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Autor Thema: Ko-OPERATION von Kaiser/ RMA Tirpitz / Admiralstab/ HOCHSEEFLOTTE im April 1914  (Gelesen 6200 mal)

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Offline kaimarex

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der Gründungsadmiral beschrieb das GIGANTISCHE Problem jeder starken deutschen Marine  in einen Veröffentlichung ( Kadetten : Titel, Autor, Verlag, Jahr ?? )
" Solange Deutschland auf der eben bezeichneten Bahn wandelt, solange es fern von allem Ehrgeiz, fast ohne die Aufmerksamkeit, geschweige die Eifersucht seiner weit mächtigeren Nachbarn zu erregen, nur Fregatten und Dampfschiffe baut, und es sich begnügt, eine bescheidene Stelle unter den kleineren Marinen einzunehmen, solange Jedermann einsieht, daß es weder nach großer Geltung zur See strebt, noch daran denkt, Schlachten zu liefern, wird Niemand es einer Halbheit in seinen Maßregeln zeihen. "
Axel von der Bundeswehr : DAS wollt ihr freiwillig sein ! Also bitte keinerlei Eifersucht bei den Russen verursachen !  Die sind Grossmacht, wir freiwillig Kleinmacht !

der Admiral : "  Sobald es aber durch den Bau von Linienschiffen, von Schlachtschiffen, aus diesem anspruchslosen Kreise heraustritt, werden alle Augen sich darauf richten, eine scharfe Kritik wird anheben, und wehe dem Vaterlande, wenn es sich bei diesem entscheidenem Schritte einer halben Maßregel schuldig machen sollte "

Dies Axel, DIES ist das Niveau, um das es hier geht !  Axel _ Linienschiff / Schlachtschiff ist die allerstärkste Schiffsklasse, also bitte richtig  Schiffsklasse einsetzen.
Überschwerer Lenkwaffenkreuzer mit Trägerversenk- Abstandswaffen  wär ein aktuelle Ausdruck dafür.
Ein deutscher Generalstabsoffizier 1910 nach Gesprächen mit brit.Generalen, deren Angst vor Aufständen in Indien und Ägypten und der Gefahr der Invasion" Man erwartet also von Deutschland dasselbe Verhalten, daß man von England erwarten müßte."

Der preußische Militärgeist hat eine schwache Stelle: die Neigung zur Schablone

Offline kaimarex

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Der Reichstag übt eine Kontrolle des Haushaltes aus, gerade bei den großen Etats für Heer und Marine.
Das RMA unter Tirpitz hat es ab 1897 mehrfach geschafft, den RT von langjährigen Schiffsbauprogrammen zu überzeugen.
Hr. Bebel von der SPD ist ein Gegner solcher Programme, hat in Briefen , die er an Engländer schrieb, versprochen, die dt. Marine möglichst klein zu halten.
Kämpft gegen jede Steuererhöhung, die der Rüstung zugute kommen soll.
Die Marine  ist durch Schiffszahl und gesetzliche Lebens-Dauer der Schiffe und Boote vollständig planbar.
Die Fachpresse bietet aktuelle Informationen, es sind monatliche Daten verfügbar in der Marinerundschau - welcher Kahn wo unterwegs ist.
Alle Offiziere von Heer und Marine sind mit ihrem RDA( Rangdienstalter ) in den jährlichen Ranglisten aufgeführt. Diese Buch erscheint  jährlich, ganz frei verkäuflich, ebenso der Nauticus( zb. von Hr. Raeder im NB( Nachrichtenbüro ) verantwortet ).
Offiziere aD schreiben in der Fachpresse zu aktuellen Fragen, der Kaiser selbst auch mal inkognito in der MR.
Fachzeitschriften für Heer und Waffenarten gibt es auch.
 Heftige Kritik an den Ex- Kameraden kommt vor, die zwei Kabinettschefs können  dann beim Kaiser Sanktionen beantragen zB. Streichung von der Reserve-Liste, Verlust des Rechts auf Tragen der Uniform.
Dann weiß jeder : General XXX hat den Kaiser mit seinen Schriften so verärgert, jetzt muß er in Zivil rumlaufen.
 
« Letzte Änderung: 27 Dezember 2017, 17:26:11 von kaimarex »
Ein deutscher Generalstabsoffizier 1910 nach Gesprächen mit brit.Generalen, deren Angst vor Aufständen in Indien und Ägypten und der Gefahr der Invasion" Man erwartet also von Deutschland dasselbe Verhalten, daß man von England erwarten müßte."

