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Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer

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Trimmer:
Hallo Jochen - verstehe ich jetzt nicht ganz. Eindockung Admiral Nakhimov für den 24.Nov. geplant - Reservedatum  der 25.Oktober  :? Liegt das Reservedatum vor dem geplanten Datum   :? oder ist Dir da ein kleiner " Dreher" untergelaufen

Gruß - Achim - Trimmer

hillus:
Dreher im Monat!! Schon berichtigt!  Sorry!!!!

Jochen

der erste:

--- Zitat von: JotDora am 21 Oktober 2014, 14:37:02 ---Hallo hillus (und Rest!),

danke für die kontinuierlichen Updates  top

Manchmal erheitern mich einige der Begrifflichkeiten in den Übersetzungen, wie "Tankschwimmbad" oder "Abschuss aus Unterwasserlage".  :-)

Woher kommen diese im deutschen Sprachgebrauch doch recht ungewöhnlichen Formulierungen? Sind das direkte Übersetzungen aus dem Russischen (der erste verwendet Sie auch manchmal)?
Sebastian

--- Ende Zitat ---
Es gibt immer 2 Arten zu übersetzen, wörtlich oder sinngemäß. Im russischen gibt es, wie auch im Deutschen, für viele Wörter 2 oder 3 Bedeutungen. Axel und Jochen übersetzen meistens wörtlich, ich mache es sinngemäß, schon um viele direkte Übersetzungen zu umgehen. Dabei spielt eine Rolle, wie du die Sprache erlernt hast. In der Schule, direkt in der SU oder Russland und wie oft man sie heute noch spricht. Ich habe da studiert, war insgesamt mit Studium, Baubelehrung, nochmals Studium, Werftaufenthalten ca. 8 Jahre drüben. Heute spreche ich fast täglich noch russisch per Skype oder Telefon mit meinen Bekannten dort. Bei Axel und Jochen war das etwas anders. Ich wollte eigentlich nur sagen, wir haben unterschiedliche Herangehensweisen, aber ergänzen uns doch. Und wenn man auf die Sprache angewiesen ist, dann übersetzt man sich nicht alles im Kopf, man weiß was gemeint ist. Das wiederum erschwert den schriftlichen Ausdruck, weil du dann unwillkürlich nach Wörtern suchst, die das ausdrücken, was du schon weißt.Ich hätte zum Beispiel Dockkammer geschrieben. Bei vielem orientier ich mich aber an Übersetzungen wie sie in der DDR üblich waren, dort hatten wir nach meinem Empfinden eine sehr genaue Art des Übersetzens entwickelt. Aus dieser Zeit habe ich noch viele Wörterbücher zu den unterschiedlichsten Fachgebieten, die auch helfen.

Baunummer 509:
Hallo und guten Morgen,

Danke für die Aufklärung und noch einmal danke dass Ihr euch die Mühe macht  :-)

Gruß Sebastian

Kaschube_29:
Moin Moin,

in den letzten Wochen sind einige russischsprachige Artikel zu den bisher gebauten schweren Atom-Raketenkreuzern des Projekts 1144 "Orlan" veröffentlicht worden:

Quelle rg.ru vom Donnerstag, den 27.November 2014 (18.44):

Die „Admiral Nakhimov“ („Aдмирал Нахимов“) kehrt 2018 in den Bestand der Seekriegsflotte zurück
Text: Alexander Jemeljanow (Aлександр Емельянов)

In den nächsten drei Jahren wird der schwere Atom-Raketenkreuzer (TARKR = tyazhelyy atomnyy raketnyy kreyser [TAPKP = тяжёлый атомный ракетный крейсер]) „Admiral Nakhimov“ („Aдмирал Нахимов“), der der Nordflotte zugeschrieben ist und offiziell für die Instandsetzung und Modernisierung an „Sevmash“ übergeben wurde, von wo vor einem Jahr wie als Neubau der Flugzeugträger „Vikramaditya“, der früher als „Admiral Gorshkov“ („Aдмирал Горшков“) bekannt wurde, nach Indien lief.

