collapse

* Benutzer Info

 
 
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

* Suchfunktion


* HMA

Autor Thema: "Baden-Württemberg" auf Probefahrt  (Gelesen 23316 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline maxim

  • Oberfähnrich
  • *
  • Beiträge: 314
Re: "Baden-Württemberg" auf Probefahrt
« Antwort #135 am: 12 Januar 2019, 09:22:52 »
Noch mal: wenn das "Wattebauschwerfer" sind, verfügte kein Schiff einer deutsche Marine nach 1945 über irgendeine Bewaffnung (und die meisten davor gebauten auch nicht!). Man muss schon überlegen, was man kritisieren will.

Das Problem bei der Klasse ist nicht die offensive Bewaffnung, da diese eben vorhanden ist - und wie gesagt schwerer als bei den Vorgängern.

Was man kritisieren kann, ist die Konzeption: die Klasse ist für lange Patrouilleneinsätze ausgelegt, diese Art von Einsätzen, für die bisher Fregatten der Deutschen Marine ausschließlich eingesetzt wurden - es gab ja keine Kampfeinsätze. Für solche Einsätze sind diese Schiffe optimiert: sie sollen lange auf See sein können, haben eine Bewaffnung, die für solche Einsätze ausgelegt ist. D.h. für Einsätze wie in den letzten 63 Jahren gibt es kein Problem. Bei Kriegseinsätzen, wie denen, für die westliche Marinen tatsächlich verwendet wurden (wenn wir die der britischen im Falklandkrieg ignorieren), wären diese Fregatten immer noch gut geeignet, da diese nur gegen Gegner mit minimaler offensiver Bewaffnung (zumindest gegen Schiffe) erfolgten. Wenn es um Einsätze gegen stärker bewaffnete Gegner ging, hätten diese Schiffe natürlich ein Problem - aber nicht wegen der fehlenden offensiven Bewaffnung, sondern der schwachen defensiven Bewaffnung, fehlenden Sonar etc.

Es sind keine Mehrzweckfregatten: es fehlt jede U-Jagdfähigkeit (abgesehen von der Möglichkeit, einen entsprechenden Hubschrauber zu beschaffen und einzuschiffen), die Luftabwehrfähigkeit ist wie geschrieben nur minimal, nur Nahbereichsabwehr (RAM-Starter). Und die Frage ist, ob sie nachrüstbar sind - eigentlich wären sie ja groß genug.

Aber Aussagen wie "Wattebauschwerfer" und "selbst [keine] Gefahr ausstrahlen" etc. scheinen mir keine faktische Basis zu haben.
« Letzte Änderung: 12 Januar 2019, 09:36:29 von maxim »

Offline RonnyM

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 3945
Re: "Baden-Württemberg" auf Probefahrt
« Antwort #136 am: 12 Januar 2019, 09:32:38 »
...siehste Maxim, wie kann man eine Fregatte entwerfen, indem man die U-Jagd völlig ausschließt :? Man will sie in alle Teile der Welt schicken, ist aber nicht in der Lage, ihren Bauch zu schützen. :BangHead:

Das ist in meinen Augen ein No go... :embarassed:

Grüße Ronny
...keen Tähn im Muul,
over La Paloma fleuten...

Offline maxim

  • Oberfähnrich
  • *
  • Beiträge: 314
Re: "Baden-Württemberg" auf Probefahrt
« Antwort #137 am: 12 Januar 2019, 09:35:33 »
Da stimme ich ja vollkommen zu. Nur war das nicht die Kritik davor.

Offline Götz von Berlichingen

  • Fregattenkapitän
  • *
  • Beiträge: 1123
Re: "Baden-Württemberg" auf Probefahrt
« Antwort #138 am: 12 Januar 2019, 13:43:26 »
Was man kritisieren kann, ist die Konzeption: die Klasse ist für lange Patrouilleneinsätze ausgelegt, diese Art von Einsätzen, für die bisher Fregatten der Deutschen Marine ausschließlich eingesetzt wurden - es gab ja keine Kampfeinsätze. Für solche Einsätze sind diese Schiffe optimiert: sie sollen lange auf See sein können, haben eine Bewaffnung, die für solche Einsätze ausgelegt ist.

Der ideale Handelsstörer!  :biggre:
»Jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen: In der ersten wird es lächerlich gemacht, in der zweiten bekämpft, in der dritten gilt es als selbstverständlich.«  Arthur Schopenhauer