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Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte

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Tostan:

--- Zitat von: Halvar66 am 07 August 2017, 11:10:38 ---Wie soll Frankreich aus dem Krieg ausscheiden? Deutschland steht mitten in Frankreich! Soll Frankreich kapitulieren? Falls ja, kann man auch annehmen, dass Deutschland Bedingungen stellen wird. Eine Bedingung könnte sein das Frankreich Deutschland die Atlantik-Stützpunkte zur Verfügung stellt.

--- Ende Zitat ---
"Mitten in Frankreich" ist wohl arg übertrieben... daher denke ich dass die Französischen Atlantikstützpunkte nicht zur Diskussion stehen. Aber der Außenhandel könnte teilweise über Frankreich laufen, das wäre eine zwar eine Entlastung aber würde D immer noch empfindlich behindern - denn die deutsche Handelsschifffahrt läge weiter am Boden....


--- Zitat von: mhorgran am 07 August 2017, 11:52:31 ---Wenn GB den Krieg alleine weiterführt (was ist mit Italien? was mit dem Nahen Osten?) wird aber die fehlende Westfront auch das deutsche Reich dort entlastet. Und kann diese Ressourcen woanders einsetzen. Möglicherweise gegen Italien, zur stärkeren Unterstützung des Osmanischen Reiches mit Gefährdung der britischen Positionen in Ägypten / Irak ..., evtl Norwegen.

--- Ende Zitat ---

Ja, nur bedenke die Situation in Deutschland - der Steckrübenwinter 16/17, Streiks in wichtigen Industrien drohen wenn nicht die Versorgungslage schnell verbessert wird(in der Realität ja ab Frühjahr 17) etc... auch Deutschland steht nicht so glänzend kann nicht ungefährdet alle Ressourcen auf andere Kriegsschauplätze verlegen. Ich bin der Meinung ein gesichtswahrender Frieden zu dem Zeitpunkt, den man innenpolitisch als Sieg verkaufen kann, würde in D willkommen sein.

Und dazu muss man eben GB etwas Zuckerbrot bieten, damit die zustimmen - Oder aber die USA holen die ganz große Peitsche raus, was wben das Verhältniss USA-GB auf sehr lange Sicht zerstören würde. Und das ganze wirkt sich auf die Konferenz massiv aus.

Sven L.:

--- Zitat von: Tostan am 07 August 2017, 12:54:07 ---
--- Zitat von: Halvar66 am 07 August 2017, 11:10:38 ---Wie soll Frankreich aus dem Krieg ausscheiden? Deutschland steht mitten in Frankreich! Soll Frankreich kapitulieren? Falls ja, kann man auch annehmen, dass Deutschland Bedingungen stellen wird. Eine Bedingung könnte sein das Frankreich Deutschland die Atlantik-Stützpunkte zur Verfügung stellt.

--- Ende Zitat ---
"Mitten in Frankreich" ist wohl arg übertrieben... daher denke ich dass die Französischen Atlantikstützpunkte nicht zur Diskussion stehen. Aber der Außenhandel könnte teilweise über Frankreich laufen, das wäre eine zwar eine Entlastung aber würde D immer noch empfindlich behindern - denn die deutsche Handelsschifffahrt läge weiter am Boden....

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-Mitten in Frankreich - Nordostfrankreich – einem relativ kleinen, aber wirtschaftlich enorm wichtigen Teil Frankreichs.

Wenn Frankreich allein (an der Westfront) und mitten im Regen stehen gelassen würde, ist es nicht auszuschließen, das Deutschland versuchen würde (einen Teil) seiner Kriegsziele umzusetzen. Als da wären, Annektion Belgiens und der restlichen Teile Lothringens. Fragt sich nur, ob Frankreich das schlucken würde, oder doch lieber bis zum bitteren Ende würde kämpfen wollen.
Das mit den Atlantik-Häfen als Stützpunkte für Deutschland, bei einer Fortführung des Krieges gegen England, war nur ein möglicher Gedanke. Mehr nicht.
Russland wäre wahrscheinlich auch zum Frieden bereit. Auch falls nicht, würden Truppen für die Front in Italien frei werden und es droht für England ungemach im Mittelmeer. das ganze könnte man durchaus noch weiterspinnen. Aber diese Gedanken hatte nicht nur ich, wie man sehen kann ...


