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Autor Thema: Dunkerque im Vergleich zur Scharnhorst Klasse  (Gelesen 32376 mal)

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Offline Thoddy

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Re: Dunkerque im Vergleich zur Scharnhorst Klasse
« Antwort #135 am: 27 Februar 2013, 09:56:32 »
hinsichtlich empfehlungen für Feuergeschwindigkeit ist das  Dokument im Link recht brauchbar
Vermerk für OB. d.M. Überschwere Kaliber für Kriegsschiffneubauten 06.11.1942 B.Nr. 7763-42 gKdos
geht um 45 cm L60 bzw 50 cm L60 Kanonen
https://docs.google.com/file/d/0B12aaMD-x_k_ZVFuOFRIY2FtZFk/edit?usp=sharing

« Letzte Änderung: 27 Februar 2013, 11:40:45 von Thoddy »
Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert!
WoWs : [FMA]Captain_Hook_

Offline oldenburger67

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Re: Dunkerque im Vergleich zur Scharnhorst Klasse
« Antwort #136 am: 27 Februar 2013, 15:06:50 »
Hallo Disskutierende, Hallo Forum,

wo wir gerade bei der Artillerie sind, die ist ja imer nur so gut wie die Feuerleitgeräte die sie ins Ziel lenken sollen.
Lange Rede kurzer Sinn, kann man etwas hinsichtlich der deutschen, viel mehr aber über dei französischen Feuerleitgräte sagen??

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

Offline Spee

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Re: Dunkerque im Vergleich zur Scharnhorst Klasse
« Antwort #137 am: 27 Februar 2013, 18:16:02 »
@Thoddy,

danke für den tollen Link  top !
Servus

Thomas

“It’s too bad that stupidity isn’t painful.”

Anton Szandor LaVey

Offline Harry64

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Re: Dunkerque im Vergleich zur Scharnhorst Klasse
« Antwort #138 am: 27 Februar 2013, 18:44:21 »
@Thoddy

ebenfalls vielen Dank von mir. Hast Du noch mehr von dieser Art Links....

Harry

Offline ede144

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Re: Dunkerque im Vergleich zur Scharnhorst Klasse
« Antwort #139 am: 27 Februar 2013, 19:28:36 »
Jo, darum blieb man ja scheinbar auch (fast) die ganze Zeit bei Halbsalven. Man konnte dann recht schnell reagieren.
Aber wir schweifen ab.  8-)

Es wäre unlogisch, wenn man mit Halbsalven angefangen hat sich einzuschießen, bei "Schnell und gut" aufeinander zu warten. Man würde dann eine Halbsalve verlieren. Wenn ich die Prozeduren richtig verstanden habe, warten die Türme beim Einschießen auf entsprechende Feuerbefehle um eventuelle Korrekturen zu ermöglichen. Aber "Schnell und gut" warten sie nicht mehr und feuern sobald sie feuerbereit sind, bzw wird per Fernsteuerung ausgelöst. Also konnte man Bismarck keine Vollsalven schießen sehen. Hat auch den Vorteil, das man trotz Schnellfeuer weiterhin die Aufschläge beobachten kann und alle 10-18 Sekunden Korrekturen eingeben kann. Würden alle Türme zusammen schießen, würde sich diese Zeit verdoppeln und die mögliche Abweichung wäre auch entsprechend größer.

freundliche Grüße
Thomas

Offline Leopard2A6EX

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Re: Dunkerque im Vergleich zur Scharnhorst Klasse
« Antwort #140 am: 28 Februar 2013, 19:19:06 »
hallo,

das mit den halbsalven habe ich auch schon oft gelesen - die kaiserliche marine schoss zumindest des öfteren auch so.. ..ist mit gerader rohrzahl ja auch kein problem aber wie läuft das mit ungerader - also 3 drillingstürme? einmal 5 und einmal 4 rohre alle 15sec?

gruß frank

Offline Spee

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Re: Dunkerque im Vergleich zur Scharnhorst Klasse
« Antwort #141 am: 28 Februar 2013, 20:30:36 »
@Urs,

hier die richtige Ausführung von Churchills Aussage zu diesen Schifffen:

THE PRIME MINISTER said that in a matter
so vital to the safety of the whole British
Empire we could not afford to rely on the word of
Admiral Darlan. However good his intentions might
be, he might be forced to resign and his place
taken by another Minister v/ho would not shrink from
betraying us. The most important thing to do v/as
to make certain of the two modern battleships
RICHELIEU and JEAN BART. If these fell into the
hands.-of the Germans, they would have a very
formidable line of battle when the BISMARCK was
commissioned next August-, Against these fast and
powerful ships v/e should'only have NELSON, RODNEY
and the older battleships like VALIANT. STRASBOURG
and DUNKIRK would certainly be a great nuisance if
they fell into the hands of the enemy, but it was
the two modern ships which might alter the whole
course of the war. Oran v/as a strongly defended'
harbour and it would be very difficult to sink the
two battle-cruisers behind such strong defences,.
It was most unfortunate that we had not been able
to catch them at sea. He enquired v/hat action
could be taken to make sure of RICHELIEU and
JEAN BART.

