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Wird TK-208 DMITRIY DONSKOY verschrottet??

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Kaschube_29:
Moin Moin,

Totgesagte leben (manchmal) noch etwas länger: in russischen Marinekreisen wird offen über die geplante Teilnahme des größten Atomunterseebootes der Welt, der "Dmitriy Donskoy" ("Дмитрий Донской" [Projekt 941, NATO-Bezeichnung: "Typhoon"-Klasse]) an der Marineparade zum Tag der russischen Seekriegsflotte (wird traditonell immer am letzten Sonntag im Monat Juli begangen, dieses Jahr also am 30.Juli 2017) auf der Newa in Sankt-Petersburg geschrieben.

Das wäre dann der erste Aufenthalt eines Atom-U-Bootes dieser Klasse in der Ostsee.

Dazu muß dieser Koloß aber natürlich erst einmal durch die Ostseezugänge laufen...



De facto ist diese Atomunterseeboot kein Teil der atomaren Abschreckungstriade mehr; von den ballistischen Feststoffraketen, die ursprünglich die Hauptbewaffnung darstellten, gibt es keine mehr und werden auch keine mehr gebaut; von den Startschächten sind nur zwei für den Einsatz der neuen ballistischen Interkontinentalrakete "Bulava" ("Булава") umgerüstet worden.

Faktisch ist dies nur noch ein (Ersatz-)Erprobungsträger für die ballistischen Interkontinentalraketen "Bulava" ("Булава").

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

Kaschube_29:
Moin Moin,

Totgesagte leben (meistens) noch länger, aber nicht ewig; bezüglich des weiteren Schicksals der letzten aktiven Einheit des Projekts 941 „Akula“ (NATO-Einstufung: „Typhoon“-Klasse), der „Dmitriy Donskoy“ („Дмитрий Донской“) wurde kürzlich eine aktuelle Meldung veröffentlicht:

Quelle tass.ru vom Donnerstag, den 14.Januar 2020 (14.37):

Die „Dmitry Donskoy“ („Дмитрий Донской“) wird frühestens in fünf Jahren aus dem Bestand der Seekriegsflotte herausgenommen

Moskau, 14.Januar – TASS. Der strategische Raketen-Unterwasserkreuzer „Dmitriy Donskoy“ („Дмитрий Донской“) des Projekts 941 (Chiffre „Akula“ [„Акула“]) kann frühestens in fünf Jahren aus dem Bestand der russischen Seekriegsflotte herausgenommen werden. Dies teilte am Donnerstag gegenüber der TASS eine Quelle aus den Staatlichen Strukturen im Norden Rußlands mit.

„Für das Jahr 2021 sind Gefechtsausbildungsmaßnahmen mit dem Kreuzer eingeplant. Die Streichung des Raketenträgers ist eine Frage in mindestens fünf Jahren“, sagte der Gesprächspartner gegenüber der Agentur.

Zuvor hatte der Leiter von „Sevmash“ Michail Budnitschenko in einem Interview der Wertzeitung „Zavod“ die Unterzeichnung von einem Vertrag über den Bau von zwei weiteren strategischen Raketenträgern des Projekts 955A (Chiffre „Borey-A“) mitgeteilt, von denen einer den Namen „Dmitriy Donskoy“ („Дмитрий Донской“) erhält. Nach Aussage des Gesprächspartners der TASS dauert der Bauzyklus von derartigen Unterseebooten vom Zeitpunkt der Kiellegung 7 – 8 Jahre.

Bis vor kurzer Zeit hielt man die „Dmitriy Donskoy“ („Дмитрий Донской“) für das größte Unterseeboot in der Welt. Nun wird das die Erprobungen durchlaufende Spezial-Unterseeboot „Belgorod“ („Белгород“), das Träger der atomaren Supertorpedos „Poseydon“ („Посейдон“) ist, für das größte U-Boot gehalten.

Die „Dmitriy Donskoy“ („Дмитрий Донской“) wurde im September 1980 zu Wasser gelassen und ging im Dezember 1981 in den Bestand der Seekriegsflotte der UdSSR ein. Die anfängliche Hauptbewaffnung des Raketenträgers waren 20 ballistische Interkontinentalraketen des Komplexes „D-19“. Im Jahre 2002 wurde eine Modernisierung entsprechend des Projekts 941UM abgeschlossen, wonach er für die Erprobungen der ballistischen Interkontinentalrakete „Bulava“ („Булава“) eingesetzt wurde.

Hier ist diese Meldung nachzulesen: https://tass.ru/armiya-i-opk/10460607


Aber auch hier ist zu vermerken: der Countdown für die Ausserdienststellung der  „Dmitriy Donskoy“ („Дмитрий Донской“) läuft unaufhaltsam.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

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