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Autor Thema: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer  (Gelesen 22300 mal)

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Offline mranderson

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #15 am: 20 September 2014, 09:03:51 »
Es kommt Bewegung in die Sache...Die Admiral Lazarev wurde eingedockt. Hat einer von euch weitere Informationen?




Offline Kaschube_29

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #16 am: 20 September 2014, 12:17:16 »
Moin Moin,

an diesem schweren Atom-Raketenkreuzer (die Bau-Nr. 2 der Klasse mit ursprünglichem Namen "Frunze" ["Фрунзе"]) wird nur gesichert, um nicht noch an der Pier unterzugehen. Eine Instandsetzung dieser vernachlässigten und abgewirtschafteten Einheit wird im russischen Fernen Osten ob der dortigen dürftigen Schiffsinstandsetzungskapazitäten nichts werden. Sicher gibt es diverse Möchtegern-Meldungen über das Wollen, diese Einheiten wieder nutzen zu können, aber die Bau-Nr. 1 ("Admiral Ushakov", ex "Kirov" ["Aдмирал Ушаков", бывший "Киров"]) und die Bau-Nr. 2 werden nie wieder als Kampfeinheiten in See stechen; da mögen die Gelder in den Haushalten der Russischen Föderation vorhanden sein, aber die Industriekapazitäten (Werften und Zulieferer) fehlen dazu.

Gegenwärtig wird die Bau-Nr. 3 der Klasse, die "Admiral Nakhimov" ex "Kalinin" ("Aдмирал Нахимов", бывший "Калинин")  zum Eindocken in die Dockkammer vom "Nördlichen Maschinenbauunternehmen" in Sewerodwinsk vorbereitet, aber vor 2018 ist die Instandsetzung und Modernisierung dieser Einheit nicht abgeschlossen. Dann ist die "Petr Velikiy" ("Пётр Великий") an der Reihe zu einer Modernisierung.

Über die Bau-Nr. 1 und 2 würde erst dann die Rede sein können!


Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
« Letzte Änderung: 20 September 2014, 12:29:54 von Kaschube_29 »

Offline hillus

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #17 am: 08 Oktober 2014, 15:54:38 »
Hallo,

wieder etwas zum schweren atomaren Raketenkreuzer KIROV!

Das Kommando der Nordflotte hat den Veteranen der KIROV seine Verwertung mitgeteilt
Text: Zentrale Kriegsmarineportal vom 07.10.2014

Der Chef der technischen Verwaltung der Nordflotte hat den Veteranen des Kreuzers KIROV auf ihre Anfrage über das Schicksal des Schiffes geantwortet. Als die Hauptgründe der Unmöglichkeit einer Reparatur und Modernisierung des Kreuzers hat er die nicht mehr serienmäßig vorhandenen Systeme sowie den hohen Aufwand für eine notwendige Modernisierung genannt. In Zusammenhang mit der erhöhten Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zum Schicksal des KIROV's kann sein Name auf eines der neuen Schiffe der russischen Seekriegsflotte übergehen.

Die Kreuzerveteranen, die zur sowjetischen Zeit den Dienst auf dem schweren atomaren Raketenkreuzer (ТАРКР - TARKR = schwerer atomarer Raketenkreuzer - Ergänzung hillus) KIROV ableisteten, haben einen Brief an die Adresse des Kommandos der Nordflotte mit der Forderung geschrieben, die Verwertung des Schiffes aufzuheben und ihn wieder instandzusetzen. In der Antwort heißt es, dass zur Wiederherstellung des Schiffes ca. 80 Mrd. Rubel notwendig sind und tatsächlich nicht vor 2025 damit begonnen werden könnte.

"Bei Betrachtung der Frage über das weitere Schicksal des Kreuzers muss man berücksichtigen, dass der TARKR KIROV " seit 1980 im Bestand der Seekriegsflotte war. Die Laufzeit des Schiffes war mit 25 Jahren angesetzt, aber entsprechend einer entsprechenden Direktive des Oberbefehlshabers der Seekriegsflotte (Admiral der Flotte W.N. Tschernawin -Ergänzung hillus) von 1988 wurde die Laufzeit der Schiffe des gegebenen Projektes auf 35 Jahren verlängert. Unter Berücksichtigung der planmässigen Produktionsauslastung des Unternehmens und Absicherung der Finanzierungen, kann die Instandsetzung des Kreuzers nicht früher als 2025 beginnen und eine Fertigstellung vor 2030 nicht möglich sein. Die Laufzeit Schiffskörpers würde dann 50 Jahre betragen, bemerkte der Chef der Technischen Verwaltung der Nord Flotte, Kapitän zur See Lunew.