Zum Glück wird dem Atomkreuzer „Admiral Nakhimov“ („Aдмирал Нахимов“), der lange auf die Instandsetzung wartete, eine derartige Reinkarnation mit dem Wechsel der Flagge nicht drohen. Entsprechend den Plänen des Verteidigungsministeriums und der Seekriegsflotte wird der erneuerte Kreuzer bereits im Jahre 2018 in den Gefechtsbestand zurückkehren, wo gegenwärtig nur ein derartiges Kriegsschiff, der schwere Atom-Raketenkreuzer „Petr Velikiy“ („Пётр Великий“), seinen Dienst versieht.

Am Donnerstag, den 27.November, haben Vertreter der Nordflotte und der Weißmeer-Marinebasis (BelVMB)  mit der Werftführung das Schriftstück über die Übernahme/Übergabe des Kreuzers in die Instandsetzung unterzeichnet. Die militärische Besatzung mit 170 Mann, die bis dahin alle technischen Systeme betrieb, wobei die Kernantriebsanlage einbezogen ist, hat die Befugnis niedergelegt und das Kriegsschiff verlassen, das bereits in das flutbare Becken von „Sevmash“ verbracht und auf festen Untergrund gestellt wurde. Es steht auf derselben Betonplatte, die auf spezielle Weise für den Flugzeugträger „Vikramaditya“ verstärkt wurde und die jetzt für die Instandsetzung der größten Überwasserkriegsschiffe unserer Seekriegsflotte genutzt wird. Direkt nach der „Nakhimov“ kommt die Reihe an die „Petr Velikiy“ („Пётр Великий“) und dann geht es auch an den einzigen Flugzeugträger „Admiral Kuznetsov“ („Aдмирал Кузнецов“).

Wir man gegenüber der „Rossiyskaya Gazeta“ im Pressedienst der Werft mitteilte, werden gegenwärtig rund um die „Nakhimov“ Gerüste und Kräne aufgestellt, als auch die Säuberung des Rumpfes begann. Parallel hiermit wird die Arbeitsfront für die „Sevmash“-Unterauftragnehmer, wie die Spezialisten der „Nördliche Produktionsvereinigung «Arktika»“ , bestimmt, das für die gesamte Elektroausrüstung verantwortlich ist, was das Ziehen und die Montage von Kabeln einschließt, die Dutzende von Kilometern Länge erreichen.

Hier die russische Meldung im Original: http://www.rg.ru/2014/11/27/kreiser-site-anons.html


Quelle ria.ru vom Montag, den 08.Dezember 2014 (12.53):

Der Atomraketenkreuzer „Petr Velikiy“ („Пётр Великий“) lief zu Übungen auf See aus
Moskau, 8.Dezember – RIA Novosti. Der schwere Atom-Raketenkreuzer der Nordflotte „Petr Velikiy“ („Пётр Великий“) lief zu Übungen zur Suche und übungsmäßigen Vernichtung von Unterseebooten auf See aus, wurde am Montag im Pressedienst des Westlichen Militärbezirks  für die Nordflotte mitgeteilt.

Die Übungen finden in neutralen Gewässern in einem der Übungsgebiete der fernen Meereszone an der Grenze der Norwegensee und der Grönlandsee statt.

„Heute nahm der schwere Atom-Raketenkreuzer «Petr Velikiy» («Пётр Великий») Kurs auf des Durchführungsgebiet der U-Bootabwehrübung“, heißt es in einer Mitteilung.

Wie der Chef des Stabes der Nordflotte Vizeadmiral Nikolaj Jewmenow (Николай Евменов) anmerkte, dessen Worte vom Pressedienst zitiert werden: „die Besonderheit dieser Übungen wird das Durchführungsgebiet werden – es ist weiter entfernt und entsprechend den Hydologiebedingungen gegenüber jenen Gebieten deutlich schwierigerer, in denen wir derartige Übungen regelmäßig ausführen“.

