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Autor Thema: Die Royal Navy kastriert ihre Kriegsschiffe  (Gelesen 12830 mal)

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Offline FAUN

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Re: Die Royal Navy kastriert ihre Kriegsschiffe
« Antwort #15 am: 21 November 2016, 20:05:21 »
Vielleicht sollte man mit der RN nicht so streng sein? Schließlich ermöglichte sie mit ihren Veränderungen nach dem 1. Weltkrieg C. Northcote Parkinson zur Entwicklung des nach ihm benannten "Parkinsonschen Gesetzes". Hier stand insbesondere die RN der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts Pate. Das dieses Gesetz mit seinen Ergänzungen noch heute gültig ist, kann jeder im ÖD bzw. in großen Unternehmen Tätige bestätigen.

Götz von Berlichingen

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Re: Die Royal Navy kastriert ihre Kriegsschiffe
« Antwort #16 am: 21 November 2016, 20:09:30 »
Und ede hat Recht, wir sollten England umgehend erobern. Wenn nicht jetzt, wann dann?  :-D  :wink:

Ach nee, dann müßten die Briten ja in der EU bleiben - und ich laß' mir doch von Euch Chauvinisten meinen Brexit nicht kaputt machen!  :-P

Offline Urs Heßling

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Re: Die Royal Navy kastriert ihre Kriegsschiffe
« Antwort #17 am: 22 November 2016, 10:06:25 »
moin,

wenn schon Marine, dann auch mit Fahrzeugen, die für die angedachten Aufgaben benötigt werden.
wo er recht hat, hat er recht top :MG:   Das Thread-Thema ist aber ein anders :wink:


.. mit der RN nicht so streng sein? Schließlich ermöglichte sie mit ihren Veränderungen nach dem 1. Weltkrieg C. Northcote Parkinson zur Entwicklung des nach ihm benannten "Parkinsonschen Gesetzes". Hier stand insbesondere die RN der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts Pate.
Magst Du, bitte, die Quelle dafür benennen ?


Weitergedacht, könnte eine Daring einer Bismarck oder eine Sachsen einer King George V welchen Schaden zufügen?
Ein moderner FK-Zerstörer (oder -Fregatte) könnte ein klassisches Schlachtschiff durch Treffer in die Aufbauten/Masten so beschädigen, daß es seinen Einsatz mangels Feuerleit- und Kommunikationsanlagen nicht fortsetzen kann (englisch : mission kill), auch wenn er einen Untergang (unit kill) nicht herbeiführen kann.

Gruß, Urs
« Letzte Änderung: 22 November 2016, 10:29:24 von Urs Heßling »
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline Matrose71

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Re: Die Royal Navy kastriert ihre Kriegsschiffe
« Antwort #18 am: 22 November 2016, 11:15:15 »
Salve,

Zitat
wenn schon Marine, dann auch mit Fahrzeugen, die für die angedachten Aufgaben benötigt werden.

Wo er nicht recht hat, hat er nicht recht.  flop

Argumente kann ich keine dazu bringen, da sie wieder gelöscht werden!
Es ist der dritte Thread innehalb weniger Wochen, wo exakt diese Argumente vom gleichen Member gepostet werden, in den anderen Threads wurde die anschließende Argumentation mit Hinweis auf die Foren Regeln gelöscht, Axel (Big A), meiner einer und andere Member hatten dort eine andere Meinung, die aber aus Regel Gründen gelöscht wurde.

Ich wäre der Forums Leitung dankbar, wenn das auch für dieses mehrfach wiederholte, sehr politische Statement gelten würde, da für mich der Eindruck entsteht, das es bewußt provokant eingesetzt wird, mit dem Wissen, das aus Regel Gründen eine Diskussion unmöglich ist.
Viele Grüße

Carsten

Offline FAUN

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Re: Die Royal Navy kastriert ihre Kriegsschiffe
« Antwort #19 am: 22 November 2016, 13:13:43 »
moin,



.. mit der RN nicht so streng sein? Schließlich ermöglichte sie mit ihren Veränderungen nach dem 1. Weltkrieg C. Northcote Parkinson zur Entwicklung des nach ihm benannten "Parkinsonschen Gesetzes". Hier stand insbesondere die RN der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts Pate.
Magst Du, bitte, die Quelle dafür benennen ?


