereiche zahlen, sondern dies von der Staatsanwaltschaft Stade, für BHV Bremen ausführen lassen.
« Letzte Änderung: 20 Dezember 2017, 17:16:12 von beck.Schulte »

Online Urs Heßling

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Re: Chronik des Seekriegs vor 100 Jahren
« Antwort #10 am: 20 Dezember 2017, 17:12:09 »
moin, Bernd,

Was die „Hinguckerzahl“ mit Interesse zu tun hat ergibt sich mir auch nicht. Das Forum ist fast ausschließlich was von 33 aufwärts. Der Rest ist Beiwerk ( siehe A.v. Mach ) und dabei sollte man es belassen. Nix bring halt nix. Und wer Interesse zeigt, für den bleibt ja noch der AK KzS 14-18...nicht wahr Urs ?
Nein, so kraß seh' ich das nicht.
Der AK ist prima top :MG:, keine Frage.

Aber er soll nicht nur Rückzugsposition (Tor zu, Fallgitter 'runter, Zugbrücke hoch) flop der Spezialisten sein, die über andere "Nichtwisser" die Nase rümpfen :|

Wobei es da natürlich schon 'mal einige einige Geduld erfordernde Beispiele gibt  :-D
Aber da sollten gerade wir beide doch eine gewisse "Alterstoleranz" zeigen :angel:

Wenn wir hier im FMA das Interesse am Thema "Der Seekrieg im 1. Weltkrieg" steigern könnten (was ich in diesem Thread erst einmal anzweifelte), umso besser .. das werden dann ggf. Interessenten für die MNBs.

Gruß, Urs
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Offline beck.Schulte

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Re: Chronik des Seekriegs vor 100 Jahren
« Antwort #11 am: 20 Dezember 2017, 17:18:11 »
Urs, sieht halt jeder anders. ....und das ist auch gut so!  :biggre:
Der AK ist aus diesem Forum hervorgegangen und oh ne das Forum wäre er wohl nie ins Leben gerufen. Das werde ich immer zu würdigen wissen. Aber, die Gründe die damals zu einem geschlossen Unter-Forum hier geführt haben sind immer noch die gleichen. Mit wenig Ausnahmen ist alles betr. 14-18 Internet und Bücher wissen.  dazu kommt, dass man kaum bereit ist hier zu zuschreiben, wenn das Ergebnis oft das ist wie z.B. zur Zeit die "Kirchenbarge". 
Was Rohwer & Co. in den 50-60zigern mit 39-45 Chronik geleistet haben, war aber auch dadurch möglich, dass vieles als Forschungsauftrag lief, bzw  Teil der täglichen Arbeit war.
« Letzte Änderung: 20 Dezember 2017, 17:38:30 von beck.Schulte »

Offline Rast

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Re: Chronik des Seekriegs vor 100 Jahren
« Antwort #12 am: 20 Dezember 2017, 19:15:29 »
Also mich würde das sehr intressiern wenn das weiter gemacht würde.
Der erste WK ist leider noch viel zu wenig bekannt, dabei ist es eine
hochintessante Zeit. Besondes der Seekrieg.

Bitte weitermachen
 :MG:
Lieber 5 Minuten vorsichtig als ein Leben lang tot!

Offline beck.Schulte

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Re: Chronik des Seekriegs vor 100 Jahren
« Antwort #13 am: 20 Dezember 2017, 19:24:11 »
Schön. Frage ist aber doch in welcher Form und von wem. Also ich sehe da nur Urs. Vor einigen Jahren versuchte Urs ja schon gleiches. Da war die "Begeisterung" größer als heute, die tatsächliche Umsetzung aber ebenfalls null. Was soll den da rein? Rohwer und seine Truppe , als gutes Vorbild, haben sich überwiegend aus Akten bedient. Wer tut so was hier? Na laßt mal gut sein.

Offline Darius

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Re: Chronik des Seekriegs vor 100 Jahren
« Antwort #14 am: 20 Dezember 2017, 21:48:39 »
Hallo Urs,

ich finde Deine Beschäftigung sehr interessant.

Vielleicht kannst Du die Folgemonate in Quizform hier einstellen - da gibt es bestimmt Rückmeldungen. :TU:)


 :MG:

Darius