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Autor Thema: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer  (Gelesen 22279 mal)

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Offline der erste

  • Fregattenkapitän
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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #30 am: 02 Mai 2015, 14:06:15 »
Auch, aber nicht nur. Hauptsächlich wird es wohl darum gehen, das Schiff vor dem Untergehen zu bewahren. Also Schiffssicherungsaufgaben und verhindern, das Teile gestohlen werden.

Offline hillus

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #31 am: 06 Juli 2015, 11:46:43 »
Melde mich doch noch einmal!

Der Kreuzer ADMIRAL LAZAREV wird bis 2016 verschrottet
•Text: www.topwar.ru

Die Modernisierung des zweiten der vier TARKR des Projektes der 1144 ORLAN (deutsch - "Seeadler"), der schwere atomare Raketenkreuzer ADMIRAL LAZAREV ist nicht geplant, sonder er wird verschrottet, wie "Interfax" im Hauptstab der Seekriegsflotte erfuhr.
«Die Lösung über eine Rückführung in den Bestand des atomaren Kreuzers ADMIRAL LAZAREV wird nicht gefasst. Allem Anschein soll das Schiff nun im folgenden Jahr verwerten werden, wurde der Agentur mitgeteilt. Da dazu üblich ist, ein offiziellen Dokumentes zu verfassen, wird erwartet, dass es bis zum Ende d. J. erscheinen wird», – wurde ergänzt.
Der Gesprächspartner des Hauptstabes teilte weiter mit, "das Schiff ist veraltet und physisch und moralisch abgenutzt, deshalb ist es nicht unreal, auf eine Wiederherstellung der technischen Bereitschaft noch mehr als ein Jahre zu warten. Außerdem sei es sehr problematisch, den atomaren Kreuzer aus dem Fernen Osten nach Sewerodwinsk zu verlegen. Die regionalen Schiffsreparaturunternehmen werden zur Wiederherstellung eines Schiffes solch großer Wasserverdrängung auch in den nächsten fünf Jahren nicht fertig sein", bemerkt er weiter.
Der TARKR ADMIRAL LAZAREV wurde nach dem Projekt 1144.2 gebaut. Er wurde 1999 aus dem Kampfbestand der Pazifikflotte herausgeführt und nach fünf Jahren waren vom Schiff die atomaren energetischen Anlagen entfernt, wonach der Kreuzer konserviert war.
Im Dezember 2014 wurde der Kreuzer einer Dockreparatur unterzogen, damit er nicht absäuft ( Ergänzung hillus). Danach wurde nichts über eine weitere Lösung verlautet.

hillus

Offline hillus

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #32 am: 31 August 2015, 12:59:18 »
Moin,

einmal ein kleiner Zwischenbericht des Fortgangs der Arbeiten am TARKR ADMIRAL NAKHIMOV!


Auf dem TARKR ADMIRAL NAKHIMOV ist die Demontage der Ausrüstungen beendet

Datum: 31. August 2015
Quelle: flotprom
Die Demontagearbeiten für die Ausrüstungen und damit auch der Bewaffnung auf TARKR ADMIRAL NAKHIMOV (Projekt 11442М ) wurden beendet. Der atomar angetriebene Raketenkreuzer befindet sich derzeit zu einer umfassenden Generalüberholung und Modernisierung bei der OAO PO SEVMASH. Zur Zeit werden auch die Innenräume einer Schleifreinigung unterzogen, was von einer Spezialabteilung der Werft durchgeführt wird.
Die Reinigung des äußerlichen Schiffskörpers und der inneren Konstruktionen begann im April 2015 und soll laut dem Zeitplan im laufenden Jahr enden. Das Schleifmittel, das unter Druck aufgespritzt wird, ermöglicht die Metalloberflächen und die Korosionsstellen zu reinigen, damit die unterschiedlichen Stufen der Defekte und der Korrosion bestimmt werden können. Weiterhin werden derzeit in Zusammenarbeit mit Konstruktionsbüros Lösungen zur Reparatur oder den notwendigen Ersatz dieser oder jener Konstruktionen gesucht.
Parallel wird die Einkaufskampagne geführt. Die OAO PO SEVMASH bereitet zusammen mit der OAO NORD-Konstruktionsbüro die Dokumente aus, die im Voraus es ermöglichen sollen, die Ausrüstungen mit einem langwierigen Zyklus der Herstellung zu bestellen.
Der TARKR ADMIRAL NAKHIMOV war zur Reparatur und Modernisierung bei SEVMASH am 14. August 1999 eingetroffen. Aber erst im September 2008 war die Ausladung des abgearbeiteten nuklearen Brennstoffes von Bord des Kreuzers durchgeführt. Am 13. Juni 2013 hat die OAO PO SEVMASH den Vertrag mit dem Verteidigungsministerium der Russischen Föderation zur Reparatur und Modernisierung des Schiffes abgeschlossen. Am 24. Oktober 2014 wurde dann das Schiff ins Dock des Unternehmens eingebracht. Die Rückführung des Schiffes in den Kampfbestand der Flotte wird bis 2018 geplant.

