collapse

* Benutzer Info

 
 
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

* Suchfunktion


* HMA

Autor Thema: Kein Weiterbau der konventionellen U-Boote Projekt 677 LADA  (Gelesen 16021 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline hillus

  • Kapitän zur See
  • *
  • Beiträge: 2152
Re: Kein Weiterbau der konventionellen U-Boote Projekt 677 LADA
« Antwort #15 am: 09 Februar 2012, 13:13:12 »
RIA NOVOSTI meldet am 09.02.2012

Die russische Marine will keine neuen Diesel-U-Boote der Lada-Klasse mehr anschaffen. Laut Marinechef Wladimir Wyssozki braucht die Flotte keine U-Boote mehr, die den Anforderungen aus dem Zweiten Weltkrieg entsprechen. 
„In der jetzigen Form ist Lada unbrauchbar“, sagte Wyssozki in einem Interview für RIA Novosti. Nach seinen Worten entsprechen die Energieanlage und die Operationsleistungen dieses U-Boots nicht den modernen Anforderungen. Man brauche keine U-Boote, „die auf der Energetik des Zweiten Krieges sitzen“.

Die Unterseeboote der Lada-Klasse waren bereits in den 1990er Jahren entwickelt worden. Mittlerweile steht keines von ihnen in mehr Russland im aktiven Dienst. Das erste U-Boot der Reihe, die „Sankt Peterburg“ ist bei der Ostsee-Flotte im Testbetrieb.

Die U-Boote sind (waren- so lautet es eigentlich richtig-Ergänzung hillus) zur Bekämpfung von Schiffen und zum Schutz von Marinebasen für die Aufklärung bestimmt. Bei einer relativ geringen Geräuschentwicklung verfügen die U-Boote über schlagkräftige Torpedo- und Raketenwaffen. Bei einer Wasserverdrängung von 1765 Tonnen kann jedes U-Boot 350 Meter tief tauchen und auf 21 Knoten beschleunigen.

Da müssen wieder ein paar Bemerkungen her:
1. Als Marinechef sollte Admiral Wysozkij es wissen, das die LADA-Klasse in keinerlei Hinsicht dem Entwicklungsstand des 2. Weltkrieges entsprach, sondern besser.
2. Er sollte auch wissen, dass außer der SANKT PETERBURG kein andres Boot des Projektes 677 fertig wurde und somit auch keine anderen Boote in Dienst waren.
3. Die SANKT PETERBURG wurde doch nur in Dienst gestellt, weil man in Erwartung der neuen Boote wieder eine neue U-Bootbrigade bildete, nämlich am 01.12.2008 die Rotbanner-U-Bootbrigade, deren Brigadechef noch heute Kapitän zur See Igor Mitrofanowitsch Martemjanow ist. Er kommandiert theoretisch 3 U-Boote, praktisch aber nur ein Boot, weil die ST. PETERBURG nicht gefechtsfähig ist und die VYBORG zur Generalüberholung in der Werft liegt. Nur B-806 Projekt 877-EKM-NATO Code KILO I ist einsatzklar und soll aber auch gestrichen werden. Interessant ist, dass die Brigade in Kronstadt sitzt, aber B-806 in Baltijsk (ex dt. Pillau) liegt, wo derzeit auch B-871 ALROSA festgemacht hat.
4. Bei den LADA's geht es doch im Wesentlichen nur um den Antrieb (Von mir schon beschrieben!) und die bisher nicht erreichte Geräuscharmut. Das bekommen sie aber nicht hin, weil ihre Konzeption der Trennung des Wassers brotlos ist, zumindest derzeit.
usw. usw.


Hillus
« Letzte Änderung: 09 Februar 2012, 15:31:53 von hillus »

Offline Trimmer

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 7219
Re: Kein Weiterbau der konventionellen U-Boote Projekt 677 LADA
« Antwort #16 am: 09 Februar 2012, 15:45:37 »
Hallo Jochen - ist bestimmt nicht der erste Admiral oder General der nicht so richtig weiß was seine Truppen machen  :MLL:

Gruß - Achim- Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Online Kaschube_29

  • Korvettenkapitän
  • *
  • Beiträge: 962
Re: Kein Weiterbau der konventionellen U-Boote Projekt 677 LADA
« Antwort #17 am: 09 Februar 2012, 22:46:50 »
Moin Moin,

mittlerweile sind für die Schwarzmeerflotte auch U-Boote des Projekts 636.3 ("Kilo-II"-Klasse) mit der "B-261" "Novorossiysk" (["Б-261" "Новороссийск"] Kiellegung am 20.10.2010) und der "B-237" "Rostov-na-Donu" ("Б-237" "Pocтов-на-Дону") auf Kiel gelegt. In diesen Tagen wurde ein Interview mit dem Befehlshaber der russischen Schwarzmeerflotte veröffentlicht, in dem auch der aktuelle U-Bootbau und die Stationierung im Schwarzen Meer angesprochen wurde. Hier die Übersetzung von der russsichen Nachrichtenagentur "RIA Novosti":

ria.ru vom 06.02.2012 (14:07):Interview
Fedotenkow: Sechs neue Unterseeboote werden bis 2017 in die Schwarzmeerflotte gehen

