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Autor Thema: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte  (Gelesen 104704 mal)

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Offline mudfladdy

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Hallo,
nachdem wir ja einige alternative Szenarien haben, hier mal ein anderes, welches nicht so viele Neukonstruktionen sondern "Verwendung der vorhandenen Schiffe in geänderter geopolitischen Lage" abhandelt.

POD:
Conrad, OB der Österreicher erstickt an seinem Essen am 01.06.1916.
In diesem Zug verbessert sein Nachfolger die Koordination mit den Verbündeten.
Als Konsequenz daraus wird keine Offensive gegen Italien in 1916 geplant, die russische Brusilov-Offensive scheitert mit vergleichbaren Verlusten OHNE dass die ÖU-Armee zerstört wird.
Rumänien tritt nicht in den Krieg ein, Falkenhayn behält seinen Job.

Auswirkungen:
Die Mittelmächte schaden Russland früher stärker, ÖU bleibt stabiler. (1916).,
Wichtigste Konsequenz ist der Verzicht auf den USW, weshalb die USA NICHT in den Krieg eintreten.

Ab Mai 1917 erhält die Entente, vorallem das Empire keine Kredite mehr in den USA und in Konsequenz liegt ab Juli17 die britische Schlachtflotte (sofern ölbefeuert) im Hafen.
Schlimmer, trotz Wechsels zum Konvoi-Betriebs verlieren die Entente durchschnittlich 400.000 BRT pro Monat UND die USA erhöhen ihren Druck auf die Briten, die (illegale) Blockade neutraler Staaten aufzuheben. Ab August 17 senden die USA Konvois, geschützt durch US Kriegsschiffe, um neutralen Staaten Waren zu verkaufen. Die Briten knicken ein, da ein Krieg gegen die USA nicht durchführbar ist.

Gleichzeitig bricht die Moral der russischen Armee - Kerenski führt keine Offensive durch - zusammen und man muss um Frieden anfragen (01.08.17). In Frankreich weiten sich die Meutereien so aus, dass Angriffsoperationen vollkommen unmöglich werden. Die Hauptlast des "letzten Angriffs" trägt hier Großbritannien, deren Paschendale-Offensiven die Verluste an der Somme um das zweifache übersteigen. Der Mangel an wichtigen Ressourcen (vorallem Treibstoff für die Luftwaffe, aber auch für Panzer, entscheidend ist aber der Rückgang von Munition um 45%) zwingt auch dazu, an anderen Stellen defensiv zu bleiben (Palestina, Saloniki (Abzug der Streitkräfte im September 17))

Osmanisch-deutsche Operationen im Irak und Palestina schieben die Frontlinie an den Sinai und bis Basra - da die Entente die kampfstärksten Kräfte abziehen muss.

Nach einer empfindlichen Niederlage fragt auch Italien im November17 um Frieden, nachdem ÖU/deutsche Truppen bis Venedig durchgestossen sind.

Ein neues Friedensangebot Wilsons wird ab Dezember17 verhandelt, zum 05.02.1918 endet der 1.Weltkrieg mit einem "Sieg" der Mittelmächte.

Rahmenbedingungen:
Frankreich - Status Quo ante, jedoch 50km breiter Streifen zur deutschen Grenze demilitarisiert. Rückgabe aller beschlagnahmten Werte sowie Rückgabe der eroberten Kolonialgebiete. Zudem gehen die pazifischen Kolonialgebiete and Kaiserreich. Darüberhinaus keine Reglementierungen

Großbritannien:
Status Quo ante - Rückgabe aller eroberten Gebiete, auch an das Osman. Reich. (Dies wurde nötig um Belgien frei von deutschen Truppen zu erhalten). Rückgabe aller beschlagnahmten Werte, Schiffe und dergleichen.

