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Autor Thema: Munitionsbelastung in den deutschen Meeresgewässern  (Gelesen 57360 mal)

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Offline TD

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Re: Munitionsbelastung in den deutschen Meeresgewässern
« Antwort #150 am: 18 Januar 2020, 23:51:20 »
Hallo Urs,

wann uns wo genau ??

Gruß

Theo
...ärgere dich nicht über deine Fehler und Schwächen, ohne sie wärst du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr !

Offline bettika61

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Grüße
Beate

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

Offline bettika61

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Re: Munitionsbelastung in den deutschen Meeresgewässern
« Antwort #152 am: 25 Januar 2020, 10:42:02 »
Hallo,
vor der Sanierung der Spundwand an der Kiellinie muss erst see- und später landseitig die Fläche auf Kampfmittel untersucht werden https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Gesperrte-Kiellinie-Kampfmittelraeumer-im-Einsatz,kiellinie148.html
Zitat
Kampfmittelräumer tauchen in der Förde und suchen nach Angaben der Stadt auf 2.500 Quadratmetern nach Munition. Erst wenn ausgeschlossen werden kann, dass sich in dem Bereich noch Kampfmittel befinden, kann die Sanierung der Kiellinie beginnen.....
Sind alle Metallteile identifiziert, folgt der nächste Schritt: Dann geht es rein in den Meeresboden. An 700 Stellen werden Sonden bis zu sechs Meter tief in den Boden gedrückt. Diese Sonden, so Kollmann, könnten feststellen, ob um sie herum etwas Magnetisches ist. "Diese Daten werten wir im Büro aus. Und wenn da was Magnetisches ist, dann tauchen wir diese Punkte an.

Grüße
Beate

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Offline bettika61

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Re: Munitionsbelastung in den deutschen Meeresgewässern
« Antwort #153 am: 15 März 2020, 18:26:59 »
Hallo,
im September 1945 wurde von den Briten in Kiel die "Barge KV3" mit zu entsorgender Munition rausgeschleppt
und "blown up at sea" .
Hat jemand Informationen über den Leichter?
Grüße
Beate

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Offline Urs Heßling

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Re: Munitionsbelastung in den deutschen Meeresgewässern
« Antwort #154 am: 05 April 2020, 11:31:09 »
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline bettika61

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Re: Munitionsbelastung in den deutschen Meeresgewässern
« Antwort #155 am: 15 April 2020, 22:45:11 »
Hallo,
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Rostock-Bombe-im-Seehafen-erfolgreich-gesprengt,rostock1310.html
Zitat
Eine im Rostocker Überseehafen gefundene 100-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist Mittwochmittag kontrolliert gesprengt worden. Ein Taucher hatte eine Sprengladung platziert, mit der die amerikanische Bombe um kurz nach 12 Uhr gezündet wurde. Der Sprengkörper vom Typ "GP 100" lag in einer Wassertiefe von 4,50 Metern. Aufgrund des Zustands der Bombe konnte der Zünder nicht entfernt werden

P.S. Zum Glück mussten keine Menschen evakuiert werden, in Zeiten der Corona -Pandemie nicht mehr  möglich.
In Schleswig-Holstein sind aus diesem Grund Bauarbeiten auf kampfmittelverdächtigen Flächen nicht mehr erlaubt.
Grüße
Beate

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Offline Cord

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Re: Munitionsbelastung in den deutschen Meeresgewässern
« Antwort #156 am: 25 Juni 2020, 21:18:44 »
Hallo Zusammen,

anbei ein Link über Munitionsfunde in den deutschen Meeresgewässern,

https://www.schleswig-holstein.de/DE/UXO/uxo_node.html

Vllt. für den Einen oder Anderen interessant,

mit maritimen Grüßen
Cord
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Offline bettika61

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Re: Munitionsbelastung in den deutschen Meeresgewässern
« Antwort #157 am: 26 Juni 2020, 12:42:36 »
Hallo Cord,
Für mich auf jeden Fall interessant  :-D
Mehr dazu https://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,18301.0.html
auch wenn der Titel mittlerweile nicht mehr passend ist
Dein Titel wäre treffender.

P.S Kann ein Mod die Themen zusammenführend und den Titel
"Munitionsbelastung in den deutschen Meeresgewässern" übernehmen . :MG:
Grüße
Beate

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Offline t-geronimo

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Re: Munitionsbelastung in den deutschen Meeresgewässern
« Antwort #158 am: 26 Juni 2020, 13:06:29 »
 :MG:

 :O/Y
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Offline Cord

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Re: Munitionsbelastung in den deutschen Meeresgewässern
« Antwort #159 am: 26 Juni 2020, 14:38:31 »
Moin Beate,

Danke für den Hinweis an Torsten. Es ist ein sehr interessantes Thema, auch für mich, über diese tickenden Zeitbomben.

Würde mich freuen, wenn Du weitere Infos mit mir teilen würdest. :TU:)

# Torsten, Danke für das Zusammenführen... :MG:

Mit maritimen Grüßen
Cord

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Offline Cord

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Re: Munitionsbelastung in den deutschen Meeresgewässern
« Antwort #160 am: 26 Juni 2020, 15:01:34 »
Hallo Beate,

anbei noch ein Artikel 24. Juni 2020 aus den Lübecker Nachrichten (LN) über die aktuellen Gefahren...

Grüße Cord
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Offline bettika61

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Re: Lübecker Bucht "Kampfstoffversenkung"?
« Antwort #161 am: 28 Juni 2020, 12:44:15 »
Hallo Cord,
der Anhang lässt sich nicht öffnen, aber Du meinst sicher https://www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Luebecker-Bucht-Giftgas-Munition-rostet-frei-zugaenglich
(nur mit Abo lesbar)
Es geht um mögliche Versenkung von Kampfstoffmunition basierend auf  TNA Akten.
Darüber hatte ich bereits 2019 aus dem Vortrag von Manfred Messer berichtet  :-D https://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,18301.msg356721.html#msg356721
Zitat
Deutsche chemische Kampfstoffmunition wurde aber nicht nur im SKAGERRAK ver-
senkt, sondern auch in dem „dumping ground“ LÜBECKER BUCHT. Hierüber be-
richtet das War Diary der 21. RPCT - RE LÜBECK am 29. Oktober 1945 (meine
deutsche Übersetzung):
 - Hauptmann L.J. HOPPE an Bord des Schleppers „TRAVEMÜNDE“ begleite-
te eine Klappschute, die im Rahmen eines Versuchs mit feindlicher CW – Munition
beladen wurde, zu dem Munitionsversenkungsgebiet in der LÜBECKER BUCHT.
Das Experiment zur Erprobung der Versenkung von einer Klappschute aus,
verlief zufrieden stellend.

Eine breitere Öffentlichkeit hat das Thema jetzt erreicht durch Stefan Nehring https://waterkant.info/?page_id=6884
Stil und Inhalt finden nicht immer meinen Beifall , aber
Zitat
Daher ver­wun­dert es umso mehr, dass die­se ers­te beleg­te Ver­sen­kung von che­mi­scher Kampf­stoff­mu­ni­ti­on in der Lübe­cker Bucht offen­sicht­lich behörd­li­cher­seits bis heu­te kei­ne beson­de­re Beach­tung erfährt. Im Febru­ar die­ses Jah­res hat­ten zwar in Lübeck eine inter­ne „Muni­ti­ons­be­ra­tung“ des städ­ti­schen Aus­schus­ses für Umwelt, Sicher­heit und Ord­nung sowie eine öffent­li­che Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung der SPD-Landtagsfraktion zum Muni­ti­ons­pro­blem statt­ge­fun­den. Laut einem Pres­se­be­richt wur­de dabei aber jeweils nur die seit lan­gem bekann­te Belas­tung der Lübe­cker Bucht mit kon­ven­tio­nel­ler Muni­ti­on the­ma­ti­siert (7).

sehe ich auch so.

