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Autor Thema: Betonschiff im Dienst der Reichsmarine  (Gelesen 2202 mal)

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Offline TD

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Betonschiff im Dienst der Reichsmarine
« am: 13 September 2017, 03:10:58 »
Betonschiff im Dienst  der Reichsmarine

1921 stellte die Reichsmarine den bei der Kieler Eisenbetonwerft Rendsburg erbauten Beton Prahm
K.K.11 in Dienstag Der aus Eisenbeton gebaute Transporter war 22,71 m lang, 6,60 m breit und hatte einen Tiefgang von 1,68 m
Vermutlich hatte ja die Kaiserliche Maine diesen Neubau noch bestellt.

Leider gibt es zu dieser Kieler Werft in Rendsburg keine Angaben oder ich kenne dies nicht.
1938 wurde der Eintrag bei den Schiffen der Kieler Marinewerft gestrichen.

Ursache nicht bekannt.
Gruß


Theo

...ärgere dich nicht über deine Fehler und Schwächen, ohne sie wärst du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr !

Offline bettika61

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Re: Betonschiff im Dienst der Reichsmarine
« Antwort #1 am: 19 Januar 2019, 13:26:27 »
Hallo Theo,
die Werft stellt schon 1920 ein Betonschiff her
Zitat
Betonbauten. Die Zeitschrift „Beton und Eisen“*) enthält in Heft I, 1921 (XX. Jahrgang) wiederum eine Reihe von Artikeln, die auch für weitere Kreise von Interesse sein dürften.
...............
Zahlreiche Fachleute wird wohl der Artikel über den „Stapellauf des ersten deutschen Eisenbeton-Motorseglers“ interessieren. Dieser ist am 20. November 1920 auf der Rendsburger Werft der Kieler Eisenbeton-Werft A.-G. glatt erfolgt. Das Schiff hat eine Länge von 33,5 m, eine Breite von 8 m und eine Seitenhöhe von 3,35 m, eine Tragfähigkeit von etwa 220 t.

Der nach Berechnungen und Untersuchungen von Prof. Dr. Ing. Kleinlogel, Darmstadt, erbaute Segler ist nach Genehmigung der eingereichten Berechnungen durch den Germanischen Lloyd für große Küstenfahrt bestimmt. Heft I bringt darüber eingehende Mitteilungen mit zahlreichen lehrreichen Abbildungen.
http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj336/ar336008
über das gleiche Schiff http://delibra.bg.polsl.pl/Content/12684/Vol18_No6.pdf
« Letzte Änderung: 19 Januar 2019, 13:39:39 von bettika61 »
Grüße
Beate

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

Offline VINI

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Re: Betonschiff im Dienst der Reichsmarine
« Antwort #2 am: 19 Januar 2019, 19:24:31 »
Moin, moin,

@ Beate, ist schon interessant dein Artikel.

Anscheinend haben sich die Betonschiffe für den dauerhaften Einsatz nicht bewährt.
So hat der Schleppkahn K 5 beim bunkern von Kohle, Risse und Löcher bekommen. Beim heranfahren an einer Schleuse wurden Fahrrinnenmarkierungspfähle gerammt. Das nächste Loch im Rumpf war da. Im Winter 1921/22 brachen, bei der Fahrt, die Eisschollen den Rumpf auf.
Ein weiterer Schleppkahn rammt bei der Jungfernfahrt eine Mindener Schleusenmauer und kam ebenfalls zu Schaden. Das Schleppamt Hannover urteilte 1922, das Eisenbetonkähne nicht betriebssicher genug sind.
(Quelle: Hannoversche Zeitung; 2018.12.12)

LG
VINI

Offline bettika61

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Re: Betonschiff im Dienst der Reichsmarine
« Antwort #3 am: 19 Januar 2019, 21:18:36 »
Hallo,
Das Jahrbuch der Schiffbautechnischen Gesellschaft: Dreiundzwanzigster Band
zeigt auf Abb. 11-12 vermutlich den von @TD genannten Betonprahm.
Der im folgenden genannte  "erste deutsche Eisenbeton-Motorsegler" hatee auch seine Probleme.
Der von der MEWAG gebaute KV  und das dabei verwendete  Verfahren  wird auch im Jahrbuch beschrieben.
Grüße
Beate

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

Offline Erlbon

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Re: Betonschiff im Dienst der Reichsmarine
« Antwort #4 am: 27 Oktober 2019, 20:55:05 »
Zitat
Die Kieler Eisenbetonwerft AG in Büdelsdorf bei Rendsburg baute ebenfalls Fahrzeuge aus Beton, von denen sich die 180 tdw großen Leichter bewährt haben sollen. Der 1920 gebaute Dreimastschoner Triton mit 33,5 m Länge, 8 m Breite und 3,3 m Tiefgang lief am 20. November 1920 vom Stapel und war das erste in Deutschland gebaute Eisenbeton-Segelschiff. Es wich in seiner Form in keiner Weise von dem im Eisenbetonschiffbau Üblichen ab. Das 210 t (nach anderen Quellen 230 tdw) tragende Schiff besaß einen Frachtraum von 500 m³ und einen Glühkopfmotor mit 70 PS Leistung. Während der Ausrüstung bei den Kieler Howaldtswerken sank das Schiff unter ungeklärten Umständen, konnte aber wieder gehoben und in Fahrt gesetzt werden. Nach der Bergung erhielt die Triton durch den Germanischen Lloyd ihre Klasse, wurde fertig ausgerüstet und an die Firma Wentzel & Co. in Lübeck ausgeliefert. Doch schon im Jahr
darauf, am 30. September 1921, sank die Triton auf einer Reise nach Landskrona in Schweden mit einer Erzladung nach Wassereinbruch im vorderen Laderaum und musste aufgegeben werden. Die Besatzung konnte sich retten.

https://ww2.dsm.museum/DSA/DSA32_2009_107171_Danker-Carstensen.pdf

Kennt jemandem nähere Position für das Wrack von Triton? Im gegend von Landskrona ist es nicht, so es muss irgendwo zwischen Lübeck und Schweden sein.
Mfg. Erlend Bonderud