Italien:
Rückgabe der Dodokanes und Tripolitianien (an das osman. Reich), 5 Miliarden US-$ Reparationen, 3 an ÖU, 2 an das deutsche Reich, in jährlichen Raten (auf 25 Jahre gestreckt) Bevölkerungstransfer der ital. stämmigen Bürger des ÖU-Reiches auf Kosten Italien. Auslieferung aller schweren Waffen (>150mm), aller Luftfahrzeuge. Aufgabe Albaninen (Otranto-Enge gesprengt). Sonst keine Restriktionen. (weitere Beschränkungen wurden nach dem finalen Kriegsende aufgehoben)

Belgien:
Status Quo ante, keine Reparationen, erhält keine Wiedergutmachung. Keine sonstigen Verluste - Rückgabe von Werten sofern beschlagnahmt. Angebot (abgelehnt) in Mitteleuropa mitmachen zu können, keine sonstigen Auflagen

Russland:
Russisch-Polen, um Teile der Ukraine (zu der Zeit der Friedensschliessung in Mittelmächte-Besitz) erweitert, mit Litauen als Pufferstaat zwischen Russland und Kaiserreich), mit anfangs österreichischen Fürsten als König. Später Krieg zwischen Polen und Russland, in dem weitere Teile Litauens, Weißrusslands und der Ukraine an Polen fallen werden. Rückgabe der vom osman. Reich seit 1876 im Kaukasus eroberten Gebiete. Dago und Ösel fallen an das deutsche Reich. Ein baltisches Fürstentum (Estland, 10% Litautens) wird gegründet, wird bereits 1923 unabhängig vom Kaiserreich.
Finnland wird unabhängige Republik, (Orignäre Grenzen)
Hohe Reparationen (20 Mrd US$, in Sachwerten auf 30 Jahre gestreckt) an ÖU (5) Osman.Reich (5) und Kaiserreich (10Mrd.), allerdings beenden die Kommunisten nach Beendigung des Krieges mit Polen 1923 die Lieferungen. Auslieferung der schweren Überwasserschiffe an das dt.Reich, welche die DNs an das osman. Reich weitergibt. Sonst keine Limitationen (die aber sowieso nach 1923  sowieso aufgehoben worden wären).

Griechenland: muss in den Balkankriegen eroberte Gebiete an das osman. Reich und Bulgarien abtreten, keine Reparationen. Fällt in Anarchie, insbesondere nachdem osman. Reich beginnt, griechische Bevölkerung nach Restgriechenland auszuweisen.

Serbien: Wird auf seine Größe vor 1890 zurückgesetzt, als Kriegsschuldiger benannt. Die abzugebenden Gebiete gehen an das Osman. Reich und Bulgarien. Die Ressourcen des Landes werden für 25 Jahre (Rohstoffe) an die Siegerstaaten verpachtet, dafür keine Reparationen. Verbot einer Armee, Besatzungstruppen (osman, Reich, ÖU, Bulgarien) für 20 Jahre im Land um weiteren Staatsterrorismus und "Hetze gegen friedliebende Nachbarn" zu unterbinden

Bulgarien: Erhält griechische und serbische Gebiete, wird Besatzungsmacht in Serbien (für 25 Jahre)

Osman.Reich: Status quo ante gegenüber den Briten und Franzosen, erhält im Kaukasus Gebiete zurück, ebenso Grenzkorrekturen zu Griechenland. 800.000 Griechen werden vertrieben, ähm umgesiedelt. Rückkehr der Dodokanes, vor allem aber Tripolitanien.
Heraufkommender Konflikt, da Armeeführer Kemal Atatürk in Konflikt mit dem Sultan, den Jungtürken und sonstigen Kräften kommt. Starke deutsche Unterstützung. Niederschlagung (durch "Umsiedlung mit Unglücksfällen") des arabischen Aufstandes, in diesem Zug sterben die Feisals aus. Erhält italienische und russische schwere Waffen, zudem Abgabe deutscher überzähliger Waffen.  Instabiler Staat, der nur durch massive Militärunterstützung des Kaiserreichs die nächsten 3 Jahre stabil übersteht.

