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Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer

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mranderson:
Es kommt Bewegung in die Sache...Die Admiral Lazarev wurde eingedockt. Hat einer von euch weitere Informationen?



Kaschube_29:
Moin Moin,

an diesem schweren Atom-Raketenkreuzer (die Bau-Nr. 2 der Klasse mit ursprünglichem Namen "Frunze" ["Фрунзе"]) wird nur gesichert, um nicht noch an der Pier unterzugehen. Eine Instandsetzung dieser vernachlässigten und abgewirtschafteten Einheit wird im russischen Fernen Osten ob der dortigen dürftigen Schiffsinstandsetzungskapazitäten nichts werden. Sicher gibt es diverse Möchtegern-Meldungen über das Wollen, diese Einheiten wieder nutzen zu können, aber die Bau-Nr. 1 ("Admiral Ushakov", ex "Kirov" ["Aдмирал Ушаков", бывший "Киров"]) und die Bau-Nr. 2 werden nie wieder als Kampfeinheiten in See stechen; da mögen die Gelder in den Haushalten der Russischen Föderation vorhanden sein, aber die Industriekapazitäten (Werften und Zulieferer) fehlen dazu.

Gegenwärtig wird die Bau-Nr. 3 der Klasse, die "Admiral Nakhimov" ex "Kalinin" ("Aдмирал Нахимов", бывший "Калинин")  zum Eindocken in die Dockkammer vom "Nördlichen Maschinenbauunternehmen" in Sewerodwinsk vorbereitet, aber vor 2018 ist die Instandsetzung und Modernisierung dieser Einheit nicht abgeschlossen. Dann ist die "Petr Velikiy" ("Пётр Великий") an der Reihe zu einer Modernisierung.

Über die Bau-Nr. 1 und 2 würde erst dann die Rede sein können!


Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

hillus:
Hallo,

wieder etwas zum schweren atomaren Raketenkreuzer KIROV!

Das Kommando der Nordflotte hat den Veteranen der KIROV seine Verwertung mitgeteilt
Text: Zentrale Kriegsmarineportal vom 07.10.2014

Der Chef der technischen Verwaltung der Nordflotte hat den Veteranen des Kreuzers KIROV auf ihre Anfrage über das Schicksal des Schiffes geantwortet. Als die Hauptgründe der Unmöglichkeit einer Reparatur und Modernisierung des Kreuzers hat er die nicht mehr serienmäßig vorhandenen Systeme sowie den hohen Aufwand für eine notwendige Modernisierung genannt. In Zusammenhang mit der erhöhten Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zum Schicksal des KIROV's kann sein Name auf eines der neuen Schiffe der russischen Seekriegsflotte übergehen.

Die Kreuzerveteranen, die zur sowjetischen Zeit den Dienst auf dem schweren atomaren Raketenkreuzer (ТАРКР - TARKR = schwerer atomarer Raketenkreuzer - Ergänzung hillus) KIROV ableisteten, haben einen Brief an die Adresse des Kommandos der Nordflotte mit der Forderung geschrieben, die Verwertung des Schiffes aufzuheben und ihn wieder instandzusetzen. In der Antwort heißt es, dass zur Wiederherstellung des Schiffes ca. 80 Mrd. Rubel notwendig sind und tatsächlich nicht vor 2025 damit begonnen werden könnte.

"Bei Betrachtung der Frage über das weitere Schicksal des Kreuzers muss man berücksichtigen, dass der TARKR KIROV " seit 1980 im Bestand der Seekriegsflotte war. Die Laufzeit des Schiffes war mit 25 Jahren angesetzt, aber entsprechend einer entsprechenden Direktive des Oberbefehlshabers der Seekriegsflotte (Admiral der Flotte W.N. Tschernawin -Ergänzung hillus) von 1988 wurde die Laufzeit der Schiffe des gegebenen Projektes auf 35 Jahren verlängert. Unter Berücksichtigung der planmässigen Produktionsauslastung des Unternehmens und Absicherung der Finanzierungen, kann die Instandsetzung des Kreuzers nicht früher als 2025 beginnen und eine Fertigstellung vor 2030 nicht möglich sein. Die Laufzeit Schiffskörpers würde dann 50 Jahre betragen, bemerkte der Chef der Technischen Verwaltung der Nord Flotte, Kapitän zur See Lunew.

Hier ist von mir eine Anmerkung notwendig:
TARKR KIROV hatte nur zwei aktive Einsätze in seinem militärischem Leben, einmal 1984 zu einem Mittelmeereinsatz und dann vom 01.12.1989 bis 17.02.1990, bei dem er eine Havarie in der Antriebsanlage (Reaktorhavarie) hatte und dadurch in die Reserve versetzt wurde. Das Schiff wartete trotz unterschiedlichster Ankündigungen auf seine Instandsetzung, die faktisch bis Anfang der 2000-ziger an den fehlenden finanziellen Mitteln scheiterte. Es wurden nur kleinere werterhaltende Maßnahmen realisiert. Alle weiteren Ankündigungen von 2009 und 2011 erwiesen sich als Luftnummern. Die Havarie als Grund der Außerdienststellung wurde wohlweislich unterschlagen!!!