Am vergangenen Sonnabend ging die operative Zusammenkunft der Befehlshaber aller Flotten unter der Leitung des Befehlshabers der Seekriegsflotte der Russischen Föderation  zu Ende. Hauptziele der Zusammenkunft war die Ausarbeitung einer Entwicklungskonzeption der Flotte im Rahmen der Reform der Streitkräfte des Landes und das Auffüllen der Flotte mit neuen Kampfschiffen. Darüber, welche Entwicklungsperspektive die Schwarzmeerflotte  und ihr Kriegsschiffsbestand hat, erzählte der Befehlshaber der Flotte Konteradmiral  Alexander Fedotenkow (Александр Федотенков) dem Spezialkorrespondenten der Agentur RIA Novosti Sergej Safronow (Сергей Сафронов).
- Genosse Befehlshaber, wann werden neue Kriegsschiffe und Unterseeboote in die Flotte kommen?
- Unterseeboote des Projekts 636 werden in einer aus sechs Kriegsschiffen bestehenden Serie, die bereits auf dem „Schiffbauwerk «Admiraltätswerft»“ („Sudostroitelnyy zavod «Admiralteyskaya verf´»“ [„Cудостроительный завод «Aдмиралтейскaя вepфь»“]) in Sankt-Petersburg  auf Kiel gelegt wurden, bis zum Jahre 2017 in die Flotte kommen. Die ersten drei Rümpfe werden wir im Jahre 2014 erhalten, einen im Jahre 2015 und zwei im Jahre 2016. Diese Boote werden die Grundlage für die Aufstellung einer vollwertigen U-Bootbrigade der Schwarzmeerflotte sein. Zu jenem Zeitpunkt bleibt im Gefechtsbestand der Flotte faktisch nur noch das einzige Unterseeboot „Alrosa“ („Aлроса“), das zum Projekt 877 gehört. Auf der Grundlage der Erfahrung des Unterwasserdienstes der U-Bootfahrer der Schwarzmeerflotte wird eine Brigade der Unterwasserflotte aus Kriegsschiffen des Projekts 636 aufgestellt. Fast in derselben Zeit sollen die auf dem Kaliningrader Werk „Yantar“ (Kaliningradskiy zavod „Yantar´“ [Kалининградский завод „Янтарь“])  in Bau befindlichen Fregatten des Projekts 1135.6 in die Flotte kommen.
- Wo werden die neuen Unterseeboote stationiert – in Sewastopol (Ceвастополь) oder in Noworossijsk (Hoвороссийск)?
- Die Frage zur Stationierung der neuen Unterseeboote befindet sich gegenwärtig im Stadium der Durcharbeitung. Wir planen, sie in Noworossijsk und in Sewastopol zu stationieren. Für die Stationierung in Noworossijsk wird eine umfangreiche Pieranlage geschaffen.
- Ist die Frage des Eintreffens der neuen Kriegsschiffe mit der ukrainischen Seite abgestimmt?
- Wir hoffen, dass im Ergebnis der vorbereitenden arbeiten eine Vereinbarung mit unseren ukrainischen Kollegen über das Eintreffen von neuen Kriegsschiffen unterzeichnet wird.
Wir gehen in dieser Frage von dem Basisdokument für die Schwarzmeerflotte aus dem Jahre 1997 aus. Zahlenmäßig behalten wir jene Kriegsschiffe und Kräfte, die zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Dokuments in den Bestand der Flotte eingingen.
- In diesem Jahr soll der Kampfbestand der Schwarzmeerflotte mit noch einer neuen Einheit aufgefüllt werden – ein Diversionsabwehrboot  vom Typ „Grachonok“ („Грачонок“). Wann kann das erfolgen?
- Ich denke, dass das Diversionsabwehrboot zum Mai diesen Jahres den Kriegsschiffsbestand der Flotte auffüllt. Dieses Kriegsschiff soll in den Bestand der Abteilung für Diversionsabwehrkräte und –mittel der Noworossijsker Seekriegsbasis eingehen.
- Wenn wir zur Problematik des Aufwachsens des Unterwasser-Bestandteils der Schwarzmeerflotte zurückkehren, so kann man die Frage zum Eintritt der neuen dieselelektrischen Unterseeboote des Projekts 677 „Lada“ („Лада“) nicht umgehen. Alexander Nikolajewitsch (Aлександр Hиколаевич), welche Zukunft haben diese Kriegsschiffe?
- Es ist unumgänglich, Erprobungen des Typ-Unterseeboot dieser Klasse „Sankt-Peterburg“ („Caнкт-Петербург“) durchzuführen, das in den Bestand der Baltischen Flotte einging. Hierbei muß man diese Erprobungen in der Nordflotte durchführen, wo es die entsprechenden großen Tiefen gibt. Danach wird auch die abschließende Entscheidung zum Fertigbau der beiden auf Kiel gelegten Rümpfe auf dem Werk „Admiralitätswerften“ getroffen werden. Ich denke, wenn bei der erfolgreichen Erprobung alle neuen technischen Lösungen, die eingebracht wurden, bestätigt werden, dann wird die Entscheidung über ihren Fertigbau positiv sein.

