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Wird K-3 LENINSKIY KOMSOMOL Museums-U-Boot???

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hillus:
Noch ein U-Bootmuseum??? :roll:

Im Oktober 2011 trafen sich die Delegationen der Vereinigten Schiffsbaugesellschaft (OSK) und des OAO Zentrums für Schiffreparaturen MP ZVEZDOCHKA (russisch OAO ЦC MП Звездочка) zu einem Arbeitsbesuch bei der SRZ NERPA (russisch СРЗ Нерпа).

Neben anderen Fragen ging es um das weitere Schicksal des ersten einheimischen atomaren U-Bootes К-3 LENINSKIY KOMSOMOL (russisch К-3 Ленинский комсомол) des Projektes 627А (NATO Code NOVEMBER). Das Boot befindet sich z. Zt. zur bevorstehenden Verschrottung auf einem Platz der Werft, der bald anderweitig benötigt wird.

Deshalb ist es eine dringliche Aufgabe der SRZ NERPA, die eine Filiale der OAO MP TsS ZVEZDOCHKA ist, K-3 wieder zu Wasser zu lassen!!! Das Schiff befindet sich seit 2005 bei NERPA. Mehrmals schon wurden Versuche unternommen, das Atom-U-Boot zu verwerten, aber dank den Werftarbeitern, den Veteranen der Seekriegsflotte, der Verwaltung der Stadt Murmansk und ihres Gebietes gelang es, das Boot vor der Verschrottung zu retten.

In 2010 fasste das Verteidigungsministerium den Beschluss, das Atom-U-Boot К-3 nicht zu verschrotten. Auf Antrag der Veteranen der Seekriegsflotte, der Projektanten und Erbauer des Bootes würde das St.-Petersburger Büro MALACHIT das atomare U-Boot К-3 in ein schwimmendes Museum umwandeln. Bisher wurden verschiedene Standorte des Museums diskutiert, ursprünglich in Sankt Petersburg nicht weit vom Kreuzer AURORA, jetzt in Murmansk neben dem atomaren Eisbrecher LENIN. Es gibt auch den Vorschlag es bei SEVMASH aufzustellen, wo mehr als ein halbes Jahrhundert Atom-U-Boote gebaut wurden.

Bei der SRZ NERPA sind alle notwendigen Vorbereitungen zur Aufbewahrung des Bootskörpers getroffen. Die endgültige Lösung der Frage über die Umgestaltung von К-3 in einen Museumskomplex wird aber derzeit aus Mangel an Finanzierungsmöglichkeiten zurückgehalten.

Grüße aus Braunschweig

hillus

Kaschube_29:
Moin Moin,

was lange währt, wird anscheinend doch noch etwas, wie gestern RIA Novosti berichtete:

Quelle ria.ru vom Dienstag, den 21.April 2015 (13.56):

Das erste russische Atomunterseeboot „Leninskiy komsomol“ („Ленинский комсoмол“) wird ein Museum
Murmansk, 21.April – RIA Novosti. Das erste russische Atomunterseeboot „Leninskiy komsomol“ („Ленинский комсoмол“) wird nach der Abdichtung auf einem Schiffbauwerk zu Wasser gelassen, wonach man seine Umwandlung in ein Museum beginnt, teilte gegenüber RIA Novosti das Mitglied des Marinekollegiums bei der Regierung der Russischen Föderation, der Abgeordnete der Murmansker Gebietsduma Wjatscheslaw Popow (Bячеслав Попов) mit.

Die „Leninskiy komsomol“ ([„Ленинский комсoмол“] „K-3“), die im Jahre 1991 aus dem Bestand der Nordflotte herausgenommen wurde, ist im Jahre 2005 von Gremicha zum Werk „Nerpa“ im Murmansker Gebiet verbracht worden. Seit dieser Zeit befindet es sich auf dem Bauplatz des Schiffsinstandsetzungswerks. Alle diese Jahre trug das Werk die Verluste, weil die „K-3“ Produktionsflächen in Beschlag nahm.

Das weitere Schicksal des Bootes war lange Zeit unbestimmt, aber jetzt hat das Verteidigungsministerium Gelder zur Konvertierung (dem Zuschweißen aller Außenbordsöffnungen) des Unterseebootes zugewiesen. „Gegenwärtig findet diese Konvertierung statt. Das ist nötig, um das Boot wieder zu Wasser lassen zu können. Weiter soll dann noch die Entscheidung über die Wahl der Projektorganisation erfolgen, der dann das Projekt für die Umgestaltung des Bootes in ein Museum ausführt“, sagte Popow.

