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Autor Thema: U Boot Übung mit Luftschiff  (Gelesen 6675 mal)

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Offline juergenwaldmann

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U Boot Übung mit Luftschiff
« am: 05 Juli 2015, 12:36:19 »
Interessante Übung 1952 im Bild festgehalten .

http://477768.livejournal.com/2667887.html

Gruss  Jürgen

Offline olpe

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Re: U Boot Übung mit Luftschiff
« Antwort #1 am: 05 Juli 2015, 18:24:28 »
Hallo,
...  top ... gut gefunden ... danke ... sieht man auch nicht jeden Tag. Ich nahm an, dass die U.S. Navy nach den beidern "Flugzeugträgern" USS "AKRON" und USS "MACON" (siehe auch http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,20899.msg233922.html#msg233922) keine weiteren Luftschiffe mehr im Bestand hatte ...
Grüsse
OLPE

Offline juergenwaldmann

  • Kapitän zur See
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Re: U Boot Übung mit Luftschiff
« Antwort #2 am: 06 Juli 2015, 07:52:49 »
Das ist ein " Blimp " und kein richtiges  " Luftschiff " , auch Pralllufrschiff genannt  !
Die Luftschiffe hatten ein starres Gerippe , dieser Blimp war ein großer
Luftsack  mit Kunststoffhülle , dadurch auch deutlich kleinere Abmessungen .

https://de.wikipedia.org/wiki/Prallluftschiff

Hätte ich geschrieben Blimp , dann wäre es besser gewesen .
Auch bei uns fahren diese Dinger noch zur Reklame !
Sieht man wenigstens selten , daher ein Hingucker .
Gruss  Jürgen

Offline Trimmer

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Re: U Boot Übung mit Luftschiff
« Antwort #3 am: 06 Juli 2015, 09:27:45 »
Seht mal bitte bei Google unter " Russland lässt Zeppelin bauen " nach. Da lief bei N 24 ein interessanter Beitrag über die Planung russischer Zeppeline für das Militär. - siehe hier Bild des russischen Zeppelins "Atlant ". Ich persönlich finde nach wie vor das der Zeppelin eine gute Sache ist und meiner Meinung nach auch eine Zukunft  hat.

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Offline juergenwaldmann

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Re: U Boot Übung mit Luftschiff
« Antwort #4 am: 06 Juli 2015, 11:47:44 »
Hallo Achim ,
auch ich denke mir  , dass Großtransporte bis 500 t sehr sicher mit Luftschiffen
durchführbar wären ! Windparkanlegen können nur mühsam mit ihren sperrigen
Windrädern versorgt werden , das wäre theoretisch eine Arbeit füe Luftschiffe.
Aber auch der Transport von Turbinen u.ä.m. innerhalb Europas , warum nicht !?
Natürlich kann so eine Last NICHT über bewohntes Gebiet befördert werden ,
da muss halt über Wälder und Wiesen der Weg gesucht werden .
Gruss  Jürgen

Offline Archer

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Re: U Boot Übung mit Luftschiff
« Antwort #5 am: 06 Juli 2015, 13:16:02 »

...auch ich denke mir  , dass Großtransporte bis 500 t sehr sicher mit Luftschiffen
durchführbar wären ! ...


Wie groß soll denn da das Luftschiff bei 500 Tonnen Nutzlast werden :?

Nehmen wir mal zum Vergleich das geplante Transportluftschiff CL160 von CargoLifter.

Abmessungen: 65 m Durchmesser, 260 m Länge, 82 m Gesamthöhe
Nutzlast: 160 Tonnen

Der Aspekt des Lastentransportes per Transportluftschiff ist ein interessanter Ansatz aber wer kann und will das ganze heutzutage finanzieren ?

...und wer braucht schon ein zweites Tropical Islands...

Gruß Archer
« Letzte Änderung: 06 Juli 2015, 13:23:56 von Archer »

Offline thommy_l

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Re: U Boot Übung mit Luftschiff
« Antwort #6 am: 06 Juli 2015, 13:38:31 »
Hallo,

wenn ich von der alten Ballonfahrerregel  1m³ Helium trägt 1kg ausgehe benötige ich für 500t etwa 500000m³ Helium. Um sich das räumlich vorzustellen, das wäre ein Würfel mit 80m Seitenlänge. Dazu kommt noch die Menge Helium, die für das Luftschiff selbst gebraucht wird.

