collapse

* Benutzer Info

 
 
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

* Suchfunktion


* HMA

Autor Thema: Versuche der Marine mit Kampf- und Nebelstoffen  (Gelesen 20011 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline bettika61

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 5054
Re: Versuche der Marine mit Kampf- und Nebelstoffen. Jessenitz
« Antwort #45 am: 18 September 2019, 22:20:53 »
Es sieht so aus , das sich tatsächlich der Bestand an Kampfstoffen der Marine bei Kriegsende   in Jessenitz befand.
Hallo,
aus dem KTB SKL Bd.67
Zitat
20.3.45
c) Infolge eines OKW-Befehls, daß sämtliche Gasmuntion in das Reichsgebiet westl. der Elbe zu verlegen-ist, müßte aus Jessenitz die Marine-Gasmunition (wenige km nördl. Wittenberge) eigentlich auch verlegt werden. Da anderweitiger Unterbringungsraum schwer zu beschaffen ist und die in Frage stehende Entfernung nur wenige km beträgt, schlägt Adm. Qu vor, die Munition zunächst in Jessenitz zu lassen und sicherheitshalber an der Elbe Prähme bereitzulegen,mit der sie im Notfall elbeabwärts abtransportiert werden können.
Chef Ski ist einverstanden, daß dem OKW ein entsprechender Vorschlag gemacht wird.

Grüße
Beate

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

Offline bettika61

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 5054
Re: Versuche der Marine mit Kampf- und Nebelstoffen. Jessenitz
« Antwort #46 am: 09 Dezember 2019, 22:29:59 »
Die Inventur der Russen vom Frühjahr 1946 weist u.a. " 70 Waggons mit 1050t Kampstoffmunition" auf, die vernichtet werden sollen.
Hallo,
in den Unterlagen für die russische Kontrollkommission Mai-Juni 1945 im BAMA RM 7/1588 sind  auch Angaben enthalten über die  Kampfstoffmunition der Marine,
Zitat
Menge ca. 40 Waggons

Hat die Akte jemand und könnte mir die entsprechenden Seiten zukommen lassen ?
Grüße
Beate

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

Offline bettika61

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 5054
Re: Versuche der Marine mit Kampf- und Nebelstoffen
« Antwort #47 am: 10 Dezember 2019, 21:56:20 »
Hallo,
die Suche war auf meinem Rechner erfolgreich  :-D ,vor längerem schon von @TD erhalten  :MG:
Zitat
„Die gesamte K-Stoff-Munition der Kriegsmarine lagerte im Mar. Art.Ars. Jessenitz in Mecklenburg. Inwieweit sie entsprechend den gegebenen Befehlen bei Feindannäherung noch abtransportiert worden ist, läßt sich wegen Fehlens einer Nachrichtenverbindung z.Zt. nicht feststellen.
Es handelt sich um Reizstoffe, und zwar
a) etwa 25 Waggons (einschl. Verpackung) Preßkörper in Form von Spitzen für                Geschoßsprengladungen der Kaliber 8,8 cm bis 40,6 cm,
b) etwa 5 Waggons Preßkörper als Gemischtlaborierung, d.h. K-Stoff, vermischt mit Sprengstoff für          Geschosse der Kaliber 8,8 cm und 10,5 cm.
c) etwa 10 Waggons (rd. 17 000 – 7,5 cm K Gr.rot), gefüllt mit K-Stoff (Reizstoff).
      Eine Nachprüfung der Mengen und Arten, getrennt nach Kalibern , an Ort und Stelle ist erforderlich.
Grüße
Beate

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

Offline bettika61

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 5054
Re: Kampfstofflager der Marine
« Antwort #48 am: 20 Dezember 2019, 13:30:47 »
Hallo,
in der Lagekarte des OKW mit auszulagernden Kampfstofflägern vom Frühjahr 1945
werden unter der Signatur "Bereitstellung Marine 1944"
Jessenitz, Swinemünde und Linz genannt.
Hallo,
bei der Suche nach Kampfmittel in der Swine wurde auch " Fässer mit Chemikalien" möglicherweise Reizstoff gefunden https://radioszczecin.pl/1,398577,marynarka-wojenna-oczyszcza-tor-wodny-szczecin-s
Reizstoff könnte zu den Md- Granaten mit DORA passen.
mit google Übersetzer:
Zitat
Nicht nur nicht explodierte Bomben, sondern auch Fässer mit chemischen Mitteln wurden von Seeleuten der 8. Küstenschutzflottille auf dem Fahrweg Stettin-Swinemünde gefischt.  Der letzte solche Container wurde am Freitag abgeholt.

