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Autor Thema: Seeflugstationen Bug und Wiek auf Rügen  (Gelesen 5205 mal)

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Offline Eddy

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Re: Seeflugstationen Bug und Wiek auf Rügen
« Antwort #45 am: 04 März 2020, 21:36:11 »
.... es war gar nicht unüblich das "Fremde" an Bord von Flugzeugen mitgeflogen sind. Etliche Beispiele in KTB zeugen davon.  ...
Das ist korrekt Alex aber hier handelt es sich, wie Joern schreibt und belegt, um einen Gruppenkommandeur der U-Boote, dessen Einheiten mit dem Flugzeug zusammen operieren sollten. Wie kam der Kerl nach Wiek?
Es tut mir leid aber der Ob.Lt.z.S. Fels fliegt ständig durch die Luft, so am 12.05.1917 wie oben geschrieben, weiter am 17.05. von Wiek nach Sassnitz, am 18.05. von Sassnitz nach Wiek, am 19.05. fliegt er Aufklärung Richtung Norden und anschließend zur Flugzeugsuche und am 29.05. kommt es zu einer Notwasserung durch ihn und seinen Flugzeugführer. Also ein Seemann und Gruppenkommandeur hätte zu so vielen Einsätzen mit Flugzeugen keine Zeit. Denke ich jedenfalls.
Und Urs, ja, das U-Boot UC 57 spielt hier im Bereich eine dominante Rolle und verlegt auch zur Hanö-Bucht, so jeden Falls im KTB der Seeflieger.
Eddy von der großen Insel

"Tradition pflegen heißt nicht Asche aufbewahren sondern eine Flamme am Leben erhalten!"

Offline redfort

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Re: Seeflugstationen Bug und Wiek auf Rügen
« Antwort #46 am: 05 März 2020, 00:27:47 »
Hallo Berndt,

es war gar nicht unüblich das "Fremde" an Bord von Flugzeugen mitgeflogen sind. Etliche Beispiele in KTB zeugen davon.

Gruß
Alex

Mal eine kleine Exkurision dazu, da die Flugzeugfüher bei Flug über See nicht so ausgebildet waren wurden ihnen Marineoffiziere als Beobachter zugeteilt bzw. zu den Marineflieger kommandiert. Diese hatte die Aufgabe und den Vorteil ihrer Ausbildung das diese dann Navigation und Schiffs-Identifizierung über See durchführten.

Später kam noch die Bedienung der Funkgeräte hinzu. Dies wurde auch später noch bebehalten beim Neuaufbau der Marineflieger das Marine-Funker und -offiziere der Luftwaffe zur Verfügung gestellt wurden. Abgesehen von den freiwilligen übertritten zur Luftwaffe.  Bis der Bedarf durch die Schulen (See) gedeckt werden konnte.

Gruss
Axel

Online joern

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Re: Seeflugstationen Bug und Wiek auf Rügen
« Antwort #47 am: 05 März 2020, 08:11:39 »
Hallo Eddy,
in der Ehrenrangliste (Anhang) findest Du die Zuordnung zur Ubootsuchflottille , allerdings nicht wo sie stationiert war.
Grüße Joern

Online joern

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Re: Seeflugstationen Bug und Wiek auf Rügen
« Antwort #48 am: 05 März 2020, 17:55:47 »
Hallo Eddy,
und hier die Aufstellung de U-Bootsuchflottille etwa Mitte 1917 aus dem von Urs erwähnten Buch
"Krieg zur See , Ostsee Bd.3."
Grüße Joern

Offline Eddy

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Re: Seeflugstationen Bug und Wiek auf Rügen
« Antwort #49 am: 05 März 2020, 18:38:38 »
Bingo!
Danke Joern und auch alle Anderen,
da sehe und lesen ich Einheiten, die auch im KTB der SFS Stralsund-Wiek genannt werden. Also werde ich mir das Buch einmal vornehmen und auch die Ehrenrangliste. Schade ist nur, dass die Autoren der Sassnitzer Marinegeschichte diese Tatsachen nicht so heraus gearbeitet haben. Nun würde mich schon mal interessieren, wie ein derartigen Logger ausgesehen hat. Vom Kohle-Dampfer "ADELINE HUGO STINNES" habe ich ein Foto, weil der mit den Fliegern Aufnahme- und Absetztrainings durchgeführt hatte. Eine Frage noch, gibt es irgendwo im Netz oder auf einer Postkarte ein Foto von SMS "ANSWALD" (außer bei wikipedia, das ist furchtbar), denn auch das Schiff hat eine wichtige Rolle im Zusammenwirken im Sund mit den Frontflugzeugen gespielt?
Bis denne
Eddy von der großen Insel

"Tradition pflegen heißt nicht Asche aufbewahren sondern eine Flamme am Leben erhalten!"

