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Kiellegung deutscher Kriegsschiffe (Dock oder Helling)

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Harry64:
Nachdem ich meine Bücher und auch das Netz durchgestöbert habe, fand ich keine Hinweise, daß schwere deutsche Kriegsschiffe (ab Kreuzer) in Trockendocks auf Kiel gelegt wurden, sondern soweit ich es bis jetzt sehen konnte, alle auf Hellingen aufgelegt wurden.

Gab es keine große deutschen Trockendocks oder war es auf Hellingen einfacher?

Bei den Amerikanern wurde z.B. unter anderem die Montana im Trockendock auf Kiel gelegt.

Bei den Engländern, fand ich bis dato auch nichts.

bodrog:
J (bei Deschimag) und M (bei Blohm&Voss) der H-Klasse sollten in Baudocks gebaut werden. Und J ist auch auf Kiel gelegt worden

 :MG:

halina:
Moin Harry ,  während heutzutage der Bau von grossen Schiffseinheiten fast nur noch in Baudocks erfolgt war bis zum Ende des WK II der Hellingbau auf den Marine-
Werften so üblich , aber in Neuausrichtung war auf der KMW in Wilhelmshaven schon
ein sehr grosses Baudock fast fertiggestellt.
Bis zu dieser Zeit dienten die Trockendocks hauptsächlich für Reparaturarbeiten ,
hier kam man auch mit kleineren Kraneinheiten zurecht . Für den Hellingbau von
grossen Kriegsschiffen waren wegen den grossen Gewichten der Panzerplatten ganz
andere Krandimensionen notwendig , man muss natürlich berücksichtigen , dass der
Aufbau einer Helling nicht ganz so aufwändig ist wie der Bau eines grossen Docks ,
wobei das grosse Abschlusstor ein grosser Kostenfaktor ist .
                                                                                                    Gruss  halina     
                                                                                                   
                                                                                                       

Peter K.:

--- Zitat ---J (bei Deschimag) und M (bei Blohm&Voss) der H-Klasse sollten in Baudocks gebaut werden. Und J ist auch auf Kiel gelegt worden
--- Ende Zitat ---

Das ist nach meinem Kenntnisstand nicht richtig, denn J sollte bei der Deschimag auf Helling 5, wo zuvor SEYDLITZ gebaut worden war, entstehen, während N im neu zu bauenden, aber nie fertiggestellten Baudock auf Kiel gelegt werden sollte. Als abzusehen war, dass dieses Dock nicht rechtzeitig fertig werden würde, erwog man, N auf der zu verlängernden Helling 4, wo zuvor LÜTZOW entstanden war, zu bauen.

Bei der Kriegsmarinewerft sollte L ursprünglich im neu zu bauenden (Bau-)Dock VII der Nordwerft entstehen. Als auch hier absehbar war, dass dieses nicht zeitgerecht fertig werden würde, sollte es auf Helling 2 gebaut werden. Zwei weitere, gleich große Docks - VIII und IX, sollten nur als Reparaturdocks genutzt werden.

Bei Blohm & Voss sollte M im neu zu bauenden Baudock entstehen, das letztendlich jedoch erst 1942 fertiggestellt wurde.

TD:
Der große Betontanker R 1, heute Kirchenschiff, wurde in einen großen Trockendock gebaut und blockierte wegen der schleppende Bauwese dieses später so wichtige Dock von 1942 bis 1944 !

Gruß

Theo

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