Hier der Originaltext: http://ria.ru/interview/20120206/558480976.html

Bis dann,

Kaschube_29

Offline hillus

  • Kapitän zur See
  • *
  • Beiträge: 2152
Re: Kein Weiterbau der konventionellen U-Boote Projekt 677 LADA
« Antwort #18 am: 29 März 2012, 11:13:27 »
Russland nimmt an der indischen Ausschreibung für U-Boote teil,
schrieb OLPE am 03.12.2011.


Am 11.03.2012 kam dazu eine neue Meldung vom Взгляд (deutsch MEINUNG)

Das nichtatomare U-Boot (russisch НАПЛ-неатомная подводная лодка) „Amur-1650" mit einer Außenluft unabhängigen energetischen Anlage (russisch ВНЭУ-воздухонезависимой энергетической установкой) wird an der Ausschreibung der Regierung Indiens tatsächlich teilzunehmen. Diese beinhaltet den Kauf bzw. die Lizenzproduktion von sechs nichtatomaren U-Booten, wie ein Vertreter des militärisch-industriellen Komplexes Rußlands mitteilte.
Die Fachkräfte und Spezialisten des ZKB МТ RUBIN beenden z. Zt. die Tests eines Musters für eine Außenluft unabhängige energetische Anlage (ВНЭУ), wie sie perspektivisch für den Bau nichtatomarer U-Boote (NAPL-НАПЛ) der  russischen Seekriegsflotte, als auch für die Exportboote benötigt wird. Dieses Muster ist auf einem Erprobungsstand im Versuchslabor aufgestellt.

Das Vorhandensein einer Außenluft unabhängigen energetischen Anlage ist eine der Bedingungen der indischen Ausschreibung. Deshalb gewinnt das Programm dieser Musteranlage eine besonderer Bedeutung. Es entsteht eindeutig die Frage zur Schaffung einer russischen Außenluft unabhängigen energetischen Anlage, denn die prinzipielle Bedeutung besteht darin, dass entweder eine solche energetische Anlage geschaffen wird oder Russland bleibt hoffnungslos zurück. Als weltweiter Produzent von NAPL verliert Russland dann seine Positionen auf dem Weltmarkt der U-Boote.

Laut Angaben von ARMS-TASS, führt die Vereinigte Schiffsbaugesellschaft (ОСК) das Programm zur Schaffung einer Außenluft unabhängigen energetischen Anlage selbständig durch und ist an einer staatliche Finanzierung interessiert, denn auch perspektivisch sind die NAPL’s mit diesen Antrieben für die russische Seekriegsflotte sehr wichtig.

Das perspektivische Boot für die Seekriegsflotte bzw. den Expoert soll eine Wasserverdrängung von ca. 2000 Tonnen haben, die taktische Bewaffnung soll 4-6 Startrampen besitzen, über eine ВНЭУ verfügen und damit über moderne Kampfwerte. Das U-Boot "Amur-1650" soll fähig sein, aus allen Torpedorohren Salven-Raketenschläge zu starten. Die Bekämpfung von Seezielen und stationären Landzielen hat sich im Vergleich zu anderen Booten vergrößert. Das Vorhandensein eines einzigartigen hydroakustischen Komplexes ermöglicht eine hohe Eigendeckung als auch die verbesserte aktive Suche eines möglichen Gegners.
Der Bootskörper des U-Bootes „Amur-1650“ bekam eine positive Einschätzung des Oberbefehlshabers der russischen Seekriegsflotte Admiral Wladimir Wyssozki.