Gruß, Urs

Siehe hierzu:
C. Northcote Parkinson, "Parkinsons Gesetz und andere Untersuchungen über die Verwaltung", Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek, 5. Auflage, 7/1971, S. 19ff

oder in kürzerer Form bei Wiki:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Parkinsonsche_Gesetze

Leider sind meine Taschenbücher zu Parkinson schon etwas älter, aber seine Gesetze zur Verwaltungsexpansion gelten weiterhin. Über die Zeit hin nimmt die Anzahl der Hierarchien und deren Mittglieder die Struktur eines kopfstehenden Tannenbaums an. Somit hätte ich auch wieder den Bezug zur RN gefunden.

Offline 2M3

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Re: Die Royal Navy kastriert ihre Kriegsschiffe
« Antwort #20 am: 22 November 2016, 20:52:37 »
Moin,

wie lange kann man denn eigentlich solch eine Harpoon oder eine ähnliche Seezielrakete lagern? Sind die derzeitigen Bestände der RN noch von 1984?

Gruss Frank
Flottenschule Parow 78-79, Ausbildung Ari-leicht, 25mm 2M3/M110 und 30mm AK-230, 79-82 Ari-Maat 1. MSR Abteilung/1. Flottille Peenemünde auf Proj. 89.2 MSR-lang/Kondor-II

Offline Urs Heßling

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Re: Die Royal Navy kastriert ihre Kriegsschiffe
« Antwort #21 am: 23 November 2016, 18:59:28 »
moin,

das entstandene Teilthema "Flugkörper gegen gepanzerte Schiffe und die Vorteile von Flugkörpern oder Artillerie im Einsatz gegen Landziele" geht - abgetrennt - hier weiter
http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,27254.msg307456/topicseen.html#new

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline Trimmer

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Re: Die Royal Navy kastriert ihre Kriegsschiffe
« Antwort #22 am: 25 November 2016, 18:42:52 »
Na dann noch mal zur RN zurück - habe gerade bei msn. nachrichten gelesen das  die RN nun wohl auch noch Probleme mit ihren Vorzeigeschiffen hat.  " H.M.S. Ducan muss in den Hafen zurück geschleppt werden  usw.   " 

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Offline FAUN

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Re: Die Royal Navy kastriert ihre Kriegsschiffe
« Antwort #23 am: 25 November 2016, 20:11:00 »

Welt online nimmt sich des Thenas auch schon an. Lesenswert sind auch wie immer die Kommentare.



https://www.welt.de/politik/ausland/article159746654/Der-britischen-Marine-gehen-die-Hightech-Zerstoerer-aus.html

Offline ufo

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Re: Die Royal Navy kastriert ihre Kriegsschiffe
« Antwort #24 am: 30 November 2016, 21:46:49 »
Hallo - ist doch auch mal ganz interessant solche Artikel zu lesen und festzustellen das es nicht nur bei der DM  Probleme gibt

Gruß - Achim - Trimmer
Link:  http://msn.com/de-de/nachrichten/politik/die-royal-navy-kastriert-ihre-kriegsschiffe/ar-AAkyt4o?li=BBqg6Q9&ocid=edgsp

Tjaaa… ich glaube mehr noch zeigt der Artikel, dass das Wunschdenken der schreibenden Zunft nicht vor Grenzen halt macht. Ich denke der Autor dieses Artikels hat hier die eigentliche Kernfrage komplett uebersehen: Wozu halten sie Nationen in Nordwesteuropa heutzutage Seestreitkraefte?

In Deutschland ist sowas relativ einfach. Die Deutsche Oeffentlichkeit hat es nicht so mit Krieg. Da erwartet die Deutsche Marine rein gar nichts und freut sich riesig, wenn es mal zwei statt nur eines Kayaks gibt und besonders spitze Stoeckchen als Bewaffnung. Ansonsten finded Seeruestung als Schaufenser der Industrie statt.

Im Vereinigten Koenigreich liegt die Situation grad andersherum. Hier haben doch allerlei Leut noch nicht richtig mitbekommen, dass die Indische Kronkolonie ihre Steurzahlungen eingestellt hat und so lebt man mit der Erwartungshaltung dass immer gleich drei Schlachtschiffgeschwader um die Britische Insel bretseln, um den Ivan und den Hun in Schach zu halten.

Der Autor des oben verlinkten Artikels fragt ob man denn die Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr gegen Feuerloescher tauschen wurde, nur weil es so lang nicht mehr gebrannt habe und meint hiermit einen ganz trefflichen Scherz gemacht zu haben. Er uebersieht vollkommen, dass man sich diesen 'Flughafen' vielleicht gar nicht mehr leisten will. 

Die Harpoon sind nicht ploetzlich und unerwartet vom Tisch – oder besser vom Deck. Die letzten wurden 2003 gekauft. Seitdem weiss man, dass die irgendwann ausgedient haben.