Hier ist von mir eine Anmerkung notwendig:
TARKR KIROV hatte nur zwei aktive Einsätze in seinem militärischem Leben, einmal 1984 zu einem Mittelmeereinsatz und dann vom 01.12.1989 bis 17.02.1990, bei dem er eine Havarie in der Antriebsanlage (Reaktorhavarie) hatte und dadurch in die Reserve versetzt wurde. Das Schiff wartete trotz unterschiedlichster Ankündigungen auf seine Instandsetzung, die faktisch bis Anfang der 2000-ziger an den fehlenden finanziellen Mitteln scheiterte. Es wurden nur kleinere werterhaltende Maßnahmen realisiert. Alle weiteren Ankündigungen von 2009 und 2011 erwiesen sich als Luftnummern. Die Havarie als Grund der Außerdienststellung wurde wohlweislich unterschlagen!!!


Weiter mit der Meldung:
Das Presseamt der OAO TsS ZVEZDOCHKA teilte indessen mit, dass mit der Verwertung des Schiffes nicht früher als 2016 begonnen werden kann. "Ins Budget der Staatsgesellschaft ROSATOM soll im kommenden Jahr die Summe aufgenommen werden", erklärtet Jewgenij Gladyschew. Der Vertreter des Unternehmens bemerkte, dass der abgearbeitete nukleare Brennstoff bisher nicht aus dem Schiff ausgeladen wurde, jedoch waren von den Fachkräften ZVEZDOCHKA's die Kapselung der gefährlichen Reaktorzonen durchgeführt worden.

Die Experten und die Vertreter der wissenschaftlichen Assoziationen teilten in den Massenmedien mehrfach mit, dass der nicht ausgeladene nukleare Brennstoff des Reaktors des TARKR ADMIRAL USHAKOV (seit 22.04.1992 neuer Name) eine Gefahr für die ökologische Sicherheit der Region darstellt. Noch 2013 erklärte der Generaldirektor von ZVEZDOCHKA, Wladimir Nikitin, dass vom Schiff "eine bestimmte Bedrohung für Sewerodwinsk und seiner Bewohner besteht".

Der schwere atomare Raketenkreuzer ADMIRAL USHAKOV (ehemalig KIROV), das Typschiff des Projektes der 1144 ORLAN (deutsch "Seeadler" - Ergänzung hillus) wurde 1973 bei den Baltischen Werken auf Kiel gelegt und im Dezember 1980 ist in den Bestand der russischen Seekriegsflotte übernommen. Die letzten 17 Jahre lag das Schiff im Werftgebiet von ZVEZDOCHKA. ADMIRAL USHAKOV ist aus der Schiffsliste der russischen Seekriegsflotte gestrichen und wartet auf die weiteren Verwendungen seitens des Staates.


Das war etwas ausführlicher!

hillus

Offline hillus

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #18 am: 21 Oktober 2014, 14:32:31 »
Moin,

es wird ernst mit der Generalüberholung des TARKR ADMIRAL NAKHIMOV. Er soll nun nach mehrfach verschobenem Termin am 24.10.2014 eingedockt werden.

Hier die übersetzte Meldung:

ADMIRAL NAKHIMOV soll am 24.10.2014 eingedockt werden
Text: Zentrales Kriegsmarineportal vom 21.10.2014

Die Eindockung des schweren atomaren Raketenkreuzers ADMIRAL NAKHIMOV bei SEVMASH in Sewerodwinsk ist für den 24. Oktober eingeplant.
Als Reservedatum steht der 25. Oktober zur Verfügung, wie das zentrale Portal der Seekriegsflotte von der Nordflotte erfuhr. Den Worten eines Sprechers der Nord Flotte zufolge wird das Docken langsam gehen, deshalb es ist gut möglich, dass die Operation nicht nur einen Tag in Anspruch nehmen wird. Das Eindocken war bereits im Sommer geplant durchzuführen, aber später wurde es mehrfach verlegt.

