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Autor Thema: U-Kreuzer  (Gelesen 10540 mal)

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Offline Scheer

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Re: U-Kreuzer
« Antwort #15 am: 02 Juni 2006, 00:48:11 »
Wäre vielleicht auch eine interessante Sache für eine Untersektion im Marinearchiv !
Oder auch für meine Seite über die Kriegsmarine (geifer, gier)  :wink:
Dort abe ich den Ansatz zu einem Personenregister schon drin.

Offline rosenow

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Re: U-Kreuzer
« Antwort #16 am: 02 Juni 2006, 08:33:33 »
Guten Morgen Scheer! Ich hatte Gestern wohl einen Durchhänger und wollte das Auto neu erfinden.
Auf der deutschen Seite gibt es so was ja schon. Begonnen von Stefan und Marcel.
Ist schon Klasse, genau so meine ich es. :TU:)
Ein Thread für Ein Boot wo jeder sein Wissen eintragen kann, wie schon bei den russisch/sowjetischen U-Booten.

mit freundlichen Gruß
Michael


„Macht`s gut und denkt daran!
Es gibt drei Sorten von Menschen:
Die Lebenden.
Die Toten.
Und die, die zur See fahren.“
Hein Schonder

Offline Spee

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Re: U-Kreuzer
« Antwort #17 am: 03 Juni 2006, 11:01:50 »
@rosenow,

ein paar Ergänzungen gefällig?

U 139 bis U 150 war keine gemeinsame Klasse.

U 139 bis U 141 gehörten zum Typ Projekt 46 und wurden bei Germania Kiel gebaut.

U 139 "Kapitänleutnant Schwieger" in Dienst am 18.5.1918 unter Kapitänleutnant von Arnauld de la Perière
U 140 "Kapitänleutnant Weddigen" in Dienst am  28.3.1918 unter Korvettenkapitän Kophamel
U 141 in Dienst am 24.6.1918 unter Kapitänleutnant Kolbe

Die Boote U 142 bis U 150 gehörten zum vergrößerten Projekt 46a (Projekt 46 1930t/2483t; Projekt 46a 2158t/2785t)

U 142 / U 143 / U 144 Germania Kiel

U 145 / U 146 / U 147 Vulcan AG

U 148 / U 149 / U 150 AG Weser

Da der Entwurf von der Seekriegleitung positiv angenommen wurden, kam es zu weiteren Bestellungen des Projekt 46a:

U 173 / U 174 / U 175 / U 176 / U 183 / U 184 / U 185 / U 186 / U 187 / U 188 / U 189 / U 190 Germania Kiel
U 177 / U 178 Vulcan AG
U 179 / U 180 / U 195 / U 196 / U 197 / U 198 / U 199 / U 200 AG Weser
U 181 / U 182 / U 191 / U 192 / U 193 / U 194 Blohm & Voss

Vom Typ Projekt 46a wurden 3 Boote von ihren Kommandanten übernommen, aber nur noch U 142 unter Korvettenkapitän Eckelmann in Dienst gestellt.
U 143 wurde von Korvettenkapitän Pastuszyk und U 148 von Kapitänleutnant Georg übernommen.

Quellen: Herzog/ Die deutschen U-Boote; Rössler/Die deutschen U-Kreuzer und Transport-U-Boote
Servus

Thomas

“It’s too bad that stupidity isn’t painful.”

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Offline Peter K.

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Re: U-Kreuzer
« Antwort #18 am: 03 Juni 2006, 11:13:43 »
Als Ergänzung vielleicht noch ein weniger bekannter Typ ...

Minen-U-Boottyp UE II (Proj. 45)

U117 (Vulcan AG)
Indienststellung unter Kptlt. Dröscher am 28.03.1918, danach UAK-Erprobung und ab 01.06.1918 beim U-Kreuzer-Veband.
Anschließend Feindfahrt vom 11.07.1918 bis 22.09.1918.
U118 (Vulcan AG)
Indienststellung unter Kptlt. Stohwasser am 08.05.1918 und nach Erprobungen ab 18.08.1918 bei der I. U-Flottille.
Anschließend Feindfahrt vom 22.08.1918 bis 14.10.1918.
U119 (Vulcan AG)
Nach Erprobungen der I. U-Flottille zugeteilt und am 07.10.1918 zur Feindfahrt ausgelaufen, aber am 13.11.1918 wieder im Stützpunkt.
U120 (Vulcan AG)
Bei Kriegsende bei der UAK-Erprobung, aber keine Flottillenzuteilung mehr erfolgt.
U121 (Vulcan AG)
Das Boote sollte nach Planung vom 20.09.1918 erst Anfang November 1918 fertiggestellt werden.
U122 (Blohm & Voss)
Nach Erprobungen der I. U-Flottille zugeteilt und am 09.10.1918 zur Feindfahrt ausgelaufen, aber am 12.11.1918 wieder im Stützpunkt.
U123 (Blohm & Voss)
Bei Kriegsende bei der UAK-Erprobung, aber keine Flottillenzuteilung mehr erfolgt.
U124 (Blohm & Voss)
Bei Kriegsende bei der UAK-Erprobung, aber keine Flottillenzuteilung mehr erfolgt.
U125 (Blohm & Voss)
Bei Kriegsende bei der UAK-Erprobung, aber keine Flottillenzuteilung mehr erfolgt.
U126 (Blohm & Voss)
Bei Kriegsende bei der UAK-Erprobung, aber keine Flottillenzuteilung mehr erfolgt.
« Letzte Änderung: 03 Juni 2006, 11:46:43 von Peter K. »
Grüße aus Österreich
Peter K.

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Offline Spee

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Re: U-Kreuzer
« Antwort #19 am: 03 Juni 2006, 11:43:16 »
Servus,

Oberleutnant z.S. Saltzwedel war nicht der einzige Kommandant mit mehreren Booten. Nr. 4 der erfolgreichsten U-Boot-Kommandanten des Kaisers, Kapitänleutnant Steinbrinck (231.614 BRT + 11.810t, Pour le mérite am 29.3.1916) war z.B. Kommandant von U 6, UB 10, UB 18, UC 65 und UB 57.
Servus

Thomas

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Langensiepen

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Re: U-Kreuzer
« Antwort #20 am: 03 Juni 2006, 13:01:13 »
Darf man mal fragen – ohne böse zu sein- warum hier wieder ein mal das Rad erfunden wird. Dazu noch nicht mal eine rundes, sondern ein eckiges. Über die Boote gibt es im Internet genug ,oder man KAUFT sich endlich mal den Gröner. Warum hier was aufbauen, was man bei Michael Weise findet oder auch ...ne klar..in Büchern.  Schlimm finde ich das hier ohne Grundwissen ohne Hindergrund sinnlos Daten aufgezeichnet werden. Ahnung von Thema scheint hier keiner zu haben, sonst wäre – neben anderem - bekannt, das die Namensgebung nicht im Dienstgebrauch angewandt wurde. Sie ist sowieso fraglich. Die Gründe dafür sind bekannt, oder?  Auch wurden BREMEN, DEUTSCHLAND, OLDENBURG nicht zu Frachter umgebaut sondern als solche geplant und gebaut. Auch hierüber gibt es ne Menge zu lesen ( Internet , Bücher) also warum verschwendet ihr kostbare Zeit.

Offline Peter K.

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Re: U-Kreuzer
« Antwort #21 am: 03 Juni 2006, 15:31:00 »
Nun, über die Sinnhaftigkeit der hier angedachten Datensammlung mag man ja noch diskutieren können, aber die Unterstellung, hier habe keiner eine Ahnung, entspricht bei weitem nicht meiner Auffassung einer respektvollen Umgehensweise untereinander!

Ich ersuche daher höflich um umgehende Korrektur dieser Ausdrucksweise!

Im übrigen sind wir alle hier um zu lernen und um neue Zusammenhänge zu erkennen! Dazu kommt, daß sich nicht jeder Interessierte gleich teure Spezialliteratur über Randthemen zulegen will oder kann. Daher finde ich es im Sinne einer funktionierenden Forumgemeinschaft nur legitim, wenn Wissende ihre Informationen auch weitergeben!

Bleiben wir zum Abschluß noch bei den zivilen Handels-U-Booten ...

Die bekannte DEUTSCHLAND wurde bei der Marine zunächst als U200 geführt. Nach bemerkenswert kurzer Bauzeit wurde das Boot am 19.04.1916 abgeliefert und schon am 29.04.1916 in das Schiffsregister eingetragen. Die erste Reise unter Kapitän Paul Lebrecht König nach Baltimore und zurück dauerte von 14.06.1916 bis 24.08.1916, während die zweite Reise nach New London und zurück von 08.10.1916 bis 10.12.1916 dauerte. Am 10.02.1917 wurde das Boot dann aus dem Schiffsregister gestrichen, da es am 19.02.1917 als U155 von der Marine in Wilhlemshaven übernommen wurde, um in einen U-Kreuzer umgebaut zu werden. Dies war bereits im März 1917 erledigt und das Boot wurde von Kptlt. Karl Meusel übernommen. Am 23.05.1917 lief U155 zur ersten Feindfahrt aus, von der es am 05.09.1917 zurückkehrte. Im Oktober 1917 übenahm Korv.Kpt. Eckelmann das Boot, welches bis Dezember 1917 im Kiel repariert und umgebaut wurde.

BREMEN wurde am 08.07.1916 abgeliefert und von Kapitän Karl Schwartzkopf übernommen. Am 26.08.1916 lief es zur ersten Reise nach New London aus Helgoland aus, kam aber aus ungeklärter Ursache nie dort an.

Der Bau von 6 weiteren Booten dieses Handels-U-Bootes wurde im Juli 1916 in Auftrag gegeben. Aber schon Anfang September 1916 wurde vorgeschlagen, zwei dieser Boote - die späteren U152 und U154 - als Kriegsboote weiterzubauen und zwei weitere Boote dieses Typs ebenfalls als Kriegsboote neu zu vergeben. Anfang Dezember 1916 wurde dies dann dahingehend geändert, als die beiden Neuaufträge durch zwei bereits in Bau befindliche Handels-U-Boote - die späteren U151 und U153 - ersetzt wurden. Im Februar 1917 wurde schließlich entschieden, auch die beiden restlichen Handels-U-Boote als Kriegsboote fertigzustellen - die späteren U156 und U157.

Als erstes dieser Boote stellte U151 - für das ursprünglich der Handels-U-Boote-Name OLDENBURG vorgesehen war - unter Korv.Kpt. Waldemar Kophamel am 21.07.1917 in Dienst. Nach den UAK-Erprobungen wurde es der U-Kreuzer-Flottille zugeteilt und lief am 03.09.1917 zur ersten Feindfahrt aus, von der es erst am 26.12.1917 zurückkehrte. Danach übernahm Korv.Kpt. von Nostitz und Jänkendorf das Boot.

Über die weiteren Einsätze dieser Boote siehe auch

Eberhard Rössler
Die deutschen U-Kreuzer und Transport-U-Boote
ISBN 3-7637-6246-9

 
« Letzte Änderung: 03 Juni 2006, 15:53:18 von Peter K. »
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Re: U-Kreuzer
« Antwort #22 am: 03 Juni 2006, 15:40:25 »
Lieber Peter. Wenn ich etwas an die Öffentlichkeit bringe, dann muß ich mir Kritik gefallen lassen. Vieles was hier über die kaiserlichen UBoot steht ist einfach Schrott und zeigt, das die Schreiber noch nicht mal die gängige Literatur kennen.Was ist denn daran unhöflich? Ihr wollt doch mit eueren Internet Eintragungen Infos weitergeben, oder? Als Frage sind die Aussagen hier ja nicht gezeichnet. Also bleib ruhig.

Offline Peter K.

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Re: U-Kreuzer
« Antwort #23 am: 03 Juni 2006, 16:18:24 »
Lieber BERND, ich BIN ruhig!  :-)

Aber deine Formulierungen "Hier hat keiner eine Ahnung" und "Über die kaiserlichen Uboote steht hier nur Schrott" sind für mein Empfinden ohne nähere Erklärungen dazu geeignet, als persönliche Angriffe aufgefasst zu werden! ... und genau darüber kann ich nicht hinwegsehen!

Versteh´ mich bitte nicht falsch, gesunde Kritik ist eine nützliche Sache, denn sie fördert den Lernprozess!
Daher würde ich mir von dir als "wissendes" Mitglied wünschen, entweder derartige Formulierung zu unterlassen oder - was ich bevorzugen würde - eine derart formulierte Kritik nicht für sich stehen zu lassen, sondern diese explizit zu erklären: WAS genau ist "Schrott", auf WELCHER Internet-Seite finden sich bessere Informationen, WELCHE Literatur ist in diesem Zusammenhang empfehlenswert?
Dann, und nur dann, kann dieses Forum seine Funktion als kompetente Informationsplattform weiterhin so erfolgreich wie bisher erfüllen!

In diesem Sinne noch einen schönen Abend!
« Letzte Änderung: 03 Juni 2006, 16:29:55 von Peter K. »
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Langensiepen

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Re: U-Kreuzer
« Antwort #24 am: 03 Juni 2006, 17:04:04 »
Beim lesen der ``kaiserlichen`` Texte kommt man schnell zu der Einsicht, das der / die Schreiber über das Thema kein ,auch nur im Ansatz zutreffendes Wissen besitzen. Es werden Dinge abgeschrieben ohne das man – das Gefühl werde ich nicht los – auch nur im Ansatz versteht wovon man schreibt. Das im Detail zu beschreiben und zu belegen würde den Rahmen dessen, was ich bereit bin hier an Text zu schreiben , sprengen. Aber bitte ( ein letztes Mal ) Die den Ubooten zugedachten Namen waren nicht für den Dienstgebrauch vorgesehen. Zudem kam bald die Einsicht auf, das Namen der in diesem akut laufenden Krieg gefallenen Kommandanten der britischen Propaganda nur dienlich waren. Also in der Art, der berühmte Kommandant XY ist tot. Wird Zeit nun auch nach ihm ein Boot zu benennen, oder aber der Hinweis, das die erfolgreichen Kommandanten nun schon nicht mehr am Leben waren. Also die Namen wären so oder so nicht zur Anwendung gekommen.  Darüber gibt es ne Menge in den Akten.  Über den Sinn der U Kreuzer finde ich hier nix, obwohl dieser wichtige Aspekt in der modernen ( auch deutschen Literatur ) stark behandelt wird. Was bleibt ist das abbeten von technischen Daten. Diese aber –so meine Aufführung – gibt es bereits im Internet ( U-boot-Net) . Ich hatte gefragt, warum man sich diese Arbeit macht. Was steckt dahinter Mengen von techn. Daten zu kopieren. Texte zu Teilaspekten  zu kopieren. Und schließlich; kann man die Zeit nicht besser nutzen ? Evtl auch für mal was NEUES im Punkto Kaiserliche Marine. So, das war es. Ich bin wieder in Arbeit und werde für 2-3 Jahre Seeschiffe in Fahrt halten. War nach Jahren bei Blohm inne Rüstung auch Zeit.
Ich melde mich mal bei dir für ein 2x2 Augen Gespräch. Bin oft in Tulln .Da kommt die Familie meiner Frau her.

Offline Peter K.

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Re: U-Kreuzer
« Antwort #25 am: 03 Juni 2006, 17:35:39 »
Nun, wieviel Zeit du zum Schreiben von Texten hier in diesem Forum aufbringen willst oder kannst, bleibt natürlich dir überlassen! Aber ich finde es jedenfalls SEHR positiv, daß du dich mit deinem Fachwissen hier zumindest phasenweise einbringst - gerade die Randbereiche, und dazu zähle ich die Kaiserliche Marine, können qualitativ hochwertig nur mit Hilfe von kompetenten Mitgliedern wie dir behandelt werden!
Daß Interesse an diesem speziellen Randbereich besteht, beweist ja schon das in diesem Thread angedachte Projekt! Andererseits - und da gebe ich dir auch Recht - könnte man die dafür notwendige Zeit theoretisch natürlich auch in etwas NEUES zum Thema "Kaiserliche Marine" investieren! Allein die Koordination eines derartigen Projekts stelle ich mir nicht einfach vor ...

Über ein persönliches Gespräch würde ich mich wirklich sehr freuen! Die "Kaiserliche Marine" ist zwar kein Spezialgebiet von mir, aber hiermit lade ich dich recht herzlich zu einem Besuch bei mir in Stockerau ein - hoffentlich nicht erst bei der nächsten Tullner "Boot"  :-)
Grüße aus Österreich
Peter K.

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