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Autor Thema: Bremerhaven  (Gelesen 42020 mal)

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Offline Manfred Heinken

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Re: Bremerhaven
« Antwort #450 am: 22 Oktober 2018, 17:07:59 »
Moin zusammen,
der Himmel über die "Etagas", IMO 8712570, der Neptun Reederei in Bremen sieht sehr bedrohlich aus. Doch auch dieses Gewitter ging, wie alle anderen Gewitter auch, vorrüber.
Noch liegt  der Tanker,1988 von der Seebeckwerft in BHV gebaut an der Kaje und wartet darauf, was das Schiffsleben auf See so zu bieten hat.
28 Jahre hat er die Meere der Welt befahren. Am 14. 10. 2016 setzte sich der Schneidbrenner in Alang in Bewegung und aus war es mit dem abwechslungreichen Leben auf See.

Beste Grüße
Manfred Heiken

Mein Foto, mein Copy

Offline RonnyM

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Re: Bremerhaven
« Antwort #451 am: 24 Oktober 2018, 17:21:34 »
...und hier mal ein Bild aus alten Zeiten, als die Marine noch mit Schulschiffen reichlich bestückt war. Es war an der Zerstörerpier1957. Die Schulboote FM 1 und UW 1.

Grüße Ronny
...keen Tähn im Muul,
over La Paloma fleuten...

Offline Manfred Heinken

  • Kapitän zur See
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Re: Bremerhaven
« Antwort #452 am: 24 Oktober 2018, 17:35:42 »
Hallo Ronny,
das war im August oder September 1957. Da waren wir mit dem Schulgeschwader Ostsee in Bremerhaven.
"UW 2" war zu der Zeit mein Schiff. War eine sehr schöne Zeit.
In Bremerhaven habe ich dann zum erstenmal rote Ohren bekommen.

Beste Grüße
Manfred Heinken


Offline Manfred Heinken

  • Kapitän zur See
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Re: Bremerhaven
« Antwort #453 am: 28 Oktober 2018, 17:51:10 »
Moin zusammen,
eine Zeitlang war Bremerhaven auch Anlaufpunkt für etliche russische Forschungsschiffe.
Diese Zeit ist allerdings auch vorbei, einen Forscher aus Russland habe ich lange nicht mehr gesehen.
Eines der Schiffe hat mir besonders gut gefallen.
Es war die "Akademik Mstislaw Keldysch", IMO Nr: 7811018.

Das Schiff hatte zwei Forschungs U-boote an Bord, mit denen nach den Wracks der "Bismark" und der "Titanic" erfolgreich gesucht und getaucht wurde.
Im Mai 1989 hat die"Akademik Mstislaw" auch das Atom-Uboot "K-278 Komsomolez" in großer Tiefe gesichert.

Über die IMO Nr können die techn. Details des Schiffes erfragt werden
Quelle hierfür: Zeitungsartikel  aus meiner Sammlung und Wikipedia.
Das Foto vom 4. April 2010 ist von mir, mein Copy
Ein Zitat aus der Nordsee Zeitung vom 5. Juli 2003: Zitat: für 40.000 Euro ist ein Besuch, mit den Ubooten, bei der "Bismark oder der "Titanic" möglich. Zitat Ende

Beste Grüße
Manfred Heinken






« Letzte Änderung: 28 Oktober 2018, 19:23:49 von Manfred Heinken »

Offline Manfred Heinken

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Re: Bremerhaven
« Antwort #454 am: 07 November 2018, 14:11:17 »
Moin Ronny,
das Passagierschiff "Chrystal Serenity" hat die Lloyd Werft nach termingerechter Vorgabezeit wieder verlassen.
Beste Grüße

Manfred Heinken

Offline Urs Heßling

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Re: Bremerhaven
« Antwort #455 am: 07 November 2018, 14:56:42 »
moin,

Es war die "Akademik Mstislaw Keldysch", IMO Nr: 7811018.

Das Schiff hatte zwei Forschungs U-boote an Bord, mit denen nach den Wracks der "Bismark" und der "Titanic" erfolgreich gesucht und getaucht wurde.
.. und es "spielte" auch im Film Titanic mit (sich selbst).

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline jockel

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Re: Bremerhaven
« Antwort #456 am: 08 November 2018, 10:38:32 »
Forschungsschiff Polarstern startet Antarktissaison
Wie sieht es unter dem Schelfeis des abgebrochenen Riesen-Eisbergs A68 aus?

Am Samstag, den 10. November 2018 verlässt das Forschungsschiff Polarstern seinen Heimathafen Bremerhaven Richtung Kapstadt, Südafrika. Damit beginnt die Antarktissaison, in der ozeanografische Arbeiten im Weddellmeer und die Versorgung der Neumayer-Station III, das Larsen C-Schelfeisgebiet sowie die Südlichen Shetlandinseln auf der Forschungsagenda stehen. Ende Juni 2019 wird das Schiff in Bremerhaven zurückerwartet.


Foto: Alfred-Wegener-Institut

Herzstück der aktuellen Antarktis-Saison wird eine Expedition zum Larsen C Schelfeis an der Antarktischen Halbinsel sein. Die Antarktische Halbinsel ist eine der Regionen dieser Welt, die sich am schnellsten erwärmen. Als mögliche Folge sind in den Jahren 1995 und 2002 erst das Larsen A Schelfeis und später das Larsen B Schelfeis fast vollständig zerfallen. Dadurch verbleibt nur noch das Larsen C Schelfeis als letztes großes Schelfeis im westlichen Weddellmeer. Im Juli 2017 kalbte dort der Eisberg A68 - mit etwa 5.800 Quadratkilometern einer der größten Eisberge, die jemals erfasst worden sind.

Anfang Februar 2019 steuert die Polarstern dieses Gebiet vom chilenischen Punta Arenas aus an. Über 50 Wissenschaftler von 17 Institutionen aus fünf Ländern wollen genau erfassen, welche Meeresboden-Landschaften und Lebewesen sich unter dem abgebrochenen Eis befinden. Geleitet wird die Expedition von Dr. Boris Dorschel, Bathymetriker am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Neben seinen eigenen Arbeiten zur Vermessung des Meeresbodens koordiniert er auch die geowissenschaftlichen und biologischen Gruppen an Bord sowie die Forschung der Meereisphysiker. Besonders gespannt sind die Wissenschaftler, ob die Meereisbedingungen es zulassen, bis zum Larsen C Schelfeis vorzudringen. Im Südsommer (Februar / März) 2018 hatte das britische Forschungsschiff James Clark Ross vergeblich versucht, so weit nach Süden kommen. Biologen, die damals an Bord waren, sind auch dieses Jahr wieder auf der Polarstern mit dabei.

Durch den Abbruch von A68 hat sich die Schelfeiskante landwärts verlagert. Dieser Rückzug der Schelfeiskante hat einen erheblichen Einfluss auf die Umweltfaktoren und Ökosysteme in dem ehemals vom Schelfeis bedeckten Gebiet. Durch das Schelfeis war dieses Gebiet bis zu 120.000 Jahre von der Atmosphäre und dem Einfluss von Sonnenlicht entkoppelt. In Folge der Veränderungen kommt es nun zu Austauschprozessen zwischen Ozean und Atmosphäre und Kleinstalgen können in der oberen Wassersäule wachsen. Diese Veränderungen finden in einem sehr kurzen Zeitraum statt, was die Ökosysteme zwingt, sehr schnell zu reagieren und sich anzupassen. Um die Veränderungen, Anpassungsmechanismen und Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme in Folge derartig abrupter Veränderungen zu verstehen, ist es nun nötig, möglichst schnell den aktuellen Zustand der Umwelt zu erfassen. Auf Grund der Abgeschiedenheit – über 1.500 Kilometer Entfernung zum nächsten Hafen - gibt es derzeit nur begrenzt wissenschaftliche Daten aus dem Gebiet von Larsen A und B. Larsen C ist fast vollständig unerforscht. Die Expedition PS118 mit Polarstern ist daher sehr interdisziplinär angelegt, mit dem Ziel den Zustand und die natürliche Vielfalt dieser weitgehend unbekannten Region zu erfassen.

Bevor es tief in den Süden der Antarktis geht, nehmen Studierende des Polmar Graduiertenkollegs an der Transitfahrt ab Bremerhaven teil. Sie lernen, wie die Lote und Sonare auf der Polarstern funktionieren. Diese Geräte tasten den Meeresboden ab und sind somit ein wichtiges Instrument auch für viele weitere Disziplinen auf Expeditionen, damit die Wissenschaftler den besten Ort für eine Probennahme festlegen können. Mitte Dezember wird das Schiff Kapstadt erreichen und mit neuen Expeditionsteilnehmern ozeanographische Langzeituntersuchungen im Weddellmeer durchführen und die Neumayer-Station III mit Forschungsgerät, Treibstoff und Lebensmitteln versorgen. Nach dem antarktischen Herzstück der Expedition zum Larsen C Schelfeis folgt im April/Mai 2019 eine Expedition mit geowissenschaftlichem Schwerpunkt rund um die Südshetlandinseln. Den Rücktransit quer durch den Atlantik nutzen Lehrende, um internationale Studierende der Meeresforschung auszubilden. Das Schiff wird am 29. Juni 2019 in Bremerhaven zurückerwartet.
Alfred-Wegener-Institut

Gruß
Klaus