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Autor Thema: Weiterbau der konventionellen U-Boote Projekt 677 LADA für die russische Seekrie  (Gelesen 8259 mal)

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Online olpe

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Hallo,
wie aus Internetquellen zu entnehmen war (u.a. sdelanounas.ru), ist das dieselelektrische U-Boot B-585 „SANKT PETERBURG“ vom Projekt 677 LADA nach 10 Jahren Erprobungszeit im Bestand der Nordflotte Ende am 21. September 2021 nunmehr in den regulären Flottendienst übernommen worden. Der Abschlussbericht der Erprobungen wurde von der Marine bestätigt.

Eine kurze sinngemäße Zusammenfassung:
1997 auf Kiel gelegt und 2004 vom Stapel gelassen erfüllte es nicht die Anforderungen des Auftraggebers. Das Projekt verlief „eher holprig“ und der Bau wurde wiederholt wegen fehlender Finanzmittel und der Behebung von Konstruktionsfehlern (u.a. von einem der damaligen Oberkommandierenden der Marine: Vladimir Vysotskiy) zwischenzeitlich gestoppt. Die ständige technische Überarbeitung hat dem U-Boot gut getan. Die Konstruktion der U-Boote des Projekts LADA zeichnet sich durch mehrere neue technische Lösungen aus, die den Geräuschpegel dieser Schiffe erheblich senken. Dazu trägt zum Beispiel eine neue hydroakustische Schutzschicht des Rumpfes bei. Außerdem werden Geräte, die während des Betriebs Vibrationen verursachen können, auf Schwingungsdämpfern installiert. Darüber hinaus verwendet das Antriebssystem des U-Boots eine Permanentmagnet-Haupt-E-Maschine, der im allgemeinen leiser ist als herkömmliche Asynchron-Elektromotoren.

Das U-Boot-Projekt Lada ist als Anderthalbhüllenboot konzipiert. Bei dieser Anordnung ist der robuste Rumpf nur teilweise vom Hüllkörper bedeckt (Anm.: wobei sich im Zwischenraum die Ballastwasserzellen befinden). Im Vergleich zu einer Doppelhülle ermöglicht die Anderthalbhüllenkonstruktion eine Verringerung der Hauptabmessungen, eine Verbesserung der Manövrierfähigkeit und eine Verkürzung der Tauchzeit. Die „SANKT PETERBURG“ hat eine Verdrängung von ca. 1.800 Tonnen, ist 66,8 Meter lang und 7,1 Meter breit. Es erreicht eine Unterwassergeschwindigkeit von bis zu 21 Knoten und ist mit sechs 533mm Torpedorohren für 18 Torpedos bewaffnet. Die Arbeitstiefe des Schiffes beträgt 300 Meter.

Insgesamt wurden drei LADA’s auf Kiel gelegt. Das erste Boot, die B-585 „SANKT PETERBURG“, sowie die beiden Serienboote, B-586 „KRONSTADT“ und B-587 „VELIKIE LUKI“ (vormals „SEVASTOPOL‘). Die Serien-Boote sollen 2022 in die Flotte kommen. Im Gegensatz zum ersten Boot, das nur mit Minen und Torpedos bewaffnet ist, werden die Serien-LADA’s mit „Kalibr“-Marschflugkörpern ausgerüstet. Darüber hinaus sind beide U-Boote mit neuen, leistungsfähigeren und leiseren Elektromotoren ausgestattet.

Anmerkung OLPE:
Die Maßnahmen zur Geräuschminderung gehören eigentlich zum allgemeinen Standard. Als problematisch erwiesen sich die Antriebsanlage und die zu hohe Schallemission. Bezeichnet wird die Bau-# 1 nun als „vollwertige Kampfeinheit“ (полноценная боевая единица – polnotsennaya boevaya edinitsa). Ob das im Vergleich zu den beiden Serienbooten tatsächlich gelungen ist, wird die Zukunft zeigen ...

Unten ein Bild des Bootes (Q: OLPE) 2005 auf der IMDS in St. Petersburg.
Grüsse
OLPE

Offline Kaschube_29

  • Fregattenkapitän
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  • Beiträge: 1382
Moin,

heute (am 12.Juni 2022, dem "Tag Russlands" ["День России"]) wurden in Sankt-Petersburg auf den "Admiralitätswerften" die Bau-Nummer 4 und 5 des Projekts 677 "Lada" auf Kiel gelegt; die beiden dieselelektrischen Unterseeboote werden die Namen "Vologda" ("Вологда") und "Yaroslavl" ("Ярославль") tragen; bisher wurden beide Namen von Unterseebooten des Projekts 877 (NATO: "Kilo"-Klasse) geführt; die in der Nordflotte eingesetzte "Vologda" ("Вологда") wurde im Jahre 2018 verschrottet (der U-Bootturm wurde inzwischen im "Park des Sieges" in der Stadt Wologda aufgestellt) und die "Yaroslavl" ("Ярославль") ist im Moment aufgelegt.

Die beiden neuen Einheiten werden nach einem verbesserten Entwurf (nach der Einarbeitung der Verbesserungen auf der Typ-Einheit, der "Sankt-Peterburg" ["Caнкт-Петербург"]) gebaut.
Der Vertrag zum Bau von diesen beiden Unterseebooten wurde bereits im Juni 2019 geschlossen.

Hier ist diese Meldung nachzulesen: https://tass.ru/armiya-i-opk/14892249

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Immer eine Handbreit Wasser unter den Kiel (Bcегда семь футов под кильем)!