Weiter mit der Meldung:
Das Presseamt der OAO TsS ZVEZDOCHKA teilte indessen mit, dass mit der Verwertung des Schiffes nicht früher als 2016 begonnen werden kann. "Ins Budget der Staatsgesellschaft ROSATOM soll im kommenden Jahr die Summe aufgenommen werden", erklärtet Jewgenij Gladyschew. Der Vertreter des Unternehmens bemerkte, dass der abgearbeitete nukleare Brennstoff bisher nicht aus dem Schiff ausgeladen wurde, jedoch waren von den Fachkräften ZVEZDOCHKA's die Kapselung der gefährlichen Reaktorzonen durchgeführt worden.

Die Experten und die Vertreter der wissenschaftlichen Assoziationen teilten in den Massenmedien mehrfach mit, dass der nicht ausgeladene nukleare Brennstoff des Reaktors des TARKR ADMIRAL USHAKOV (seit 22.04.1992 neuer Name) eine Gefahr für die ökologische Sicherheit der Region darstellt. Noch 2013 erklärte der Generaldirektor von ZVEZDOCHKA, Wladimir Nikitin, dass vom Schiff "eine bestimmte Bedrohung für Sewerodwinsk und seiner Bewohner besteht".

Der schwere atomare Raketenkreuzer ADMIRAL USHAKOV (ehemalig KIROV), das Typschiff des Projektes der 1144 ORLAN (deutsch "Seeadler" - Ergänzung hillus) wurde 1973 bei den Baltischen Werken auf Kiel gelegt und im Dezember 1980 ist in den Bestand der russischen Seekriegsflotte übernommen. Die letzten 17 Jahre lag das Schiff im Werftgebiet von ZVEZDOCHKA. ADMIRAL USHAKOV ist aus der Schiffsliste der russischen Seekriegsflotte gestrichen und wartet auf die weiteren Verwendungen seitens des Staates.


Das war etwas ausführlicher!

hillus

hillus:
Moin,

es wird ernst mit der Generalüberholung des TARKR ADMIRAL NAKHIMOV. Er soll nun nach mehrfach verschobenem Termin am 24.10.2014 eingedockt werden.

Hier die übersetzte Meldung:

ADMIRAL NAKHIMOV soll am 24.10.2014 eingedockt werden
Text: Zentrales Kriegsmarineportal vom 21.10.2014

Die Eindockung des schweren atomaren Raketenkreuzers ADMIRAL NAKHIMOV bei SEVMASH in Sewerodwinsk ist für den 24. Oktober eingeplant.
Als Reservedatum steht der 25. Oktober zur Verfügung, wie das zentrale Portal der Seekriegsflotte von der Nordflotte erfuhr. Den Worten eines Sprechers der Nord Flotte zufolge wird das Docken langsam gehen, deshalb es ist gut möglich, dass die Operation nicht nur einen Tag in Anspruch nehmen wird. Das Eindocken war bereits im Sommer geplant durchzuführen, aber später wurde es mehrfach verlegt.

Die Reparaturarbeiten auf dem Kreuzer ADMIRAL NAKHIMOV starteten Anfang 2014. Für die Einbringung des Schiffes in die Dockkammer von SEVMASH stellten die Werftarbeiter vier Pontonblöcke her, wie sie auch bei der Eindockung des Flugzeugträgers VIKRAMADITYA verwendet wurden. Diese Konstruktionen werden das Schiff anheben, um den Durchgang durch die Schwelle des Betontores ins Dock des Unternehmens für die Errichtung einer festen Grundlage zu gewährleisten.
Wie erwartet, wird die Reparatur bis 2018 dauern, wonach ADMIRAL NAKHIMOV in den Kampfbestand der Nordflotte zurückkehren wird. Der Generaldirektor des Nordentwurfsbüros Wladimirs Spiridopulo bemerkte, das der Kreuzer ADMIRAL NAKHIMOV nach der Modernisierung in Bezug der Kampfmöglichkeiten den schweren atomaren Raketenkreuzer PYOTR VELIKIY, der sich noch in Dienst befindet, deutlich übertreffen und seine Dienstzeit noch 30-40 Jahre betragen wird.

hillus

Baunummer 509:
Hallo hillus (und Rest!),

danke für die kontinuierlichen Updates  top

Manchmal erheitern mich einige der Begrifflichkeiten in den Übersetzungen, wie "Tankschwimmbad" oder "Abschuss aus Unterwasserlage".  :-)

Woher kommen diese im deutschen Sprachgebrauch doch recht ungewöhnlichen Formulierungen? Sind das direkte Übersetzungen aus dem Russischen (der erste verwendet Sie auch manchmal)?

Gruß

Sebastian

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