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Autor Thema: Transport Gefangener durch die Kriegsmarine  (Gelesen 78713 mal)

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Offline Darius

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Re: Transport Gefangener durch die Kriegsmarine
« Antwort #345 am: 04 Februar 2020, 22:19:15 »
Vermutlich in diesem Kontext zu sehen:

KTB Skl., 31.05.1940:

Zitat
Holland/Belgien/Nordfrankreich:
Marinehefehlshaber Südwest meldet, daß Wasserstrasse von Rotterdam bis zur Schelde bereits befahren wird, daß die Schelde bis Antwerpen jedoch noch als gefährdet gilt. Hier verkehren nur kleinere Fahrzeuge auf eigenes Risiko. Gr.West gab hierzu die Minelage eigener LM nochmals durch, danach liegen auf der Schelde zwischen Hansweerd und Antwerpen keine eigene Minen.


 :MG:

Darius

Offline Darius

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Re: Transport Gefangener durch die Kriegsmarine
« Antwort #346 am: 04 Februar 2020, 22:49:42 »
KTB des Marinebefehlshaber Niederlande:
30.05.1940:
Zitat
2200, Den Haag, Anruf von 207. Inf.Div. Belgischer Gefangenentransport bei Wilhelmstadt auf eine Mine gelaufen. Über 150 Tote und etwa 200 Verletzte. Hilfsmassnahmen sind eingeleitet. Schiffahrt Dordrecht-Ossterschelde daraufhin gesperrt. 2 M.R.Fl. wird am 1. und 2.6. auf Fahrt Dordrecht bis Terneuzen mit Gerät fahren.


Teile der Akten zur 217.Inf.Div. werde ich mir schauen können - vielleicht ist etwas dort zu finden (Rolle T315-1645, -1648, -1649 sind verfügbar, evtl. wäre aber die Rolle 1644 auch noch zu prüfen).
--> 207.Inf.Div.
Habe zuerst falsch geschaut... Für die 207.Sich.Div. könnten die Rollen T315-1601, -1602, -1603 interessant sein.


 :MG:

Darius
« Letzte Änderung: 04 Februar 2020, 23:15:07 von Darius »

Offline maurice voss

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Re: Transport Gefangener durch die Kriegsmarine
« Antwort #347 am: 05 Februar 2020, 09:53:12 »
Hallo,

Hier noch etwas darüber (aus Nautibel N°14 von August 1988)

mfG

Maurice

Offline Hans Jehee

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Re: Transport Gefangener durch die Kriegsmarine
« Antwort #348 am: 05 Februar 2020, 18:03:09 »
Hallo Beate,

Es gibt ein holl.  Buch “Binnenvaart in Oorlogstijd“ (1995) von Barend van Lange, Dort gibt es die Geschichte von der Rhenus 127. (8 Seite)
Wegen Urheberrecht werde kein ich keine Kopien auf das Forum stellen. Wenn interessiert schicke mir ein PM, bitte.

Abgesehen von das Buch und die auf Internet publizierten Sachen sind mir kein weiteren Quellen bekannt betrifft Rhenus 127.

Noch eine Meldung laut Marinebefehlshaber Niederlande:
2.6.1940. Den Haag.
Bei Wilhelmstad zwei Schleppschiffe auf eine Mine gelaufen und gesunken, Besatzung wurde gerettet.
Laut oben genannt Buch waren diese Schiffe leer auf dem Weg nach Zeeland um Kriegsgefangenen zu holen. Laut das Buch auf  2-7-1940, das muss Tippfehler sein für 2-6-1940, denke ich. Am 2-7-1940 gibt kein solche Meldung.
Kein Schiffsnamen bekannt.

Mit Gruss,

Hans


Offline Darius

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Re: Transport Gefangener durch die Kriegsmarine
« Antwort #349 am: 08 Februar 2020, 18:16:11 »
Beifang aus KTB Skl, 03.02.1942:

Zitat
FdM Nord meldet für die Zeit vom 1.1. - 31.12.41
Durchführung folgender Truppentransporte:
[...]
2) Truppentransporte nach Finnland:
13 Transporter mit 67104 BRT (6940 Soldaten, 1845 Pferde, 1075 Fahrzeuge, 1992 t Truppengut, 390 Gefangene)
[...]


 :MG:

Darius

Offline Darius

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Re: Transport Gefangener durch die Kriegsmarine
« Antwort #350 am: 09 Februar 2020, 23:07:37 »

Offline maurice voss

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Re: Transport Gefangener durch die Kriegsmarine
« Antwort #351 am: 10 Februar 2020, 15:05:35 »
 :TU:)

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Re: Transport Gefangener durch die Kriegsmarine
« Antwort #352 am: 24 März 2020, 17:49:36 »
- 21.02.1944 18.00 Uhr Siebelfähren 275, 276 der 10. Landungsflottille von Trogir aus nach Insel Solta zur Abholung von 214 Gefangenen.
- 22.02.1944 22.00 Uhr J-08 und J-63 holen von Drvenik 84 Gefangene ab. >>> Keine Angabe über das Ziel des Transports <<<

Quelle: KTB 10. Landungsflottille

Offline maurice voss

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Re: Transport Gefangener durch die Kriegsmarine
« Antwort #353 am: 29 März 2020, 09:45:04 »
Hallo,


KTB Führer der Minensuchverbände-Nord:

11 (oder 12.7.1941):


mfG

Offline bettika61

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Re: Transport Gefangener durch die Kriegsmarine
« Antwort #354 am: 08 Mai 2020, 11:05:56 »
Hallo,
der Todesmarsch des KZ Fürstengrube führte zum KZ Mittelbau
Zitat
Nach 4 Wochen im KZ Mittelbau wurden 200 überlebende Häftlinge gesammelt und nach Magdeburg getrieben. Auf dem Weg dorthin traf die Kolonne auf eine Gruppe von 300 Häftlingen – mehrheitlich sowjetische Kriegsgefangene sowie Holländer, Franzosen und Belgier – die gemeinsam weitergetrieben wurden.