Dieses Gefechtsausbildungsvorhaben wird in einer „Duell“-Variante durchgeführt werden, wenn dem Raketenkreuzer gleich mehrere Unterseeboote der Nordflotte unterschiedlicher Klassen gegenüberstehen. Mit Abschluß der Übungen wird der schwere Atom-Raketenkreuzer „Petr Velikiy“ („Пётр Великий“) einen Komplex von Übungs- und Gefechtstorpedoschießen und von Wasserbombenwerfen durchführen.

Der schwere Atom-Raketenkreuzer „Petr Velikiy“ („Пётр Великий“) ist das größte nicht flugzeugtragende Angriffs-Kriegsschiff mit Atomantriebsanlage, das für die Vernichtung von großen Überwasser- und Landzielen, als auch die Gewährleistung der komplexen Luft- und U-Bootabwehr von Kriegsschiffsverbänden vorgesehen. In den Jahren 2012 und 2013 hat die Besatzung des Kreuzers planmäßige Fahrten in hohen Breiten des Nördlichen Eismeeres durchgeführt und im Mai 2014 stellte es die Sicherheit des Transports von syrischen Chemiewaffen sicher.

Hier die russische Meldung im Original: http://ria.ru/defense_safety/20141208/1037141660.html

Quelle flotprom.ru vom Mittwoch, den 17.Dezember 2014 (16.14):

Der Kreuzer „Admiral Lazarev“ („Aдмирал Лазарев“) wird für den Liegeplatz in der Pazifikflotte vorbereitet
Im Jahre 2014 haben die Schiffbauer des „30.Schiffsinstandsetzungswerk“ („30.SRZ“ = „30.Sudoremontnyy zavod“ [„30.CP3“ = „30.Cyдоремонтный завод“]) der Pazifikflotte die Dockinstandsetzung des schweren Atom-Raketenkreuzers „Admiral Lazarev“ („Aдмирал Лазарев“) abgeschlossen. Wie dem Zentralen Seekriegsportal  eine Quelle im Verteidigungsindustriekomplex mitteilte, ist das mit der Notwendigkeit bedingt, die Aufliegezeit des Kriegsschiffs im einkonservierten Zustand zu verlängern.

„Der Jahresplan der fernöstlichen Werften für das Jahr 2015 ist noch nicht abgestimmt worden, deshalb kann noch nicht gesagt werden, ob die wiederherstellenden Arbeiten am Kreuzer „Admiral Lazarev“ („Aдмирал Лазарев“) fortgesetzt werden. Die Dockinstandsetzung im Jahre 2014 war für die Gewährleistung der Sinksicherheit des Kriegsschiffs notwendig, das sich eine lange Zeit an der Pier befand“, erklärte der Gesprächspartner des Zentralen Seekriegsportal.

„Wenn man über die Variante der Verbringung der «Admiral Lazarev» («Aдмирал Лазарев») nach Sewerodwinsk  spricht, wo sich bereits zwei Atomkreuzer des Projekts 1144 befinden, so stellt sich die Durchgeleitung des Kriegsschiffs auf dem Nördlichen Seeweg in seinem gegenwärtigen Zustand als sehr problematisch dar“, unterstrich die Quelle.

In Sewerodwinsk selbst wartet man ebenfalls nicht auf einen weiteren „Orlan“ („Opлан“) . Im Pressedienst des „Schiffsinstandsetzungszentrum «Zvezdochka»“  teilte man dem Korrespondenten des Zentralen Seekriegsportals mit, dass der Platz an der Pier des Unternehmens gegenwärtig vom Atomkreuzer „Admiral Ushakov“ ([„Aдмирал Ушаков“] die ehemalige „Kirov“ [„Kиров“]) desselben Projekts, dessen Arbeiten zur Verwertung nicht vor dem Jahre 2016 beginnen werden. „Selbst wenn die Entscheidung zur Verbringung der «Admiral Lazarev» («Aдмирал Лазарев»)  nach Sewerodwinsk getroffen werden sollte, ist hier einfach kein Platz. So konnten wir beispielsweise von zwei erst vor kurzem zu einer Modernisierung eingetroffenen Atomunterseebooten bei „Zvezdochka“ nur eines Aufnahmen; das zweite wartet an der Pier der Weißmeer-Marinebasis, bis es an der Reihe ist“, erzählte Jewgenij Gladyschew (Eвгений Гладышев).

