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Autor Thema: Nachrichten aus Wilhelmshaven  (Gelesen 35959 mal)

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Offline halina

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Re: Nachrichten aus Wilhelmshaven
« Antwort #135 am: 18 Dezember 2018, 12:45:26 »
Wie die Nordwest-Zeitung berichtet , wollen der Düsseldorfer Energiekonzern UNIPER und die japanische
Reederei MITSUI O.S.K. den Bau einer schwimmenden LNG-Regasifizierungsanlage in Wilhelmshaven am
Voslapper Groden vorantreiben . Das Gas soll dann in das Europäische Verbundnetz eingespeist und auch in
den Gas-Kavernen im Storage ETZEL nahe WHV gelagert werden .
Gegenüber einer Landinstallation lässt sich die mobile Station schneller verwirklichen und kostet etwa nur die
Hälfte derselben , die auf ca. 300-400 Mill. veranschlagt wird , die Finanzierung soll gesichert sein und auch
der Bund und die Landesregierung von NDS unterstützen das Projekt , welches ca. 2022 in Betrieb gehen
könnte , hoffen wir dass es klappt , die ständige tideunabhängige Wassertiefe von 18 m ist hier von Vorteil .

                                                                                                                          :MG:   halina

Edit :  Die Tanks für die Zwischenlagerung mit der Kompressorstation könnten demnach auf dem ca. 1 Km
          breiten und 2 Km Langen Areal des Voslapper Grodens, hier auf dem Plan mit NSG in grün bezeichnet,
          gebaut werden  mit der dann bis ins Fahrwasser reichenden Brückenkonstruktion mit Anlegepier .
         
         Das zweite Foto zeigt diese in Frage kommende Variante mit der mobilen Regasifizierungsanlage an
         Bord eines Riesentankers , daneben liegt ein LNG-Tanker der umpumpt und für Nachschub sorgt .
« Letzte Änderung: 18 Dezember 2018, 19:34:49 von halina »
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Offline halina

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Re: Nachrichten aus Wilhelmshaven
« Antwort #136 am: 28 Januar 2019, 22:08:50 »
Zum LNG-Projekt in Wilhelmshaven wird vom UNIPER-Energiekonzern mitgeteilt , dass kürzlich mit der
Exxon- Mobil-Gas ein Vorvertrag über die langfristige Abnahme eines erheblichen Teiles der LNG-Kapazität
des in Wilhelmshaven geplanten mobilen Terminals erfolgen soll .
Die schwimmende Regasifizierungsstation  ( FSRU)  wird  den deutschen und europäischen Markt beliefern
und über eine Ausspeisekapazität von ca. 10 Mrd. cbm Gas verfügen , dazu noch  eine Speicherkapazität
von rund 263.000 cbm  LNG .  Ausserdem ist vorgesehen , dass auch LNG-Bunkerschiffe hier befüllt werden
können und  für die Landversorgung mit LNG werden Zapfsäulen an den LKW-Laderampen installiert sein.
                        Mit der geplanten Stilllegung aller Kohle-Kraftwerke bis 2038 und der Abschaltung der noch
laufenden nuclearen Stromerzeuger bis 2022 wird es sehr wahrscheinlich sein , dass der Ausfall dieses sehr
hohen Anteils an der Stromversorgung von ca. 45 %  nicht allein durch den weiteren Ausbau von Windkraft
und Solarenergie kompensiert werden kann , sondern nur mit Hilfe von zusätzlichen Gas-Kraftwerken zu
schaffen ist bzw. wie schon geplant , neuere Kohle-Kraftwerke auf Gas-Betrieb umrüsten .
 
Hoffentlich kann nun bald der Startschuss erfolgen , sonst könnte es eng werden .             :MG: halina

Edit:  Hierzu noch eine Grafik von den Anteilen der Energieträger die den Strombedarf in Deutschland im
         Jahr 2017 generiert haben .

« Letzte Änderung: 29 Januar 2019, 10:59:40 von halina »
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Online RonnyM

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Re: Nachrichten aus Wilhelmshaven
« Antwort #137 am: 29 Januar 2019, 11:32:04 »
...und ich fahr`schon seit 2012 mit Gas... :biggre:

Nein im Ernst, ich kann diesen Bohei um den Kohleausstieg nicht nachvollziehen. Dafür werden jetzt Milliarden locker gemacht. Damals beim überhasteten Atomausstieg - wir sind ja ein Land, gleich nach Japan - was von Tsunamis überrollt und von Erdbeben durchschüttelt wird, zwar CO2 arm, aber wech damit. Die 30.000 Arbeitsplätze inkl. mittelständisches Handwerk fanden dabei überhaupt keine Berücksichtigung.

Heute wird das mit Milliarden "anonymisiert". Die Strompreise werden weiter steigen. Was ist den bei Inversions-Wetterlagen im Winter, tiefe Temperaturen, blauer Himmel und kein Wind... Achja, bei uns kommt der Strom aus der Steckdose. :-D Wir haben ja noch Nachbarn...

Das Komische ist, dass unsere Nachbarn keine Gedanken verschwenden, aus der Kernenergie auszusteigen. Im Gegenteil, es werden neue Kraftwerke geplant. Dort siegt der klare Verstand. top

Musste ich mal loswerden...

Grüße Ronny
...keen Tähn im Muul,
over La Paloma fleuten...

Offline t-geronimo

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Re: Nachrichten aus Wilhelmshaven
« Antwort #138 am: 29 Januar 2019, 11:39:44 »
Dann bin ich ja mal gespannt, wie oft du deinen Lieblings-Smiley benutzt  :BangHead: wenn das nächste Endlager in deine Nachbarschaft kommt.
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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Online kalli

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Re: Nachrichten aus Wilhelmshaven
« Antwort #139 am: 29 Januar 2019, 11:55:53 »

Online RonnyM

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Re: Nachrichten aus Wilhelmshaven
« Antwort #140 am: 29 Januar 2019, 12:15:56 »
...nein Torsten, keine Angst vorm Endlager hier im Heidekreis. Wir haben schon Stress mit der Firma Vermillion Energy wegen der Erdgasbohrungen. Ursache sind die erhöhten Krebsraten im Nachbarkreis Rotenburg. :BangHead:

Grüße Ronny
...keen Tähn im Muul,
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Offline smutje505

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Re: Nachrichten aus Wilhelmshaven
« Antwort #141 am: 29 Januar 2019, 13:37:28 »
Nach Wilhelmshaven zurück  :wink: