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Autor Thema: Immer mehr "Fahnenflüchtige"  (Gelesen 25473 mal)

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Offline oefi

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #45 am: 08 Januar 2013, 11:38:49 »
Hallo Axel,

jeder will für sich etwas erwulffen.

Gruss

Andreas


Offline Herr Nilsson

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #46 am: 08 Januar 2013, 11:41:29 »
Gruß Marc

Offline Trimmer

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #47 am: 08 Januar 2013, 12:15:36 »
Sowohl Sebastian als auch Axel kann ich nur zustimmen. Bedenklich wird die Situation erst wenn es mal ernst wird. Dann wird das Geschreie riesig sein. Ob das alles so gewollt ist  :/DK: Na aber dann haben wir ja noch die "alten Herrn" die zur Fahne eilen können - Ironie

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Offline Herr Nilsson

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #48 am: 08 Januar 2013, 13:25:27 »
Was demographisch gesehen eigentlich keine so schlechte Idee ist.  :wink:
Gruß Marc

Offline Bugsierstefan

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #49 am: 08 Januar 2013, 20:15:35 »
Moin, Forenmitglieder, zuerst einmal noch ein Frohes Neues Jahr!

Mit Interesse verfolge ich diesen Thread, manchmal bläht sich dabei mein Hals leicht auf, manchmal aber auch nicht!
Ich kann Axel, Sebastian, Achim und Ronny nur zustimmen! Den Anfang machte eine 68er Bewegung, die Auswirkungen merken wir bis heute!
Im Dienst mache ich in jeder!! Schicht die Erfahrung, dass unsere sog. "mündigen" Staatsbürger nur Rechte haben und zwar alle Möglichen und Unmöglichen!
Erinnert man diese Herrschaften daran, dass es für einen Staatsbürger auch Pflichten gibt, ist es herrlich zu erleben, wie sich die Gesichtsmimik schlagartig ändert und die Ohren zuklappen!
Davon will niemand etwas wissen! Das die eigenen individuellen Rechte nur soweit reichen, wie sie die Rechte anderer nicht verletzen, will man nicht mehr akzeptieren!
Eine Instanz, welche bei einem eigenen Fehlverhalten, (und auch nur dann!), eingreift, wird nicht mehr akzeptiert und vor allen noch weniger toleriert!
Das geht hin bis zu heftigen Prügelein mit unserem sog. polizeilichen Gegenüber, da auf der anderen Seite unser Einschreiten nicht toleriert wird, wir erleben oftmals, was null Toleranz bedeutet, sie richtet sich oft genug gegen uns!
Das Erschreckende dabei ist, dass es mittlerweile quer durch alle Gesellschaftlichen Schichten geht, es ist nicht mehr nur an einzelnen Gruppen fest zu machen! Ich rede dabei auch nicht von den üblichen Kriminellen, welche es immer schon gab!
Es endet sogar nicht mal vor unseren Richtern, ich musste mir selbst in einer Gerichtsverhandlung anhören, dass ich als Polizist gewisse Beleidigungen ertragen müsste, sonst dürfe ich halt kein Polizist werden.
Es ging dabei nicht um das Wort Bulle, sondern um Beleidigungen wie Nazi und weitere, welche weit unter der Gürtellinie lagen.
Das Verfahren wurde gegen den Beschuldigten dieser Beleidigungen mit einer Ermahnung eingestellt, man war der am Grinsen!
Und da machen wir uns hierzulande Gedanken über den Werteverfall? :BangHead:

Ich persönlich halte die Abschaffung/Aussetzung der Wehrpflicht im wirtschaftlichen Sinne vielleicht für sinnvoll, aber ansonsten für eine Katastrophe!
Warum soll ein junger Mensch nicht einige Monate lernen, sich unterzuordnen, warum soll er nicht auch lernen, dass es noch andere Menschen in seiner Nähe gibt, welche auch Rechte und Pflichten haben.
Manche haben doch erst beim Bund gelernt, was Begriffe wie Disziplin, Einfügen in einer Gemeinschaft, aber auch Kameradschaft und "an einem Strang ziehen", bedeuten!
Die meisten meiner Mitschüler aus der Abgangsklasse hatten sich nach ihrer Zeit beim Bund durchweg zum Positiven verändert, mussten wir damals erstaunt feststellen.
Die Ausbildung, welche ich beim BGS durchlief, hat mir und vielen anderen Kollegen nicht geschadet, auch wenn wir oft genug über den Drill geflucht haben!
Und heute? Ich muss als Vater eines 9jährigen fußballbegeisterten Sohnes auf dem Sportplatz erleben, dass so mancher Trainer, welcher auch nur etwas lauter wird, von den Anwesenden dermaßen als Autoritär und Gestriger zerrissen wird. Entscheidungen eines Schiedsrichters werden nicht mehr akzeptiert, teilweise muss der schon mit Begleitung durch eine Streifenwagenbesatzung beim Abgang beschützt werden. Ich muss Strafanzeigen gegen Lehrer schreiben, welche sich gegen 11-12jährige Schläger in ihren Schulklassen durchsetzen und dafür mit Abwahl durch den Elternrat belohnt und letztendlich mit Strafanzeigen überzogen werden.
Ich erlebe Eltern, welche ihren minderjährigen Sprößling auf unserer Wache abholen, nachdem wir diesen nach diversen Sachbeschädigungen, wie z. B. "Entglasen von Bushaltestellen", Abtreten von Außenspiegeln an Kfz etc., (das Lösen der Festmacherleinen der GF in Stralsund passt da gut ins Schema), in Gewahrsam nahmen, vor den Augen seines Kindes putzt uns der "Erziehungsberechtigte" runter, droht uns mit Strafanzeigen wegen Körperverletzung im Amt und stellt diese oftmals auch!
Der Sprößling sieht das alles mit an und grinst........!

Erziehungsauftrag?????Der Erwachsene als Vorbild? :?

Erwachsene, welche bei Rot über die Ampel laufen, obwohl eine Gruppe Kinder dort steht und deswegen von uns ermahnt werden, schauen uns an als ob wir Wesen von einem anderen Stern sind und Lachen uns aus! Die nun folgende Verwarnung kostet nur 5€, erneutes Lachen! Bezahlt wird oftmals nicht, so dass der Staat diese lächerlichen 5€ in einem viel teureren Verfahren eintreiben muss, welche dem Steuerzahler viel Geld kosten, für läppische 5€!
Ein 15jähriger Jugendlicher, welcher Absperrungen anlässlich eines schweren Verkehrsunfalles nicht akzeptieren wollte und von mir aus dem Unfallbereich gewiesen wurde, versetzte mir dafür ohne mit der Wimper zu zucken eine Ohrfeige, mit der Begründung, dass die dortige Ampel für ihn aber grün zeigen würde.........das Echo überraschte ihn allerdings dann doch :MS:

Unsere Kollegen, welche für die Neueinstellungen des Nachwuchses zuständig sind, beklagen mittlerweile auch das gesunkene Niveau der Schulabgänger und zwar nicht nur vom Können und Wissen sondern auch in Bezug auf die sog. Charakterliche Eignung für diesen Beruf!
Führt dazu, dass man sich hinter verschlossenen Türen derzeit Gedanken macht, ob man die Anforderungen letztendlich absenkt oder damit lebt, dass kaum noch Nachwuchs bei der Polizei anfängt.
Beide Gedankenwege sind ein Graus!!!
Ich könnte noch so weiter schreiben, mittlerweile 27 Jahre Polizeidienst hinterlassen Eindrücke, ich lasse es aber lieber.
Hier muss sich dringend etwas ändern in diesem Lande und zwar schnellstens!
Bücher wie "Deutschland schafft sich ab", (nicht gelesen, ich mag den Verfasser nicht so), oder "Neukölln ist überall", (gelesen und spricht mir aus der Seele), müssten nicht geschrieben werden, wenn hierzulande alles in bester Ordnung wäre!
So, genug Frust abgelassen, musste aber mal bei diesem Thema gesagt werden!

Viele Grüße, Bugsierstefan
 




Offline Big A

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #50 am: 09 Januar 2013, 07:30:56 »
@Bugsierstephan

 :MG: top

Super dargestellt!

Und deine Gerichtsschilderungen kannich nur bestätigen, als Schöffe erlebt man da sehr viel.

Noch ein Wort zur körperlichen Leistungsfähigkeit: Meine Erfahrung im Bereich Ausbildung ist in der Tat (und das kann empirisch belegt werden) dass der Trend dahingeht, dass die jungen Leute entweder "richtig" fit oder gar nichts sind, das gesunde Mittelmaß, der mäßig begabte Allroundsportler, fehlt.
Denn sich fit zu halten (und in meinem Alter wird das auch nicht leichter :-D) verlangt nun mal ein gerüttelt Maß an Selbstdisziplin und die Bereitschaft, sich selbst ein wenig zu quälen. Aber eventuell gibt es ja eine App für's Smartphone, die einem sagt, was man hätte machen sollen :-P

Axel
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Offline RonnyM

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #51 am: 09 Januar 2013, 09:22:48 »
...dass hat gut getan Bugsierstefan  top Mit deinen "Erfahrungen" möchte ich nicht tauschen. Du hast das wahre Leben geschildert. Danke.