Die Häftlinge wurden am 9. April 1945 auf einen offenen Schleppkahn verladen und über die Elbe nach Lauenburg und den Elbe-Lübeck-Kanal nach Lübeck transportiert, wo sie am 12. April 1945 im Industriehafen Lübeck-Vorwerk eintrafen.
https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_F%C3%BCrstengrube-Todesmarsch
Der weitere Marsch führt zur "Cap Arcona".

Dank des unerschöpflichen Archiv von Theo , ist auch der Name des Schleppkahns als "WILMA" bekannt.Lt erhaltener Rechnung  wurde der Transport durchgeführt vom 7.4-12.4.45 im Auftrag des KZ Neuengamme .
Hallo,
die Erlebnisse des Überlebenden Henry Bawnik,
Zitat
Er hatte die Hölle schon gesehen: Bevor Henry Bawnik nach Schleswig-Holstein kam, hatte der Pole in den Vernichtungslagern Auschwitz und den Konzentrationslagern (KZ) Fürstengrube sowie Mittelbau-Dora überlebt. Und er überstand auch eine Todesfahrt in offenen Kohlewaggons von Gleitwitz/Polen nach Nordhausen/Harz. Die Fahrt in einem Elbkahn von Magdeburg nach Lübeck mit 500 anderen KZ-Häftlingen überstand er ebenso wie den Todesmarsch durch Ostholstein nach Neustadt, wo er auf das KZ-Schiff „Cap Arcona“ getrieben wurde. – Quelle: https://www.shz.de/28265432 ©2020

Der Todesmarsch http://www.gedenkstaetteahrensboek.de/Ausstellungen_2019.php#tm
Grüße
Beate

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

Offline bettika61

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Hallo,
hier
(übersetzt) berichtet Finn Løke über seine Erlebnisse bei der Kaperung der norwegischen Walfangflotte . ( im FMA )
Sein Schiff hieß "Rossen" und arbeitete für "Pelagos".
Der Transport der Gefangenen ging nach Bordeaux und weiter ins Gefangenen-Lager Neuengamme, dort bleib er 1-2 Monate, dann wurde er nach Norwegen nach Hause freigelassen . Die Fahrt nach Norwegen erfolgte mit der DONAU, von Stettin, nach seiner Aussage im Juni 1941.
Zitat
Die Besatzung wurde im Juni 1941 mit dem Schiff "Donau" von Stettin nach Norwegen transportiert. Die Reise dauerte mehrere Wochen, da "Donau" englische Schiffe in der Region meiden musste

Bei warsailors
Zitat
The majority of these men were repatriated to Norway in May-1941 on board the German D/S Donau. But it seems that some of them may have remained in a prison camp in France

Mai 1941 für die Fahrt der DONAU passt eher, da das Schiff im Juni 1941 Transporte für "Blaufuchs II" unternahm
Hat jemand KTB , die den genauen Termin belegen? KTB KMD Stettin Roll 2604 enthält in
 PG 39053 --> 03.09.1939-31.05.1941  nur (Zusammenstellung Tätigkeiten)
KTB KMD Oslo Roll 2893 beginnt erst 1942, sind keine früheren KTB erhalten?

Ist über das Schiff "Rossen" von Finn Løke  mehr bekannt?
« Letzte Änderung: 12 Mai 2020, 20:53:19 von bettika61 »
Grüße
Beate

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Offline t-geronimo

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Re: Transport Gefangener durch die Kriegsmarine
« Antwort #356 am: 12 Mai 2020, 21:53:00 »
Im KTB Admiral Norwegen (der hat Bewegungen von Handelsschiffen ziemlich detailiert notiert) keine Meldung einer DONAU im Zeitraum 01.05.-15.06.1941.
Nur Anfang Mai 1941 eine DONAU II, aber innernorwegisch.
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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Offline bettika61

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Re: Transport Gefangener durch die Kriegsmarine
« Antwort #357 am: 13 Mai 2020, 15:40:21 »
Hallo Thorsten,
KTB aus Norwegen war das richtige Stichwort  :MG:
Fündig geworden bei Roll 3917 1.SKL Transportlage Norwegen
6. Transportstaffel 1.5.1941 Stettin -Oslo u.a. mit DONAU
u.a. mit "Besatzungen Norwegischer Prisendampfer"
Ursprünglich war "Tijuca" für die norwegischen Prisenbesatzungen vorgesehen.
Grüße
Beate

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Offline t-geronimo

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Re: Transport Gefangener durch die Kriegsmarine
« Antwort #358 am: 13 Mai 2020, 15:55:15 »
 :TU:)
Gruß, Thorsten

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