Die Reparaturarbeiten auf dem Kreuzer ADMIRAL NAKHIMOV starteten Anfang 2014. Für die Einbringung des Schiffes in die Dockkammer von SEVMASH stellten die Werftarbeiter vier Pontonblöcke her, wie sie auch bei der Eindockung des Flugzeugträgers VIKRAMADITYA verwendet wurden. Diese Konstruktionen werden das Schiff anheben, um den Durchgang durch die Schwelle des Betontores ins Dock des Unternehmens für die Errichtung einer festen Grundlage zu gewährleisten.
Wie erwartet, wird die Reparatur bis 2018 dauern, wonach ADMIRAL NAKHIMOV in den Kampfbestand der Nordflotte zurückkehren wird. Der Generaldirektor des Nordentwurfsbüros Wladimirs Spiridopulo bemerkte, das der Kreuzer ADMIRAL NAKHIMOV nach der Modernisierung in Bezug der Kampfmöglichkeiten den schweren atomaren Raketenkreuzer PYOTR VELIKIY, der sich noch in Dienst befindet, deutlich übertreffen und seine Dienstzeit noch 30-40 Jahre betragen wird.

hillus
« Letzte Änderung: 22 Oktober 2014, 10:54:04 von hillus »

Offline Baunummer 509

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #19 am: 21 Oktober 2014, 14:37:02 »
Hallo hillus (und Rest!),

danke für die kontinuierlichen Updates  top

Manchmal erheitern mich einige der Begrifflichkeiten in den Übersetzungen, wie "Tankschwimmbad" oder "Abschuss aus Unterwasserlage".  :-)

Woher kommen diese im deutschen Sprachgebrauch doch recht ungewöhnlichen Formulierungen? Sind das direkte Übersetzungen aus dem Russischen (der erste verwendet Sie auch manchmal)?

Gruß

Sebastian

Offline Trimmer

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #20 am: 21 Oktober 2014, 14:52:11 »
Hallo Jochen - verstehe ich jetzt nicht ganz. Eindockung Admiral Nakhimov für den 24.Nov. geplant - Reservedatum  der 25.Oktober  :? Liegt das Reservedatum vor dem geplanten Datum   :? oder ist Dir da ein kleiner " Dreher" untergelaufen

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Offline hillus

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #21 am: 21 Oktober 2014, 15:04:19 »
Dreher im Monat!! Schon berichtigt!  Sorry!!!!

Jochen

Offline der erste

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #22 am: 21 Oktober 2014, 20:48:26 »
Hallo hillus (und Rest!),

danke für die kontinuierlichen Updates  top

Manchmal erheitern mich einige der Begrifflichkeiten in den Übersetzungen, wie "Tankschwimmbad" oder "Abschuss aus Unterwasserlage".  :-)

Woher kommen diese im deutschen Sprachgebrauch doch recht ungewöhnlichen Formulierungen? Sind das direkte Übersetzungen aus dem Russischen (der erste verwendet Sie auch manchmal)?
Sebastian
Es gibt immer 2 Arten zu übersetzen, wörtlich oder sinngemäß. Im russischen gibt es, wie auch im Deutschen, für viele Wörter 2 oder 3 Bedeutungen. Axel und Jochen übersetzen meistens wörtlich, ich mache es sinngemäß, schon um viele direkte Übersetzungen zu umgehen. Dabei spielt eine Rolle, wie du die Sprache erlernt hast. In der Schule, direkt in der SU oder Russland und wie oft man sie heute noch spricht. Ich habe da studiert, war insgesamt mit Studium, Baubelehrung, nochmals Studium, Werftaufenthalten ca. 8 Jahre drüben. Heute spreche ich fast täglich noch russisch per Skype oder Telefon mit meinen Bekannten dort. Bei Axel und Jochen war das etwas anders. Ich wollte eigentlich nur sagen, wir haben unterschiedliche Herangehensweisen, aber ergänzen uns doch. Und wenn man auf die Sprache angewiesen ist, dann übersetzt man sich nicht alles im Kopf, man weiß was gemeint ist. Das wiederum erschwert den schriftlichen Ausdruck, weil du dann unwillkürlich nach Wörtern suchst, die das ausdrücken, was du schon weißt.Ich hätte zum Beispiel Dockkammer geschrieben. Bei vielem orientier ich mich aber an Übersetzungen wie sie in der DDR üblich waren, dort hatten wir nach meinem Empfinden eine sehr genaue Art des Übersetzens entwickelt. Aus dieser Zeit habe ich noch viele Wörterbücher zu den unterschiedlichsten Fachgebieten, die auch helfen.

