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Autor Thema: Letzter sowjetischer Verteidigungsminister Jewgenij Schaposchnikow verstorben  (Gelesen 819 mal)

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Offline Kaschube_29

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Moin Moin,

gestern wurde eine Meldung über den Tod einer Person der Zeitgeschichte veröffentlicht, die nur indirekt einen Bezug zur Seekriegsflotte hatte.

Im Zusammenhang mit einer Koronavirus-Infektion ist der letzte Verteidigungsministers der Sowjetunion Marschall der Fliegerkräfte Jewgenij Iwanowitsch Schaposchnikow (Евгений Иванович Шапошников) verstorben, der am 03.02.1942 geboren wurde und vom 23.08. - 26.12.1991 (nach dem Putsch gegen Gorbatschow) Verteidigungsminister der UdSSR war .

Er leistete seinen Dienst unter anderem auch in der DDR. Von 1973 - 1975 war er Kommandeur des 787.Jagdfliegerregiments der Gruppe sowjetischer Truppen in Deutschland in Eberswalde-Finow.


Hier ist die Meldung und die Biographie nachzulesen:
https://tass.ru/armiya-i-opk/10203237
https://tass.ru/info/10203275 

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
« Letzte Änderung: 09 Dezember 2020, 09:01:12 von Kaschube_29 »

Offline Urs Heßling

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moin,

auch "Indirekt" Marshal Shaposhnikov:-D

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline Kaschube_29

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Moin Urs,

nein, da gibt es keine Übereinstimmung und auch keine engen verwandtschaftlichen Beziehungen.

Die ursprünglich als "großes U-Bootabwehrschiff" des Projekts 1155 (NATO: "Udaloy-1"-Klasse) und inzwischen nach dem Umbau als "Fregatte" einklassifizierte "Marshal Shaposhnikov" ("Маршал Шапошников") wurde zu Ehren von Marschall der Sowjetunion Boris Michajlowitsch Schaposchnikow (Борис Михайлович Шапошников) benannt, der am 20.September (02.Oktober) 1882 geboren wurde und am am 26.März 1945 nach schwerer Krankheit verstarb.

(siehe dazu auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Boris_Michailowitsch_Schaposchnikow )

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
« Letzte Änderung: 09 Dezember 2020, 14:21:18 von Kaschube_29 »

Offline hillus

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Moin,

die Coronavirus-Pandemie forderte noch mehr Tote in den Führungsetagen der bewaffneten Sztreitkräfte Russlands.

1. Am 25.11.2020 starb der Held Russlands Vizeadmiral A.W. Burilitschew  an den Folgen einer Coronavirus-Infektion. Vizeadmiral A.W. Burilitschew wurde am 13.08.1958 geboren. Entsprechend der derzeit gültigen russischen Dienstaltersgrenze für Konter- und Vizeadmirale, die bei 60 Jahren liegt, wäre Vizeadmiral Burilitschew theoretisch bereits zwei Jahre darüber gewesen. Es ist aber üblich, dass verdiente und fachlich höchstkompetente Admirale länger im Dienst bleiben. Er war der Kommandeur der Hauptverwaltung Tiefseeforschung (GUGI) des Ministeriums für Verteidigung der Russischen Föderation, einem der geheimsten militärischen Verbände der Seekriegsflotte, von 2005 bis zu seinem Tod am 25.11.2020. Mit dieser Verweilzeit in einer Dienststellung gibt es nur sehr wenige Kommandeure in der Seekriegsflotte in der Zeit nach Gorschkow. Ein Nachfolger wurde bisher per 11.12.2020 noch nicht bestimmt.

2. In der Ausgabe der Flottenzeitung NA STRAZHE ZAPOLYARYA" N° 44 vom 13.11.2020 wurde infolge einer Coronavirus-Infektion der Tod von Generalmajor Jurij Grigorjewitsch Jewtuschenko, Stellvertreter des Befehlshabers des Miltärbezirkes West für militär-politische Arbeit, gemeldet.

3. Der Kommandeur der Nachimow-Kadettenschule in St. Petersburg, Konteradmiral a.D. Anatolij Nikolajewitsch Minakow, infizierte sich nach einer Meldung von https://www.fontanka.ru/2020/04/16/69096367/ mit dem COVID-19 Virus und wurde in ein Militärkrankenhaus eingeliefert. Weitere offizielle Kommentare vom Verteidigungsministerium wurden nicht abgegeben. Als sein Nachfolger wurde erst im September 2020 Konteradmiral S.G. Grischin vorgestellt, obwhl er seine neue Dienststellung bereits am 16.04.2020 antrat.

4. Weitere nicht mit Namen genannte drei Konteradmirale starben an einer Coronavirus-Infektion.

Folgen der Corona-Pandemie im Schiffbau
1. Nach der Hauptflottenparade der Russischen Seekriegsflotte am 26.07.2020 in St. Petersburg sollte das neu gebaute große Landungsschiff des Projekts 11711 PYOTR MORGUNOV die Erprobungen fortsetzen und die staatliche Abnahme realisieren. Die weiteren Erprobungen mussten am 17.10.2020 unterbrochen werden und das BDK lief zurück zur YANTAR-Werft. Es hatten sich 49 Besatzungsangehörige mit dem COVID-19-Virus infiziert. Am 20.11.2020 beendete das BDK die staatlichen Erprobungen und wird anschließend in der YANTAR-Werft mit einer Dockung nochmals untersucht und sollte dann in Dienst gehen. ( Vgl. ric.mil.ru – Flottenzeitung „Na strazhe Zapolyarya“ N° 45 vom 20.11.2020)

2. Wie RIA Novosti am 20.04.2020 berichtete, hat die Verbreitung von COVID-19 in Russland das Schiffsreparaturprogramm beeinträchtigt.
Das Fertigstellungsdatum musste um mehrere Monate verschoben werden – zumindest bis Oktober. Zwei RKVP‘s, SAMUM und BORA, das MPK SUZDALETS, das U-Boot ALROSA und ein MRK SHUYA verblieben im Hafen von Sewastopol und können nicht überholt werden. Die Verzögerung ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Stadt ein Selbstisolierungsregime eingeführt hat. Alle Bürger, die aus anderen Regionen ankommen, müssen sich einer zweiwöchigen Quarantäne unterziehen. Daher macht es keinen Sinn, die für die Reparatur notwendigen Spezialisten mitzubringen.
Alle fünf Schiffe sollten im Rahmen der staatlichen Verteidigungsordnung in Sewastopol der planmäßigen Reparatur von Raketen- und Artilleriewaffen unterzogen werden bzw. ihre Instandsetzung beendet werden (ALROSA). Die 13-SRZ ist dafür zuständig. Es war geplant, dass SAMUM bis spätestens zum 9. Juni, BORA bis zum 17. August, SUZDALETS bis zum 20. August und SHUYA bis zum 30. April fertigzustellen. Während SAMUM, SUZDALETS und SHUYA (inzwischen mit PANTSIR-M) wieder die Werft verließen, liegen die BORA und ALROSA noch unfertig im Dock der 13-SRZ.

Bis bald!

hillus






« Letzte Änderung: 11 Dezember 2020, 13:36:58 von hillus »