Die einzige Reaktion von offizieller Seite auf die aktuellen Presseberichte war im Flensburger Tageblatt vom 23.6.2020 zu lesen
Zitat
Im Umweltministerium in Kiel winkt man angesichts der
scheinbar neuen Funde ab. „Einige Unterlagen aus britischen
Archiven, die so einen Vorgang nahelegen, liegen dem Land seit
2012 vor. Die daraufhin veranlasste genaue historische Rekonstruktion
der dargestellten Ereignisse hat jedoch ergeben, dass
die Verladung von Kampfstoffmunition in Lübeck zu diesem
Zeitpunkt bereits vollständig abgeschlossen war“, sagt Ministeriumssprecher
Patrick Tiede. Falls „Waterkant“ Unterlagen zu
Versenkungsfahrten zwischen dem 7. Mai und dem 22. Oktober
1945 vorliegen sollten, bittet er die Redaktion, diesen Sachverhalt
bei den Behörden anzuzeigen.

lässt mich an der Arbeit und/oder Öffentlichkeitsarbeit von "Munition im Meer"  zweifeln  :BangHead:
Keinerlei Aussage zur Bewertung der Aktenrecherche und ob und wenn ja seit wann man über die genannte Akte verfügt.

21.08.2019 https://www.hl-live.de/aktuell/text.php?id=132409 :
Zitat
Immerhin in einem Punkt gibt es Entwarnung: Chemische Kampfstoffe gibt es in der Lübecker Bucht nicht. Die ursprünglich geplante Versenkung von 150 Tonnen Nebelpatronen habe die britische Militärregierung damals noch gestoppt
Dies Ereignis mit den Nebelpatronen war erst am 20.5.1946

https://www.ln-online.de/Lokales/Ostholstein/Kampfmittelreste-in-der-Ostsee-Die-Gefahr-lauert-am-Meeresgrund
21.10.2019
Zitat
„Die aufgrund von Archivrecherchen ermittelte Versenkungsmenge für den Bereich Lübecker Bucht wird gegenwärtig auf rund 50 000 Tonnen geschätzt“, sagt der Sprecher des Umweltministeriums, Joschka Touré. Die Recherchen seien allerdings noch immer nicht abgeschlossen.

Ist man so ahnungslos oder möchte man die Öffentlichkeit und/oder Politik nicht  aufklären?
« Letzte Änderung: 28 Juni 2020, 12:56:23 von bettika61 »
Grüße
Beate

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Offline Cord

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Re: Munitionsbelastung in den deutschen Meeresgewässern
« Antwort #162 am: 28 Juni 2020, 14:29:11 »
Hallo Beate,

Ja, das war der Artikel! 

Danke für die Link...

Grüße Cord
« Letzte Änderung: 29 Juni 2020, 20:17:40 von Cord »
In den Straßengräben auf dem Weg zum Ruhm, liegen die Überreste derjenigen, denen der Erfolg versagt blieb... (unbekannter Verfasser)

Offline jockel

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Re: Lübecker Bucht "Kampfstoffversenkung"?
« Antwort #163 am: 29 Juni 2020, 08:33:08 »
... Ist man so ahnungslos oder möchte man die Öffentlichkeit und/oder Politik nicht  aufklären?

Letzteres wird wohl zutreffen, gemäß dem Motto: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß...  :roll: „Entlang der Lübecker Bucht pustet die frische Meeresluft den Kopf frei, und bei Spiel und Spaß an den feinen Sandstränden ist die Hektik des Alltags schnell vergessen. Die Lübecker Bucht ist ein wahres Familien-Paradies.“ 

Gruß
Klaus