ÖU: Nach Kriegsende (man erhält Geld, Ressourcen, jedoch keine Gebietsveränderungen) siedeln etwas 60% der italienischstämmigen Bürger - teilweise durch indirekte Gewalt - nach Italien um.
Umwandlung in Trimonarchie geplant. Jedoch wird trotz geringerer Kriegsverluste nur durch deutsche Militärpräsenz ein Zusammenbruch verhindert. Schicksal ist offen!

Deutsches Reich:
Luxemburg wird als weiteres Bundesland in das Reich integriert, ebenso Elsass-Lothringen in ein eigenständiges BL umgewandelt. Keine Gebietsabtretungen, offener ungeklärter Konflikt mit Japan (Stand 05.02.18), wird gelöst durch Waffenstillstandsabkommen vom 15.09.18, jedoch ungeklärte Frage der ehemals deutschen Gebiete in japanischer Hand. Reparationen von Italien und Russland, welche aber beide spätestens 1925 (Machtergreifung faschistischer Kräfte in Italien) auslaufen. Rückkehr beschlagnahmter oder internierter Schiffe und Valutas.
"Kriegsgewinner", welcher intern geschwächt ist. Folgerichtig gibt es zum 20.Juli 1918 eine Entmachtung des Kaisers, da dieser einerseits einen neuen Krieg mit Japan forcierte, zum anderen die vor dem Krieg gemachten Zugeständnisse an die SPD und andere demokratische Kräfte negiert. Deutschland wird zu diesem Tag zu einer parlamentarischen Monarchie (analog modernes Großbritannien), in dem das Parlament bestimmt. Kaiser als formales Oberhaupt.
Soziale Unruhen in Oberschlesien, zu Kriegsende ausgelöst durch enttäuschte polnische Nationalisten wird blutig niedergeschlagen, in diesem Zug werden bis Ende 18 etwa 250.000 Polen in den neuen Staat umgesiedelt. Umstellung von Kriegs- auf Friedensalltag gestaltet sich schwierig, Transformation der Wirtschaft bis Ende 1919 jedoch erfolgreich abgeschlossen.
Die Rückgabe der durch die Entente besetzen Kolonien wird zum 01.01.1919 mit der Rückgabe Deutsch-Südwestafrikas abgeschlossen.
Zum 10.11.1918 gibt es erste allgemeine und geheime Wahlen (inkl. Frauenwahlrecht), aus der die SPD als stärkste Kraft hervorgeht. Philip Scheidemann wird erster frei gewählter Kanzler.

Soweit mal die Rahmenbedingungen.

Wie geht es maritim weiter?
Frankreich ruiniert, vermutlich in sozialem Aufruhr
Großbritannien hat Millionen Opfer für "nichts", dazu zieht der irische Unabhängigkeitskrieg herauf
Südafrika ist massiv verärgert, da DSW zurückkommt
Italien fällt in Anarchie, später in Faschismus (oder ist das ein Clichee?)
USA hat nicht den finalen Booster in der Endphase des Krieges, aber auch nicht die Saat für die Weltwirtschaftskrise gelegt
KEINE Spanische Grippe - meine These, sie wurde von US-Truppen in franz. Schützengräben ausgelöst.
ÖU steht vor dem Auseinanderbrechen (wie?)
Osmanisches Reich lebt von deutscher Unterstützung, hier wird allerdings massiv investiert
Russland fällt in Anarchie, Bürgerkrieg und - durch polnischen Angriff verliert große Teile von wichtigen Gebieten (Polen dehnt sich im Osten etwa 200km weiter aus als in unserer Zeitlinie).
Polen: neuer Staat, der sich rasch von deutsch-österreichischer "Führung" trennt und eigenständige Politik betreibt. Dient dennoch als Puffer zum Reich, allerdings ist man wütend wegen der Nichtgewinnung "polnischer Gebiete". Die Umsiedlung so vieler Polen aus der "Heimat" verschlechtert die Situation. Andererseits ist man auch auf Deutschland angewiesen. Vorteilhaft ist, dass eine SPD-Regierung die preussischen Junker, welche hier am liebsten einen neuen Krieg starten würden eindämmt.
Belgien: verwüstet, schwach, braucht Jahre zur Erholung. Bindet sich "blind" an Großbritannien
Bulgarien: "der Kriegsgewinnler".
Rumänien: Kein Krieg, verkauft teuer Lebensmittel an Mittelmächte
Deutsches Reich: geschwächt, wirtschaftlich Erholungsphase mit Wohlstand für viele notwendig. Militärische Präsens in ÖU und Osman. Reich kostet, daher Geldmangel für die Armee (bis ca. 1925-27)

