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Autor Thema: Immer mehr "Fahnenflüchtige"  (Gelesen 25483 mal)

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Offline Trimmer

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #60 am: 09 Januar 2013, 16:53:33 »
Hallo Sebastian - grundsätzlich gebe ich auch Dir völlig Recht. Ja auch wir "Alten " tragen einen gewissen Teil Schuld weil wir nach dem Motto " Sollens mal besser haben als wir " unsere Kinder erzogen haben. Aber wenn ich die heutige Entwicklung betrachte - Lehrer in der Schule, Polizist auf der Straße - hilflos und vom Staat in Stich gelassen dann muß ich feststellen das sich diese Tendenz immer mehr verstärkt. Bugsierstefan hat es in seinem Beitrag von der Polizei gezeigt und Alex das Beispiel von der BW . Heute wird doch im Prinzip keinem Jugendlichen mehr die Grenze aufgezeigt - Bis hier hin und nicht weiter. Ja und Vater Staat - was vermittelt er den für Werte ?  "Geiz ist geil", " Hast Du was dann bist Du was", "Setze Deine Ellenbogen ein damit Du weiter kommst "
Ich möchte jetzt mal eine Frage stellen: Warum führt man in Deutschland nicht wie in anderen Ländern üblich eine Schuluniform ein ? Ist vielleicht simpel aber schon so nimmt man Zündstoff aus den Schulklassen. Jugendclubs - also schaffen von sinnvoller Freizeit statt auf der Straße zu sitzen .
Aber, und nun werde ich Kritik ernten - warum fordert man nicht das Kinder generell ab 3 Lebensjahr in den Kindergarten gehen und die deutsche Sprache lernen -
Ja der Jugendliche ist in seinem Verhalten immer auch ein Produkt seiner direkten Umwelt und wer in DEutschland leben möchte sollte sich bitte da auch an die Regeln und Gesetze halten.

Gruß - Achim - Trimmer   
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Offline Bugsierstefan

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #61 am: 09 Januar 2013, 17:44:23 »
Hallo Achim,

genau das, was Du in deinem letzten Beitrag anregst, ist in dem Buch "Neukölln ist überall" trefflich beschrieben! Die sog. "Herdprämie" ist da sowas von kontraproduktiv!
Natürlich hat auch Sebastian recht, wenn er sagt, dass eine Wehrpflicht nicht das Übel an der Wurzel packt, sondern nur die Auswirkungen lindern könne. Trotzdem wäre diese Linderung nicht schlecht!
Das Aufzeigen von Werten muss natürlich viel eher beginnen, leider ist das in so manchen Elternhaus nicht der Fall. Hatte ich ja in meinem vorherigen Beitrag schon geschildert.
Allerdings muss, (Vorsicht: ist nur meine Meinung!), ein generelles Umdenken in dieser Gesellschaft beginnen, denn es muss auch die Akzeptanz gesunder Härte wieder vorhanden sein!
Ich selbst bin noch nicht so alt, zähle mich mit meinen 43 Jährchen zu den mittleren Jahrgängen, habe aber in meiner Schulzeit noch Lehrer erlebt, welche auch schon mal mit einem Schlüsselbund warfen, wenn man die Streiche im Unterricht übertrieb. Und hinterher ging es ab zum Direx, um sich dort die nächste Standpauke+Strafarbeit abzuholen.
Zu Hause brauchte ich mich darüber nicht beschweren, von meinen Eltern hätte ich dann die nächste Standpauke erhalten!
Und wurde ich dadurch ein schlechter Mensch?
Wir müssen endlich mit dieser weichgespülten Mentalität aufhören.

