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Autor Thema: Immer mehr "Fahnenflüchtige"  (Gelesen 25199 mal)

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Offline Trimmer

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #15 am: 05 Januar 2013, 14:24:35 »
Hallo Sascha - eigentlich kann man da nur fragen bei welchen "Sauhaufen " Du da warst .

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Offline Hastei

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #16 am: 05 Januar 2013, 14:52:10 »
ich verstehe das auch nicht recht, Sascha . War das bei uns ?
Vielleicht vergleichen wir "Altgedienten" zu sehr unsere Wehrpflichtzeit mit der heutigen freiwilligen Dienstzeit. Wir mussten da durch  ( ! )und haben uns auch durchgewurschelt.
Aber heute kann sich doch Jeder lange beraten lassen und über das Soldatentum informieren.
Vielleicht denken viele , ich kriege keinen Job, dann gehe ich eben zur Bundeswehr, da kann ich ja mal eben Offizier  werden .

Gruß Hastei

Offline RonnyM

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #17 am: 05 Januar 2013, 16:04:03 »
...ja Hastei, zu unserer Zeit haben die Wehrpflichtigen ihre 18 bzw. nachher 12 Monate durchgezogen. Die Kameraden, die unter meiner Verantwortung standen, haben ohne Wenn und Aber die Befehle ausgeführt, ohne in irgend einer Art und Weise erstmal eine Diskussion herbeizuführen.

Aber das waren auch noch andere Zeiten. :O/Y

Grüße Ronny
...keen Tähn im Muul,
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Offline Hastei

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #18 am: 05 Januar 2013, 16:36:17 »
ja Ronny , nur heute müssen wir umdenken. Wenn einer eine Lehre beginnt, hat er auch eine Probezeit, in der er abbrechen kann, wenn es nicht seinen Vorstellungen entspricht.Das kann schon eine Antipathie gegenüber dem Lehrherrn sein. Der Beruf wäre vielleicht der richtige,aber, wie das Schicksal so spielt, der falsche Meister oder Geselle vermasselt einem den Beruf.
Gruß Hastei

Offline js3m

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #19 am: 05 Januar 2013, 17:08:05 »
Hallo Sascha - eigentlich kann man da nur fragen bei welchen "Sauhaufen " Du da warst .

Mhhh....naja,weiß ja nicht wer hier alles mitließt :wink:
Deswegen nur drei Buchstaben: ABC

Ja die "alten" Zeiten kennen ich noch auch Erzählungen meines Vaters (Luftwaffe,irgendwo im tiefsten Bayern).

Ich denke das wie in einem anderen Forum schon gut beschrieben heute der "Wasserkopf" einfach viel zu groß ist!

Ich wurde eingezogen,obwohl ich erst 1 1/2 Jahre zuvor meine Ausbildung beendet hatte (wobei die mich schon früher ziehen wollten)...andere wurden nicht mal zur Musterung einbestellt bzw danach trotz T2 nicht einrücken mussten.

Ich "verlor" dadurch quasi meinen Arbeitsplatz (Zeitarbeit),was mir aber die Gelegenheit gab bei meiner Freundin (Kasernen Standort) neu anzufangen top

Offline Balu der Baer

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #20 am: 05 Januar 2013, 17:13:28 »
Hallo, ich möchte noch einen weiteren Aspekt hinzufügen: Den der falschen Versprechungen und Zukunftsaussichten.
Mein ältester Sohn war beseelt vom Gedanken der Bundeswehr beizutreten. Er hat im Vorfeld alles dafür getan um alle Eignungstest  zu bestehen. Beim Anwerbungs/Einstellungsgespräch hatte er feste Vorstellungen über seinen Werdegang. Die Feldwebel Laufbahn war sein erklärtes Ziel. Aber 2 Monate in der Grundausbildung wurde ihm eröffnet das an eine solche Laufbahn nicht zu Denken währe. Mit viel Glück könnte er nach den ersten vier Jahren als Uffz auf einen Platz kommen.
Darauf hin hat er diesen Traum begraben und arbeitet jetzt in seinem erlernten Beruf als LKW-Mechatroniker bei der Feuerwehr der Stadt Köln.
Fazit, auch so kann man sich motivierte Leute versauen......
versuch`s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit.....

Offline Hastei

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #21 am: 05 Januar 2013, 17:24:51 »
ja,ja, kenne ich auch. Ich hatte meinem Sohn einen Ausbildungsplatz bei einer befreundeten Schlosserei besorgt. Wir waren also froh, eine Platz für ihn bekommen zu haben. Aber nein, er musste unbedingt eingezogen werden.Die Knappheit in Ausbildungsberufen interessierte keinen im Kreiswehrersatzamt.Obwohl schon lange nicht mehr alle Wehrpflichtigen gebraucht wurden, machten sie bei ihm keine Ausnahme ! Wenn er also schon ein "Spezialist" mit abgeschlossener Lehre gewesen wäre, hätte ich das ja noch verstanden. Und wenn ich so hörte, was er so täglich für einen Dienst machte ,(Luftwaffe in Köln ) konnte ich nur den Kopf schütteln. Sowas von Schwerfälligkeit in der BwVerwaltung, unglaublich !
Aber das ist ja eigentlich nicht das Thema dieses Threads.
Es grüßt der Hastei

Offline Ulrich Rudofsky

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #22 am: 05 Januar 2013, 18:59:50 »
Also wie ich hier sehe, handelt es sich durchaus nicht im Geringsten um ‘Fahnenflucht’.   Mir ist das ‘Abbrechen’ vom Wehrdienst, wie es anscheinend in Deutschland üblich ist, nicht bekannt gewesen. 