Hm, bisserl umfangreich, aber sollte helfen die Grundlage zu sehen.

Mit freundlichen Grüssen
Steffen

Nachtrag: einer der letzten Opfer des Krieges ist ein gewisser Adolf H aus Braunau. Er fällt von der Toilettenschüssel, bricht sich das Genick und erstickt. (weil die Frage aufkam). Das ist bei alternativen Szenarien von mir Default-Vorgabe.
« Letzte Änderung: 08 September 2016, 17:02:09 von mudfladdy »

Offline Trimmer

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #1 am: 08 September 2016, 15:04:08 »
Hallo Steffen - nur mal so qls Frage - was haben alle Deine genannten Punkte nun noch mit der Entwicklung des Schiffsbau zu tun. M.M. nach bastelst Du da eine neue Weltordnung zusammen. Ob das nun noch so sinnvoll ist  :/DK: 

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Offline mudfladdy

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #2 am: 08 September 2016, 15:53:41 »
Hallo Steffen - nur mal so qls Frage - was haben alle Deine genannten Punkte nun noch mit der Entwicklung des Schiffsbau zu tun. M.M. nach bastelst Du da eine neue Weltordnung zusammen. Ob das nun noch so sinnvoll ist  :/DK: 

Gruß - Achim - Trimmer

Hallo Achim,

die Idee dahinter ist konkret die geänderten Umstände zu beschreiben. Das Problem bei vielen alternativen Szenarien ist ja, dass sich jeder was anderes darunter vorstellt.
Die von mir skizzierten Parameter sollten die Weitführung (1919-xx) möglich machen, auch wer welche Schiffe besitzt.

Das Szenario ist natürlich auch eine neue Weltordnung - muss es sein wenn die Mittelmächte gewinnen, die USA nicht im Krieg befindlich waren usw. Aber das ist nur der Rahmen.

Interessant sind die Meinungen zum Schiffsbau der Staaten (die Nachkriegssituation war sehr grob, soll aber darstellen dass bspw. das Kaiserreich nicht 20 50.000ts Schlachtschiffe bauen könnte (vom wollen ganz zu schweigen)).

Wir resetten die historische Zeitlinie, aber - so meine Hoffnung - müssen mit vorhandenen Schiffen (und Geldmangel) auskommen. Einige Spieler (Italien, Frankreich) fallen längers aus, andere können später wegfallen (ÖU).

Ich hoffe ich konnte die Idee dazu darstellen.

Mit freundlichen Grüssen
Steffen

Offline Trimmer

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #3 am: 08 September 2016, 16:12:32 »
Hallo Steffen - also mir persönlich ist das zu viel " Was wäre wenn " - z.B.  wäre dann Deutschland noch ein Kaiserreich - eine Monarchie   :? oder wäre Österreich/ Ungarn  noch ihren Kaiser , zählst Du Italien noch zu den Mitelmächten usw. usw. - was willst Du also "resetten ". Auch der Schiffbau gehört zum Gesamtsystem eines Staates und politsche Veränderungen schlagen sich auch dort nieder. Ferner frage ich mich dann wie weit Deine " Zeitlinie" gehen soll . Kommt dann auch Adolf oder der Duce  :?

Gruß - Achim - Trimmer
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( von Karl Hagenbeck)

Offline Big A

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #4 am: 08 September 2016, 16:41:15 »
Achim, da bin ich bei Dir; zu viele "what if" in den Vorgaben. Das wäre reines Glaskugellesen...