Bis bald!

hillus
« Letzte Änderung: 31 August 2015, 15:49:55 von hillus »

Offline Kaschube_29

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #33 am: 22 März 2016, 11:37:59 »
Moin Moin,

während der eine Kreuzer modernisiert wird („Admiral Nakhimov“ [„Aдмирал Нахимов“]), geht es bei einem anderen Vertreter dieser Klasse langsam an das Eingemachte: die Vorarbeiten zum Verschrotten des Typschiffs der Klasse gehen langsam weiter, wie hier berichtet wurde:

Quelle tass.ru vom Freitag, den 18.März 2016 (15.50):

„Zvezdochka“ entlädt den Kernbrennstoff vom gestrichenen Kreuzer „Kirov“ („Киров“) mit italienischen Mitteln

Archangelsk, 18.März – TASS-Korrespondent Wladimir Anufrijew (Владимир Ануфриев). Die Verteidigungs-Schiffswerft „Schiffsinstandsetzungszentrum «Zvezdochka»“  in Sewerodwinsk entlädt in diesem Jahr mit italienischen Mitteln den abgearbeiteten Kernbrennstoff aus einem aus der Nutzung genommenen größten Kriegsschiffe der nationalen Überwasserflotte, den schweren Atom-Raketenkreuzer (TARK)  „Kirov“ („Киров“) . Dies teilte am Freitag dem TASS-Korrespondenten der offizielle Vertreter des Werks Jewgenij Gladyschew (Евгений Гладышев) mit.

„«Zvezdochka» wird bis Ende des Jahres die Entladung des abgearbeiteten Kernbrennstoffs aus den Reaktoren des Atomkreuzers durchführen, der früher als «Kirov» («Киров»), dann «Admiral Ushakov» («Адмирал Ушаков») bezeichnet wurde und nun unter der Nummer 090 geführt wird“, sagte Gladyschew. Er präzisierte, dass das „Werk zwei Verträge unterschrieb, nach denen «Rosatom»  die Vorbereitung zur Entladung finanziert, während die direkten Arbeiten zur Entladung der Reaktoren von Italien finanziert wird.“ Die Summe der Verträge wurde nicht genannt. „Das technologische wissenschaftliche Forschungs- und Entwurfsbüro «Onega»  (Sewerodwinsk) erarbeitet das Projekt der Verwertung des Kriegsschiffsrumpfs. Wenn dieses Projekt fertig ist, wird «Rosatom» eine Ausschreibung zur Durchführung der Arbeiten zur Verschrottung des Kreuzers veröffentlichen“, erklärte der „Zvezdochka“-Vertreter.

Am 9.Oktober 2015 wurde in der Staatlichen Holding „Rosatom“ ein internationaler Vertrag zur Entladung des abgearbeiteten Kernbrennstoffs aus den Reaktoren des gestrichenen schweren Atom-Raketenkreuzers „Kirov“ („Киров“) veröffentlicht. Er wurde im Rahmen der Vereinbarung zwischen den Regierungen der Russischen Föderation und Italiens über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Verwertung von russischen Atomunterseebooten, die aus dem Bestand der Seekriegsflotte herausgenommen wurden, als auch der Sicherheit beim Umgang mit radioaktiven Abfällen und abgearbeitetem Kernbrennstoff vom 5.November 2003 geschlossen.

Der Kreuzer traf im Jahre 1997 bei „Zvezdochka“ zur Instandsetzung ein. Aber die Arbeiten zur Wiederherstellung des Kreuzers haben nicht begonnen; er wurde aus dem Gefechtsbestand der Seekriegsflotte herausgenommen und lieft bis jetzt ain der Werft an der Pier. Seine Reaktoren sind abgeschaltet, die gesamte Außenbordarmatur ist hermetisiert worden und die Schiffssicherung des Kriegsschiffs wird von einer reduzierten Besatzung der Nordflotte aufrechterhalten. Seit dem Bau im Jahre 1980 wurde aus den Reaktoren des Kreuzers der Kernbrennstoff nicht entladen. Nach Expertenmeinung wird die Verwertung des schweren Atom-Raketenkreuzers fast zehnmal teurer werden, als die Demontage des größten Atomunterseebootes, weil die Technologie und Erfahrung der Verwertung von derartigen Schiffen in Rußland noch nicht vorliegt.

