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Wird TK-208 DMITRIY DONSKOY verschrottet??

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hillus:
Gestern noch eingetroffen!

Der schwere atomare Unterwasser Raketenkreuzer strategischer Bestimmung (TAPKSN) TK-208 DMITRIY DONSKOY (Projekt 941), modernisiert für die Durchführung der Testraketenstarts BULAVA nach dem modifizierten Projekt 941-UM, bleibt im Bestand der Nord Flotte der russischen Seekriegsflotte. Er wird in die Tests der neuen U-Boote von Sewerodwinsk eingebunden.
TK-208 DMITRIY DONSKOY wurde für die Tests der neuen strategischen interkontinentalen Rakete BULAVA bis zur Vollendung des Baues des ersten Trägers dieser Raketen, der K-535 YURIY DOLGORUKIY speziell modernisiert.

Auf TK-208 DMITRIY DONSKOY sind diese Tests beendet, und in diesem Zusammenhang stellte sich die Frage über seine mögliche Verwertung (Verschrottung). Es ist mit dem Ministerium für Verteidigung vereinbart worden, dass dieses U-Schiff von seinem Stützpunkt, der Weißmeer Flottenbasis, mit den Aufgaben der Testversorgung bei der Durchführung der Tests der neu gebauten Raketen-U-Boote betraut wird.

So sind eine Reihe von Aufgaben notwendig, die man bei den Tests erfüllen muss. Es sind sogenannte Zwillingsaufgaben notwendig, um z. B. die Prüfung der hydroakustischen Systeme, die Prüfung der Ausrüstungen und Bewaffnungen in diesem Regime mit Hilfe des zweiten Bootes zu optimieren. Bisher musste dafür immer ein Gefechtsboot von der Nordflotte geordert werden, was letztlich im laufenden Gefechtsdienst fehlte.

Der Oberbefehlshaber der russischen Seekriegsflotte, Admiral Wladimir Wyssozkij hat diese Verwendung befürwortet und damit die weitere Aufbewahrung des U-Schiffes in Sewerodwinsk.

Über die zwei weiteren noch vorhandenen U-Schiffe des Projektes 941, TK-17 ARKHANGELSK und TK-20 SEVERSTAL, wird ebenfalls eine Lösung angestrebt. Beide U-Schiffe befinden sich als Auflieger zur Vorbereitung der Verschrottung im Arreal des Hafens von Sewerodwinsk.

Ergänzung hillus
TK-17 ARKHANGELSK
Das Boot befindet sich im Reservestatus und bis 02.2011 wurde noch keine Entscheidung über die Weiterverwendung des Bootes getroffen. Im Februar 2011 erfolgte die Außerdienststellung, die Freigabe zur Verwertung und nach der „Defuilung“ der Weg in die Abwrackwerft zur Vorbereitung der Verschrottung. Anderslautende Meldungen sind bisher unbekannt!!         

TK-20 SEVERSTAL
Das Boot befindet sich im Reservestatus und bis 02.2011 wurde noch keine Entscheidung über die Weiterverwendung des Bootes getroffen. Im Februar 2011 außer Dienst gestellt, zur Verwertung freigegeben und nach der „Defuilung“ der Weg in die Abwrackwerft zur Vorbereitung der Verschrottung. Anderlautende Meldungen sind bisher unbekannt
Abwrackwerft. Diese ist derzeit noch unbekannt.  :| :| :|   

Es wird dabei die Frage interessant, wer die Verschrottung bezahlen soll, nachdem sowohl die USA als auch Kanada und Norwegen nur noch geringes Engagement zur Bezahlung entwickeln. In den USA ist derzeit jede Bezahlung aus dem US-Haushalt gestrichen.


In Erwartung der Bundesliga grüßt      

hillus

Trimmer:
Hallo Jochen - das wird ja unsern " Dimitry Donskoy " - Thomas  aus der Schweiz freuen. Ich hoffe ja nur das er die Zeilen liest

Gruß - Achim - Trimmer

hillus:
Hallo Achim,

Thomas ist wohl tüchtig im Streß. Ich habe ihm die Nachricht vorsichtshalber gleich gemailt!

Schönen 2. Advent

Jochen

hillus:
Gestern von der Nachrichtenagentur NOVOSTI berichtet:

Russland setzt die Verschrottung der Atom-U-Boote der 3. Generation vorerst aus. Deren Dienstdauer soll um zehn bis fünfzehn Jahre verlängert werden, wie Vizepremier Dmitri Rogosin am Donnerstag mitteilte.
 
Die erfolgreichsten Projekte würden modernisiert werden, die Dienstdauer werde auf 35 bis 40 Jahre verlängert werden statt der jetzigen 25 Jahre, hieß es. Bei den strategischen Atom-U-Booten der Akula-Klasse würden alle sieben Jahre die Elektronik und die Bewaffnung ausgewechselt werden, so Rogosin. Dies würde ermöglichen, Zeit zu gewinnen, bevor alle acht strategischen U-Boote der Borej-Klasse 2020 den Dienst antreten.