Grüße Ronny
...keen Tähn im Muul,
over La Paloma fleuten...

Offline Trimmer

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #52 am: 09 Januar 2013, 10:40:12 »
Was bleibt da der Antwort von Bugsierstefan eigentlich noch hinzu zufügen - NIchts - denn genau so ist es.

Danke für den Beitrag - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Offline Herr Nilsson

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #53 am: 09 Januar 2013, 10:48:14 »
Vielleicht noch, dass Herr de Maizière ein Meister seines Faches ist.
Gruß Marc

Offline halina

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #54 am: 09 Januar 2013, 11:58:15 »
Hallo Bugsierstefan , danke für Deinen Beitrag der umfassend den derzeitigen
Zustand vieler Jugendlicher in unserem Land beschreibt , ohne nun alle in diese
Kategorie abstempeln zu wollen . Der grösste Fehler der Regierung war es wohl die
Aussetzung der "Allgemeinen Wehrpficht", die Folgewirkung ist gravierend , jetzt
werden mit grossem Aufwand Freiwillige angeworben , die nach Lust und Laune
auch wieder aussteigen können , was für ein Zustand in dem wir uns nun befinden.
Die Ableistung des Wehrdienstes hat doch wohl niemanden geschadet ,aus vielen
"Weicheiern" wurden stramme gesunde Burschen und auch das kameradschaftliche
Miteinander wurde doch hier erst neben Ordnung und Disziplin gefördert.
                                                                                                    Gruss Halina
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Offline Big A

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #55 am: 09 Januar 2013, 13:44:45 »
Vielleicht wäre ja eine "Allgemeine Dienstpflicht" für Männer und Frauen hilfreich. Einschließlich Vorteilen bei der Rentenversicherung und der Vergabe sonstiger staatlciher Leistungen...

Dabei könnten die Anwärter dann wählen: Soziales, THW, Feuerwehr, Polizei (z.B. Hilfsarbeiten wie Akten führen etc), Bundeswehr usw.

Wäre vielleicht ein Ansatz

Axel
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Online Urs Heßling

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #56 am: 09 Januar 2013, 14:22:17 »
moin,

Vielleicht wäre ja eine "Allgemeine Dienstpflicht" für Männer und Frauen hilfreich. Einschließlich Vorteilen bei der Rentenversicherung und der Vergabe sonstiger staatlicher Leistungen...
Dabei könnten die Anwärter dann wählen: Soziales, THW, Feuerwehr, Polizei (z.B. Hilfsarbeiten wie Akten führen etc), Bundeswehr usw.

Ja ! ... die Idee vertrat ich auch schon in meiner ersten Kommandantenzeit 1979-81.

Aber: die innenpolitische Gelegenheit, das tatsächlich einzuführen, gab es wohl zum letzten Mal zur Zeit der Großen Koalition unter Kiesinger und des Einmarsches des WP in die Tschechoslowakei 1968.
Danach waren die entsprechenden Maßnahmen aller Parteien eher darauf gerichtet, potentielle Jungwähler nicht zu verärgern.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline Trimmer

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #57 am: 09 Januar 2013, 14:25:55 »
Hallo Axel - ich kann ja Deinen Gedanken folgen und ich wäre auch der Letzte der sich dagegen ausspricht aber wenn man von einer "Allgemeinen Dienstpflicht" spricht dann wird man doch hier sofort in eine Ecke gestellt in die man eigentlich nicht gehört. Sofort kommt doch der Verdacht das man den RAD und BDM wieder haben möchte. Die von Dir genannten Formen Soziales,THW usw. - das würde glatt dabei bei einigen Leuten unter den Tisch fallen bei der Diskussion
Schlagzeile Bild wäre:" Regierung plant die Einführung des ( Reichs) Arbeitsdienstes"

Gruß - Achim - Trimmer
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Offline H.Bleichrodt

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #58 am: 09 Januar 2013, 14:36:14 »
Hallo Bugsierstefan,

ich als ehemaliger W12 kann das nur bestätigen was du hier geschrieben hast.
Zu meiner Zeit (94/95) als das sogenannte"Feindbild"(Anm., ich möchte hier nicht die alten Zeiten wieder haben!!!) nicht mehr vorhanden war, ging das Ganze schon quer durch alle Züge .....

