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Autor Thema: Zerstörer vor Narvik  (Gelesen 2847 mal)

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Offline Admiral Kummetz

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Zerstörer vor Narvik
« am: 15 Januar 2015, 22:17:34 »
Hallo,

wenn man sich so durch die Listen von erbeuteten Schiffen liest  sind ja durchaus einige gehoben und repariert worden. Nun meine Frage: Gab es auch Untersuchungen zu den selbstversenkten Zerstörern vor Narvik?

Grüße Lucas

Offline Teddy Suhren

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Re: Zerstörer vor Narvik
« Antwort #1 am: 16 Januar 2015, 18:04:19 »
Hai

Welche meinst Du?
Alle zu schwer beschädigt und/oder an unzugänglichen Stellen.
Hans Lüdemann - könnte man meinen: "...Deshalb schoss Hero gegen 17:00 einen Torpedo...heftige Explosion und Heizölbrände. Das Wrack brannte bis zum nächsten Tag und kenterte dann.
Hermann Kühne - ...das noch schwimmende Achterschiff durch einen Torpedo versenkt.

Zitate aus "Als das Eis brach"

Es gibt ein ganzes Buch über die Bergung der Königsberg in Bergen. Da hatte man viel mehr Mittel als in einem einsamen Fjord. Dennoch zog sich das fast durch den ganzen Krieg und am Ende hatte man doch nur Schrott.

Offline Urs Heßling

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Re: Zerstörer vor Narvik
« Antwort #2 am: 16 Januar 2015, 19:48:15 »
moin,

Alle zu schwer beschädigt und/oder an unzugänglichen Stellen.
Ja:
Wilhelm Heidkamp und Anton Schmitt wurden am 10.4. im Hafen von Narvik durch Torpedotreffer versenkt (Rumpf durchgebrochen)
Der durch Grundberührung schon vorher schwer beschädigte Erich Koellner erhielt am 13.4. bei Djupvik einen Torpedotreffer, der den Bug absprengte.
Diether von Roeder (in Narvik), und Wolfgang Zenker, Bernd von Arnim und Hans Lüdemann im Rombaksbotten sanken nach Eigensprengung (also schwere Rumpfschäden)
Hermann Künne siehe oben
Die einzigen beiden mit "heilem Rumpf" sind Erich Giese und Georg Thiele. EG liegt in ca. 75 m Wassertiefe, GT liegt gekentert auf Strand.

Weitere Rahmenbedingungen:

Die Bergungskommandos hatten erst einmal genug damit zu tun, den Hafen von Narvik für die Nutzung durch die Erztransporte wieder freizuräumen.

Die KM stellte mW 1940 einsatzfähige Torpedoboote in Reserve, weil Besatzungen fehlten. Die Werften hatten mit Neubauten und Reparaturen alle Hände voll zu tun.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline bodrog

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Re: Zerstörer vor Narvik
« Antwort #3 am: 16 Januar 2015, 20:55:20 »
Zitat
Die KM stellte mW 1940 einsatzfähige Torpedoboote in Reserve, weil Besatzungen fehlten.

dat waren aber die zu nichts wirklich zu gebrauchenden T 1935 und T 1937 Typen

Offline OWZ

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Re: Zerstörer vor Narvik
« Antwort #4 am: 25 Februar 2018, 22:45:45 »
 Wie ich zufällig gesehen/gelesen habe, führte "Anton Schmitt" (Z22) bei besagter Unternehmung bereits einen Dreibeinmast (und wohl auch leicht verstärkte Flak). Kann jemand sagen, ob dies für "W. Heidkamp" (Z21) auch schon zutraf?
 Grüße OWZ

 p.s.: Nebenbei gesagt kenne ich (auch) keine Aufnahme von "Karl Galster" (Z20)  in Norwegen, bei der er keinen Dreibeinmast zeigt ...
 
« Letzte Änderung: 26 Februar 2018, 08:00:14 von OWZ »

Offline Teddy Suhren

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Re: Zerstörer vor Narvik
« Antwort #5 am: 26 Februar 2018, 16:34:23 »
Hai

Es gibt ja Bilder vom sinkenden Z21 im Hafen, mit Heck schon weggesackt. Zum Beispiel "Brennpunkt Erzhafen Narvik", Seite 135.
Da ist nur ein Pfahlmast zu sehen.

Offline OWZ

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Re: Zerstörer vor Narvik
« Antwort #6 am: 26 Februar 2018, 16:47:41 »
 Oh ja, das Bild kenne ich natürlich ... vielen Dank, denn ich hatte es nicht mehr richtig auf der Reihe. Man sieht in der Tat nur den ursprünglichen Pfahlmast.
  :MG: OWZ

Offline rocco

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Re: Zerstörer vor Narvik
« Antwort #7 am: 06 März 2018, 22:15:17 »
Moin,
die direkt im Hafen von Narvik gesunkenen Zerstörer "Z17 Dieter von Roeder", "Z21 Wilhelm Heidkamp" und "Z22 Anton Schmitt" waren wie oben schon angedeutet, sehr schwer beschädigt. Sie wurden zur Räumung des Hafen über den Hafengrund geschleppt und außerhalb des Innenhafen vor dem heutigen Flughafen entsorgt. Die drei Rümpfe liegen direkt nebeneinander. Sie sind aber alle nicht mehr intakt. Wenn ich mich richtig an die Tauchgänge dort erinnere, fehlt bei allen drei die Hecksektion.
Sicherlich mangelte es dort oben auch an Werftkapazitäten um die Schiffe überhaupt schleppfähig zu machen. 

Viele Grüsse Rocco

Offline Leutnant Werner

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Re: Zerstörer vor Narvik
« Antwort #8 am: 07 März 2018, 00:29:42 »
Hast Du auch an den Küstenpanzerschiffen NORGE und EIDSVOLD getaucht?
"Ach, der Schampus....wie unaufmerksam von mir!" (Günther Lamprecht als Kapitän des Versorgers "Vegesack" in "Das Boot")

Offline Leutnant Werner

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Re: Zerstörer vor Narvik
« Antwort #9 am: 07 März 2018, 00:37:55 »
Doofe Frage von mir. Geht ja gar nicht. Sind ja Kriegsgräber.
"Ach, der Schampus....wie unaufmerksam von mir!" (Günther Lamprecht als Kapitän des Versorgers "Vegesack" in "Das Boot")

Offline rocco

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Re: Zerstörer vor Narvik
« Antwort #10 am: 07 März 2018, 21:10:39 »
Moin,
ja da hast du Recht das sind Kriegsgräber. Die Eidsvold ist abgewrackt, dort existieren nur noch Reste.
Die "Norge" ist als komplettes Schiff erhalten und liegt direkt vor dem Erzkai im Hafen auf 28m Tiefe.
Trotz der offiziellen Einordnung als Kriegsgrab durch die norwegischen Behörden sind Tauchgänge dort zur Zeit nach Anmeldung bei der Hafenbehörde erlaubt.

Ich habe die Norge im Sommer 2016 und 2017 betaucht. Sehr beeindruckend.....

Grüße Rocco