Solche Monster werden m.M. nicht gebaut werden. Wenn ich von Archers Beispiel ausgehe und einfach einen Zylinder mit 65m Durchmesser und 260m Länge nehme, komme ich schon auf 860000m³. Der trägt, wie von Archer beschrieben, grad mal 160 Tonnen. Das grad mal habe ich mir nicht verkneifen können  :-D

Grüße
Thommy

Offline Trimmer

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Re: U Boot Übung mit Luftschiff
« Antwort #7 am: 06 Juli 2015, 13:55:48 »
Hallo Archer - nun wenn der Transport nur teilweise von der Strasse - Brummis - auf diese Art verlegt werden würde - könnte man schon einige Kosten einsparen. Gerade damals " Cargo Lifter " war in meinen Augen eine gute Idee und 160 Tonnen ist schon eine schöne " Hausnummer " weil das zumindest 18 Tonner Diesel - Brummis sind. Von der Einsparung der Maut-Kosten mal ganz abgesehen.
Ja und wer will das finanzieren - nun bei unternehmerischer Weitsicht - also nicht gleich Gewinnbasis - würde es sich bestimmt lohnen. Übrigens wäre es sogar ein sehr schöner Beitrag in Richtung Umwelt und Energieeinsparung.
Selbst BWE ( Bundesverband Wind Energie ) räumt die grössten Probleme beim Transport Werk - Errichtungsstandort ein

Gruß - Achim - Trimmer
Hallo thommy-I   Frage braucht man diese von Dir genannten 860000 m³ ständig oder nur bei der Erstbefüllung  :/DK:
                     - wieviel braucht ein 18 Tonner Diesel für ca. 300 Km - Landstrasse und BAB
                     - was kostet ein 18 Tonner Diesel 
Ich meine hier sollte man nicht einfach " Äpfel mit Birnen " vergleichen
« Letzte Änderung: 06 Juli 2015, 14:04:23 von Trimmer »
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Offline juergenwaldmann

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Re: U Boot Übung mit Luftschiff
« Antwort #8 am: 06 Juli 2015, 15:39:19 »
Hallo Thommy ,
160 t wenn mit Helium gefüllt , bei Wasserstoff ( gefährlich ) wohl deutlich mehr .

http://de.sputniknews.com/german.ruvr.ru/2014_10_19/Luftschiff-Atlant-Neuer-Entwicklungstrend-bei-Luftschiffbau-3725/

Die Russen denken da an 16 t Nutzlast , wobei das zuerst nur ein Prototyp ist .
Ich dachte auch daran , dass die Lasten an einem Tragegestell unter dem Luftschiff
befestigt werden müssten , die Transportgeschwindigkeit muss nicht hoch sein .
Wenn auch 500 t als zu hoch erscheinen , Bedarf an hoher Nutzlast wäre sicher vorhanden .
Gruss  Jürgen

Offline thommy_l

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Re: U Boot Übung mit Luftschiff
« Antwort #9 am: 06 Juli 2015, 15:41:51 »
Hallo Achim,

ich habe deine Frage erst jetzt gesehen, sorry. Ach ja, mein Name (auch für Urs  :wink:) : thommy_l  der letzte Buchstabe ist ein kleines ell kein großes Iihh.

Zunächst mal: Meine Berechnungen sind nur überschlägig, erfüllen aber ihren Zweck. Wenn hier +/- 10% herauskommen, ändert das m.E. nicht viel.

1. Die 860000 m³ Helium sind natürlich die Erstbefüllung vom CL160 so wie ihn Archer hier eingebracht hat. Man wird natürlich Helium nachfüllen müßen, wieviel pro Zeiteinheit habe ich keine Ahnung.
2. Ein 18 Tonner Diesel braucht kein Helium, da hast du recht  :-) Das ist aber deine Birne zu meinem Apfel  :-)
3. was ein 18 Tonner Diesel kostet? Keine Ahnung. Was der Zeppelin kostet und was die Tonne Helium an Energie und CO2 kostet? Keine Ahnung.