Ich hatte damals den Plan mich beim Bund zu verplichten und wurde nachdem das Ganze meinem Zugführer bekannt war, an die Seite eines erfahrenen Stabsunteroffizier gestellt. Der sollte mich lehren wie das ein oder andere gehandhabt wird. Was ich da erlebt habe - Wahnsinn, man weist einen Rekruten auf den Mangel in seiner Uniform hin und er zuckt nur mit den Schultern.. da gab es Rekruten die es einfach nicht geschafft haben sich richtig anzuziehen. Sei es aus Unerfahrenheit oder weil sie es nie gelernt haben und um dem entgegen zu wirken bleibt oft nur die Hilfe der Kameraden oder der Vorgesetzten. Nur bitte wieso muß ein Unteroffizier fragen ob der Rekrukt sich anfassen lassen darf um den Knopf zu schliessen? Ich kannte einen der hat mir wortwörtlich im Vertrauen gesagt, das solche Sachen nur gemacht werden um den Vorgesetzten lachhaft aussehen zulassen.

Und wenn dann die Erinnerung an das Pflichtgefühl genannt wird, dann heißt es:"Wozu, der Osten ist doch nicht mehr"....

Als stellvertrender Wachhabender musste ich einmal einen Gefangen von der Wache zum Essen führen. Der hatte schon mehrmals Prügelleien mit anderen Soldaten, Vorgesetzten und galt als "Dienstverweigerer". Da ich keine Waffe tragen durfte, fragte ich den Wachhabenden nach Handschellen, denn ich war alleine. "Das machen wir nicht, denn es sei menschenunwürdig so zur Kantine geführt zu werden und wir wollen hier keine Show abziehen. Mein darauf hin eingelegter Protest wollte er nicht hören......

Schreckliches Besaufen nach Feierabend und sich mit der Waffe wie John Wayne fühlen, das wollen viele, aber sich als Haufen zusammen zureißen und echte Kameradschaft erleben.... ne ne uninteressant  :x

Als ich dann meine Bewerbung zurückgezogen habe, hat mich mein Kompaniechef nur schief angeschaut und gemeint warum ich das mache. Als ich ihm dann von diesen Vorfällen erzählt habe, meinte er nur:" Hier gehen echte Werte verloren und eines Tages werden sie vor nichts mehr Halt machen!"

Soviel zum Thema Respekt und Disziplin gegenüber dem Gesetz und des Menschen mein lieber Bugsierstefan.....  :/DK:

Zu dem eigentlichen Thread möchte ich nur eins anmerken, sollen wirklich nur die hin die es wollen und die Bundeswehr sollte mit offenen Karten spielen und nicht das Blaue vom Himmel versprechen.
Aber dann wär die Zahl noch geringer und einige Herren von da"oben" müssten sich dann Fehler eingestehen.

Macht aber keiner...... :O/Y

VG

Alex
Auf Sehrohrtiefe !

Offline Baunummer 509

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #59 am: 09 Januar 2013, 16:13:28 »
Hmmm... ich denke hier läuft was schief.

Mir scheint hier der allgemeine Tenor zu sein dass, wenn wir doch nur wieder die allg. Wehrpflicht hätten vieles besser wäre und die jungen Leute dann endlich wieder Werte hätten. Jawohl! Natürlich ist der Dienst an der Waffe - wie es immer so schön heißt - hier das Thema und vielleicht mißinterpretiere ich ja auch die hier herrschende Stimmung, aber ich ich glaube ehrlich gesagt nicht dass wir die Wehrpflicht brauchen um wieder "Werte" in der Gesellschaft zu bekommen. Ich glaube zum Beispiel dass es einen jungen Menschen mindestens so gut formen kann wenn er einem sterbenden Menschen die Hand hält, also zum Beispiel im Zivildienst. Aber ich glaube auch dass es weder Dienst beim Bund noch Zivildienst braucht um einem Menschen Werte beizubringen. Sicher würde es vielen zumindest nicht schaden, das stimmt.

Umgekehrt, wenn jemand in seiner Jugend keine Werte vermittelt bekommen hat, kann der Bund oder der Zivildienst (beides ja nun mehr freiwillig) da höchstens noch ein Pflästerchen drauf legen und die Symptome etwas lindern. Deshalb sehe ich das Problem schon viel früher in der Erziehung oder der Gesellschaft allgemein. Richtige Werte gibts ja eigentlich nicht mehr? Aber das denke ich, kann man den jungen Leuten nicht ankreiden, wir (eigentlich bin ich ja auch noch einer von den Jungen  :-D) wären nicht anders, würden wir heute aufwachsen. An wem liegt es dass es keine Werte mehr gibt? Oder anders, wem obläge es Werte zu vermitteln?

Ehrlich gesagt stört es mich nicht, dass es keine allg. Wehrpflicht mehr gibt. Eigentlich ist es zeitgemäß. Hätten wir sie aber doch, so denke ich würde das nicht die zugrunde liegenden Übel wie Respektlosigikeit, Werteverfall oder Orientierungslosigkeit in Luft auflösen.

Meine Meinung!

Gruß

Sebastian