TTD des NAPL AMUR-1650:
Wasserverdrängung (ÜW): 1765 t
Länge ü. a. 66,8 m
Breite 7m
Tauchtiefe max. 300 m
Vmax u.W. 19 Knoten
Autonomie 45 Tage
Besatzung 35 Mann
Bewaffnung- 6 Torpedoapparate Kaliber 533 mm
Gefechtsvorrat 18 Raketen, Torpedos und der Minen in der jeweiligen Variante der Bewaffnung

Das sind ja wieder Vorhaben, die man kaum glauben kann!

hillus

Offline hillus

  • Kapitän zur See
  • *
  • Beiträge: 2152
Re: Kein Weiterbau der konventionellen U-Boote Projekt 677 LADA
« Antwort #19 am: 02 April 2012, 21:52:58 »
http://flotprom.ru/ berichtete am 11.03.2012

Die Vereinigte Schiffbau Kooperation (OCK-Объединенная судостроительная корпорация) hat sich für 2012 das Ziel gesetzt, Tieftauchversuche mit dem Projekt 677 U-Boot SANKT PETERBURG durchzuführen, sagte ein Vertreter des militärisch-industriellen Komplex vor Presseleuten.
"Derzeit befindet sich die ST. PETERBURG im Probebetrieb und es werden in diesem Jahr eine Reihe von Tiefseetests durchgeführt, berichtete diese Quelle an ITAR-TASS.
Obwohl der Oberbefehlshaber der Seekriegsflotte, Admiral Wladimir Wysotskij früher das Boot scharf kritisierte und es als alte Technik bezeichnete, ist die Führung der OSK nicht seiner Meinung.
Die Entwickler des Bootes, das ZKB RUBIN glaubt an das Projekt 677, das 2012 neu überarbeitet sein wird und dann
dem Oberbefehlshaber wieder vorgelegt wird.
Das Hauptproblem ist derzeit der Antrieb und daran wird fieberhaft gearbeitet.

Bis bald!

hillus

Offline hillus

  • Kapitän zur See
  • *
  • Beiträge: 2152
Re: Kein Weiterbau der konventionellen U-Boote Projekt 677 LADA
« Antwort #20 am: 29 Juli 2012, 13:19:30 »
Die Nachrichtenagentur RIA Novosti teilte mit:

Hinweis: Ich gebe erst einmal den Originaltext der Meldung wieder, dann ein Kommentar!

Nach einer Pause gibt die russische Marine Diesel-U-Boote des Typs „Lada“ wieder in Auftrag. Das teilte Marinechef Viktor Tschirkow am Freitag in Moskau mit.

In der Petersburger Werft Admiraltejskije Werfi liegen zwei U-Boote dieser Klasse, die „Sewerodwinsk“ und die „Kronstadt“, auf Stapel. Deren Bau war auf Befehl des früheren Marinechefs Wladimir Wyssozki ausgesetzt worden, weil das erste Boot aus der Reihe, die „Sankt Petersburg“ nicht den Anforderungen genügt hatte.
Wie Tschirkow am Freitag mitteilte, wird die Serienproduktion der U-Boote wiederaufgenommen, nachdem das Konzept erneuert worden ist. Darüber hinaus baut Russland neue Lithium-Ionen-Batterien und neue außenluftunabhängige Antriebsanlagen für Diesel-U-Boote, so der Marinechef.

Mit den Lada-U-Booten, die mit außenluftunabhängiger Antriebsanlage (AIP) ausgestattet sind, tritt Russland bei einem indischen Wettbewerb gegen Konkurrenten aus Frankreich, Deutschland und Spanien an. Die indische Marine will insgesamt sechs Diesel-U-Boote mit einem Gesamtwert von 11,8 Milliarden US-Dollar kaufen.

Kommentar von hillus:
So einen fehlerhaften Kommentar einfach zu übernehmen ist schädlich für unser schönstes Hobby der Welt. Kaschub_29, Olpe, de erste und ich haben immer wieder darauf hingewiesen, dass die in das Deutsche von irgendwelchen nicht maritim vorbelasteten Redakteuren sehr oft mit Fehlern behaftet sind. Ich bitte die verehrte Leserschaft, wenn sie es ermöglichen kann. immer in die russische Originalmeldung hineinzuschauen und den Vergleich zu wagen.

Hier ist wieder solch ein Fall, wo ein absoluter Käse herauskommt.
1. Es wird in der Originalmeldung fein und säuberlich Projekt 677 LADA geschrieben - in der dt. Fassung nur LADA!!
2. Es wird eindeutig die Exportvariante AMUR-1650 des Projektes 677 genannt - auch das hat man einfach unter den
    Tisch fallen lassen
3. Der größte und beinahe unverzeihliche Fehler ist die Nennung der bereits auf Stapel liegenden zwei Boote - Wie
    oben vergleichbar steht dort SEVERODVINSK :MLL: :MLL: :MLL:. Einmal ist das kein DEPL, sondern ein atomares
    Mehrzweck-U-Boot des Projektes 855 YASEN und andermal heißt dieses Boot SEVASTOPOL!!! :MG: Zum Glück
    stimmt der 2. Name. der erste Bootskörper ist zu 40% und der 2. Bootskörper hat es bisher auf 10% der
    Fertigstellung gebracht. Seine teile liegen faktisch noch in der Bauhalle.
4. Wer noch mehr herausholen möchte, dem stelle ich Auszüge aus dem Originaltext mit dem Obfh. der SKF,
    Vizeadmiral Tschirkow in Russisch ein, damit er nicht so lange suchen muß.

