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Bremerhaven

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Manfred Heinken:
Moin zusammen,
in meiner Sammlung habe ich ein Bild gefunden, das gleich nach dem Krieg aufgenommen wurde.
Auf der Rückseite steht :   "RUINS OF BREMERHAVEN".
Gerne hätte ich gewusst wo diese Aufnahme gemacht wurde.
Vielleicht kann Herr beck.schulte da ja etwas zu sagen.
Besten Dank im Voraus. 
Beste Grüße
Manfred Heinken

beck.Schulte:
mal so auf die Schnelle. Bremerhaven ist es nicht. Siehe u.a. beiliegendes Foto. Könnte Geestemünder Handelshafen mit Bahnhof sein. Im Hintergrund könnte es die Christis Kirche sein. Selbst in dem Superbuch von Kube. "Bremerhaven & Geestemünde" konnte ich kein Vergleichsgebäude entdecken. Wenn sich die Tage keiner hier meldet, schau ich mal beim Histr. Museum an der Geeste vorbei. Da werden Sie ( meist) geholfen. :roll:

beck.Schulte:
Hallo Herr Heinken. Haben Sie als NZ Leser schon eine Blick in den heutigen Schiffahrtsteil geworfen?? Nun, der Abbau von Arbeitsplatzen auf deutschen (Rest-) Werften geht weiter. 2016 wurden weltweit  480 Seeschiffe geordert. 2007 waren 5200. Sagt wohl alles. Was uns hier im Moment rettet ist der Spezialschiffbau und die deutsche Rüstung. Das wird aber nicht so bleiben. Die Chinesen bauen jetzt erst mal für teures Geld ihre Dampfer in Mecklenburg. Irgendwann bedanken sie sich, verkloppen den Laden und gehen zurück in die Heimat. War immer so. 1963 hatten wir beim TB NDL zum erst mal einen Japan-Bau in Arbeit. Lauchsalven!  "Die wollen gegen uns konkurrieren ? ! Haben sie und gewonnen. 1974 bei der SUAG Ro-Ro für die DB ( nein nicht Deutsche Bank noch Deutsche Bahn) .Die Türkei verlangte das die Ausrüstung weites gehend selbst geliefert werden sollte-, auch wieder Gelächter. Jahre später begannen deutsche Reederei , Frachter, RoRo Schiffe und Gastanker dort zu ordern. Aufzuhalten ist die Entwicklung nicht. Bald sind Schiffe "gebaut in der BRD" so selten wie Hemden made in Bielefeld.
Für Ronny! Guck dir mal das Bild an. Das war mal eine Werft auf der Heckfänger, Ro-Ro Schiffe, Containerfrachter, Ost- und Nordseefähren und was sonst noch gebaut wurden. Heute komme ich täglich daran vorbei und wo dazumal hunderte von Menschen einen gut bezahlten Job hatte, treffe ich da nur noch Angler, Leute mit Tölen und illegale Parker, die wo zu den Pinguinen gehen. Is so!

Urs Heßling:
moin,

http://thichnathhanh.blogspot.de/2014/01/geschichte-der-unterweserwerft-suag.html
mit einem Foto von Wilfried Heinken !

Gruß, Urs

Manfred Heinken:
Moin Herr beck.schulte,
die "Orderbücher bleiben leer"
Deutsche Werften behaupten sich, wenigstens zur Zeit noch. Mal sehen was da noch alles, vor allem auf die Mitarbeiter der Werften zukommt. Leicht wird es für alle Beteiligten nicht werden.
Aber die Qualität der deutschen Werften ist bei ihren Neubauten und Reparaturen doch ziemlich hoch, die Deutschen Werften werden weiter mitmischen.
So wie es einmal war, wird es wohl nie mehr werden.

Einige Beispiele möchte ich doch aus den goldenen Schiffbauerzeiten anfügen.

Hochbetrieb im Schiffbau.
am 8. November 1958, so steht es im Hamburger Abendblatt, finden an einem Tag 5 Stapelläufe  bzw, Ablieferungen statt.

bei der Werft Blohm & Voss die "Westfalia",  IMO 5382398
bei Sietas die "Heinz Horn" IMO 5146005
bei der Stülkenwerft die "Volumnia"  IMO 5427954
bei der Rickmerswerft in Bremerhaven  die "Ethna Rickmers", IMO 5109148
bei den Nordseewerken in Emden die "Springorium"IMO 5267380

Das alles an einem Tag ist doch wirklich enorm.

Weiter steht in dem Artikel das die Flensburger Schiffbaugesellschaft 2.500 Arbeiter und Angestellte beschäftigt.

In einem weiteren Artikel vom 6. November 1954 steht geschrieben: Doppelstapellauf bei  den Howaldswerken in Hamburg.
Die Frachter "Indian Reliance" IMO 5160336 und die "Indian Renown" IMO 5160348 rauschen im Doppelstapellauf ins kühle Nass der Elbe.
Das war einmal und kommt nicht wieder.

Beste Grüße
Manfred Heinken
Quelle: aus meiner Sammlung

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