Der schwere Atom-Raketenkreuzer „Admiral Ushakov“ („Адмирал Ушаков“), der bis zum Mai 1992 „Kirov“ („Киров“) hieß, wurde auf dem Baltischen Werk in Sankt-Petersburg im Jahre 1980 gebaut. Seit dem Jahre 1990 benötigt das Kriegsschiff eine Instandsetzung und war an Seefahrten nicht mehr beteiligt. Entsprechend den Angaben aus offenen Quellen hat ein Kreuzer des Projekts 1144 „Orlan“ („Орлан“) eine Länge von 251 m, eine Wasserverdrängung von 24.500 t; die Antriebsanlage besteht aus zwei Kernreaktoren mit einer Gesamtleistung von 600 Megawatt. Insgesamt wurden vier Kriegsschiffe dieses Projekts gebaut. Im Gefechtsbestand verblieben nur zwei von ihnen: die „Admiral Nakhimov“ („Адмирал Нахимов“) mit dem Baujahr 1989, die sich seit dem Jahre 1999 in der Instandsetzung auf der Sewerodwinsker Werft „Sevmash“ befindet und die „Petr Velikiy“ („Пётр Великий“), das Flaggschiff der Nordflotte, die im Jahre 1996 gebaut wurde.

Hier ist diese Meldung nachzulesen: http://tass.ru/armiya-i-opk/2751988



Nun ist anscheinend Italien an der Reihe, bei der Beseitigung von Atommüll in Russland sich aktiv zu beteiligen.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

Offline RonnyM

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #34 am: 22 März 2016, 16:41:09 »
...daraus kann man schließen, dass die Finanzierung der westlichen Staaten in dieser Maßnahme nicht unter das Embargo fallen... :?

Grüße Ronny

PS Find`ich gut.
...keen Tähn im Muul,
over La Paloma fleuten...

Offline Trimmer

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #35 am: 22 März 2016, 16:51:39 »
Mein lieber Ronny - das ist eine sehr gute Frage  top Die Einen gehen durch das Embargo Pleite und die  anderen verdienen sich eine goldene Nase

Gruß - Achim
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Offline Kaschube_29

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #36 am: 17 Januar 2017, 23:33:46 »
Moin Moin,

in diesen Tagen wurden neue Informationen zum Verlauf der Instandsetzung und Modernisierung des schweren Atom-Raketenkreuzers „Admiral Nakhimov“ („Адмирал Нахимов“) gegeben:

Quelle tass.ru vom Freitag, den 13.Januar 2017 (01.01):

„Sevmash“ plant den Abschluß der Instandsetzung und der Modernisierung des Kreuzers „Admiral Nakhimov“ („Адмирал Нахимов“) bis zum Jahre 2020

Moskau, 13.Januar – TASS. Das Schiffbauunternehmen „Sevmash“  in Sewerodwinsk  plant bis zum Jahre 2020 den Abschluß der Instandsetzung und der durchgreifenden Modernisierung des schweren Atom-Raketenkreuzers (TARKR = tyazhelyy atomnyy raketnyy kreyser [TAPKP = тяжёлый атомный ракетный крейсер])  „Admiral Nakhimov“ („Адмирал Нахимов“). Dies teilte der Vertreter der Abteilung für Information und Massenkommunikation des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation für die Seekriegsflotte Igor Dygalo (Игорь Дыгалo) mit.

„In Übereinstimmung mit dem Plan wird das Werk den Ersatz und die Erneuerung von Lebenserhaltungssystemen des Kriegsschiffs, von funktechnischer Ausrüstung und von Systemen der Schiffsantriebs- und -energieversorgung durchführen“, heißt es in der Mitteilung. „Auf dem Modernisierungsplan ist der Ersatz von Komplexen der Flugkörper- und der Artilleriebewaffnung des schweren Atom-Raketenkreuzers «Admiral Nakhimov» («Адмирал Нахимов») vorgesehen.“

„Durch die Modernisierung wird der schwere Atom-Raketenkreuzer «Admiral Nakhimov» («Адмирал Нахимов») über vollkommen neue taktisch-technische Charakteristika verfügen und wesentlich da Potential der Überwasserkräfte der russischen Seekriegsflotte verstärken“, merkte Dygalo an.