Hier muß ich etwas mehr dazu sagen:
Hier meint Herr Rogosin die schweren atomaren Raketen-Unterwasserkreuzer strategischer Bestimmung  (TAPKSN) Projekt 941 - NATO Code TYPHOON. Von den sechs zwischen 1981 und 1989 in Dienst gestellten U-Schiffen sind nur noch drei Stück vorhanden. Das sind zum einen TK-208 DMITRIY DONSKOY, bis zuletzt bekannt geworden durch die Testabschüsse der strategischen U-Boot gestützten Rakete BULAVA und derzeit als Sicherungs- und Versorgungsträger für die neuen Boote der BOREY-Klasse in Fahrt und zum anderen die restlichen beiden Boote TK-17 ARKHANGELSK bzw. TK-20 SEVERSTAL ging nach der sogenannten  „Defuilung" zur OAO TsS ZVEZDOCHKA als Auflieger und harrrten ihrem Schicksal. TK-208 DMITRIY DONSKOY liegt im Werftgebiet der OAO PO SEVMASH als Erprobungsträger. Ich kann bei allen Überraschungsmomenten, die die Russen do drauf haben, nicht glauben, dass hier großartig etwas vonstatten gehen soll. Einmal sind für TK-17 und TK-20 keine Raketen mehr vorhanden, wie schon früher berichtet, und ein Umbau als BULAVA-Träger zur Erhaltung des strategischen Momentes dauert doch zu lange! Von den OSCAR's - russisch Pr. 949 u. 949-A, SIERRA's - russisch Pr. 945 u. 9459-A- und AKULA's - russisch Pr. 971, wurden ja auch schon eineige Einheiten in die ewigen Jagdgründe geschickt. Nun ist abzuwarten, was mit der Erhaltung dieser Projektserien passiert. Angefangen hat man schon, wie in den verschiedenen Threads zu diesen Bootsklassen schon zu lesen war.

Hier ist wieder viel Raum für Spekulationen!! :MG:

Grüße aus Braunschweig

hillus

hillus:
Moin,
nach zügiger Arbeit am Buch zur Nord Flotte entbrennt die Lust für das FMA!

Russische Marine wird nicht nukleare U-Boote Projekt 941 modernisieren,
meldete am 11.03.2012.03 ARMS-TASS und die darauf sich beziehende Zeitschrift "Janes
Defense Weekly "

Es waren Bemühungen und Planungen im Gange, auf Grund der hohen Kosten für die Boote der BOREY-Klasse einen schweren atomaren raketentragenden strategischen Unterwasserkreuzer des Projekts 941 (NATO Code TYPHOON) äquivalent zum Bau von zwei neuen BOREY-Booten zu modernisieren und wieder in Dienst zu nehmen.

Von den 1981 bis 1989 bei SEVMASH in Sewerodwinsk gebauten sechs (NATO-SSBN) dieses Projektes war jede Einheit mit 20 Raketenschächten ausgerüstet. Daraus konnten ballistische Raketen RSM-52 (NATO Code SS-N-2) gestartet werden. Zu Beginn des Jahres 2012 waren noch drei Boote vorhanden: TK-17 ARKHANGELSK, TK-20 SEVERSTAL und TK-208 DMITRIY DONSKOY. Die beiden ersten Boote haben Reservestatus, wobei TK-17 schon zur Verschrottung vorbereitet wurde, und nur TK-208 mit zwei Startschächten für BULAVA-Raketen dienstbereit ist.
Es wurde für TK-17 und TK-20 geplant, sie in einer Modernisierung mit der BULAVA-Rakete zu bewaffnen. Gleichzeitig wurden 2009 Veröffentlichungen lautt, die auch eine Umbewaffnung mit Flügelraketen analog der TOMAHAWK der US NAVY auf den OHIO-U-Booten in Erwägung zog.
Fazit:
TK-17 ARKHANGELSK und TK-20 SEVERSTAL werden nicht mehr modernisiert und für eventuelle neue Lösungen  als Auflieger erhalten. TK-208 DMITRIY DONSKOY wird weiterhin als Testplattform für die BULAVA-Rakete und andere Waffensysteme und Sonar-Systeme weiter in Dienst sein und bis 2019 verwendet werden, betont das Londoner Wochenblatt.

Bemerkung hillus:
Da sitzt man wieder in der Zwickmühle. Das einmal verfolgte Ziel, die größten und schnellsten (aber auch der lautesten) U-Boote und Schiffe aller Marinen der Welt zu haben, geht dem Ende entgegen und man will wohl nicht begreifen, das die Ära der größten je gebauten Atom-U-Boote zu Ende geht. Das ist sowohl vom nicht mehr möglichen Verwendungszweck (Obwohl der Oberbefehlshaber der SKF jetzt sagte, man habe doch noch einige Raketen für die TYPHOON's!!!)als auch den harten ökonomischen Zwängen zu sehen. Das "schnellste" U-Boot (das Lauteste), das war K-222 ex K-162 PAPA-Klasse (Projekt 661) ist schon lange nicht mehr in Dienst und wurde 2010/2011 verschrottet. Das war hart und nun sollen auch noch die größten Boote weg, das geht ja nun schon gar nicht für das russischen Marineverständnis. :? :? :? Zugleich ist es aber auch Ausdruck des Dilemmas beim Bau neuer U-Boote der 4. Generation. Hier fehlt wohl ein wenig das ökonomische Denken.

Grüße aus Braunschweig

hillus

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