Viele Grüße, Bugsierstefan

Offline Trimmer

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #62 am: 09 Januar 2013, 18:21:37 »
Hallo Bugsierstefan - na Denkst Du ich war ein Musterschüler. Das werfen mit dem Schlüssel kenne ich genau so wie das spätere werfen meines Werkzeugs von der Baustelle weil es nicht genug geputzt war.  :-D Meinen Eltern hätte ich damit aber auch gar nicht kommen können. Ja und bei der Fahne habe ich mir auch ab und zu mal "blaue Flecke " geholt - Ja na und. Dafür habe ich aber dort auch Ordnung gelernt/ lernen müssen, gute Kameraden kennen gelernt und Teamgeist.Freundschaften die heute noch halten. Und genau dehalb bin ich dafür die Wehrpflicht wieder einzuführen. Aber dort nicht "würden Sie freundlicher Weise mal wenn es Ihnen gerade passt " sonder wie bein richtigen Militär. Wer das nicht möchte - bitte der Zivildienst hat ja wohl auch einiges gebracht und wird heute schmerzlich bei vielen vermisst.
Das Buch " Neukölln ist überall " brauche ich eigentlich nicht zu lesen da ich ja in Berlin wohne und ab und zu auch ehrenamtlich hier für die "Arche" tätig werde. Also auch teilweise "live ". Da wird die Lehrerin angespukt und von den Eltern kommmt dann eine Erklärung die ich hier lieber nicht schreiben will. Deutsche V... ist noch das Geringste.  Über die anderen Dinge die hier abgehen will ich auch gar nicht mehr schreiben - die Zeitungen sind immer voll davon.

Gruß - Achim - Trimmer
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( von Karl Hagenbeck)

Offline Bugsierstefan

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #63 am: 10 Januar 2013, 14:01:00 »
Moin Achim,

solche "netten" Kommentare habe ich auch in verschiedenen Schulen in meinem Reviergebiet hören dürfen, interessant war dabei nur, dass es die Lehrerinnen, welche so benannt wurden, kaum noch aufregte!
Ich denke auch, lasst uns wieder den Schiffen zuwenden, es ist eine nette Entspannung für die sonst erlebte Wirklichkeit!

Ganz Viele Grüße aus Kaltenkirchen! :MG:

Bugsierstefan

Offline RonnyM

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #64 am: 10 Januar 2013, 16:38:49 »
...du hast Recht Bugsierstefan, hin zu den Schiffen. Denn was ich heute wieder lesen musste,
dass die Grünen in HH-Nord beantragen, den Namen Hindenburg zu löschen und Strassen und Plätze umbenennen, weil er geholfen hat, dass AH nun Führer wird, ...ich könnte k...

Grüße Ronny


PS Und dann soll noch einer die "Fahne" vertreten :?
...keen Tähn im Muul,
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Offline Trimmer

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #65 am: 10 Januar 2013, 17:05:23 »
Mein lieber Ronny - das siehst Du aber nun ganz falsch. Da haben sich doch die "Grünen " was dabei gedacht. Neue Schilder für Straßen und Plätze, neue Stadtpläne, neue Landkarten,Änderungen in den Personalpapieren usw. - das sichert doch Arbeitsplätze in Hülle und Fülle  und man dabei auch noch jede Menge Geld(Euros ) "verbraten". Ist aber auch nicht so schlimm den dafür gibt es ja den Steuerzahler.

Gruß - Achim - Trimmer

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( von Karl Hagenbeck)

Offline Spee

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #66 am: 10 Januar 2013, 19:06:15 »
Habt ihr euch jetzt endlich ausgeweint oder brauch noch einer ein Tempo?
Servus

Thomas

"Spain, the Queen and I prefer honor without ships than ships without honor."

Casto Secundino María Méndez Núñez

Offline RonnyM

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #67 am: 11 Januar 2013, 11:56:31 »
...entschuldige Thomas, wenn ich deine grüne Seele befleckt habe, aber die Geschichte verleugnen ist doch wohl das Letzte. Aber auch wie das hier mit den Stolpersteinen gehandhabt wird - das genügt... :BangHead:
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Offline ufo

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #68 am: 11 Januar 2013, 15:00:59 »
Habt ihr euch jetzt endlich ausgeweint oder brauch noch einer ein Tempo?

Aber ist das Ausweinen nicht gerade in Bezug auf unser aller Interesse an der Geschichte auch ausgesprochen spannend?

