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Autor Thema: VDI-Denkschrift "Kriegsmarinerüstung"  (Gelesen 6839 mal)

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Offline Peter K.

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Re: VDI-Denkschrift "Kriegsmarinerüstung"
« Antwort #15 am: 20 Februar 2013, 09:08:44 »
... könnt´ ich, tu´ ich aber wegen Sinnlosigkeit nicht!

Denn ein lieber Forumskollege war bereits letztes Jahr so nett, in Freiburg nach diesen beiden Ordnern bzw. Ausführungen der Denkschrift zu suchen - leider ergebnislos! Offenbar hat sich die Signatur der Ordner zwischenzeitlich geändert!
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

Offline Q

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  • Hinter eines Baumes Rinde wohnt die Made mit dem..
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Re: VDI-Denkschrift "Kriegsmarinerüstung"
« Antwort #16 am: 20 Februar 2013, 20:38:20 »
Ok danke.

Don't Panic
Quand tu veux construire un bateau, ne commence pas par rassembler du bois,
couper des planches et distribuer du travail,
mais reveille au sein des hommes le desir de la mer grande et large.

St.Ex

Offline Peter K.

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Re: VDI-Denkschrift "Kriegsmarinerüstung"
« Antwort #17 am: 19 Juni 2016, 13:35:57 »
Nach langer, langer Zeit, vielen, vielen Versuchen und mit Hilfe der großartigen Unterstützung von inner- und außerhalb des Forums halte ich seit heute die gesuchte, 47 Seiten umfassende VDI-Denkschrift in der Ausgabe von August 1956 in Händen. Sie stammt aus dem Archiv des Institus für Zeitgeschichte in München.

DANKE an alle Helfer!  :MG:
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

Offline ede144

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Re: VDI-Denkschrift "Kriegsmarinerüstung"
« Antwort #18 am: 19 Juni 2016, 17:56:00 »
Wäre schön wenn du mal darüber berichten könntest

Offline kielholen

  • Matrose
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Re: VDI-Denkschrift "Kriegsmarinerüstung"
« Antwort #19 am: 04 November 2018, 20:20:15 »
Zitat
Dank der großartigen Hilfe von innerhalb und außerhalb des Forums kann ich nun einige Details zu dieser Denkschrift anbieten:

Der Titel lautet "INGENIEUR UND LANDESVERTEIDIGUNG" und offenbar gibt es zwei Ausführungen davon - die erste vom April 1956 mit Anlagen, die in der zweiten, gekürzten Ausgabe vom August 1956 vermutlich nicht mehr vorhanden waren, weil sie eine heftige Kontroverse zwischen dem ehemaligen Marine-Baudirektor und zuletzt Ministerialdirektor (als Leiter der Abteilung Wehrtechnik im Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung) Dr. Ing. Karl Fischer und Ministerialdirigent Dipl. Ing. Cordes auf der einen Seite und Generaladmiral a.D. Karl Witzell auf der anderen Seite ausgelöst haben.

Hier das Anlagenverzeichnis:

1. Kriegsschiffbau 1870-1900
2. Feldkanone 1896
3. Missachtung der Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg
4. Technische Versäumnisse bei Heeresfahrzeugen im Zweiten Weltkrieg
5. Technische Versager bei der Luftwaffe
6. Unzweckmäßige Rüstung der deutschen Kriegsmarine als Folge einer unzweckmäßigen Organisation
7. Technische Mängel in Waffen-Anlagen der Kriegsmarine
8. Versäumnisse in der Entwicklung der Funkmesstechnik
9. Wissenschaft und Technik als Rückhalt des Soldaten

Mir sind zwischenzeitlich sogar die beiden Ordner bekannt, in denen beide Ausführung dieser Denkschrift samt einem umfangreichen, dazugehörigen Schriftwechsel innerhalb eines Nachlasses im BA/MA aufliegen. Leider habe ich auf nicht absehbare Zeit keine Möglichkeit für einen Besuch in Freiburg, denn das Material müsste in jedem Fall vor Ort durchgesehen werden!

An dieser Stelle ein herzliches DANKESCHÖN an alle Helfer!  :MG:

Guten Tag,

ich bitte um Verzeihung als ersten Beitrag eine solche Anfrage zu stellen, aber wäre es vielleicht doch möglich wenn Sie bei jedem dieser 9 Themen den Inhalt in ein paar Stichpunkten zusammenfassen könnten?

Offline Darius

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    • Chronik des Seekrieges
Re: VDI-Denkschrift "Kriegsmarinerüstung"
« Antwort #20 am: 04 November 2018, 21:03:30 »
Guten Abend,

kann zwar nicht direkt was beitragen, aber ein kleiner Hinweis zu Deinem 2. Beitrag  :-)
 --/>/> https://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/board,239.0.html

Dort kannst Du Dich vorstellen und dann weiss man, mit wem man es zu tun hat.