Nun wird landauf, landab ein ‘senior former officer’ zitiert man koenne sich mit Chinesischen oder Russischen Schiffen gar nicht mehr auf Augenhoehe treffen. Wohl bemerkt. Als er noch nicht in Rente war, war ihm wohl auch von berufswegen her noch klar, dass man das sowieso nicht mehr konnte. Pension aber erlaubt einem auf einmal alles durch die rosarote Brille zu betrachten.

Schaut man ganz nuechtern – was sollte die Royal Navy mit Harpoon? Krieg gegen Seemaechte gegen die sowas nuetzlich waere geht sowieso nicht mehr und ausserdem haben die dann auch moderne Flugkoerperabwehrwaffen an Bord. Asymetrischer Krieg hingegen geht immer noch.
Wuerde die Royal Navy Argentinien noch verdreschen koennnen? Klar. Aber das waere ein ganz, ganz anderer Krieg als damals. Die Royal Navy vefuegt ueber viel weniger Waffen, um Krieg gegen Streitkraefte zu fuehren. Die moderne Doktrin baut darauf, dass man jedem ungeliebten Diktator eine Cruise Missile durchs Schlafzimmerfenster schicken kann. Britische U-Boote sind nach wie vor jedem asymetrischen Krieg gewachsen. Sollte man einen zweiten Waffengang ausrufen bliebe der Royal Navy aber wenig anderes uebrig als auch das Argentinische Festland anzugreifen. Das aber will wohl an beiden Enden des Atlantik nicht wirklich jemand. Everyone happy. Das Wesen vom Seekrieg hat sich doch sehr gewandelt.   



Bernd schreibt ja ganz richtig: “wenn schon Marine, dann auch mit Fahrzeugen, die fuer die angedachten Aufgaben benoetigt werden”.
Diese Aufgaben haben ja oft wenig mit Krieg zu tun. Bei der Deutschen Marine sind das im Wesentlichen Werbefahrten fuer die Ruestungsindustrie. Vermutlich wird nach der letzten militaerischen Niederlage die naechste U-Bootklasse fuer die Marine Pazifiktauglich gebaut mit dem Verweiss an die Oeffentlichkeit, dass mit der Globalen Erwaermung die Nordsee ja tiefer werden wuerde; eine Art Kaffefahrten mit Torpedos statt Heizdeckchen.

Auf Britischer Seite geht es darum befuerchtete Deutsche Angriffe auf den Staendigen Sitz im UN Sicherheitsrat abzuweisen. Hier sind besonders die Atomraketen nuetzlichen – eine Art Nationale Viagra. Schliesslich gilt es darum diverse Klein- und Mittelmaechte davon abzuhalten ein Britisches Protektorat einzusacken. Die aber treten dann mit Schiffen an, die man auch mit einer Astute versenken kann.
Von daher – good beye Harpoon.


Was die Problem emit der D-Class betrifft ist das erheblich ernster. Jede schlechte Presse verringert den Marktwert dieser Schiffe und schaded der Britischen Ruestungsindustrie, die ansonsten Schiffe dieser Baureihe an friedlibende Verbuendete wie die Saudis haette verkaufen koennen.     


Ufo

Offline ede144

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Re: Die Royal Navy kastriert ihre Kriegsschiffe
« Antwort #25 am: 01 Dezember 2016, 09:55:04 »

Welt online nimmt sich des Thenas auch schon an. Lesenswert sind auch wie immer die Kommentare.



https://www.welt.de/politik/ausland/article159746654/Der-britischen-Marine-gehen-die-Hightech-Zerstoerer-aus.html

Besonders süß finde ich, dass der Antrieb revolutionär war, weil man aus Umweltschutzgründen auf eine neue Technik gesetzt hat. :sonstige_154:
Man hat eine neue Gasturbine verwendet, die im Teillastbereich einen besseren Spritverbrauch haben soll. Aber das ganze System reagiert anscheinend sehr empfindlich auf Lastwechsel und deshalb baut man jetzt zusätzliche Dieselgeneratorensets ein, um weniger auf die Gasturbinen zugreifen zu müssen.
Ist doch immer wieder erstaunlich, wie sachlich und fundiert die Presse informieren kann :MLL:

Offline Big A

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Re: Die Royal Navy kastriert ihre Kriegsschiffe
« Antwort #26 am: 01 Dezember 2016, 11:55:17 »
@Ufo

 top wie immer, wunderbar und treffend formuliert!

BZ

Axel
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.