Es ist nie wirklich leicht das Empfinden, die Gefuehle von Menschen aufgewachsen in einer anderen Zeit nachzuempfinden. Grad Deutsche Geschichtschreibung nimmt davon sogar manchmal bewusst Abstand; misst Taten, Begebenheiten, Ereignisse an moralischen Werten, Vorstellungen, Masstaeben von einem sich immer veraendernden Heute.

Selten mal hat man Gelegenheit in Autobiographien nachzulesen (und selbst dann oft nicht nachzuempfinden!) wie die ihre Zeit erlebt haben.

In Manchen Aspekten hat man ja den Eindruck, dass es eigentlich immer nur den Bach runter gegangen ist. Schon Cicero sieht wenig Hoffnung mit der Jugend von damals. Das scheint ab da nie besser geworden zu sein. Vermutlich verstehen wir nur zu wenig von der Schriftsprache mancher Urvoelker, um an Hoehlenwaenden zu entziffern, dass die Jungen einfach nicht mehr so den Stein nach dem Mamut schleudern koennen, wie das mal die Norm war.

Will man aber die Umbrueche in der Deutschen Marinegeschichte verstehen, muss man den Verfall allerlei gesellschaftlicher Normen und Werte beruecksichtigen. Das ein 55 jaheriger Deckoffizier von einem schnoeseligen 23 jaherigen Offizier zusammengestaucht wurde, war in der Kaiserlichen Staendegesellschaft 1891 vollkommen in Ordnung. Ab 1916 fuehrte das geradewegs in einen Untergang.

Wir verbinden ‘Republik’ mit Freiheit, Fortschritt, Wirtschaftswunder, Gleichheit und was noch alles. Viele ehemalige Kaiserliche Marineoffiziere erlebten ‘Republik’ als katastrophalen Werteverfall.


Und manchmal, manchmal, wenn ich mir wieder die Haare raufe, weil eine Bande Gutmenschen einem Raubmoerder mal eine Handvoll wohlmeinender Vorwuerfe machen – nicht zu scharf, damit sein zartes Gemueth nicht Schaden nehme – dann verstehe ich wenigstens in Ansaetzen wie man 1933 so richtig, richtig prima zufrieden sein konnte.

In manchen Crewschriften aus den Anfangsjahren des Dritten Reiches scheint die reine Freue durch, dass wieder Sitte und Anstand herrschen, dass Ordnung und Ruhe eingekehrt sind.  Wieviel ‘Obrigkeit’ wuerde ich wohl erlauben, gar wuenschen, eh ich stutzig werden wuerde? Waere ich nicht prima vergnuegt, wenn auslaendischen Straftaetern nicht mit den sogenannten Samthandschuhen angefasst wuerden? “Moegen Deine Wuensche in Erfuellung gehen!”, lautet ein ausgesprochen hintersinniger Chinesischer Fluch.


Geschichte – gerade auch Deutsche Marinegeschichte lehrt uns, dass Werte und Nomen in staendigem Fluss sind. Die da nur mitfliessen schert das wenig. Die das ansehen muessen raufen sich offenbar durch alle Jahrhunderte die Haare.

Wir koennen uns schadenfroh darauf freuen das in 30 Jahren der ungezogene 14 jaehrige von Heute sich verzweifelt fragen wird, was nur aus der Jugend geworden ist. Polizisten haben dann vermutlich nur mehr beratende Funktion und auch nur wenn der Straftaeter das ausdruecklich wuenscht.
Ha, ha, ha! Recht geschiets ihm!   :-D

Andererseits stelle ich fest, dass die Gesellschaft als zivilisierte, lebenswerte Gemeinschaft sich seit Cicero eigentlich recht kontinuierlich verbessert hat. Waer schon komisch, wenn ausgerechnet meine Generation eine sein sollte, die einen Abschwung erlebt.