Danke & :MG:

Darius

Offline Peter K.

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Re: VDI-Denkschrift "Kriegsmarinerüstung"
« Antwort #21 am: 06 November 2018, 21:09:01 »
INHALT
Zitat
1.    Kriegsschiffbau 1870-1900
Einfluss der organisatorischen Stellung des Schiffbau-Ingenieurskorps auf die technische Qualität der Schiffsneubauten mit Hinweis auf die Denkschrift „Unsere Marine und war ihr nötiger ist als Geld“ aus dem Jahre 1889
2.    Feldkanone 1896
Am Beispiel einer falschen Verwaltungsentscheidung aus dem Jahre 1897 wird gezeigt, wie das Ignorieren von technischen Neuerungen zu unnötigen Mehrausgaben bei der Geschützausstattung des Heeres führte
3.    Missachtung der Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg
Die während des Ersten Weltkrieges zutage getretenen Organisationsmängel im technischen Bereich wurden zwar erkannt und umfassend dokumentiert („Technische Kriegserfahrungen für die Friedenswirtschaft“, 1923, 1.087 Seiten bzw. „Die deutsche Kriegswirtschaft im Bereiche der Heeresverwaltung 1914 – 1918“, 1922, ca. 2.000 Seiten), aber letztendlich im Gegensatz zum Gegner (vgl. Anlage 9) nicht ausgewertet
4.    Technische Versäumnisse bei Heeresfahrzeugen im Zweiten Weltkrieg
Abstoppen der 1928 begonnenen Entwicklung luftgekühlter Motoren im Jahre 1932 und Abstoppen der 1931 begonnenen Entwicklung hydraulischer Automatikgetriebe    im selben Jahr durch militärische, nicht technische Stellen wirkte sich ebenso nachteilig aus, wie das Abstoppen der Entwicklung von Generatorfahrzeugen und die fehlende Typennormung
5.    Technische Versager bei der Luftwaffe
Entwicklungsverbot 1940 für zwei Jahre, Strahljäger als Bomber, Weiterbau alter Typen, Einsatz der Me 210 trotz gefährlicher Flugeigenschaften, mangelnde Zusammenarbeit der Wehrmachtsteile am Beispiel der    Flugzeugtorpedoentwicklung, Schnellbomberentwicklung, He 177 – Entwicklung und mangelnde Instandsetzungskapazitäten
6.    Unzweckmäßige Rüstung der deutschen Kriegsmarine als Folge einer    unzweckmäßigen Organisation von Marine-Baudirektor Dr.-Ing. K. Fischer
Mangelnde Planung, nicht fehlendes Geld, kennzeichneten die Rüstung der Marine, wobei zu wenig Wert auf den Fahrbereich von Überwasserschiffen gelegt wurde, der Ubootbau zu wenig Berücksichtigung fand, die vermeidbare Torpedokrise besonders erwähnt und die Realitätsferne der Z-Planes dokumentiert wird
7.    Technische Mängel in Waffen-Anlagen der Kriegsmarine
Flakanlage der BISMARCK, Flak-Leitstände mit Großkreiselstabilisierung, Einfluss der Organisation auf die Leistungsfähigkeit einer Rüstungsfirma, Feuerleitgerät für Maschinenkanonen
8.    Versäumnisse in der Entwicklung der Funkmesstechnik
Zersplitterung der Kräfte, keine Ausnutzung der Erfahrungen eingesessener Firmen und stattdessen Neugründungen von Firmen, Auftragsvergabe von ungeeigneten Geräten, zunächst keine Zentimeterforschung
9.    Wissenschaft und Technik als Rückhalt des Soldaten
Wie die Engländer Wissenschaft und Technik grundsätzlich organisiert hatten und für den Krieg diese Organisation anpassten und einsetzten
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

Offline J.I.M

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Re: VDI-Denkschrift "Kriegsmarinerüstung"
« Antwort #22 am: 07 November 2018, 14:05:20 »
Hallo,

das was ich aus der Schrift kenne, fand ich sehr interessant. Kennt jemand eine Quelle, wie man die Schrift bekommen kann. Die VDI wird es wohl nicht mehr im Programm haben...

Gruß
JIM

Offline Urs Heßling

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Re: VDI-Denkschrift "Kriegsmarinerüstung"
« Antwort #23 am: 07 November 2018, 15:45:20 »
moin,

9.    Wissenschaft und Technik als Rückhalt des Soldaten
Wie die Engländer Wissenschaft und Technik grundsätzlich organisiert hatten und für den Krieg diese Organisation anpassten und einsetzten
Siehe
https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_von_Lanchester
https://de.wikipedia.org/wiki/Operations_Research

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"