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Das tragische Ende des Ostasiengeschwaders 1914

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halina:
Vor 100  Jahren am 8.12. 1914 wurde im Seegefecht vor den Falklandinseln fast das ganze Geschwader unter Führung von
Vizeadmiral Maximillian Graf v. Spee von britischen Seestreitkräften unter dem Kommando von Admiral Doveton Sturdee
vernichtet .   Kurz zuvor konnte noch am 1.11. 14  von Spee das Seegefecht vor Coronel mit britischen Einheiten unter Adm.
Sir Cristopher Cradock ohne eigene Verluste siegreich beenden .  Doch am 8.12. verliess ihn das Kriegsglück , als die SMS
"Gneisenau " im Hafen von Port Stanley ein ganzes Geschwader britischer Kriegsschiffe sichtete die hier zur Bekohlung
eingelaufen waren , darunter auch 2 Schlachtkreuzer .  Ursprünglich war geplant die dortige Funkstation zu zerstören und
den britischen Gouverneur gefangen zu nehmen , doch dieses Vorhaben scheiterte .  Von allen britischen Einheiten war nur
der Kreuzer HMS "Kent" auslaufbereit , der bereits von der Gneisenau aufs Korn genommen wurde und kurz vor der Feuer-
eröffnung stand , jedoch blies v. Spee den Angriff ab , der mit der Versenkung der Kent einen ganz anderen Verlauf hätte
nehmen können , stattdessen hoffte er mit dem Zeitvorsprung ausser Sichtweite der Briten zu kommen , was sich bald als
Fehlkalkulation erweisen sollte , da die britischen Einheiten voran die HMS "Glasgow" bei guter Sicht eine höhere Marsch -
Geschwindigkeit hatten und das deutsche Geschwader dann nach einigen Stunden zum Kampf stellen konnten .
So standen sich an diesem Nachmittag die britischen Streitkräfte mit dem Schlachtkreuzer HMS "Invincible" als Flaggschiff ,
und der HMS "Inflexible" , beide mit 8 x 30,5 cm , sowie die Kreuzer HMS "Cornwall" ,  "Glasgow" , "Kent" + "Bristol" , alle
mit 15 cm - Kaliber dem deutschen Verband gegenüber mit den Grossen Kreuzern SMS  "Scharnhorst" als Flaggschiff und
der "Gneisenau" , beide mit 8 x 21 cm und 6 x15 cm- Bewaffnung sowie den Kleinen Kreuzern SMS "Leipzig" , "Dresden" und
der "Nürnberg" .  Es war ein ungleicher Kampf angesichts der überlegenen Bewaffnungsstärke der britischen Schiffe , so
dass v. Spee alsbald die 3 leichten Kreuzer aus dem Gefecht entliess in der Hoffnung zu entkommen , dies schaffte jedoch
nur die schnelle "Dresden" , wurde aber nach 3 Monaten in einer Bucht der Robinson-Crusoe-Insel von der Glasgow und der
Kent entdeckt , so dass nach einem kurzen Beschuss auch die Dresden durch Selbstversenkung verloren ging .
Zuerst versank wohl die Scharnhorst in den kalten Fluten ohne Überlebende und danach die Gneisenau , von ihr wurden die
meisten Seeleute gerettet , die von der Inflexible  an Bord genommen wurden , danach wurden noch die beiden Kreuzer
Nürnberg und  Leipzig von den stärker bewaffneten britischen Kreuzern zusammengeschossen .  Auch die beiden Versorger
"Baden" und "Santa Isabell" gingen verloren , nur das Lazarettschiff "Seydlitz" konnte nach Argentinien entkommen .
                  Bei dem ungleichen Gefecht verloren ca. 2.200 deutsche Seeleute ihr Leben , darunter auch Graf Spee mit seinen
Söhnen Otto und Ferdinand , die als Offiziere auf der Gneisenau und Nürnberg fuhren  , auf britischer Seite waren nur 10
Tote zu beklagen .   In der englischen Wiki-Webseite werden die deutschen Verluste mit 1.871 Gefallenen und 215 von den
britischen Schiffen geretteten Seeleute angegeben .
                                                                                                                          Im Gedenken an die Gefallenen  ,    halina

Edit :  Der im Foto mit "Gneisenau" bezeichnete Kreuzer ist leider die "Yorck" oder "Roon"  ,  sorry ,  die richtige Gneisenau
          am Ende der Fotostrecke  .

Zur Erinnerung noch einige Fotos zum Geschehen , das letzte foto ( gemeinfrei) zeigt den schnellen Kreuzer 
HMS "Glasgow" , der als Fühlungshalter hinter den deutschen Schiffen unterwegs war

Urs Heßling:
moin, Günter,

noch ist es 7. Dezember ...


--- Zitat von: halina am 07 Dezember 2014, 20:51:18 ---jedoch blies v. Spee den Angriff ab , der mit der Versenkung der Kent einen ganz anderen Verlauf hätte nehmen können ,
--- Ende Zitat ---
?


--- Zitat von: halina am 07 Dezember 2014, 20:51:18 --- britischen Streitkräfte mit dem Schlachtkreuzer HMS "Invincible" als Flaggschiff , und der HMS "Inflexible" , beide mit 8 x 30,5 cm , sowie die Kreuzer HMS "Cornwall" ,  "Glasgow" , "Kent" + "Bristol" , alle mit 15 cm - Kaliber
--- Ende Zitat ---
außerdem der PzKrz Carnarvon mit 19 cm- und 15 cm-Geschützen


--- Zitat von: halina am 07 Dezember 2014, 20:51:18 ---Bei dem ungleichen Gefecht verloren ca. 2.200 deutsche Seeleute ihr Leben , ..  In der englischen Wiki-Webseite werden die deutschen Verluste mit 1.871 Gefallenen .. angegeben .

--- Ende Zitat ---
Wenn man die Angaben Gröners zusammenzählt, kommt man auf die Summe von 2094 Gefallenen.
Danke für die Erinnerung :MG:

Gruß, Urs

Aviso:
Bei dem Bild mit der Bezeichnung "Gneisenau" handelt es sich um Roon oder Yorck.
Leider sind die großen Kräne nicht seitlich zu sehen. Yorck hat Erleichterungsbohrungen, Roon nicht.

Trimmer:
Hallo Aviso - dann siehst Du sie hier  - Bekohlung der " Gneisenau "

Gruß - Achim - Trimmer

Aviso:
Hallo Trimmer

Ich erkenne die Gneisenau auf Deinem Bild sehr wohl.
Aber was soll mir das sagen :?
Ich schrieb in meinem Beitrag von Roon und Yorck und davon, dass das Bild im Beitrag
von Halina nicht die Gneisenau ist. Die vier 21 cm Kanonen etwa in der Mitte des Schiffes (je 2 backbord und 2 steuerbord)
sind bei Gneisenau in Kasematten eingefügt. Die Geschütze auf dem Bild stehen in Einzeltürmen, meine ich zu sehen.
Oder habe ich Tomaten auf den Augen??

Gruß
Franz

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