Der preußische Militärgeist hat eine schwache Stelle: die Neigung zur Schablone

Offline kaimarex

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Noch eine ganz wichtige Info : Seit 1877 beginnt das Etatjahr des Staates am 1. April, endet damit am 31. März des Folgejahres. Deswegen Bezeichnung zb. 1910/11 oder Etatjahr 1910. Das Parlament erhält im November die Daten des Vorjahres also im Nov. 1909 die Ergebnisse des Jahres 1908/09 sowie Info wie das aktuelle Etatjahr bei den Einnahmen und Ausgaben läuft. der Haushalt des nächsten Jahres wird den MdR vorgestellt, erste Beratung meist im Dezember; zweite Beratung Jan / Feb / Mitte März.
Ende März die dritte und letzte Beratung, Kanzler und Kaiser unterschreiben das Gesetz, ab 1. April gültig.
Heer und Marine ziehen zum 1. April und 1. Okrober ihre Rekruten und die Freiwilligen ein. Oft dabei große Dienststellungswechsel zb. Hr. Raeder ins RMA/ zum Kreuzergeschwader usw.
Nachtragsetat werden bei Notwendigkeit angefordert, auch hier 3 Beratungen. Man kann zb. am 18. Mai locker noch einen Nachtrag zum Etat 1913 verabschieden zb. für 1 Krz, 6 große Tboote, 4 Uboote.
Wie ich schon erwähnte, könnte dabei Wilhelm2 auch auf die 5 Mio Mark Steuergeld für seine Yacht verzichten, für 1913 und 1914-  macht 10 Mio Mark, die ohne jede Steuererhöhung für Marineschiffbau  vorrätig wären !

Das Uraltzeug ist 1913 ganz oberamtlich ersetzt. Brandenburgs, Irene, Hela, Odin als Beispiel.
 Da ab 1894 der Marineschiffbau anwuchs , ist 20 Jahre später ein neuer Bauboom nötig bei den großen Schiffen.
1894 : 1 Kai, damals LS ; 1895 : vier große Kreuzer ( Fü Bis + 3 hertha ) ;  1896 : 1 Kai + 2 Hertha danach letztes Bautief 1897 : nur ein Kai
Ab 1898 3er Tempo ,  ab 1908 - 1911 : Vierertempo .

Bei  KLEINEN Kreuzern weiß die RN( sie rechnet selbst ! ), daß sie  NUN nach 16,5 Jahren ersetzt werden, denn 1914 lt Planung schon seit 1908 : Ersatz Gazelle + Ersatz Niobe
1915 : Ersatz Nymphe + Ersatz Thetis/ 1916 : Ersatz  Ariadne + Ersatz  Amazone / 1917 : Ersatz Medusa + Neubau Nr. 38 des FloG von 1900.
Nr. 39 und Nr. 40 der Novelle von 1912 sind wg. Haldane/Churchill noch gar nicht festgelegt. Keine Versprechen an die RN diese Stahlkisten erst 1919 zu ordern !

Tboote und Uboote haben nur 12 Jahre Lebensdauer, Stückzahl 144 Tboote in 12 Jahren- jedes Jahr 12 Tboote, an Ubooten wohl 72- damit jedes Jahr 6 Bestellungen möglich, falls das Geld für diese sauteuren  Dinger vorhanden wäre.
Da gibt es gerade einen riesigen Baustau. So ein Kerl im TI hat 1912 11 Boote bei Germania bestellt, der Dieselmotor macht große Probleme.
  damals  gibts dann ordentlich Ärger-  Zitat aus ER, Gs d. dt. UBB : " In einem Schreiben vom 15. Dez. 1912 an Tirpitz verlangte darauf das Werftdepartement die unverzügliche Ablösung von MBR Berling, auf dessen günstige Beurteilung hin GW- Motoren für die 11 GW-Boote U31 -41 bestellt worden waren "
« Letzte Änderung: 27 Dezember 2017, 21:34:19 von kaimarex »
Ein deutscher Generalstabsoffizier 1910 nach Gesprächen mit brit.Generalen, deren Angst vor Aufständen in Indien und Ägypten und der Gefahr der Invasion" Man erwartet also von Deutschland dasselbe Verhalten, daß man von England erwarten müßte."

Der preußische Militärgeist hat eine schwache Stelle: die Neigung zur Schablone