Axel
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Offline Wendenburg

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #5 am: 08 September 2016, 16:47:34 »
Hallo Steffen,

ich nehme deine Vorgaben als gegeben an. (Zeitraum bis Mitte der 20er Jahre )

Japan und die USA haben ein massives Flottenaufbauprogramm während des WW I gestartet. 
Die USA werden bis Mitte der 20er Jahre die stärkste Flotte besitzen.
Japan verfügt mit seinem Flottenaufbau ebenfalls bis Mitte der 20er Jahre über eine sehr kampfkräftige Flotte.
Wie werden die übrigen Seemächte einschließlich Deutschland darauf reagieren?
Frankreich und Italien werden wie nach Versailles keinen Neubau oder Weiterbau betreiben.
Großbritannien muß wohl seine Flotte wegen den USA und Japan aufrüsten und die Werftarbeiter beschäftigen.
Bei Deutschland wird es im geringen Umfang einen Weiterbau der vorhandenen, angefangenen Schiffe und wenige Neubauten geben. Deutschland kommt auch nicht umhin die Werftarbeiter weiter zu beschäftigen und deshalb einen Aufbau und /oder Umrüstung von vorhanden Schiffen vornehmen.

Ich nehme an, letztendlich wird es auch in diesem Fall auf ein Flottenabkommen hinauslaufen.


Grüße

Thilo

Offline mudfladdy

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #6 am: 08 September 2016, 16:54:30 »
Hallo Steffen - also mir persönlich ist das zu viel " Was wäre wenn " - z.B.  wäre dann Deutschland noch ein Kaiserreich - eine Monarchie   :? oder wäre Österreich/ Ungarn  noch ihren Kaiser , zählst Du Italien noch zu den Mitelmächten usw. usw. - was willst Du also "resetten ". Auch der Schiffbau gehört zum Gesamtsystem eines Staates und politsche Veränderungen schlagen sich auch dort nieder. Ferner frage ich mich dann wie weit Deine " Zeitlinie" gehen soll . Kommt dann auch Adolf oder der Duce  :?

Gruß - Achim - Trimmer

Hallo Achim,

Deine Fragen zeigen, dass Du meine Ausführungen überhaupt nicht gelesen hast.
Ich habe einen Rahmen aufgezeigt - in dem die Mittelmächte aus dem 1.Weltkrieg als "Sieger" hervorgehen.

Italien ist ein geschlagener Staat der dem Faschismus anheimfällt.
Deutschland ist eine Parlamentsmonarchie, der Kaiser nur noch Pappnase.

Ich meine, wenn man in der Sektion "alternative Szenarien" eines entwirft und dann den Vorwurf bekommt dass das (detaillierte) Szenario -um eben Mißverständnisse zu vermeiden - zu viele Änderungen hat zeigt mir dass derjenige kein Interesse daran hat. Was in Ordnung ist. Man muss ja auch nicht darauf antworten.

Sinn und Zweck der ausführlichen Details ist, dass jeder der sich daran beteiligen möchte weiss was die Parameter sind. Um eben Mißverständnisse zu verhindern.

Ich schlage daher vor entweder den ersten Post sorgfältig zu lesen und dann zu antworten, oder bei Nichtgefallen nicht darauf zu antworten.

Dies soll keine böswillige Antwort sein, den Sinn auf eine nicht gelesene Threaderöffnung so zu antworten entzieht sich mir jedoch.