...THE PRIME MINISTER said that at all costs
RICHELIEU and JEAN BART, particularly the former,
must not be allowed to get loose. It would have
been better if v/e could have put our own ships
alongside them on the high seas in order to open
a parley with their captains, but this must now be
done when the ships were in harbourc A strong force
must be"sent and RICHELIEU should be dealt with
first. If the captains refused to parley, they
must be treated as traitors to the Allied cause,, The
ships mighv- have to be bombed by aircraft from
ARK ROYAL or they must be mined into their harbours
and nava J. forces stationed outside to prevent the
minefields, being swept up. In no circumstances
whateCover must these ships be allowed to escape.

Quelle: W.M. (40) 17^TH CONCLUSIONS. MINUTE 5. Confidential Annex. (22nd June, 1940 - 9.30 p,m )
Servus

Thomas

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Anton Szandor LaVey

Online Urs Heßling

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Re: Dunkerque im Vergleich zur Scharnhorst Klasse
« Antwort #142 am: 28 Februar 2013, 22:28:58 »
moin, Thomas,

interessant  top :MG:

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline delcyros

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Re: Dunkerque im Vergleich zur Scharnhorst Klasse
« Antwort #143 am: 18 März 2013, 16:31:53 »
Mir gefällt die französische Panzerung. Verbesserungswürdig halte ich im wesentlichen zwei Aspekte:


Turmdecken 80mm, wird ab 212 hm vom 28.3cm durchschlagen.
80mm erscheint erheblich mir etwas zu dünn. Das sind 5mm weniger als bei den Panzerschiffen.
Das stellt eine deutliche Schwachstelle in der sonst guten Panzerung der Türme und Barbetten dar.

Entsprechend wurde die Turmdecke von Turm II von 15" bereits bei 13 Grad Fallwinkel soweit eingedrückt (Treffer 1), dass der Turm gefechtsunklar wurde. Das Projektil wurde zwar abgewiesen (zu niedriger Fallwinkel), aber Teile der Platte brachen heraus und nahmen den Turm aus dem Gefecht.

[II] Die 40mm Böschungen waren gegenüber dem Splitterdeck nicht verstärkt. Hier wären, entsprechend der großen Steigung der Böschungen mindestens 150mm notwendig, um einen Durchschlag zu verhindern.

Entsprechend wurde der komplette Seitenschutz (225mm 11,3 Grad geneigter GP, 40mm Böschung und TS) von einem britischen 15"/42 (Treffer 2) auf Kampfentfernung durchschlagen, mit dem Effekt, dass das Geschoß in den Hauptmaschienenräumen detonierte.

Vgl. mit dem 28.3cm (Annahme gleicher Panzerqualitäten):
Entfernung: 150hm
Geschwindigkeit: 550m/s
Falwinkel: 10 Grad
Lage: 20 Grad

Bedingung 1 (225mm, 11,3 Grad geneigter GP)
Geschwindigkeit: 550m/s
Einschlagwinkel: 29 Grad

Austrittsgeschwindigkeit nach GKDos-100 Kurven: 250m/s (Geschoß bleibt intakt) 

Bedingung 2 (40mm Böschung, ~30 Grad von der Vertikalen geneigt)
Geschwindigkeit: 250m/s
Einschlagwinkel: 25 Grad

Austrittsgeschwindigkeit nach GKDos-100 Kurven: 227m/s (Geschoß bleibt intakt)

Auch das T-Schott bietet keinen hinreichenden Schutz, selbst das 28,3cm Geschoß würde auf 150hm erreichen, was das 15"/42 tat.
« Letzte Änderung: 18 März 2013, 22:46:25 von delcyros »

Offline mhorgran

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Re: Dunkerque im Vergleich zur Scharnhorst Klasse
« Antwort #144 am: 18 April 2013, 12:06:53 »
moin,

Gefunden in: Winston Churchill, der Zweite Weltkrieg (Ausgabe in einem Band in deutscher Sprache), Kapitel 9 "Admiral Darlan und die französische Flotte - Oran" ...

In Oran, am andern Ende des Mittelmeers, und in dem anstoßenden Kriegshafen Mers-el-Kebir lagen zwei der schönsten Schiffe der französischen Flotte, die "Dunkerque" und die "Strasbourg", moderne Schlachtkreuzer, der "Scharnhorst" und der "Gneisenau" weit überlegen und eigens zu dem Zweck gebaut, sie mit ihrer überlegenen Kampfkraft in Schach zu halten.

kein Kommentar zu Churchills "Wahrhaftigkeit"  :wink:

Gruß, Urs

Das Churchill in seinem Buch von "Wahrhaftigkeit" oft weit entfernt war ist ja bekannt.
Grüße
Stefan

"Die Aufgabe des Journalisten ist es, die Wahrheit zerstören, gerade heraus zu lügen, zu verdrehen, zu verunglimpfen, vor den Füßen des Mammons zu kuschen und sein Land und seine Rasse um sein tägliches Brot zu verkaufen. Sie wissen es und ich weiß es." John Swinton, sinngemäß vor Journalisten 1889[/