Offline Baunummer 509

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #23 am: 22 Oktober 2014, 07:56:21 »
Hallo und guten Morgen,

Danke für die Aufklärung und noch einmal danke dass Ihr euch die Mühe macht  :-)

Gruß Sebastian

Offline Kaschube_29

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #24 am: 18 Dezember 2014, 22:55:28 »
Moin Moin,

in den letzten Wochen sind einige russischsprachige Artikel zu den bisher gebauten schweren Atom-Raketenkreuzern des Projekts 1144 "Orlan" veröffentlicht worden:

Quelle rg.ru vom Donnerstag, den 27.November 2014 (18.44):

Die „Admiral Nakhimov“ („Aдмирал Нахимов“) kehrt 2018 in den Bestand der Seekriegsflotte zurück

Text: Alexander Jemeljanow (Aлександр Емельянов)

In den nächsten drei Jahren wird der schwere Atom-Raketenkreuzer (TARKR = tyazhelyy atomnyy raketnyy kreyser [TAPKP = тяжёлый атомный ракетный крейсер]) „Admiral Nakhimov“ („Aдмирал Нахимов“), der der Nordflotte zugeschrieben ist und offiziell für die Instandsetzung und Modernisierung an „Sevmash“ übergeben wurde, von wo vor einem Jahr wie als Neubau der Flugzeugträger „Vikramaditya“, der früher als „Admiral Gorshkov“ („Aдмирал Горшков“) bekannt wurde, nach Indien lief.

Zum Glück wird dem Atomkreuzer „Admiral Nakhimov“ („Aдмирал Нахимов“), der lange auf die Instandsetzung wartete, eine derartige Reinkarnation mit dem Wechsel der Flagge nicht drohen. Entsprechend den Plänen des Verteidigungsministeriums und der Seekriegsflotte wird der erneuerte Kreuzer bereits im Jahre 2018 in den Gefechtsbestand zurückkehren, wo gegenwärtig nur ein derartiges Kriegsschiff, der schwere Atom-Raketenkreuzer „Petr Velikiy“ („Пётр Великий“), seinen Dienst versieht.

Am Donnerstag, den 27.November, haben Vertreter der Nordflotte und der Weißmeer-Marinebasis (BelVMB)  mit der Werftführung das Schriftstück über die Übernahme/Übergabe des Kreuzers in die Instandsetzung unterzeichnet. Die militärische Besatzung mit 170 Mann, die bis dahin alle technischen Systeme betrieb, wobei die Kernantriebsanlage einbezogen ist, hat die Befugnis niedergelegt und das Kriegsschiff verlassen, das bereits in das flutbare Becken von „Sevmash“ verbracht und auf festen Untergrund gestellt wurde. Es steht auf derselben Betonplatte, die auf spezielle Weise für den Flugzeugträger „Vikramaditya“ verstärkt wurde und die jetzt für die Instandsetzung der größten Überwasserkriegsschiffe unserer Seekriegsflotte genutzt wird. Direkt nach der „Nakhimov“ kommt die Reihe an die „Petr Velikiy“ („Пётр Великий“) und dann geht es auch an den einzigen Flugzeugträger „Admiral Kuznetsov“ („Aдмирал Кузнецов“).

Wir man gegenüber der „Rossiyskaya Gazeta“ im Pressedienst der Werft mitteilte, werden gegenwärtig rund um die „Nakhimov“ Gerüste und Kräne aufgestellt, als auch die Säuberung des Rumpfes begann. Parallel hiermit wird die Arbeitsfront für die „Sevmash“-Unterauftragnehmer, wie die Spezialisten der „Nördliche Produktionsvereinigung «Arktika»“ , bestimmt, das für die gesamte Elektroausrüstung verantwortlich ist, was das Ziehen und die Montage von Kabeln einschließt, die Dutzende von Kilometern Länge erreichen.