PS: Ja - natürlich soll es anders sein, will ich wissen was historisch passiert ist schau ich in ein Geschichtsbuch :) Ich muss doch erklären WIE die Mittelmächte den Krieg gewinnen und in welchem Zustand sie sich befinden.
VG
Steffen

Nachtrag:
Ob Mussolini auftaucht oder nicht überlasse ich der Diskussion. In meinen Ausführungen habe ich spekuliert dass Italien dem Faschismus anheimfällt (aber nicht notwendigerweise dem Duce)
Die Frage nach Adolf Hitler ist m.E. nach überflüssig - im übrigen kann ich das abkürzen - bei mir gibt es den Anstreicher aus Braunau nicht. Entwerfe ich ein Szenario fällt der vom Klo und bricht sich das Genick. Oder pinselt halt weiter. In einem "Mittelmächte Sieg"-Szenario wird ein Adolf Hitler niemals Macht gewinnen. Die Option eines "militärischen Putsches in Deutschland" existiert natürlich, der Aufstieg des Braunauers ist aber nicht geplant. Ich habe die Startbedingungen mal eben noch geändert.
« Letzte Änderung: 08 September 2016, 17:00:42 von mudfladdy »

Offline mudfladdy

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #7 am: 08 September 2016, 16:56:08 »
Hallo Steffen,

ich nehme deine Vorgaben als gegeben an. (Zeitraum bis Mitte der 20er Jahre )

Japan und die USA haben ein massives Flottenaufbauprogramm während des WW I gestartet. 
Die USA werden bis Mitte der 20er Jahre die stärkste Flotte besitzen.
Japan verfügt mit seinem Flottenaufbau ebenfalls bis Mitte der 20er Jahre über eine sehr kampfkräftige Flotte.
Wie werden die übrigen Seemächte einschließlich Deutschland darauf reagieren?
Frankreich und Italien werden wie nach Versailles keinen Neubau oder Weiterbau betreiben.
Großbritannien muß wohl seine Flotte wegen den USA und Japan aufrüsten und die Werftarbeiter beschäftigen.
Bei Deutschland wird es im geringen Umfang einen Weiterbau der vorhandenen, angefangenen Schiffe und wenige Neubauten geben. Deutschland kommt auch nicht umhin die Werftarbeiter weiter zu beschäftigen und deshalb einen Aufbau und /oder Umrüstung von vorhanden Schiffen vornehmen.

Ich nehme an, letztendlich wird es auch in diesem Fall auf ein Flottenabkommen hinauslaufen.


Grüße

Thilo

Hallo Thilo,

wie könnte ein solches Abkommen Deiner Meinung nach aussehen?

VG
Steffen

Offline Peter K.

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #8 am: 08 September 2016, 17:56:25 »
Märchengeschichten wie diese sprechen dafür, die "Alternativen Szenarien" tatsächlich abzuschaffen ...  :-o
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

Offline mudfladdy

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #9 am: 08 September 2016, 18:09:49 »
Märchengeschichten wie diese sprechen dafür, die "Alternativen Szenarien" tatsächlich abzuschaffen ...  :-o
Ah nun, eine prägnant kurze Aussage.

Magst Du das erläutern oder "ist es halt einfach so"?

Alternative Szenarien sollen realistisch sein und überprüfbar.
Wenn etwas falsch ist - kann und soll man es widerlegen.

Möchtest Du das tun?`Du lehnst es ja ab, bezeichnest es als Märchen.
VG
Steffen

Offline FAUN

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #10 am: 08 September 2016, 18:14:29 »
Märchengeschichten wie diese sprechen dafür, die "Alternativen Szenarien" tatsächlich abzuschaffen ...  :-o

Ist es jetzt der vierte oder fünfte Thread bei dem im Hintergrund immer noch "Das Schiff" herumwabert? Jedenfalls zeigen diese Versuche, wie schwierig es ist etwas neues zu schaffen, Was passiert, wenn es zu rein technischen Fragen kommen sollte?

Offline Karsten

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #11 am: 08 September 2016, 18:24:03 »
Märchengeschichten wie diese sprechen dafür, die "Alternativen Szenarien" tatsächlich abzuschaffen ...  :-o
Ah nun, eine prägnant kurze Aussage.

Magst Du das erläutern oder "ist es halt einfach so"?

Alternative Szenarien sollen realistisch sein und überprüfbar.
Wenn etwas falsch ist - kann und soll man es widerlegen.