Читайте полный текст интервью с Виктором Чирковым >>

По данным "Адмиралтейских верфей", первый корпус сформирован на 40%, второй - на 10%, а корпус первой экспортной лодки "Амур-1650" готов под техническое насыщение аппаратурой и агрегатами.

Подлодка "Амур-1650" с воздухо-независимой энергетической установкой (ВНЭУ) вместе с подводными лодками "Скорпена" (Франция), Тип-214 (Германия), S-80 (Испания) участвует индийском тендере Project 75(I) на закупку шести подлодок для национальных ВМС общей стоимостью 11,8 миллиарда долларов. Конкурс был объявлен в сентябре 2011 года.

В середине декабря 2011 года пресс-служба "Рособоронэкспорта" сообщила, что санкт-петербургское центральное конструкторское бюро (ЦКБ) "Рубин", которое является проектантом "Амура-1650", представило Индии проект этого корабля, доработанный под требования заказчика.

Российский аналог проекта "Амур-1650" - неатомная лодка проекта 677 "Лада". В 2010 году головной корабль этого проекта - подводная лодка "Санкт-Петербург" - вошла в состав ВМФ для опытной эксплуатации.

Ранее адмирал Владимир Высоцкий сообщил РИА Новости, что первая российская неатомная подлодка с ВНЭУ может быть создана в 2014 году на основе проекта 677. Разработка ВНЭУ идет опережающими темпами специалистами ЦКБ "Рубин".

Читайте далее: http://ria.ru/defense_safety/20120727/710450162.html#ixzz220e69IJI

Grüße aus Braunschweig

hillus









Offline hillus

  • Kapitän zur See
  • *
  • Beiträge: 2152
Re: Kein Weiterbau der konventionellen U-Boote Projekt 677 LADA
« Antwort #21 am: 25 September 2012, 21:55:50 »
Die Nachrichtenagentur RIA NOVOSTI berichtete am 24.09.2012

Die beiden sich in Bau befindlichen U-Boote des Projektes 677 B-586 KRONSTADT und B-587 SEVASTOPOL , deren Bau gestoppt wurde, können nun weitergebaut werden.

Bis 2013 können sie mit neuen Energieantrieben anstelle der bisherig geplanten konventionellen Antriebe sowie Akkumulatoren ausgerüstet werden, teilte der Generaldirektor der OAO Admiralitätswerften in St. Petersburg, Alexander Busakow, mit.

Der Bau dieser beiden U-Boote KRONSTADT und SEVASTOPOL des Projektes 677 LADA (deutsch HARMONIE-EINTRACHT) bei den Admiraltätswerften war vom früheren Oberbefehlshaber der Seekriegsflotte, Admiral Wladimir Wysozkij, gestoppt und eingefroren worden. Der Grund waren die nicht erbrachten militärisch-technischen Leistungsparameter entsprechend den gemachten Vorgaben der Seekriegsflotte.

Der neue Oberbefehlshaber, Admiral Viktor Tschirkow, hatte später entschieden, dass nach Prüfung aller Möglichkeiten und der Beseitigung aller hemmenden Faktoren der Bau fortgesetzt werden könne.

Der Weiterbau der U-Boote dieser Serie hat jedoch noch nicht begonnen. Mit dem Verteidigungsministerium werden nun neue Preise erarbeitet, damit diese Boote fertiggebaut werden können. Bereits das Boot KRONSTADT kann mit den neuen LITHIUM-IONEN-Batterien ausgestattet werden. So kann mit einer geplanung Fertigstellung bis 2015 ausgegangen werden. Diese Batterien sollen die traditionellen Batterien ersetzen. Ihr Einsatz erfordert nicht eine Modifizierung der Ausrüstung der KRONSTADT. Die SEVASTOPOL wiederum soll mit dem beim Marineentwicklungsbüro RUBIN in der Entwicklung befindlichen neuen außenluftunabhängigen Antrieb (воздухо-независимой энергетической установкой - ВНЭУ-VNEU) zur Erprobung ausgestattet werden.

