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Autor Thema: 70. Jahrestag des "20. Juli"  (Gelesen 1519 mal)

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Offline Rheinmetall

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70. Jahrestag des "20. Juli"
« am: 20 Juli 2014, 14:08:51 »
"70 Jahre ist es her, doch daran erinnern tut sich heut zu Tage kaum noch wer...."

Erinnerung an 20. Juli 1944 verblasst

Wissen um den 20. Juli vor allem eine Frage des Alters.
 
Das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg jährt sich in diesem Jahr zum siebzigsten Mal. Aktuell können nur noch 43 Prozent der Deutschen sagen, was am 20. Juli 1944 geschah. 1985 waren es noch 61 Prozent und 1970 59 Prozent.
 
Insbesondere ist das Wissen in der jungen Generation sehr begrenzt. Gerade einmal 26 Prozent der 16- bis 29-Jährigen wissen, wofür der 20. Juli steht. Selbst von den 16- bis 29-Jährigen mit (Fach-)Abitur können nur 42 Prozent den 20. Juli dem Attentat auf Hitler zuordnen. Demgegenüber verbinden 59 Prozent der 60-Jährigen und Älteren dieses Datum mit dem Attentat auf Hitler.

Die Mehrheit der Bevölkerung sieht im 20. Juli denn auch vorrangig ein geschichtliches Ereignis ohne besondere Bedeutung für die heutige Zeit. Die Sichtweise hängt allerdings auch deutlich vom eigenen Wissen um die Geschehnisse des 20. Juli ab. Von denjenigen, die ungestützt den 20. Juli richtig einordnen konnten, messen 45 Prozent diesem Datum noch eine besondere Bedeutung für die Gegenwart bei. Von denjenigen, die nicht wussten, was am 20. Juli passierte, sind es lediglich 15 Prozent.

Auch bei der Frage, ob der 20. Juli in Erinnerung bleiben sollte, unterscheiden sich die Antworten deutlich in Abhängigkeit vom geschichtlichen Wissen um dieses Datum. Insgesamt ist fast jeder zweite Deutsche der Meinung, dass der 20. Juli in Ehren gehalten werden sollte. Von denjenigen, die wissen, wofür dieses Datum steht, sind es 62 Prozent. Von denjenigen, die dieses Datum nicht einzuordnen wussten, sind es lediglich 30 Prozent .

Das Institut für Demoskopie Allensbach hat 1.499 Personen ab 16 Jahre zwischen dem 25. April und 9. Mai 2014 befragt.

Rheinmetall
Ab Kapstadt ohne Kreiselkompass - Jürgen Oesten, U 861

Offline Trimmer

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Re: 70. Jahrestag des "20. Juli"
« Antwort #1 am: 20 Juli 2014, 16:05:29 »
Hallo Rheinmetall - wirft das nicht auch ein bezeichnetes Licht auf unser Schulsystem - auf unser Bildungssytem  :? O.k. es muß nicht jedes Datum vom Urschleim bis in die Gegenwart von jedem Schüler  gekannt werden aber manchmal kommt mir es so vor als ob bestimmte Teile der dt. Geschichte einfach "verdrängt " werden sollen. Sei es die Kaiserzeit, sei es 1933-45 ja und sogar bis 1989 .

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Offline Ulrich Rudofsky

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Re: 70. Jahrestag des "20. Juli"
« Antwort #2 am: 20 Juli 2014, 19:26:53 »
Meine Erinnerungen an den 20-21 Juli 1944 (Jahrgang 1935):  in meiner Heimatstadt Bischofteinitz (damals Sudentenland) hatten sofort und für kurze Zeit einige Geschäftschaufenster und die Volksbank Hitler Bilder mit schwarzen Schleifen oder Rahmen. Meine Mutter hoffte das es wahr ist...... 
Ulrich Rudofsky

Offline Rheinmetall

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Re: 70. Jahrestag des "20. Juli"
« Antwort #3 am: 20 Juli 2014, 23:17:03 »
Guten Abend Ihr beiden !

Doch Achim - genau deshalb habe ich auch dieses Thread eröffnet.
Da will man immer mit aller Gewalt aus der Geschichte lernen, bzw. wir als Deutsche sie nicht wiederholen, aber dann werden solche historische Daten wie der besagte 20. Juli einfach unter den Tisch gekehrt.
Aber die Medien scheint es nicht zu jucken, während z.B. über das D-Day-Jubiläum in der Normandie recht ausführlich berichtet wurde, wird von diesem historischen Datum absolut nichts erwähnt.

Ich finde diese Verhalten und die Zahlen sehr erschreckend und bedenklich.

Viele Grüße,

Matze
Ab Kapstadt ohne Kreiselkompass - Jürgen Oesten, U 861

Offline Ulrich Rudofsky

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Re: 70. Jahrestag des "20. Juli"
« Antwort #4 am: 20 Juli 2014, 23:37:10 »
Mein Onkel Hubert Rudofsky war kurze Zeit im 17. Bamberger Reiter & Kavallerie Regiment.  Das war auch von Stauffenbergs Regiment.  Hubert diente in vier Kavallerien: kuk und danach der Republic, dann in der Tschechei, und dann im Deutschen Reich.  Bis zu seinem Tod war er ein oesterreichischer Monarchist  :MG:

http://www.hostau.org/html_en/lipizzaners.html  https://picasaweb.google.com/116219861399977821152/HubertRudofsky1985Award?authkey=Gv1sRgCIuFnbq2g4_FdQ
Ulrich Rudofsky

Offline M-54842

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Re: 70. Jahrestag des "20. Juli"
« Antwort #5 am: 21 Juli 2014, 19:15:51 »
"70 Jahre ist es her, doch daran erinnern tut sich heut zu Tage kaum noch wer...."
 
Insbesondere ist das Wissen in der jungen Generation sehr begrenzt.
Rheinmetall

Das wundert mich überhaupt nicht Matze. Eine Reihe von Faktoren trägt dazu bei. Einer davon ist, wie bereits genannt, das Bildungssystem.
Machen wir uns nichts vor. Je mehr die Generation der "Alten", also unserer Väter und Großväter, die diese Zeit erlebt haben, ausstirbt, um so mehr wird dieser Tag verblassen. Ein anderer Punkt, der dazu beigeträgt, dass dieser Tag nicht mehr im Bewusstsein der jungen Männer verankert ist, ist die Abschaffung der Wehrpflicht. Viele der jungen Männer, wenn sie nicht historisch interessiert sind, werden mit militärischen Fragen kaum noch konfrontiert werden.

Offline Teddy Suhren

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Re: 70. Jahrestag des "20. Juli"
« Antwort #6 am: 21 Juli 2014, 21:02:58 »
Hai

(...)über das D-Day-Jubiläum in der Normandie recht ausführlich berichtet wurde, wird von diesem historischen Datum absolut nichts erwähnt.
(...)

Ich weiss ja nicht welche Nachrichten Du nicht gesehen hast. Gestern waren in jeder Nachrichtensendung vom Bendler Block, Kranzniederlegung mit dem Entschuldigungsonkel und Gedenkveranstaltungen u.a. in Plötzensee usw. die Rede.