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Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer

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Trimmer:
Mein lieber Ronny - das ist eine sehr gute Frage  top Die Einen gehen durch das Embargo Pleite und die  anderen verdienen sich eine goldene Nase

Gruß - Achim

Kaschube_29:
Moin Moin,

in diesen Tagen wurden neue Informationen zum Verlauf der Instandsetzung und Modernisierung des schweren Atom-Raketenkreuzers „Admiral Nakhimov“ („Адмирал Нахимов“) gegeben:

Quelle tass.ru vom Freitag, den 13.Januar 2017 (01.01):

„Sevmash“ plant den Abschluß der Instandsetzung und der Modernisierung des Kreuzers „Admiral Nakhimov“ („Адмирал Нахимов“) bis zum Jahre 2020
Moskau, 13.Januar – TASS. Das Schiffbauunternehmen „Sevmash“  in Sewerodwinsk  plant bis zum Jahre 2020 den Abschluß der Instandsetzung und der durchgreifenden Modernisierung des schweren Atom-Raketenkreuzers (TARKR = tyazhelyy atomnyy raketnyy kreyser [TAPKP = тяжёлый атомный ракетный крейсер])  „Admiral Nakhimov“ („Адмирал Нахимов“). Dies teilte der Vertreter der Abteilung für Information und Massenkommunikation des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation für die Seekriegsflotte Igor Dygalo (Игорь Дыгалo) mit.

„In Übereinstimmung mit dem Plan wird das Werk den Ersatz und die Erneuerung von Lebenserhaltungssystemen des Kriegsschiffs, von funktechnischer Ausrüstung und von Systemen der Schiffsantriebs- und -energieversorgung durchführen“, heißt es in der Mitteilung. „Auf dem Modernisierungsplan ist der Ersatz von Komplexen der Flugkörper- und der Artilleriebewaffnung des schweren Atom-Raketenkreuzers «Admiral Nakhimov» («Адмирал Нахимов») vorgesehen.“

„Durch die Modernisierung wird der schwere Atom-Raketenkreuzer «Admiral Nakhimov» («Адмирал Нахимов») über vollkommen neue taktisch-technische Charakteristika verfügen und wesentlich da Potential der Überwasserkräfte der russischen Seekriegsflotte verstärken“, merkte Dygalo an.

Im Frühling 2013 wurde der Staatliche Vertrag über die Instandsetzung und Modernisierung des Kriegsschiffs geschlossen, das im Herbst 2014 in das Trockendock gelegt wurde.

Die „Admiral Nakhimov“ („Адмирал Нахимов“) des Projekts 1144 „Orlan“ („Орлан“) trug bis zum Jahre 1992 den Namen „Kalinin“ („Калинин“). Er wurde am 17.Mai 1983 auf dem „Baltischen Schiffbauwerk“  auf Kiel gelegt. Vom Stapel lief das Kriegsschiff am 25.April 1986. Am 30.Dezember 1988 ging es in den Gefechtsbestand der russischen Seekriegsflotte ein. Am 22.April 1992 wurde es in „Admiral Nakhimov“ („Адмирал Нахимов“) umbenannt.

Hier ist die Meldung nachzulesen: http://tass.ru/armiya-i-opk/3937498

Damit wurde wieder einmal ein versprochender Übergabezeitpunkt (hier: das Jahr 2018) einkassiert und auf das Jahr 2020 verschoben; auch diese Information bestätigt einmal wieder die nicht sehr hohe Produktivität russischer Werften und der dahinter stehenden Zuliefererindustrie...

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

Gonzo:
Heißt das jetzt das sich auch die Instandsetzung/Modernisierung der Admiral Kuznetsow verzögern wird? So wie ich es in Erinnerung habe ist doch nur dieser eine Platz im Trockendock für Schiffe dieser Größe vorhanden.

Warum Italien den Russen die Entsorgung ihrer Atomreaktoren bezahlt bleibt mir genauso schleierhaft wie warum das Deutschland einst getan hat (oder noch tut?). Und wie man das gut finden kann verstehe ich auch nicht.

Gibt es auch Neuigkeiten zum Kreuzer Kertsch, der Kara-Klasse? Mein letzter Stand ist das dort neue Gasturbinen wieder ausgeschlachtet wurden, weil sie aufgrund der Sanktionen anderswo gebraucht wurden. Für die Kertsch soll das wohl wieder einmal die Verschrottung bedeuten, aber das hies es ja schon öfter.

Gruß
Gonzo

kalli:

--- Zitat von: Gonzo am 20 Januar 2017, 02:23:51 ---Warum Italien den Russen die Entsorgung ihrer Atomreaktoren bezahlt bleibt mir genauso schleierhaft wie warum das Deutschland einst getan hat (oder noch tut?). Und wie man das gut finden kann verstehe ich auch nicht.

--- Ende Zitat ---

Grundlage dafür ist das „Multilaterale Nuklear-und Umweltprogramm in der Russischen Föderation – MNEPR“, am 21.05.2003 in Stockholm unterzeichnet.
Dem gingen fünfjährige Verhandlungen zwischen Rußland und den westlichen Geberländern voraus (mit dabei EU und Euratom). Es sind westliche Projekte in Rußland. Das heißt unter anderem auch, dass diese Gelder wieder in die vom Westen beauftragten Firmen zurückfließen. Wie das bei Verträgen so ist, werden sie zum gegenseitigen Nutzen abgeschlossen. Man kann darüber in den Protokollen der damaligen Bundestagssitzungen, einschließlich diverser Anfragen der Oppositionsfraktionen nachlesen. Vorsicht! Das ist mit einigem Aufwand verbunden.
Es ist ein Vertragswerk, das man auch im Zusammenhang mit anderen Verträgen, Abkommen und Dialogen sehen sollte. Dass es diesen Dialog mal gab, ist in der aktuellen Situation fast in Vergessenheit geraten (Nato-Verbindungsstelle, Bekämpfung der organisierten Kriminalität, Sachfragen zum Kyoto Protokoll, Gespräche in Verbindung mit den NATO Beitritten der baltischen Länder, Plutoniumvernichtung, und so weiter).

olpe:
Hallo,
im Netz fand ich einen interessanten Bildvergleich der Baunummer 1 der Kreuzerserie: die "KIROV", die von 1992 bis zur Streichung 2004 den Namen "ADMIRAL USHAKOV" trug (Anm.: im gleichen Jahr wurde der Name an den Sovremennyy-Zerstörer "BESSTRASHNYY" weitergegeben).
Unten nun die Bilder (zum Verkleinern und zentrieren der Bilder einfach draufklicken ...):

Der Stützpunkt Severomorsk im Kola-Fjord 1985. Blick auf die Back der "KIROV"


Das gleiche Motiv, aber zu heutiger Zeit. Das Schiff, nun ex. "ADMIRAL USHAKOV", liegt an der südwestlichen Seite der
Yagry-Insel in Severodvinsk, dort, wo sich die Schiffsreparaturwerft "Zvezdochka" befindet ...


Nochmal ein höherer Fotopunkt und ein breiterer Blickwinkel. Die "Zvezdochka"-Werft ist in gerader Bug-Richtung zu erkennen,
rechts die Hallen gehören zur Neubauwerft "Severnoe Mashinostroitel'noe Predpryatie" (SevMash)


Grüsse
OLPE

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