Von daher bleibt mir wohl nur mit dem grossen, ganzen Gesammtbild zu leben. Als ich geboren wurde, frug man sich grad wie oft man den Erdenball wohl mit Hilfe von Atombomben zerknallen lassen koenne und ob man das gleich, nachher oder erst naechstes Jahr in Angriff nehmen solle. Wenn man wohin wollte, brauchte man Reisepaesse und auslaendische Waerungen zu Hauf, wenn man den ueberhaupt Visa bekam. Missbrauch von Position, Einfluss und Macht waren erheblich unkontrollierter, erheblich unkontrollierbarer. Auch hier hat die Chinesische Kultur einen geeigneten Fluch hervorgebracht: “Moegest Du in interessanten Zeit leben!”.

Vieles hat sich geaendert seitdem in der Welt. Auf manches haette ich verzichten koennen. Aber die Dinge sind wohl vernetzt. Ohne ein ausgesprochen weitgehendes (mir heute zu weit gehendes) Bild von persoenlicher Freiheit und persoenlicher Selbstverwirklichungt haetten die Menschen damals in Leipzig den ausgesprochen ueberfluessigen Staat vielleicht gar nicht in die Tonne der Geschichte getreten. Ich ringe von Zeit zu Zeit die Haende ueber den Mist, den Presse und Fernsehn mir glauben enthuellen zu muessen aber enthuellen an sich ist wohl gar nicht so schlecht. Wenige Dinge, Entwicklungen, Stroeme in der Gesellschaft schwingen zu grad dem Punkt, den ich fuer richtig halte. All die Stroemungen und Entwicklungen aber scheinen zumindest waehrend meines Lebens eher Gutes hervorgebracht zu haben mit all den Problemen und Nachteilen die mit komplexen Dingen verbunden sind.     
 
Von daher lebe ich meist ganz gut mit den Trends und Entwicklungen in meiner Gesellschaft und wundere mich wie die ganze Chause wohl in dreissig Jahren aussehen wird.

Ja, und um den Bogen zum Eingangsbeitrag zurueckzuschlagen. Ein Teil persoenliche Freiheit ist Heute wohl auch das Ausprobieren, das Rumsuchen, das sich-selbst-finden. Diese Ich-Zentriertheit ist mir etwas fremd aber das ist ja mein Problem. Berufswahl, Berufsverbundenheit scheint eine kleinere Rolle zu spielen als bei mir. Aber ob das schlecht ist? Keine Idee!
Um den Zivildienst finde ich es ausgesprochen schade. Das Konzept, dass man seinem Land schon was schuldig ist fuer eine der (allen Unkenrufen zum Trotz) besten Schulbildungen der Welt, volle Regale, sichere Strassen, Plaetze, Lebensraeume – das Konzept fand ich schon gut. Aber vielleicht ist auch das im Zeitalter der Beliebigkeit weniger angesagt?
 
Wir duerfen gespannt sein wo’s hingeht. Ein Blick in die (maritime) Geschichte laesst hoffen (und erwarten), dass es insgesammt wohl stetig besser wird. Ob wir das einsehen, wenn wir alt und grau sind? Nun – ein reger (online) Gedankenaustaus ist zumindest schon mal eine gute Angewohnheit, um einsichtig, offen und ganz lebenspraktisch zu bleiben. 

Just my two Pence,
Ufo   

Online Urs Heßling

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #69 am: 11 Januar 2013, 15:20:06 »
moin, ufo,

BRAVO ZULU  top :TU:) :MG:

Geschichte – gerade auch Deutsche Marinegeschichte lehrt uns, dass Werte und Nomen in staendigem Fluss sind. Die da nur mitfliessen schert das wenig. Die das ansehen muessen raufen sich offenbar durch alle Jahrhunderte die Haare.