Ich sage es nochmal, solche Monster die 500 Tonnen tragen, werden meiner Meinung nie gebaut. Wenn ich den CL160 auf einen CL500 hochrechne, auf Basis des selben Länge/Durchmesser Verhältnisses, komme ich auf einen Zeppelin von 95m Durchmesser und 390m Länge. Ich meine, des Grafen größte Luftschiffe waren etwas sehr viel kleiner. Wo soll der untergebracht werden? Wenn ich die reine Seitenfläche betrachte (95m * 390m) wird mir Angst und Bange ob der Windkräfte. Wie soll so was bei Wind auf- und Abladen.


Grüße
Thommy

Offline thommy_l

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Re: U Boot Übung mit Luftschiff
« Antwort #10 am: 06 Juli 2015, 15:52:26 »
Hallo Jürgen,

am Bedarf habe ich keine Frage, lediglich an der Durchführbarkeit.  Daß das Luftschiff seine Lasten außenbords transportieren würde sehe ich auch so. Wenn ich die Seitenfläche eines Luftschiffes sehe, frage ich mich, wie dieses bei Wind zum An/Abkoppeln der Ladung befestigt werden soll.

Wasserstoff wäre ein absolutes NoGo. Ein paar hundertausend Kubikmeter Sprengstoff über bewohntem Gebiet oder Industriegelände? Mir graust es!

Kleiner Nachtrag: Wasserstoff hat zwar nur die halbe Dichte wie Helium, in der Differenz zu Luft ergibt das aber nur 8% mehr Auftrieb. Also nichts entscheidendes unter Betrachtung des Risikos.


Freundliche Grüße
Thommy

Edit: Nachtrag + Schreibfehler
« Letzte Änderung: 06 Juli 2015, 16:19:22 von thommy_l »

Offline Trimmer

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Re: U Boot Übung mit Luftschiff
« Antwort #11 am: 06 Juli 2015, 16:24:27 »
« Letzte Änderung: 06 Juli 2015, 16:36:12 von Trimmer »
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Offline juergenwaldmann

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Re: U Boot Übung mit Luftschiff
« Antwort #12 am: 06 Juli 2015, 17:00:26 »
Testen tu ich mein Wissen gerne im Rätsel Teil der " Hör Zu "  /  diese Woche Frage 10

Welches Transportmittel hat mit Abstand den größten Anteil am innerdeutschen Güterverkehr  ??

a.  LKW    b. Eisenbahn    c. Schiff    d.  Flugzeug

Auflösung : a.  LKW

Schon mit einem Blick auf die Autobahn hätte ich mir das denken können !
Nur ein neues Transportmittel kann Abhilfe schaffen !  Strengen wir uns also an , es lohnt sich !
Tolles Gedankenspiel , Gruss  Jürgen

Offline olpe

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Re: U Boot Übung mit Luftschiff
« Antwort #13 am: 06 Juli 2015, 17:12:47 »
... " Russland lässt Zeppelin bauen " ...
Hallo,
... hierzu einen AnimationsClip aus der russischen Ecke  --/>/> klick (russ.)
Das perspektivische "ATLANT"-Luftschiff hat eine Tragkraft von bis zu 160t, Volumen von 30000m³ und eine Länge von 75m.
Grüsse
OLPE

Offline Trimmer

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Re: U Boot Übung mit Luftschiff
« Antwort #14 am: 06 Juli 2015, 17:36:14 »
Hallo Olaf -  top ich habe nur die Hoffnung das DE da nicht wieder einmal die " Zukunft verschläft.  Wenn die angegebene Tragkraft stimmen sollte könnte dieses Luftschiff ca. 3 Panzer Typ T 14"Armata " befördern - Panzer hat ein Gewicht von ca.50 Tonnen. Und das in kürzester Zeit ohne Bahn oder Strassenbenutzung genau auf den Punkt wo sie gebraucht werden

Gruß - Achim
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)