Offline Urs Heßling

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Re: Seeflugstationen Bug und Wiek auf Rügen
« Antwort #50 am: 05 März 2020, 19:02:15 »
moin,

... gibt es irgendwo im Netz oder auf einer Postkarte ein Foto von SMS "ANSWALD" (außer bei wikipedia, das ist furchtbar),
Es gibt eine sehr schöne :TU:) Luftaufnahme (!) des Schiffs in MNB 25 (Seite 11).
https://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,29327.msg331996.html#msg331996

Wo auch sonst  :MZ:

Gruß, Urs
« Letzte Änderung: 05 März 2020, 19:33:16 von Urs Heßling »
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Online joern

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Re: Seeflugstationen Bug und Wiek auf Rügen
« Antwort #51 am: 05 März 2020, 19:04:04 »
Hallo Eddy,
das Buch " Die Geschichte von Sassnitz als Marine-Stützpunkt" ist ein sehr unvollständiges Buch.
Die Autoren behaupten u.a. sehr kühn: Die dem Kaiserreich folgende Periode der Weimarer Republik kann hier übersprungen werden. Für die offiziell vom 1. Jan. 1922 bis zum 30. Jan. 1935 bestehende Reichsmarine wurden keinerlei Hinweise auf Marineaktivitäten in Saßnitz gefunden.
Ich habe alleine für das Jahr 1929 mindestens 21 Schiffe und Boote der RM gefunden , die für mehrere Tage Saßnitz anliefen. Solche Lücken ziehen sich durch das ganze Buch.
Grüße Joern
« Letzte Änderung: 05 März 2020, 19:21:26 von joern »

Offline Eddy

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Re: Seeflugstationen Bug und Wiek auf Rügen
« Antwort #52 am: 05 März 2020, 19:29:15 »
Richtig Joern,
das ist das Problem mit diesem Buch und deshalb wird es wohl auch keine Nachauflage geben. Selbst die VM ist absolut schwach dargestellt und das haben die Autoren in Persona erlebt.
Also nochmals danke.
 
Eddy von der großen Insel

"Tradition pflegen heißt nicht Asche aufbewahren sondern eine Flamme am Leben erhalten!"

Offline jaba

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Re: Seeflugstationen Bug und Wiek auf Rügen
« Antwort #53 am: 05 März 2020, 19:56:03 »

Mal eine kleine Exkurision dazu, da die Flugzeugfüher bei Flug über See nicht so ausgebildet waren wurden ihnen Marineoffiziere als Beobachter zugeteilt bzw. zu den Marineflieger kommandiert. Diese hatte die Aufgabe und den Vorteil ihrer Ausbildung das diese dann Navigation und Schiffs-Identifizierung über See durchführten.

Später kam noch die Bedienung der Funkgeräte hinzu. Dies wurde auch später noch bebehalten beim Neuaufbau der Marineflieger das Marine-Funker und -offiziere der Luftwaffe zur Verfügung gestellt wurden. Abgesehen von den freiwilligen übertritten zur Luftwaffe.  Bis der Bedarf durch die Schulen (See) gedeckt werden konnte.

Da muss ich dir wiedersprechen. Die Flugzeugführer wurden sehr wohl in die Besonderheiten beim Fliegen über offener See ausgebildet. Dazu waren die Seefliegerschule auch gedacht. Es gab sogar gesonderte Bedingungen für Torpedo- und Kampfflieger. Darüber hinaus wurden die Fliegerbesatzungen im Umgang mit Funk- MG und Bombenabwurf in spezielle Kurse ausgebildet. Die Marine unterhielt dazu eine einge Seeflieger FT-Schule in Seddin.  Weiterhin wurden die Beobachter bei der Marine, nicht wie beim Heer, ausschließlich aus Offizieren rekrutiert. Marinebeobachter konnte jeder von Matrose bis zum Kapitän werden.

Was den Fall Olt.z.S. Fels angeht kann schon sein das dieser als Begleiter bei mehere Gelegenheiten mitgeflogen ist, das macht ihn aber nicht zum Beobachter auch war er nicht zur Marinefliegertruppe abkommandiert. Wir können jetzt nur mutmassen was der genaue Grund für die einzelne Flüge war, da die Qulle sich nicht dazu auslässt. Die Marinefliegertruppe hat in einigen Fällen sehr erfolgreich mit der Flotte zusammengearbeitet. Dabei kam auch vor das "Fremde" als Beigleiter mitgeflogen sind.

Gruß
Alex