dazu ein Zitat aus einem meiner Lieblingsbücher, John Wintons "Kadetten ahoi"  :O/Y
Ansprache des Kadettenoffiziers Bodger an seine Kadetten
"Sie werden die Leute sagen hören, die Marine ginge vor die Hunde. Und das ist auch so. Sie ist schon vor die Hunde gegangen, solange ich mich erinnern kann, bestimmt aber seitdem ich aktiv wurde. Mein Vater war auch Seeoffizier und zu seiner Zeit ging die Marine vor die Hunde. Mein Großvater war Seeoffizier und schied aus dem Dienst, weil die Marine vor die Hunde ging. Damals wollte man die Dampfmaschine einführen oder was es noch war. Mein Urgroßvater - na, was war es eigentlich, was mein Urgroßvater tat ? Ach ja, er wollte, obwohl mein Ururgroßvater viel für ihn tun konnte, nicht zur Marine, weil er meinte, sie sei schon vor die Hunde gegangen. Er schätzte Lady Hamilton nicht, mein Ururgroßvater ... also lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen, wenn die Leute Ihnen erzählen, die Marine ginge vor die Hunde.Damit ist sie schon seit jeher beschäftigt. Solange jeder Mensch behauptet, die Marine ginge vor die Hunde, können Sie völlig unbesorgt sein, daß alles in bester Ordnung ist".

no comment ...

Gruß, Urs
« Letzte Änderung: 11 Januar 2013, 19:56:54 von Urs Hessling »
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline RonnyM

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #70 am: 11 Januar 2013, 16:12:40 »
...dem BZ von Urs kann ich mich nur anschließen... top :MG:

Grüße Ronny
...keen Tähn im Muul,
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Offline RePe

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #71 am: 28 Januar 2013, 18:32:22 »
Hallo,

aus aktuellem Anlass greife ich das Thema wieder auf, Grund ist der folgende Artikel in den "Nürnberger Nachrichten" vom 26.01.2013:

"Mehr Schlaf für Soldaten

BERLIN - Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus, hat die Bundeswehr aufgefordert, den Soldaten genügend Zeit
zum Schlafen zu geben.
 Bereits in der Grundausbildung müssten die Soldaten wichtige Aufgaben erfüllen, sich wesentliche Vorschriften
einprägen und scharf schiessen, sagte Königshaus. "Da darf es nicht vorkommen, dass sie regelmäßig übermüdet sind.". In einer
Umfrage habe sein Amt herausgefunden, dass ein sehr grosser Teil der Soldaten auch im Regeldienst keine sechs Stunden Schlaf
bekomme, so der Wehrbeauftragte. Königshaus monierte das Wecken von Soldaten um 4.30 Uhr, damit die Küche um 5.30 Uhr mit
dem Frühstück beginnen könne.
 Für Rekruten hat die Heeresführung inzwischen die "nächtliche Ruhezeit" auf "grundsätzlich acht Stunden" festgelegt. Die Bundes-
wehr reagiere darauf, dass viele neue Soldaten ihren freiwilligen Wehrdienst vorzeitig beenden." - dpa

Hier im Forum sind doch viele aktive und ehemalige Marineangehörige, die auf den Schiffen das System Wache/Freiwache mitgemacht
haben. Haben sie dabei immer schön ausgeschlafen?

     Gruss

          RePe

Offline smutje505

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #72 am: 28 Januar 2013, 18:44:31 »
Hallo RePe unser Steuermann hat im Gasthaus immer"vorgeschlafen"damit er an Bord ausgeschlafen ist.

Offline Trimmer

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #73 am: 28 Januar 2013, 18:49:54 »
Ist doch klar - Wer schläft kündigt nicht  :-D

Gruß - Achim - Trimmer
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Offline RonnyM

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #74 am: 28 Januar 2013, 19:12:06 »
Moin RePe,

auf See wurde der 4 h-Törn gefahren. Im 3er Wachsystem bedeutete das, 4 h Wache, 8 h Freiwache, die sich tagsüber in Reinschiff und Potacken drehen abwechselte, auch Kombüsendienst.

Vorschlafen, wie smutje "bewiesen", kam schon garnicht in Frage. Man könnte ja was verpassen :-D

Jedenfalls hatte seinerzeit keiner gemeckert, er hat zu wenig Schlaf. Vielleicht hing das auch damit zusammen, dass es noch keine I-Pads gab. :O/Y

Grüße Ronny
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