Die kompletten neuen technischen Energieanlagen können jedoch nach ihrer technischen Reife und Fertigstellung nur ab dem dritten Boot des Projektes 677 komplett installiert werden. Deshalb müssen im Gegensatz zum Einsatz von LITHIUM-Batterien beim neuen VNEU die Boote auf Grund der neuen Technologie auch neu gestaltet werden, was ebenfalls RUBIN übernimmt.

Anmerkung:
Nachdem ST. PETERBURG zur Nord Flotte verlegt wird, werden die oben genannten Boote wohl ebenfalls als Versuchsboote dienen, bis der neue Antrieb die Reife erreicht hat, um ihn auch in die Serienboote einzubauen und das kann dauern. Wie weit dann der internationale Bau von nichtatomaren U-Booten in seiner technischen Vervollkommnung gekommen ist sollte der Maßstab des Weiterbaus der russischen Boote sein. Man rühmt sich wohl, dass ihr geplanter neuer Antrieb besser sei als der unserer deutschen außenluftunabhängigen Antriebe, aber die der deutschen U-Boote funktionieren wenigstens.

Ebenfalls sollten zur Erinnerung die bisherigen Ausführungen zum neuen Antrieb von OLPE und anderer Leser mit einbezogen werden, was ich mir ersparte.


Grüße aus Braunschweig

hillus

Offline hillus

  • Kapitän zur See
  • *
  • Beiträge: 2152
Re: Kein Weiterbau der konventionellen U-Boote Projekt 677 LADA
« Antwort #22 am: 26 September 2012, 17:12:53 »
Im Artikel davor kam der Hinweis, dass das  U-Boot ST. PETERBURG nach dem Norden verlegt
Dazu einige Textauszüge aus RIA NOVOSTI vom 24.09.2012!

Das Typboot des Projektes 677 LADA, B-585 ST. PETERBURG, wird zeitweilig von der Baltischen Flotte zur Nord Flotte verlegt!

Die ST. PETERBURG soll bei Tests in der Nord Flotte verschiedene Gefechtsaufgaben erfüllen, teilte die Nachrichtenagentur NOVOSTI mit dem Verweis auf eine Erklärung des Generaldirektoers der OAO Admiralitätswerften St. Petersburg, Alexander Busakow, mit.
"Die Aufgabe wird es sein, für einen begrenzten Zeitraum, unterschiedliche Gefechtsaufgaben in der Nord Flotte zu erfüllen. Dazu war es notwendig, dass für eine Reihe von Komplexen des Bootes neue Kriterien für den Seeraum des Nordens ausgearbeitet werden mussten. Heute kann gesagt werden, dass das Boot mit allen Aufgaben zurechtkommen wird. Es ist damit zu rechnen, dass das Boot Ende September Baltijsk nach dem Norden verlassen wird."

Hinweis Hillus:
Es wurden keine Hinweise gegeben, welche Überführung gewählt wird. Möglich wäre eine Überführung im Transportdock über Inland-Wasserwege nach dem Norden oder eine transozeanische Überführung durch die Ost- und Nordsee, der Norwegensee und dem Nordmeer nach dem vorgesehenen Stützpunkt bei der Nord Flotte.

Der Kommandant von B-585 ST. PETERBURG ist seit dem 21.06.2002 Fregattenkapitän Rischat Renatowitsch Mawljutow.

Grüße aus Braunschweig

hillus

Albatros

  • Gast
Re: Kein Weiterbau der konventionellen U-Boote Projekt 677 LADA
« Antwort #23 am: 07 Oktober 2012, 20:43:22 »
Im Jahr 2013 könnte Russland den Bau des U-Boot-Projekts 677 „Lada“ wieder aufnehmen.

http://german.ruvr.ru/2012_10_06/90397414/

 :MG:

Manfred

Online Kaschube_29

  • Korvettenkapitän
  • *
  • Beiträge: 962
Re: Kein Weiterbau der konventionellen U-Boote Projekt 677 LADA
« Antwort #24 am: 13 Februar 2013, 22:19:01 »
Moin Moin,

heute wurde gemeldet, dass der Weiterbau der dieselelektrischen "Lada"-Klasse (Projekt 677) in der Russischen Föderation in den Staatlichen Verteidigungsauftrag aufgenommen wurde.

Siehe hier die deutsche Nachricht auf ria.ru: http://de.ria.ru/security_and_military/20130213/265519470.html

Gemäß der russischen Ausgabe ist die im Versuchsbetrieb befindliche "Sankt-Peterburg" ("Санкт-Петербург") gegenwärtig in Baltijsk und bereitet sich zur Verlegungsfahrt in die Arktis vor, um dort Erprobungen auszuführen.

