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Autor Thema: Fahnenbänder  (Gelesen 4332 mal)

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Offline Timm

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Fahnenbänder
« am: 13 März 2012, 22:03:53 »
Bei ihrer Ankunft in Tsingtau waren die Ablösungstransporter nicht nur mit jeder Menge Wimpeln geschmückt, sondern trugen an ihren Masten beschriftete Fahnenbänder. Leider konnte ich lediglich auf einem Band die Aufschrift „M.A.K. 1913“ entziffern. Kann jemand etwas zu diesen Fahnenbändern und deren Hintergrund sagen. Ich habe einige Bilder angehängt, die hoffentlich besser erklären, was ich meine.

•   Königin Luise
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•   Neckar
•   Fahnenband M.A.K. 1913

Danke und Gruß
Timm

Offline Teddy Suhren

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  • Jörg K.
Re: Fahnenbänder
« Antwort #1 am: 14 März 2012, 12:39:53 »
Hai

Wie lange waren die Schiffe den unterwegs? Die Abzulösenden in der Auslandsstation?
Heimatwimpel?

Offline Ulrich Rudofsky

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Re: Fahnenbänder
« Antwort #2 am: 14 März 2012, 12:59:48 »
Es gibt/gab Regeln für “Homeward-bound Pennants” und “Commissioning Pennants”.  Ich glaube die Bänder sind manchmal die halbe Länge vom Schiff. 
http://mysite.verizon.net/vzeohzt4/Seaflags/customs/customs.html#homebound
http://mysite.verizon.net/vzeohzt4/Seaflags/customs/customs.html
http://en.wikipedia.org/wiki/Pennant_(commissioning)
Ulrich Rudofsky

Offline Timm

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Re: Fahnenbänder
« Antwort #3 am: 14 März 2012, 20:23:33 »
Hallo Ulrich,

sehr interessant, das klingt so als wäre dies eine internationale Tradition gewesen. Besten Dank für die Links.

Viele Grüße
Timm

Offline Ulrich Rudofsky

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Re: Fahnenbänder
« Antwort #4 am: 14 März 2012, 21:47:16 »
Es gibt auch solche Berichte  :-)  Mein bester Freund (r.i.p.) war Kommandant von einem winzigen Minensucher: USN, WW2, Pazifik.  Auf dem kleinen Boot alias “The Rust Bucket” (Der rostige Kübel) wurde am Kriegsende einfach die US Flagge in Streifen zerschnitten, sodass jeder Offizier einen kleinen Teil als "homecoming pennant" bekam; natürlich bekam der Kommandent den besten Teil wie man hier sieht.    https://picasaweb.google.com/116219861399977821152/TALISMANMorgan34#
« Letzte Änderung: 15 März 2012, 00:58:06 von Ulrich Rudofsky »
Ulrich Rudofsky

Offline Seebatailloner

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Re: Fahnenbänder
« Antwort #5 am: 04 Juni 2012, 02:32:29 »
•   Fahnenband M.A.K. 1913
Danke und Gruß
Tim

M.A.K. deute ich als Marine-Ablösungs-Kommando mit der entsprechenden Jahreszahl.

Bernd

Offline Peter K.

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Re: Fahnenbänder
« Antwort #6 am: 04 Juni 2012, 11:09:44 »
In der Kriegsmarine konnte der Heimatwimpel von Kriegsschiffen anstelle des Kommandowimpels gesetzt werden, wenn sich das betreffende Schiff 12 Monate - Schulkreuzer 10 Monate - außerhalb der der heimischen Gewässer aufgehalten oder in mndestens 6-monatiger Fahrt die Erde umfahren hatte. Er wurde dann am Tage des Auslaufens aus dem letzten Auslandshafen gesetzt und nach dem Eintreffen im deutschen Hauptliegehafen niedergeholt.

Ab 1930 durften auch Transportdampfer den Heimatwimpel setzen, wenn sie abgelöste Besatzungsmitglieder eines Kriegsschiffes von einem Auslandshafen nach Hause brachten und diese eine der oben genannten Bedingungen erfüllte.

Ab 1935 durften Schulkreuzer, die Fahrten von weniger als 10 Monaten Dauer hinter sich hatten, den Heimatwimpel beim Einlaufen in deutsche Hoheitsgewässer setzen.

Der Heimatwimpel hatte ein Verhältnis von Breite zu Länge von etwa 1 zu 120 und die Größe war so zu wählen, dass er bei leichter Brise frei vom Schiff achteraus das Wasser berührte.

Quelle: Schlicht, Angolia
Grüße aus Österreich
Peter K.

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Offline Seebatailloner

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Re: Fahnenbänder
« Antwort #7 am: 04 Juni 2012, 11:32:50 »
Die Ablösungstransporter der Kaiserlichen Marine von und nach dem Pachtgebiet Kiautschou waren angemietete Dampfer deutsche Reedereien. Damit waren die Transporter n i c h t automatisch Kriegsschiffe. Die Schiffsleitung lag beim zivilen Kapitän des Schiffes (der zumeist Reserveoffizier war), während das militärische Kommando über die an Bord befindlichen Truppen beim Ablösungstransportführer lag.
Da es sich also um ein ziviles Schiff handelte, müssen auch nicht automatisch die Bestimmungen des Flaggenbuches Anwendung gefunden haben.

Bernd

Offline Peter K.

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Re: Fahnenbänder
« Antwort #8 am: 04 Juni 2012, 11:41:44 »
Das war ja auch in der Kriegsmarine so, denn die erwähnten Transportdampfer mit der abgelösten Besatzung eines Kriegsschiffes galten natürlich ebenfalls nicht automatisch als Kriegsschiffe!
Grüße aus Österreich
Peter K.

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Offline Ulrich Rudofsky

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Re: Fahnenbänder
« Antwort #9 am: 04 Juni 2012, 15:14:47 »
So ungefähr lese ich die USN Regeln: Wenn ein Handlesschiff eine große Anzahl Truppen als Passagiere nach Hause mitnimmt bleibt es ein Handelsschiff ohne Fahnenband.  Aber wenn die Marine ein Handelsschiff auch nur für kurze Zeit chartert (US Military Sealift Command), dann ist es nicht mehr ein zivil Schiff obwohl der Kapitän und die Crew zivil bzw. in der Handelsmarine sind.  NTP-13(B), Flags, Pennants and Customs gibt eine Einsicht wie kompliziert die Fahnenregeln sind. http://www.ushistory.org/betsy/images/ntp13b.pdf
Aber ich weiss nicht genau, ob ein USNS Schiff (also nicht ein USS Schiff) ein "homeward-bound" Fahnenband hisst. Auf alle Fälle müssen diese Fahnenbänder der US Schiffe nicht offiziell gehisst werden und sind nur Traditionsgebrauch. Die US Küstenwache benutzt auch "homeward bound" Fahnenbänder.

Ein typisches USN Fahnenband: http://php.guampdn.com/sites/jre/index.php?option=com_content&view=article&id=289:frank-cable-flies-homeward-bound-pennant
Ulrich Rudofsky