Im Frühling 2013 wurde der Staatliche Vertrag über die Instandsetzung und Modernisierung des Kriegsschiffs geschlossen, das im Herbst 2014 in das Trockendock gelegt wurde.

Die „Admiral Nakhimov“ („Адмирал Нахимов“) des Projekts 1144 „Orlan“ („Орлан“) trug bis zum Jahre 1992 den Namen „Kalinin“ („Калинин“). Er wurde am 17.Mai 1983 auf dem „Baltischen Schiffbauwerk“  auf Kiel gelegt. Vom Stapel lief das Kriegsschiff am 25.April 1986. Am 30.Dezember 1988 ging es in den Gefechtsbestand der russischen Seekriegsflotte ein. Am 22.April 1992 wurde es in „Admiral Nakhimov“ („Адмирал Нахимов“) umbenannt.

Hier ist die Meldung nachzulesen: http://tass.ru/armiya-i-opk/3937498

Damit wurde wieder einmal ein versprochender Übergabezeitpunkt (hier: das Jahr 2018) einkassiert und auf das Jahr 2020 verschoben; auch diese Information bestätigt einmal wieder die nicht sehr hohe Produktivität russischer Werften und der dahinter stehenden Zuliefererindustrie...

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
« Letzte Änderung: 18 Januar 2017, 22:17:38 von Kaschube_29 »

Offline Gonzo

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #37 am: 20 Januar 2017, 02:23:51 »
Heißt das jetzt das sich auch die Instandsetzung/Modernisierung der Admiral Kuznetsow verzögern wird? So wie ich es in Erinnerung habe ist doch nur dieser eine Platz im Trockendock für Schiffe dieser Größe vorhanden.

Warum Italien den Russen die Entsorgung ihrer Atomreaktoren bezahlt bleibt mir genauso schleierhaft wie warum das Deutschland einst getan hat (oder noch tut?). Und wie man das gut finden kann verstehe ich auch nicht.

Gibt es auch Neuigkeiten zum Kreuzer Kertsch, der Kara-Klasse? Mein letzter Stand ist das dort neue Gasturbinen wieder ausgeschlachtet wurden, weil sie aufgrund der Sanktionen anderswo gebraucht wurden. Für die Kertsch soll das wohl wieder einmal die Verschrottung bedeuten, aber das hies es ja schon öfter.

Gruß
Gonzo

Offline kalli

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #38 am: 20 Januar 2017, 11:05:41 »
Warum Italien den Russen die Entsorgung ihrer Atomreaktoren bezahlt bleibt mir genauso schleierhaft wie warum das Deutschland einst getan hat (oder noch tut?). Und wie man das gut finden kann verstehe ich auch nicht.

Grundlage dafür ist das „Multilaterale Nuklear-und Umweltprogramm in der Russischen Föderation – MNEPR“, am 21.05.2003 in Stockholm unterzeichnet.
Dem gingen fünfjährige Verhandlungen zwischen Rußland und den westlichen Geberländern voraus (mit dabei EU und Euratom). Es sind westliche Projekte in Rußland. Das heißt unter anderem auch, dass diese Gelder wieder in die vom Westen beauftragten Firmen zurückfließen. Wie das bei Verträgen so ist, werden sie zum gegenseitigen Nutzen abgeschlossen. Man kann darüber in den Protokollen der damaligen Bundestagssitzungen, einschließlich diverser Anfragen der Oppositionsfraktionen nachlesen. Vorsicht! Das ist mit einigem Aufwand verbunden.
Es ist ein Vertragswerk, das man auch im Zusammenhang mit anderen Verträgen, Abkommen und Dialogen sehen sollte. Dass es diesen Dialog mal gab, ist in der aktuellen Situation fast in Vergessenheit geraten (Nato-Verbindungsstelle, Bekämpfung der organisierten Kriminalität, Sachfragen zum Kyoto Protokoll, Gespräche in Verbindung mit den NATO Beitritten der baltischen Länder, Plutoniumvernichtung, und so weiter).