Hier der russische Link: http://ria.ru/defense_safety/20130213/922749683.html

Bis dann,

Kaschube_29

Online Kaschube_29

  • Korvettenkapitän
  • *
  • Beiträge: 962
Re: Kein Weiterbau der konventionellen U-Boote Projekt 677 LADA
« Antwort #25 am: 19 März 2015, 20:40:32 »
Moin Moin,

inzwischen wurden die Verträge für den Weiterbau der Bau-Nr. 2 des Projekts 677 "Lada" unter dem Namen "Kronshtadt" ("Kpoнштадт") und den Weiterbau (die erneute Kiellegung) der Bau-Nr. 3 unter dem Namen "Velikiye Luki" ("Beликие Луки") abgeschlossen, wie unter anderem gemeldet wurde:

Quelle tass.ru vom Dienstag, den 17.März 2015 (14.51):

Das dritte „Lada“-Unterseeboot wird bei den „Admiralitätswerften“ entsprechend eines verbesserten Projekts auf Kiel gelegt

Langkawi/ Malaysia, 17.März – TASS. Das dritte konventionelle Unterseeboot des Projekts 677 „Velikiye Luki“ („Beликие Луки“) wird am 19.März auf den „Admiralitätswerften“ auf Kiel gelegt, teilte der Generaldirektor des „Zentralen Konstruktionsbüro für Marinetechnik «Rubin»“  Igor Wilnit (Игорь Вильнит) auf der internationalen Flugzeug- und Marineausstellung „LIMA-2015“ mit.

Geschenk zum Tag des U-Bootfahrers

Ende Februar teilte gegenüber TASS eine Quelle im Hauptkommando der russischen Seekriegsflotte über die Pläne zur Kiellegung des dritten Unterseebootes dieser Klasse zum Tag des U-Bootfahrers mit. Später bestätigte der Oberbefehlshaber der Seekriegsflotte Admiral Wiktor Tschirkow (Bиктор Чирков) diese Meldung.

„Die Kiellegung des dritten Unterseeboots des Projekts 677 «Velikiye Luki» («Beликие Луки») wird am 19.März am Tag des U-Bootfahrers auf der Offenen Aktiengesellschaft «Admiralitätswerften» stattfinden“, sagte der Chef des Zentralen Konstruktionsbüros für Marinetechnik «Rubin»“, wo dieses Projekts ausgearbeitet wurde.

Nach seiner Aussage haben die „Admiralitätswerften“ Verträge des Verteidigungsministeriums sowohl für den Bau des zweiten (des ersten serienmäßigen) U-Boots „Kronshtadt“ („Kpoнштадт“), als auch für den Bau des dritten (des zweiten serienmäßigen) U-Boots „Velikiye Luki“ („Beликие Луки“).

„Diese zwei Unterseeboote des Projekts 677 werden für die russische Seekriegsflotte in einer Modifikation, entsprechend eines verbesserten Projekts gebaut, aber ohne eine außenluftunabhängige Antriebsanlage . Eine derartige Entscheidung wurde von der Führung der Flotte getroffen, damit die Kriegsschiffe in maximal gedrängten Zeiträumen gebaut werden können“, unterstich der „Rubin“-Chef.

„Lada“-Unterseeboot

Unterseeboote des Projekts 677 „Lada“  gehören zur vierten Generation von konventionellen Unterseebooten. Im Vergleich mit den Vorgängern verfügen sie über eine geringere Geräuschentwicklung und über verbesserte Systeme. Die „Ladas“ sind wesentlich kleiner als Unterseeboote des Projekts 636 „Warschawjanka“ ; ihre Wasserverdrängung beträgt 1.750 t anstelle von 2.300 t. Hierbei ist die volle Unterwassergeschwindigkeit von 19 auf 21 kn beträchtlich gestiegen.

Das Typ-Unterseeboot des Projekts 677 „Sankt-Peterburg“ („Caнкт-Петербург“) befindet ich seit dem Jahre 2010 im Versuchsbetrieb. Der Bau des zweiten und dritten Unterseebootes, die in den Jahren 2005 und 2006 auf Kiel gelegt wurden, ist eingestellt worden. Entsprechend den Angaben der TASS-Quelle im Verteidigungs-Industriekomplex soll die Flotte sie in den Jahren 2017 – 2018 erhalten. Ende des vergangenen Jahres wurde auf den „Admiralitätswerften“ mitgeteilt, daß man damit rechnet, einen neuen Vertrag über eine Serie von „Lada“-Unterseebooten für die russische Seekriegsflotte zu erhalten. Hierbei teilte der Oberbefehlshaber der Seekriegsflotte zuvor mit, daß die Industrie die Antriebe für diese U-Boote verbessert hat, indem die Zuverlässigkeit erhöht und die Geräuschentwicklung verringert wurde.