 Der Container wird von spezialisierten Chemietruppen neutralisiert.  Dies ist ein weiterer Fund aus dem Zweiten Weltkrieg.

 Wie von Spezialisten der 8. Flottille der Küstenverteidigung in Swinemünde festgestellt, wurde der Container während des Krieges zur Lagerung von Chemikalien verwendet, einschließlich  Reizstoffe bekämpfen.

Kann jemand den letzten Satz etwas verständlicher übersetzen?
Zitat
Jak ustalili specjaliści z 8. Flotylli Obrony Wybrzeża w Świnoujściu pojemnik służył podczas działań wojennych do przechowywania substancji chemicznych m.in. bojowych środków drażniących. 
Grüße
Beate

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

Offline maurice voss

  • Leutnant zur See
  • *
  • Beiträge: 448
Re: Versuche der Marine mit Kampf- und Nebelstoffen
« Antwort #49 am: 20 Dezember 2019, 20:50:16 »
Hallo,


Wie von Spezialisten der 8. Flotte der Küstenwache in Świnoujście festgestellt wurde, wurde der Container während des Krieges zur Lagerung von Chemikalien, darunter auch zur Bekämpfung von Reizstoffen, eingesetzt.


Mit freundlichen Grüßen

Maurice


Offline Darius

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 7817
  • Do ut des
    • Chronik des Seekrieges
Re: Versuche der Marine mit Kampf- und Nebelstoffen
« Antwort #50 am: 21 Dezember 2019, 16:30:33 »
Kleine Korrektur  :-D
 
Zitat
Jak ustalili specjaliści z 8. Flotylli Obrony Wybrzeża w Świnoujściu pojemnik służył podczas działań wojennych do przechowywania substancji chemicznych m.in. bojowych środków drażniących

 --/>/> Wie von Spezialisten der 8. Flottille der Küstenwache in Świnoujście festgestellt, wurde der Container während des Krieges zur Lagerung von Chemikalien, unter anderem auch von Kampfreizstoffen, eingesetzt.


 :MG:

Darius

Offline bettika61

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 5054
Re: Versuche der Marine mit Kampf- und Nebelstoffen
« Antwort #51 am: 22 Dezember 2019, 19:28:44 »
Hallo Maurice, Hallo Darius,
 :MG: danke für die Unterstüzung
Zitat
Bekämpfung von Reizstoffen
hatte mich irritiert  :?
Dem automatischen Übersetzer stehe ich kritisch gegenüber .

Zitat
unter anderem auch von Kampfreizstoffen
hört sich plausibler an  :MG:




Grüße
Beate

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

Offline Darius

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 7817
  • Do ut des
    • Chronik des Seekrieges
Re: Versuche der Marine mit Kampf- und Nebelstoffen
« Antwort #52 am: 22 Dezember 2019, 19:57:27 »
Hi,

habe beim Suchen im Forum noch keinen Hinweis auf die URANIA gefunden, deshalb hier die Ergänzung:

Schmelzkopf, Fremde Schiffe in deutscher Hand 1939-1945:
Dt. URANIA (ex est. URANIA ex schwed. ELSA ex brit. ERASMUS ex niedel. ERASMUS; 1201 BRT; BJ 1884).

00.00.1942 Da das Schiff zu alt und zu reparaturanfällig war, wurde es nicht mehr in Fahrt gesetzt, es wurde stattdessen an die Chemisch-Physikalische Versuchsanstalt abgegeben und als Sprengzielschiff verwendet.
12.05.1943 Bei Sprengversuchen vor Hela durchgebrochen, Reste auf Strand gesetzt; bei Bergungsversuchen gingen die Schiffshälften endgültig verloren.

Hat jemand mehr zu diesem Versuch?


 :MG:

Darius

Offline Darius

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 7817
  • Do ut des
    • Chronik des Seekrieges
Re: Versuche der Marine mit Kampf- und Nebelstoffen
« Antwort #53 am: 19 April 2020, 14:58:16 »
Off topic, da US Navy betreffend:
 --/>/> https://www.usni.org/magazines/proceedings/1939/march/development-war-gases-and-navy

The Development of War Gases and the Navy
By Captain Ernest W. Brown (M.C.), U. S. Navy
March 1939
Proceedings
Vol. 65/3/433


 :MG:

Darius