Offline olpe

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #39 am: 29 Januar 2017, 17:12:16 »
Hallo,
im Netz fand ich einen interessanten Bildvergleich der Baunummer 1 der Kreuzerserie: die "KIROV", die von 1992 bis zur Streichung 2004 den Namen "ADMIRAL USHAKOV" trug (Anm.: im gleichen Jahr wurde der Name an den Sovremennyy-Zerstörer "BESSTRASHNYY" weitergegeben).
Unten nun die Bilder (zum Verkleinern und zentrieren der Bilder einfach draufklicken ...):

Der Stützpunkt Severomorsk im Kola-Fjord 1985. Blick auf die Back der "KIROV"


Das gleiche Motiv, aber zu heutiger Zeit. Das Schiff, nun ex. "ADMIRAL USHAKOV", liegt an der südwestlichen Seite der
Yagry-Insel in Severodvinsk, dort, wo sich die Schiffsreparaturwerft "Zvezdochka" befindet ...


Nochmal ein höherer Fotopunkt und ein breiterer Blickwinkel. Die "Zvezdochka"-Werft ist in gerader Bug-Richtung zu erkennen,
rechts die Hallen gehören zur Neubauwerft "Severnoe Mashinostroitel'noe Predpryatie" (SevMash)


Grüsse
OLPE

Offline Kaschube_29

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #40 am: 12 Februar 2017, 21:53:55 »
Moin Moin,

Anfang Januar wurde eine wahrscheinliche Darstellung der „Admiral Nakhimov“ („Адмирал Нахимов“) nach dem Ende der Umbauten veröffentlicht und die Projekt-Nr. 1144.4 genannt.
Hier ist die Darstellung zu finden: http://vpk-news.ru/sites/default/files/images/2017/01/16/08-04.jpg

Gemäß dieser russischen Darstellung ist aber noch nicht komplett klar, welche Flugkörpersysteme nun definitiv eingebaut werden; teilweise ist das auch (noch) nicht so wichtig, weil "Baukasten"-Flugkörperlager- und -starteinrichtungen genutzt werden...

Und hier ist der entsprechende Hintergrundartikel (unter dem übersetzten Titel "Tsirkon-Upgrade") dafür nachzulesen:
http://vpk-news.ru/articles/34732

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

P. S.: zu Fristen der angekündigten Instandsetzung/Modernisierung des Flugzeugträgers "Admiral Kuznetsov" ("Адмирал Кузнецов") wird im Moment geschwiegen...

Offline hillus

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #41 am: 28 September 2017, 17:10:18 »
Hallo,

nach längerer Zeit sollte wieder einmal zum schweren atomaren Raketenkreuzer ADMIRAL NAKHIMOV geschrieben werden.

Hier die Übersetzung:

Die Reparatur von "Admiral Nakhimov" wird bis 2021 abgeschlossen sein
Text: www.Navy.ru vom 28. September 2017

Die Reparatur und Modernisierung des TARKR ADMIRAL NAKHIMOV wird bis 2021 abgeschlossen sein, teilte der Leiter der Technischen Verwaltung der Seekriegsflotte, Konteradmiral Igor Swaritsch, mit. Früher hatte der Oberbefehlshaber der russischen Seekriegsflotte, Admiral Wladimir Koroljow, berichtet, dass das Schiff 2020 zur Flotte zurückkehren werde.

"Derzeit sind die technischen Voraussetzungen geschaffen worden, um die neuen Ausrüstungssysteme, Reparaturen und Erneuerung der Lebensunterhaltungssysteme, Verlegung von Kabelstrecken in Angriff zu nehmen, teilte Konteradmiral Swaritsch der Nachrichtenagentur RIA Novosti mit.
Swaritsch teilte in einer Erklärung weiter mit, dass in einem Workshop über die Reparatur und Wartung der Marineschiffe beraten wurde, der unter der Leitung von Admiral Koroljow stattfand.

Der schwere nukleare Raketenkreuzer (TARKR) Projekt 1144 ADMIRAL NAKHIMOV ist seit 1999 bei Sevmash in Sewerodwinsk. Im Jahr 2008 wurde dem Schiff der abgebrannte Kernbrennstoff entnommen. Im Jahr 2013 wurde mit dem Verteidigungsministerium eine Vereinbarung zur Generalüberholung und Modernisierung des Kreuzers gemacht, und ein Jahr später verlegte er in das Reparaturbassin der OAO PO SEVMASH.
Im Zuge der Modernisierung wird der Kreuzer mit den modernen Cruise Missiles der KALIBR-Familie und dem neuen Flak-Raketensystem POLIMENT-REDUT ausgestattet. Die Werft SEVMASH selbst wird die Lebenssicherungssysteme des Schiffes, die radiotechnischen Systeme (Funkmess, Nachrichten, Kosmos - Anmerkung hillus) und die Energiesysteme des Schiffes modernisieren.

Grüße aus Braunschweig

hillus