Hier ist diese Meldung nachzulesen: http://tass.ru/armiya-i-opk/1834286

Die Bau-Nr. 2 und 3 (ursprünglich einmal als "Sevastopol´" ["Ceвастополь"] am 10.November 2006 auf Kiel gelegt, dann aber später eingefroren) werden etwas modifiziert, ohne aber einen außenluftunabhängigen Antrieb zu erhalten. Diese U-Boote werden anscheinend auch die Namen von (Paten-)Städten tragen, wie die bisherigen drei Namensträger des Projekts 677/677M zeigen.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

P. S.: Und diese (erneute und damit zweite) Kiellegung fand am 19.März statt, dem "Tag der U-Bootfahrer" ("День моряка-подводника") in der Russischen Föderation.
« Letzte Änderung: 19 März 2015, 20:46:57 von Kaschube_29 »

Offline bodrog

  • Kapitän zur See
  • *
  • Beiträge: 1523
Re: Kein Weiterbau der konventionellen U-Boote Projekt 677 LADA
« Antwort #26 am: 20 März 2015, 01:50:38 »
Sorry - wenn ich jetzt die ketzerische Frage stelle: FÜR WAS UND GEGEN WEN RICHTET SICH EIGENTLICH DIESE MASSIVE AUFRÜSTUNG??? -China? - wohl doch eher nicht...

PS: Könnte man das auch in einem Gesamtzusammenhang sehen? (evtl. neuer Threath)

Offline lafet944

  • Fähnrich
  • *
  • Beiträge: 279
Re: Kein Weiterbau der konventionellen U-Boote Projekt 677 LADA
« Antwort #27 am: 20 März 2015, 09:00:51 »
Massive Aufrüstung? Na, kommt vielleicht auf die Brille an, durch die man das sieht.

Das Vorgängerprojekt 877 stammt aus den 1970er Jahren, wurde ab 1980 (sind wirklich schon 35 Jahre, Kinder wie die Zeit vergeht) gebaut. Seit 1992 ist nicht viel passiert, faktisch wurde eine ganze Generation Marineschiffsentwicklung (und -bau) ausgelassen. Wenn man sieht, was in der gleichen Zeit weltweit vom Stapel gelaufen ist, würde ich das für eine normale technische Weiterentwicklung halten.

Das haben übrigens selbst die maritimen Amateure erkannt (Zitat aus Wikipedia: "...Aus rein technologischer Sicht dürfte die Kilo-Klasse den neuesten westlichen Entwicklungen mit außenluftunabhängigem Antrieb – und entsprechendem Preis – wie der Scorpène-Klasse, der U-Boot-Klasse 212 A oder U-Boot-Klasse 214 nicht gewachsen sein, weshalb in Russland derzeit am komplett neuentwickelten Projekt 677 Lada/Amur gearbeitet wird..."

q.e.d.

Viele Grüße

Offline Hades

  • Fregattenkapitän
  • *
  • Beiträge: 1144
Re: Kein Weiterbau der konventionellen U-Boote Projekt 677 LADA
« Antwort #28 am: 20 März 2015, 15:52:56 »
DIESE MASSIVE AUFRÜSTUNG???

massive Aufrüstung?   :MLL: 
Da gibt es noch andere Größenordnungen z.B. hier im SIPRI-Report für 2013 zu lesen/sehen:

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/157935/umfrage/laender-mit-den-hoechsten-militaerausgaben/
Servus
Lothar

Offline Ulrich Rudofsky

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 5593
  • USN GÖSCH: DONT TREAD ON ME
    • Mein Google Picasa Album
Re: Kein Weiterbau der konventionellen U-Boote Projekt 677 LADA
« Antwort #29 am: 20 März 2015, 17:07:57 »
Aus der Pravda 18.03.2015
Russia's new 4th generation Lada submarine to nullify USA's naval power.   [Russlands neues  4.
Generation Lada-U-Boot wird die  Seemacht der USA zunichtemachen.]
http://english.pravda.ru/russia/politics/18-03-2015/130061-russia_new_lada_submarine-0/
Zitat
“ Anti-Russian militaristic hysteria has been snowballing in the West lately. Having noticed the revival of the traditionalist, imperial Russia that the deceitful Western Sodom has been humiliating and insulting for decades, the "free" European and American media filled their reports and pages with alarmist headlines about Moscow's "military preparations." “

[Anti-russische militaristische Hysterie hat im Westen in letzter Zeit exponentiell zugenommen. Die Wahrnehmung des Wiedererwachens des traditionalistischen, kaiserlichen Russlands, hat das betrügerische Westliche Sodom seit Jahrzehnten demütigend und beleidigend in ihren "freien" europäischen und amerikanischen Medien mit ihren Berichten und Seiten mit alarmierenden Schlagzeilen über Moskaus "militärischen Vorbereitungen” überflutet. ]
Ulrich Rudofsky