Hier zu Lande in den USA war zu meiner Zeit in 1951-70 Wehrpflicht ab 18 bis 26: 2 Jahre aktiv, dann 2 Jahre aktive Reserve (14 Tage Manöver/Jahr und jedes vierte Wochenende) und dann  2 Jahre inaktive Reserve. Nach diesen 6 Jahren bekam man endlich eine Entlassung: “Honorable Discharge” und das war sehr wichtig!  Eine Enlassung während oder am Ende der Dienstzeit mit einer “Dishonorable Discharge” hatte schwere Konsequenzen: lebenslänglicher Verbot auf öffentliche Posten, staatliche Stipendien oder Wissenschaftliche Fonds, Zulassung als Arzt, Apotheker oder Anwalt usw.  Anspruch auf freie Hilfe und Versorgung in Verteranenkrankenhäusern.  Eine “Dishonorable Discharge” ist nicht leicht zu ändern.   

Während der damaligen Wehrpflicht gab’s viele Ausnahmen (und Beschiss)  von Klasse 1A bis 4F:  Studiernde, einziger Sohn eines Ranchers, Lehrer, Brillenträger, zu grosse Schuh- und/oder Körpergrösse, bis zu 4F “körperlich oder geistig Untaugliche”.    Alle mussten damals in die Armee;  die Marine und Luftwaffe  nahm nur Freiwillige für 4 Jahre an; die Armee Freilwilligen dienten 3 Jahre.  Ich glaube die Dienstzeitintervalle sind heute in der “all volunteer force” so wie früher und nicht leicht abbrechbar.  In diesen Umständen ist "desertion" der einzige Ausweg und das wird nicht als Abbrechen sondern Verbrechen bestraft.
Ulrich Rudofsky

Offline t-geronimo

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #23 am: 06 Januar 2013, 11:07:15 »
Hallo Ulrich!

Das Abbrechen des Wehrdienstes in Deutschland ist ja auch recht neu:
 --/>/> http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrdienst#.C3.84nderungen_seit_Juli_2011

Vorher gab es nur die Möglichkeit, den Wehrdienst zu verweigern und Zivildienst zu leisten. Auch beides zu verweigern, war möglich, aber sehr selten praktiziert, glaube ich.
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
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Offline Urs Heßling

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #24 am: 06 Januar 2013, 19:35:45 »
moin, Ronny,

durchgezogen. Die Kameraden, die unter meiner Verantwortung standen, haben ohne Wenn und Aber die Befehle ausgeführt, ohne in irgend einer Art und Weise erstmal eine Diskussion herbeizuführen. Aber das waren auch noch andere Zeiten. :O/Y

Dann hast Du Deine Befehlsgewalt nicht mißbraucht und es war alles korrekt.

Das Soldatengesetz schreibt ganz klar vor, wann ein Soldat einen Befehl nicht ausführen muß und wann er ihn nicht ausführen darf. Das hat nichts mit "anderen Zeiten" zu tun.

Im Übrigen stimme ich Thorsten zu; auch ich halte den Thread-Titel für unglücklich und unpassend.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline RonnyM

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #25 am: 07 Januar 2013, 09:49:00 »
...schön Urs, dass du dich hier auch meldest.

Ich habe hier nicht von Schulabbrecher geschrieben, sondern von Menschen, die sich freiwillig zur "Fahne" gemeldet haben. Gottseidank haben wir noch das freie Wort. So habe ich mir erlaubt, den ugs Ausdruck zu wählen und habe explizit die Ausrufungszeichen gewählt.

Den Ausdruck nehme ich nicht zurück. :MG:

Grüße Ronny.
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Offline Herr Nilsson

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #26 am: 07 Januar 2013, 12:30:28 »
Wie hoch ist denn die Quote die freiwillig abbrechen?
Gruß Marc

Offline RonnyM

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #27 am: 07 Januar 2013, 12:47:15 »
...auf über 30%...

Grüße Ronny
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Offline Trimmer

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #28 am: 07 Januar 2013, 12:55:05 »
Hallo Ronny - gibt es da auch eine direkte Zahl -  30% können ja relativ wenig oder relativ viele "Abbrecher " sein. Interessant wäre auch ob es da bei den Waffengattungen unterschiede gibt ( Pz.- Grenadier oder Marine oder Luft )

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Offline Herr Nilsson

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Re: Immer mehr "Fahnenflüchtige"
« Antwort #29 am: 07 Januar 2013, 12:58:42 »
...auf über 30%...

Grüße Ronny

Sicher?

EDIT:

....ich finde nur etwas von einem "überwiegenden Anteil" im Netz. Sind das 51% oder 99% der der 30,4%?

Insgesamt finde ich es auch nachdenkenswert, dass es der Bundesverteidigungsminister war, der die Zahlen angeblich mit
Zitat
"Einige Rekruten überrascht es offenbar, dass sie morgens mit geputzten Stiefeln zum Dienst erscheinen sollen, in einer Stube mit mehreren Soldaten schlafen oder dass sie nur in der Raucherpause rauchen dürfen"
kommentiert hat. Ist das ein Vorurteil, eine vorgeschobene Meinung, um mögliche eigene Fehler erst gar nicht einräumen zu müssen, oder ist dies ein Ergebnis einer tatsächlich stattgefundenen Befragung?
« Letzte Änderung: 07 Januar 2013, 13:12:03 von Herr Nilsson »
Gruß Marc