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Autor Thema: Pearl Harbor McCullen acht Punkte Plan (jetzt freigegeben 80 Jahre unter Verschl  (Gelesen 5729 mal)

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Offline mhorgran

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Die US-Politik hatte einen geostrategischen Hintergrund, diese sind bei Mackinder und Brzezinski nachlesbar. Japan wurden die Zugänge zu den US-Märkten (nicht nur die USA sondern auch Phillipinen und China) verwehrt, damit hätte der wirtschaftliche Aufstieg (siehe zb. Junker) Japan verhindert werden können. Da aber Japan aufsteigen wollte mußte es sich andere Lösungen suchen, nach Lage der Dinge - gewalttätige. Aber solche haben die USA noch nie abgeschreckt, weder selbst massive Gewalt anzuwenden noch solche Staaten als Verbündete zu haben.

Zitat
Ab dem Spätsommer 1940 war auch die Mehrheit der amerikanische Öffentlichkeit zu einem Kriegseintritt bereit, sofern dadurch ein Sieg Großbritanniens erreicht werden konnte. Wer glaubt, die USA hätten einer Niederlage Großbritanniens seelenruhig zugesehen, der täuscht sich...jedenfalls sprechen alle politischen Maßnahmen der Amerikaner gegen diese These.
Nein, beim US-Wahlkampf 1940 hatte Roosevelt versprochen die USA aus dem Krieg rauszuhalten. Als er, einen Monat vor der Wahl, im Oktober 1940, die allgemeine Wahlpflicht einführte wurde das von der Öffentlichkeit sehr negativ aufgenommen.
"Wer an der Ukraine-Erzählung zweifelt, der gilt als Feind des Westens als Freund Russlands, als Gefahr für die Demokratie, wird diskreditiert, zensiert, eliminiert."
https://sciencefiles.org/2022/03/28/kriegsverbrechen-in-der-ukraine-von-den-angeblich-guten/

Offline t-geronimo

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Als er, einen Monat vor der Wahl, im Oktober 1940, die allgemeine Wahlpflicht einführte wurde das von der Öffentlichkeit sehr negativ aufgenommen.

Wohl eher Wehrpflicht? Laut Wiki bereits am 16.09.1940.
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Offline See

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Die US-Politik hatte einen geostrategischen Hintergrund, diese sind bei Mackinder und Brzezinski nachlesbar. Japan wurden die Zugänge zu den US-Märkten (nicht nur die USA sondern auch Phillipinen und China) verwehrt, damit hätte der wirtschaftliche Aufstieg (siehe zb. Junker) Japan verhindert werden können. Da aber Japan aufsteigen wollte mußte es sich andere Lösungen suchen, nach Lage der Dinge - gewalttätige. Aber solche haben die USA noch nie abgeschreckt, weder selbst massive Gewalt anzuwenden noch solche Staaten als Verbündete zu haben.

Man hat mit dir schon einmal versucht darüber zu diskutieren: https://www.geschichtsforum.de/thema/japan-und-usa-1919-bis-1941.32396/


Den japanischen Imperialismus als Resultat einer amerikanischen Abschottungspolitik darzustellen, da versuchst du das Pferd von hinten aufzuzäumen. Aber gut, dein Einwand zeigt ja, dass du das weiterhin anders siehst. Dann kann ich mir die Zeit sparen und werde das nicht weiter vertiefen. 


Zitat
Nein, beim US-Wahlkampf 1940 hatte Roosevelt versprochen die USA aus dem Krieg rauszuhalten.

Ein Wahlkampfversprechen, das er später bereute. Mit einer offiziellen Staatslinie hat das wenig zu tun. Aber vielleicht kannst du ja eine politische Maßnahme der US-Regierung benennen, die darauf schließen lässt, dass die Vereinigten Staaten eine Niederlage Großbritanniens ohne weiteres akzeptiert hätten?

Zitat
Als er, einen Monat vor der Wahl, im Oktober 1940, die allgemeine Wahlpflicht einführte wurde das von der Öffentlichkeit sehr negativ aufgenommen.