Die Pressesekretärin von „Nerpa“ Irina Ansulatowa (Ирина Анзулатова) bestätigte, dass gegenwärtig im Werk die Arbeiten zur Konvertierung des Bootes stattfinden. „Zum Sommer werden wir es zu Wasser lassen. Dann muß noch die Entscheidung getroffen werden, wie aus ihm ein Museum gemacht wird. Die Hauptsache ist, dass es sich in einem sicheren Zustand befindet“, sagte Ansulatowa gegenüber RIA Novosti.

Nach den Worten von Popow soll gemäß dem Umstand, wie das U-Boot in ein Museum umgewandelt werden soll, auch die Entscheidung über den Standort des Bootes getroffen werden. Es werden unterschiedliche Varianten vorgeschlagen, aber ein Vertreter des Marinekollegiums aus der Polarregion meint, dass es gerecht wäre, wenn das Boot seinen letzten Liegeplatz im Murmansker Gebiet findet: in der Nähe des ersten Atom-Eisbrechers „Lenin“ („Ленин“), der ebenfalls in ein Museum umgewandelt wurde. „Ich schätze die Wahrscheinlichkeit für eine Entscheidung zugunsten des Murmansker Gebietes zum gegenwärtigen Tag mit 80% ein“, merkte Popow an.

An Bord des Atomunterseebootes „Leninskiy komsomol“ („Ленинский комсoмол“) ereignete sich im September 1967 eine Tragödie am 56.Tag einer Fahrt bei der Rückkehr des Unterseebootes in Unterwasserlage von einem Gefechtsdienst. In der 1.Abteilung gab es einen Brand. Der Befehlshabende der zweiten Abteilung Kapitänleutnant Anatolij Maljar (Aнатолий Маляр) traf die einzige richtige Entscheidung und schloß von innen die Schott-Tür zwischen der zweiten und der dritten Abteilung, brachte die Ausbreitung des Feuers hiermit zum Halten, damit rettete er das U-Boot vor dem Untergang. 39 Mann wurden Opfer der Tragödie.

Hier ist die Meldung nachzulesen: http://ria.ru/defense_safety/20150421/1059961623.html

Hier ist noch anzumerken, dass die „K-3“„Leninskiy komsomol“ („K-3“„Ленинский комсoмол“ [NATO-Bezeichnung: "November"-Klasse, russische Projektnummer 627]) seit geraumer Zeit in drei Teilen auf der Werft liegt; die Reaktorsektion wurde herausgetrennt im Rahmen der Atom-U-Bootentsorgung und eine naturgetreue Sektion wurde als Ersatz hierfür nachgebaut. Diese Sektion muß dann noch in den U-Bootrumpf eingefügt werden und dann folgt die Ausgestaltung des Museums.
Die Entscheidung zur Herrichtung des ersten sowjetischen/russischen Atomunterseebootes ist schon vor einigen Jahren getroffen worden, aber der Eigentümer, das russische Verteidigungsministerium mit der russischen Seekriegsflotte, hatte über längere Zeit keine Gelder für die Anfangsarbeiten auftreiben können.

Mal sehen, wo der Standort des neuen russischen U-Bootmuseums tatsächlich sein wird.


Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

Urs Heßling:
moin,


--- Zitat von: Kaschube_29 am 22 April 2015, 22:55:14 ---Mal sehen, wo der Standort des neuen russischen U-Bootmuseums tatsächlich sein wird.

--- Ende Zitat ---
Wenn es sich selbst finanzieren soll (Eintrittsgelder Touristen), kann eigentlich nur St. Petersburg in Frage kommen, als Kontrastprogramm zur Eremitage, zum Winterpalais und zu Zarskoje Selo und natürlich längsseits der "Avrora"

Gruß, Urs

der erste:
Das muss sich nicht selbst finanzieren. Es ist ja nicht wie hier, wo fast jedes Museum sehen muss wie es klar kommt. Wenn dort auf höchster Ebene die Entscheidung für ein Museum getroffen wird, wird es auch finanziert. Sicherlich beweisen auch dort Ausnahmen die Regel, das waren dann aber private Initiativen. Gerade jetzt wo die patriotische Erziehung seit einigen Jahren wieder in den Vordergrund gestellt wird, könnte dieses U-Boot als erstes sowjetisches Atom U-Boot eine Art Prestigeobjekt werden. Aber das wird ja noch einige Jahre dauern. Russland ist groß und der Zar ist weit. Auf alle Fälle muss in der Weft der Stapelplatz frei gemacht werden.

Albatros:
Sputnik meldet hierzu folgendes.....http://de.sputniknews.com/panorama/20150503/302097966.html

 :MG:

Manfred

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