Hier die russische Meldung im Original: http://www.rg.ru/2014/11/27/kreiser-site-anons.html


Quelle ria.ru vom Montag, den 08.Dezember 2014 (12.53):

Der Atomraketenkreuzer „Petr Velikiy“ („Пётр Великий“) lief zu Übungen auf See aus

Moskau, 8.Dezember – RIA Novosti.
Der schwere Atom-Raketenkreuzer der Nordflotte „Petr Velikiy“ („Пётр Великий“) lief zu Übungen zur Suche und übungsmäßigen Vernichtung von Unterseebooten auf See aus, wurde am Montag im Pressedienst des Westlichen Militärbezirks  für die Nordflotte mitgeteilt.

Die Übungen finden in neutralen Gewässern in einem der Übungsgebiete der fernen Meereszone an der Grenze der Norwegensee und der Grönlandsee statt.

„Heute nahm der schwere Atom-Raketenkreuzer «Petr Velikiy» («Пётр Великий») Kurs auf des Durchführungsgebiet der U-Bootabwehrübung“, heißt es in einer Mitteilung.

Wie der Chef des Stabes der Nordflotte Vizeadmiral Nikolaj Jewmenow (Николай Евменов) anmerkte, dessen Worte vom Pressedienst zitiert werden: „die Besonderheit dieser Übungen wird das Durchführungsgebiet werden – es ist weiter entfernt und entsprechend den Hydologiebedingungen gegenüber jenen Gebieten deutlich schwierigerer, in denen wir derartige Übungen regelmäßig ausführen“.

Dieses Gefechtsausbildungsvorhaben wird in einer „Duell“-Variante durchgeführt werden, wenn dem Raketenkreuzer gleich mehrere Unterseeboote der Nordflotte unterschiedlicher Klassen gegenüberstehen. Mit Abschluß der Übungen wird der schwere Atom-Raketenkreuzer „Petr Velikiy“ („Пётр Великий“) einen Komplex von Übungs- und Gefechtstorpedoschießen und von Wasserbombenwerfen durchführen.

Der schwere Atom-Raketenkreuzer „Petr Velikiy“ („Пётр Великий“) ist das größte nicht flugzeugtragende Angriffs-Kriegsschiff mit Atomantriebsanlage, das für die Vernichtung von großen Überwasser- und Landzielen, als auch die Gewährleistung der komplexen Luft- und U-Bootabwehr von Kriegsschiffsverbänden vorgesehen. In den Jahren 2012 und 2013 hat die Besatzung des Kreuzers planmäßige Fahrten in hohen Breiten des Nördlichen Eismeeres durchgeführt und im Mai 2014 stellte es die Sicherheit des Transports von syrischen Chemiewaffen sicher.

Hier die russische Meldung im Original: http://ria.ru/defense_safety/20141208/1037141660.html

Quelle flotprom.ru vom Mittwoch, den 17.Dezember 2014 (16.14):

Der Kreuzer „Admiral Lazarev“ („Aдмирал Лазарев“) wird für den Liegeplatz in der Pazifikflotte vorbereitet

Im Jahre 2014 haben die Schiffbauer des „30.Schiffsinstandsetzungswerk“ („30.SRZ“ = „30.Sudoremontnyy zavod“ [„30.CP3“ = „30.Cyдоремонтный завод“]) der Pazifikflotte die Dockinstandsetzung des schweren Atom-Raketenkreuzers „Admiral Lazarev“ („Aдмирал Лазарев“) abgeschlossen. Wie dem Zentralen Seekriegsportal  eine Quelle im Verteidigungsindustriekomplex mitteilte, ist das mit der Notwendigkeit bedingt, die Aufliegezeit des Kriegsschiffs im einkonservierten Zustand zu verlängern.

„Der Jahresplan der fernöstlichen Werften für das Jahr 2015 ist noch nicht abgestimmt worden, deshalb kann noch nicht gesagt werden, ob die wiederherstellenden Arbeiten am Kreuzer „Admiral Lazarev“ („Aдмирал Лазарев“) fortgesetzt werden. Die Dockinstandsetzung im Jahre 2014 war für die Gewährleistung der Sinksicherheit des Kriegsschiffs notwendig, das sich eine lange Zeit an der Pier befand“, erklärte der Gesprächspartner des Zentralen Seekriegsportal.