Möchtest Du das tun?`Du lehnst es ja ab, bezeichnest es als Märchen.
VG
Steffen

Sorry, ich bin jetzt mal böse:

Diese Entwerfen einer neuen schönen Welt und die Gegenfragen und Einladungen zum Mitmachen, wenn Frage und Kritik kommen, erinnern mich an das Gebaren von Psycho-Sekten.
Viele Grüße,

Karsten

Offline Indy

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #12 am: 08 September 2016, 19:35:55 »
Eine kleiner Hinweis meinerseits, weil der Begriff im Text mehrmals vorkomment:
Die Anarchie ist ein Zustand gewollter und organisierter Herrschaftsfreiheit (im Sinne einer selbstorganisierten und selbstverwalteten Gesellschaft); es ist kein Zustand, bei der infolge eines Machtvakuums jeder gegen jeden kämpft bzw. meist die reaktionärsten und skrupelosesten Teile der Gesellschaft danach streben, an die Spitze ebenjener und an die Fressnäpfe zu kommen.
Das wäre die Anomie.

Offline Wendenburg

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #13 am: 08 September 2016, 19:57:04 »
Hallo Steffen,

zu deiner Frage wie das Abkommen aussehen würde folgendes: (Zeitraum bis Mitte 20er Jahre)

Vor dem WWI gab es zwischen Deutschland und Großbritannien eine Verständigung hinsichtliche der großen Schiffseinheiten im Verhältnis von Großbritannien zu Deutschland von 16 zu 10.
Auf diesem Verhältnis aufbauend könnte eine Grundlage zu einem Flottenvertrag zwischen GB und D gefunden werden.
Die USA und Japan sahen sich nach dem WWI als mögliche zukünftige Gegner. 
Da die USA sich auch Großbritannien als möglichen Gegner vorstellen konnte, müssen die USA eine mindestens zahlenmäßige und kalibermässige gleichgroße/gleichwertige Flotte wie Großbritannien besitzen.
Japan wiederum will von seinem 8/8-Plan möglichst viel retten.
 
Hieraus würde nach meiner Ansicht ein Flottenverhältnis von USA zu Japan von max.  18 zu 12 entstehen.

Da gleichzeitig die Führung von von großen Schiffverbänden sehr schwierig ist, entsprechen die Verhältniszahlen auch gleichzeitig die maximal größte Anzahl von Schiffen.

Hieraus ergibt sich folgende Aufstellung:
USA                    18 Schiffe
Großbritannien   18 Schiffe
Japan                 12 Schiffe
Deutschland  10-12 Schiffe

Für alle übrigen Seemächte wären bis zu 7 Schiffseinheiten ohne Vertragsbindungm möglich.

Über den Anteil von Schiffen mit Kaliber von 40,6 cm oder eventuell mehr treffen ich keine Aussage.
Auch nicht über die Anzahl von Schiffen der verschiedenen Klassen.


Viele Grüße

Thilo

Offline mudfladdy

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #14 am: 08 September 2016, 19:58:33 »
Eine kleiner Hinweis meinerseits, weil der Begriff im Text mehrmals vorkomment:
Die Anarchie ist ein Zustand gewollter und organisierter Herrschaftsfreiheit (im Sinne einer selbstorganisierten und selbstverwalteten Gesellschaft); es ist kein Zustand, bei der infolge eines Machtvakuums jeder gegen jeden kämpft bzw. meist die reaktionärsten und skrupelosesten Teile der Gesellschaft danach streben, an die Spitze ebenjener und an die Fressnäpfe zu kommen.
Das wäre die Anomie.

Oh, danke für den Hinweis. Vulgo versteht man unter Anarchie einen Zustand von Chaos, Unordnung, Rechtsfreiheit. Ich selbst kannte den Begriff Anomie bisher nicht - aber ich lerne gerne dazu.
Meine Frage an Dich, wieso schreibst Du dies? Ich sehe den Zusammenhang zu meinem Thread nicht. Natürlich freue ich mich dazu zulernen, bezüglich des Threads sehe ich aber andere Dinge als bedeutsamer an. Möchtest Du daran teilhaben?
VG
Steffen