Nein: https://news.gallup.com/poll/9967/timeline-polling-history-events-shaped-united-states-world.aspx


Man sollte sich langsam von der Vorstellung lösen, die amerikanische Öffentlichkeit wäre in ihrer Meinungsbildung unverrückbar gewesen. Tatsächlich hat sich im öffentlichen Verständnis zwischen 1939 und 1941 einiges getan.
« Letzte Änderung: 03 Mai 2019, 17:49:33 von See »

Offline mhorgran

  • Kapitän zur See
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Wehrpflicht - Richtig, Danke.

Zitat
Man hat mit dir schon einmal versucht darüber zu diskutieren
1.) Ich habe nirgends von einem japanischen Imperialismus gesprochen. Deine Antwort läuft unter Strohmann-argument.

2.) Wenn ein Staat für den industriellen Ausbau seiner Wirtschaft Rohstoff- und Absatzmärkte benötigt und die in dieser Großregion liegenden "Staaten" ihren verschließen wird es zu Reaktionen kommen.
Problem bei dieser Diskussion, sieht man ja auch hier, das Ideologie massiv in die Beurteilung hereinspielt. Beispiel: Den USA waren der (menschenverachtende) japanische Imperialismus oder
wohl aber gegen die Tyrannei und ihre demokratiegefährdenden Vorstellungen

Witzigerweise schreibst du hier ähnliches:
insbesondere aber die damit einhergehende Destabilisierung der von ihnen unterstützten Weltordnung ein Dorn im Auge.
und
Ein Sieg der Achsenmächte und die damit zu erwartendene Neuordnung der weltpolitischen Verhältnisse wären den (auch öffentlich proklamierten) amerikanischen Interessen diametral entgegen gelaufen

Eben, da ist nichts mit Bekämpfen von Tyrannen, von Förderung von Demokratie und ähnlichem.
Es ging, auch der USA, nur um geostrategischen Interessen. Und das wurde vorbereitet, wissentlich, bewußt und planvoll vorbereitet.

Zitat
Ein Wahlkampfversprechen, das er später bereute. Mit einer offiziellen Staatslinie hat das wenig zu tun.
Roosevelt ist auch deshalb gewählt worden weil er versprochen hatte sein Land aus dem Krieg rauszuhalten. Was bedeutet das die US-Öffentlichkeit eben nicht zu einem Kriegseintritt bereit war.

Zitat
Ich erinnere auch daran, dass der japanische Angriff auf die USA auch deshalb erfolgte, weil man im Zuge der südostasiatischen Expansionspolitik einen Kriegseintritt der USA für unabwendbar hielt
Hm, was war mit den US-Sanktionen?
"Wer an der Ukraine-Erzählung zweifelt, der gilt als Feind des Westens als Freund Russlands, als Gefahr für die Demokratie, wird diskreditiert, zensiert, eliminiert."
https://sciencefiles.org/2022/03/28/kriegsverbrechen-in-der-ukraine-von-den-angeblich-guten/

Offline AND1

  • Oberleutnant zur See
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Kapitänleutnant Milton Hurst: Wir fuhren Freitags in den Hafen und machten an den normalen Ankerplätzen fest. Zum ersten mal überhaupt, sah ich wie ein Torpedonetz um die Schiffe herum angebracht wurde ...

Götz von Berlichingen

  • Gast
Daß die USA vorher wußten, daß die japanische Flotte auf Pearl Harbor zumarschierte und den Angriff erwarteten, hat nicht nur die BBC haarklein nachgewiesen:

https://www.youtube.com/watch?v=7p1TOA99S88

Hier die deutsch synchronisierte Version, seinerzeit sogar im hiesigen zwangsgebühenfinanzierten Staatsfunk ausgestrahlt:

https://www.youtube.com/watch?v=hfxbnBQdPJE

sondern es stand am 08.12.1941 sogar in der New York Times (siehe Anhang).

Wer das heute immer noch leugnet, tut dies nicht aus Unkenntnis, sondern aus politischen Motiven.

Mehr ist dazu nicht zu sagen.