„Wenn man über die Variante der Verbringung der «Admiral Lazarev» («Aдмирал Лазарев») nach Sewerodwinsk  spricht, wo sich bereits zwei Atomkreuzer des Projekts 1144 befinden, so stellt sich die Durchgeleitung des Kriegsschiffs auf dem Nördlichen Seeweg in seinem gegenwärtigen Zustand als sehr problematisch dar“, unterstrich die Quelle.

In Sewerodwinsk selbst wartet man ebenfalls nicht auf einen weiteren „Orlan“ („Opлан“) . Im Pressedienst des „Schiffsinstandsetzungszentrum «Zvezdochka»“  teilte man dem Korrespondenten des Zentralen Seekriegsportals mit, dass der Platz an der Pier des Unternehmens gegenwärtig vom Atomkreuzer „Admiral Ushakov“ ([„Aдмирал Ушаков“] die ehemalige „Kirov“ [„Kиров“]) desselben Projekts, dessen Arbeiten zur Verwertung nicht vor dem Jahre 2016 beginnen werden. „Selbst wenn die Entscheidung zur Verbringung der «Admiral Lazarev» («Aдмирал Лазарев»)  nach Sewerodwinsk getroffen werden sollte, ist hier einfach kein Platz. So konnten wir beispielsweise von zwei erst vor kurzem zu einer Modernisierung eingetroffenen Atomunterseebooten bei „Zvezdochka“ nur eines Aufnahmen; das zweite wartet an der Pier der Weißmeer-Marinebasis, bis es an der Reihe ist“, erzählte Jewgenij Gladyschew (Eвгений Гладышев).

Der schwere Atom-Raketenkreuzers „Admiral Lazarev“ („Aдмирал Лазарев“) wurde bereits im Jahre 1999 aus dem Gefechtsbestand der russischen Seekriegsflotte herausgenommen. Gleichzeitig hiermit begann die Vorbereitung zu dessen Verwertung. In den Jahren 2004 – 2005 wurden vom Kriegsschiff Komponenten der Kernantriebsanlage entladen. Offizielle Erklärungen der Führung über das weitere Schicksal des Kriegsschiffs wurden in den Medien nicht verbreitet. Aber bezüglich des Schicksals eines der Kriegsschiffe dieses Projekts, des Kreuzers „Admiral Ushakov“ („Aдмирал Ушаков“), hat die Nordflotte bereits das eindeutige Verdikt verkündet: er unterliegt keiner Wiederherstellung.

Die „Admiral Lazarev“ („Aдмирал Лазарев“) ist einer der vier hochautonomen schweren Atom-Raketenkreuzer des Projekts 1144 „Orlan“ („Opлан“), die auf dem „Baltischen Werk“  in Sankt-Petersburg  gebaut wurden. Das einzige Kriegsschiff dieses Projekts, das im Dienst verblieb, ist der Kreuzer „Petr Velikiy“ („Пётр Великий“), der Flaggschiff der Nordflotte ist. Ein weiterer, die „Admiral Nakhimov“ („Aдмирал Нахимов“) wurde kürzlich für eine Modernisierung in das flutbare Becken des Sewerodwinsker Unternehmens „Sevmash“ verbracht. Es wird erklärt, dass die „Nakhimov“ („Нахимов“) nach der Modernisierung das stärkste Kriegsschiff der Serie sein wird. Das Typschiff des Projekts 1144 „Admiral Ushakov“ ([„Aдмирал Ушаков“] die ehemalige „Kirov“ [„Kиров“]), befindet sich an der Werftpier von „Zvezdochka“ und erwartet die Verwertung; dieses Projekt beginnt die Staatliche Kooperation im kommenden Jahr auszuarbeiten.