--- Zitat von: Tostan am 07 August 2017, 12:54:07 ---
--- Zitat von: mhorgran am 07 August 2017, 11:52:31 ---Wenn GB den Krieg alleine weiterführt (was ist mit Italien? was mit dem Nahen Osten?) wird aber die fehlende Westfront auch das deutsche Reich dort entlastet. Und kann diese Ressourcen woanders einsetzen. Möglicherweise gegen Italien, zur stärkeren Unterstützung des Osmanischen Reiches mit Gefährdung der britischen Positionen in Ägypten / Irak ..., evtl Norwegen.

--- Ende Zitat ---

Ja, nur bedenke die Situation in Deutschland - der Steckrübenwinter 16/17, Streiks in wichtigen Industrien drohen wenn nicht die Versorgungslage schnell verbessert wird(in der Realität ja ab Frühjahr 17) etc... auch Deutschland steht nicht so glänzend kann nicht ungefährdet alle Ressourcen auf andere Kriegsschauplätze verlegen. Ich bin der Meinung ein gesichtswahrender Frieden zu dem Zeitpunkt, den man innenpolitisch als Sieg verkaufen kann, würde in D willkommen sein.
...

--- Ende Zitat ---

Was Deutschland im Frühjahr 1918 konnte, sollte wohl Anfang 1917 kein Problem sein. Heißt ja nun nicht, das die komplette Westfront entblößt wird.
Lies dir mal die deutschen Kriegsziele durch bzw. Teile davon habe ich oben schon genannt. Ein allein gelassenes Frankreich ist wie dem Löwen (Deutschland) zum Fraß vorgeworfen werden.

Huszar:
Hallo,


--- Zitat ---Jetzt läuft die Diskussion, die eigentlich vor der Konferenz laufen sollte!
--- Ende Zitat ---
Ich hab vor und auch während der Konferenz auf diese Punkte hingewiesen, wurde aber leider ignoriert.


--- Zitat ---die Frage die die Diplomatischen Beziehungen der Nachkriegszeit zwischen USA und GB definiert(und damit auch die Verhandlungen der Konferenz) lautet also: Wie bewegen die USA GB zum Frieden?
--- Ende Zitat ---
Andere Frage: was kann die USA England anbieten - ausser anderer Leute Zeugs - was England bräuchte/möchte und die USA auch bereit wäre zu liefern? Mir fällt ehrlich gesagt nix ein.
Bleibt also nur die Grosse Keule...

Tostan:

--- Zitat von: Halvar66 am 07 August 2017, 16:15:28 ---Was Deutschland im Frühjahr 1918 konnte, sollte wohl Anfang 1917 kein Problem sein. Heißt ja nun nicht, das die komplette Westfront entblößt wird.
Lies dir mal die deutschen Kriegsziele durch bzw. Teile davon habe ich oben schon genannt. Ein allein gelassenes Frankreich ist wie dem Löwen (Deutschland) zum Fraß vorgeworfen werden.

--- Ende Zitat ---

Richtig, nur hier will die USA auf alle Fälle Frieden stiften, das bedeutet auch gegenüber Deutschland eine Zuckerbrot&Peitsche-Diplomatie. Und Frühjahr 1918 gab es keine Chance auf akzeptablen Frieden. Deutschland konnte weil es können musste. Zuckerbrot wäre in dem Fall wohl die Aussicht auf einen Frieden den man als Sieg verkaufen kann, Peitsche der mögliche Kriegseintritt.


--- Zitat von: Huszar am 07 August 2017, 18:12:35 ---Andere Frage: was kann die USA England anbieten - ausser anderer Leute Zeugs - was England bräuchte/möchte und die USA auch bereit wäre zu liefern? Mir fällt ehrlich gesagt nix ein.
--- Ende Zitat ---

mir fällt da auf die schnelle Abba ein ... Money, money, money.... Bessere Konditionen im Schuldendienst - Ok, England ist noch nicht pleite aber trotzdem schmerzen die Schulden. Auch das Versprechen, trotz Frieden dabei zu helfen, D in Schach zu halten(wie gesagt, GB möche auf keinen Fall eine übermächtige Hegemonialmacht auf dem Kontinent.)

mhorgran:
@Tostan
Naja, die USA wollte die Öffnung der Märkte in Europa und des br.Empires. Hebel, bezüglich des Empire, waren die immensen Kredite. Wenn diese nicht in dem Maße wie in der Realität stattfinden ist der Hebel sehr viel kleiner und weniger wirksam. Mir scheint du überschätzt die Macht der USA in diesem Szenario.
Es stellt sich die Frage ob die geostrategischen Interessen BEIDER Staaten in Eurasien wichtiger oder weniger wichtig als solche Streitfragen von diesen beiden Staaten bewertet werden.

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