Der schwere Atom-Raketenkreuzers „Admiral Lazarev“ („Aдмирал Лазарев“) wurde bereits im Jahre 1999 aus dem Gefechtsbestand der russischen Seekriegsflotte herausgenommen. Gleichzeitig hiermit begann die Vorbereitung zu dessen Verwertung. In den Jahren 2004 – 2005 wurden vom Kriegsschiff Komponenten der Kernantriebsanlage entladen. Offizielle Erklärungen der Führung über das weitere Schicksal des Kriegsschiffs wurden in den Medien nicht verbreitet. Aber bezüglich des Schicksals eines der Kriegsschiffe dieses Projekts, des Kreuzers „Admiral Ushakov“ („Aдмирал Ушаков“), hat die Nordflotte bereits das eindeutige Verdikt verkündet: er unterliegt keiner Wiederherstellung.

Die „Admiral Lazarev“ („Aдмирал Лазарев“) ist einer der vier hochautonomen schweren Atom-Raketenkreuzer des Projekts 1144 „Orlan“ („Opлан“), die auf dem „Baltischen Werk“  in Sankt-Petersburg  gebaut wurden. Das einzige Kriegsschiff dieses Projekts, das im Dienst verblieb, ist der Kreuzer „Petr Velikiy“ („Пётр Великий“), der Flaggschiff der Nordflotte ist. Ein weiterer, die „Admiral Nakhimov“ („Aдмирал Нахимов“) wurde kürzlich für eine Modernisierung in das flutbare Becken des Sewerodwinsker Unternehmens „Sevmash“ verbracht. Es wird erklärt, dass die „Nakhimov“ („Нахимов“) nach der Modernisierung das stärkste Kriegsschiff der Serie sein wird. Das Typschiff des Projekts 1144 „Admiral Ushakov“ ([„Aдмирал Ушаков“] die ehemalige „Kirov“ [„Kиров“]), befindet sich an der Werftpier von „Zvezdochka“ und erwartet die Verwertung; dieses Projekt beginnt die Staatliche Kooperation im kommenden Jahr auszuarbeiten.

Hier ist die russische Meldung im Original nachzulesen: http://flotprom.ru/2014/178567/

Damit einmal zusammengefaßt der gegenwärtige Sachstand zum Projekt 1144 "Orlan" ("Opлан"):

- die Baunummer 1 „Admiral Ushakov“ („Aдмирал Ушаков“), ex „Kirov“ („Kиров“), befindet sich aufgelegt in Sewerodwinsk und wartet ab 2016 auf seine Verwertung (sprich: Verschrottung);
- die Baunummer 2 „Admiral Lazarev“ („Aдмирал Лазарев“), ex „Frunze“ („Фрунзе“), wurde im russischen Fernen Osten im Herbst 2014 eingedockt, um die Schwimmfähigkeit des Rumpfes als Auflieger zu sichern. Ernsthafte Absichten zu einer Wiederherrichtung des Kriegsschiffs bestehen gegenwärtig nicht, noch die dazu benötigten freien Werftkapazitäten; im russischen Fernen Osten wären die Werften dazu deutlich nicht in der Lage mangels der notwendigen Zahl der Arbeitskräfte, noch der entsprechenden Qualifikation der Werftarbeiter;
- die Baunummer 3  „Admiral Nakhimov“ („Aдмирал Нахимов“), ex „Kalinin“ („Kaлинин“), wurde im Herbst 2014 in das Werftbecken vom "Nördlichen Maschinenbauunternehmen" in Sewerodwinsk eingedockt und soll 2018 modernisiert wieder der Flotte zugehen;
- die Baunummer 4 „Petr Velikiy“ („Пётр Великий“), ex „Yuriy Andropov“ („Юрий Андропов“), ist gegenwärtig einsatzbereit.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

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