Hier ist die russische Meldung im Original nachzulesen: http://flotprom.ru/2014/178567/

Damit einmal zusammengefaßt der gegenwärtige Sachstand zum Projekt 1144 "Orlan" ("Opлан"):

- die Baunummer 1 „Admiral Ushakov“ („Aдмирал Ушаков“), ex „Kirov“ („Kиров“), befindet sich aufgelegt in Sewerodwinsk und wartet ab 2016 auf seine Verwertung (sprich: Verschrottung);
- die Baunummer 2 „Admiral Lazarev“ („Aдмирал Лазарев“), ex „Frunze“ („Фрунзе“), wurde im russischen Fernen Osten im Herbst 2014 eingedockt, um die Schwimmfähigkeit des Rumpfes als Auflieger zu sichern. Ernsthafte Absichten zu einer Wiederherrichtung des Kriegsschiffs bestehen gegenwärtig nicht, noch die dazu benötigten freien Werftkapazitäten; im russischen Fernen Osten wären die Werften dazu deutlich nicht in der Lage mangels der notwendigen Zahl der Arbeitskräfte, noch der entsprechenden Qualifikation der Werftarbeiter;
- die Baunummer 3  „Admiral Nakhimov“ („Aдмирал Нахимов“), ex „Kalinin“ („Kaлинин“), wurde im Herbst 2014 in das Werftbecken vom "Nördlichen Maschinenbauunternehmen" in Sewerodwinsk eingedockt und soll 2018 modernisiert wieder der Flotte zugehen;
- die Baunummer 4 „Petr Velikiy“ („Пётр Великий“), ex „Yuriy Andropov“ („Юрий Андропов“), ist gegenwärtig einsatzbereit.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

Offline Kaschube_29

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #25 am: 28 April 2015, 22:57:59 »
Moin Moin,

hier noch einmal eine (kleine) Meldung von einem (fast) toten Kriegsschiff:

Quelle flot.com vom Montag, den 27.April 2015 (09.45):

Schwerer Atom-Raketenkreuzer „Kirov“ („Kиров“) beging den 34.Jahrestag des Aufenthalts im Bestand der Flotte

Am Sonnabend, den 25.April, fand auf dem schweren Atom-Raketenkreuzer (TARKR)  „Kirov“ („Kиров“) die Zeremonie des feierlichen Hissens der Andreasflagge statt, die dem 34.Jahrestag des Aufenthalts des Kreuzers im Bestand der Seekriegsflotte gewidmet war.

Die Andreasflagge wird auf der „Kirov“ („Kиров“) täglich gehißt, aber dieses Mal war die Zeremonie besonders feierlich. Hierzu reisten Veteranen des Kriegsschiffs an und kommen Kommandanten von anderen Kriegsschiffen.

Der schweren Atom-Raketenkreuzer „Kirov“ („Kиров“) vom Projekt „Orlan“ („Opлан“) befindet sich in Sewerodwinsk in Erwartung der Verwertung, die für das Jahr 2016 eingeplant ist. Dessen ungeachtet wird das Kriegsschiff im Bestand der Flotte gezählt und auf ihm befindet sich eine Besatzung.

Hier ist die Meldung nachzulesen (und sind auch drei Aufnahmen zu sehen, die mit Anklicken auf die Pfeile sich öffnen): http://flot.com/2015/192804/

Ab dem kommenden Jahr wird die Zahl der Rümpfe dieser Klasse dann schließlich abnehmen; die Bau-Nummern 1 und 2 sind nur noch gut für den Schweißbrenner.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

Offline bodrog

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #26 am: 28 April 2015, 23:12:13 »
... kleines klugscheißerisches Schmankerl: "Andreaskreuz" seit 34 Jahren? - oder war die Kirow in einer russischen Marine, die es zwischen 1917 und 1992 garnicht gab...  :angel: Patriotismus geht halt über alles...

Offline Kaschube_29

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #27 am: 28 April 2015, 23:36:20 »
Moin Moin,

in der Meldung steht nicht, dass das Andreaskreuz 34 Jahre lang gehißt wurde; zunächst wurde die Seekriegsflagge der UdSSR gehißt als Zeichen, dass das Kriegsschiff im Bestand der Seekriegsflotte (seinerzeit der Sowjetunion) war und dann war die "Kirov" im Bestand der russischen Seekriegsflotte, die dann wieder zum Andreaskreuz zurückkehrte.

Die Aussage ist: 34 Jahre des Aufenthalts im Bestand der Flotte.

Die Seekriegsflagge änderte sich einmal grundlegend in diesem Zeitraum: am 26.Juli 1992, als offiziell wieder das Andreaskreuz auf den russischen Kriegsschiffen gehißt wurde.


Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
« Letzte Änderung: 28 April 2015, 23:43:15 von Kaschube_29 »

Offline Kaschube_29

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Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #28 am: 29 April 2015, 23:38:25 »
Moin Moin,

gestern wurde noch folgendes vermeldet:

Quelle ria.ru vom Dienstag, den 28.April 2015 (10.04):

Die Verwertung des Atomkreuzers „Admiral Ushakov“ („Aдмирал Ушаков“) erfordert 221 Millionen Rubel

Moskau, 28.April – RIA Novosti. „Rosatom“ ("Pocaтом") verkündete eine Ausschreibung zur Ausarbeitung des Projekts zur Herausnahme aus der Nutzung und der Verwertung des ältesten schweren Atom-Raketenkreuzers (TARKR)  „Admiral Ushakov“ („Aдмирал Ушаков“) des Projekts 1144 mit der Werksnummer 800 (die ehemalige „Kirov“ [„Kиров“]); der Anfangswert (maximaler Wert) des Staatlichen Vertrags beträgt fast 221 Millionen Rubel. Die entsprechende Erklärung wurde auf dem Portal für Staatliche Ankäufe plaziert.

Der Bau des allerersten und Typkriegsschiffs des Projekts 1144 wurde am 26.März 1973 auf dem „Baltischen Werk“  („Baltiyskiy zavod“ [„Балтийский завод“]) begonnen. Der Stapellauf fand am 27.Dezember 1977 statt; am 30.Dezember 1980 wurde der Kreuzer der Seekriegsflotte übergeben. Gegenwärtig ist der Kreuzer im Pierbereich des „Schiffsinstandsetzungszentrums «Zvezdochka»“  in Sewerodwinsk (Archangelsker Gebiet) platziert worden. Die maximale Länge des Schiffs beträgt 250,1 m, die maximale Breite 28,5 m und die volle Wasserverdrängung 25.860 t.

„Der praktische Wert der Verwertung des Kreuzers liegt in der Verringerung der Aufwendungen des Betriebsverfahrens «Aufliegen» eines atomgetriebenen Schiffs der Seekriegsflotte des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation, die Gewährleistung der Sicherheit für das Personal, die Bevölkerung und die Umwelt“, heißt es im Dokument.

Im Gefechtsbestand der russischen Seekriegsflotte befinden sich vier Atomkreuzer der „Kirov“-Klasse, von denen drei der Nordflotte („Admiral Ushakov“ [„Aдмирал Ушаков“], „Admiral Nakhimov“ [„Aдмирал Haxимов“] und „Petr Velikiy“ [„Пётр Великий“]) und einer der Pazifikflotte („Admiral Lazarev“ [„Aдмирал Лaзарев“]) angehören. Der Atomantrieb des Kriegsschiffs umfaßt zwei Druckwasserreaktoren.

Die Anmeldungen für die Teilnahme an der Ausschreibung werden bis zum 13.Mai angenommen; die elektronische Auktion ist für den 19.Mai festgesetzt worden. Die Arbeiten sollten bis zum 30.November 2016 abgeschlossen werden.

Hier ist die Meldung nachzulesen: http://ria.ru/economy/20150428/1061316834.html

In der russischen Meldung ist auch ein Namensträger des Namens „Admiral Ushakov“ („Aдмирал Ушаков“) abgebildet, allerdings gehörte die dargestellte Einheit dem Projekt 68bis (NATO: "Sverdlov") an.

Wenn es einen Sieger bei dieser Ausschreibung gibt, dann ist Ende 2016 das Typschiff nicht mehr wieder herstellbar und Geschichte geworden. Interessant ist bei dieser Meldung auch, dass der letzte Name „Admiral Ushakov“ („Aдмирал Ушаков“) verwendet wurde, der inzwischen dem letzten fahrfähigen Vertreter des Projekts 956 (NATO: "Sovremennyy"-Klasse) in der russischen Nordflotte verliehen wurde.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

Albatros

  • Gast
Re: Modernisierung der russischen atomaren Raketenkreuzer
« Antwort #29 am: 02 Mai 2015, 10:04:32 »
Moin Axel,

die sich noch an Bord befindende Besatzung ist sicher zum größten Teil für die Überwachung der Reaktoren an Bord?

 :MG:

Manfred