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Autor Thema: Neues aus der Roten Flotte  (Gelesen 331769 mal)

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Offline Schappi1976

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Re: Neues aus der Roten Flotte
« Antwort #840 am: 02 August 2020, 14:52:18 »
Die RBU 6000 dienen auch zur Beschießung bei Landungen...
Normalerweise sind sie ungelenkt, also nicht wirklich für Torpedoabwehr zu gebrauchen.. Der Nachfolger RPK-8 ist gelenkt und kann auch gegen Torpedos eingesetzt werden..

Hier mal ein Link, wo man den Nachlademechanismus gut sieht und natürlich auch etwas Feuerwerk^^

In live ist es einfach der Wahnsinn, also der Sound, der Geruch, die Druckwellen etc. getreu dem Motto: Krieg ist die Hölle, aber der Sound ist geil...
Ich hatte das Glück das alles live zum Tag der Flotte 2014 in Baltjisk zu erleben..zum Glück hatte ich einen guten Platz ergattert und konnte alles halbwegs gut auf Video aufzeichnen :)

https://www.youtube.com/watch?v=xmW4aMAPNh0

vg Angel

Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.
Antoine de Saint-Exupéry

Offline der erste

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Re: Neues aus der Roten Flotte
« Antwort #841 am: 02 August 2020, 19:20:22 »
Bisher waren und sind alle sowjetischen/russischen Landungsschiffe mit Bewaffnung zum Anlanden an vorbereiteter und unvorbereiteter Küste ausgerüstet. Insofern würde ein Geschosswerfer an Bord Sinn machen. Der RBU 6000 wird es wohl sicherlich nicht sein, bei dem der Einsatz zur Torpedo- und Seezielraketenabwehr aber durchaus als eine Abwehrvariante vorgesehen war. Inwieweit sie in der VM geübt wurde, kann ich allerdings nicht sagen. In der sowjetischen und russischen aber sehr wohl. Der Einsatz bei Anlandungen konnte und kann eigentlich nur eine Hilfseinsatzvariante sein.
Allerdings sind bis jetzt noch keine offiziellen Darstellungen dieses neuen Projektes veröffentlicht worden, sondern nur vage Zeichnungen und Bilder der Tafel, die bei der Kiellegung eingesetzt bzw. angeschraubt wurde. Warten wir mal, was noch kommt.

Offline olpe

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Re: Neues aus der Roten Flotte
« Antwort #842 am: 03 August 2020, 15:37:26 »
Hallo,
Bisher waren und sind alle sowjetischen/russischen Landungsschiffe mit Bewaffnung zum Anlanden an vorbereiteter und unvorbereiteter Küste ausgerüstet. Insofern würde ein Geschosswerfer an Bord Sinn machen. Der RBU 6000 wird es wohl sicherlich nicht sein, [...] Warten wir mal, was noch kommt.
… das sehe ich ähnlich. Bei der Betrachtung der Oberdecksansicht der Skizze von Projekt 23900 in Jochens Post --/>/> klick haben die vier Werfer zumindest eine gewisse Ähnlichkeit mit dem 122mm-Salvenwerfer A-215 GRAD-M, der auf den BUYAN‘s vom Projekt 21630 eingrüstet wurde --/>/> klick.
Q link: en.topwar.ru
Grüsse
OLPE

Offline maxim

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Re: Neues aus der Roten Flotte
« Antwort #843 am: 03 August 2020, 16:18:25 »
Aber soll so ein Werfer auf einem Hubschrauberträger? Die größte Reichweite, die ich gefunden habe, ist 40 km - deutlich weniger als die Reichweite landgestützter Anti-Schiffsraketen.  Ein solch ein Hubschrauberträger ist ein optimales Ziel, wenn er in Reichweite fährt - und eigentlich würde er das ja normalerweise vermeiden, in dem die Hubschrauber verwendet werden.

Offline Schappi1976

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Re: Neues aus der Roten Flotte
« Antwort #844 am: 03 August 2020, 16:59:40 »
Eine der Aufgaben, ist das Anlanden eigener Truppen... die kleinen Bootchen, die die Truppen und die Fahrzeuge aufnehmen, fahren bestimmt keine 40km oder mehr bis zur Küste ;)

Zum einen würde es viel zu lange dauern. Zum anderen wird den Landratten dann auch mal schnell komisch in der Magengegend.. Was ja auch bei der Landung in der Normandie 1944 viele Soldaten außer Gefecht gesetzt hat :/

Auch sollte man in Betracht ziehen, dass die Flieger die Raketenstellungen an Land schon vor der Anlandung zerstört haben. So können die Schiffe näher an die Küste heran fahren.

Und nicht zu unterschätzen: der psychologische Effekt, welcher bei Raketenbeschuß erzielt wird.. Siehe 2.WK, die gefürchtete "Stalinorgel"..

Im Prinzip muss man immer auf viele Varianten der Kriegsführung vorbereitet sein, was jedoch nie eine Garantie für eine erfolgreiche Operation beinhaltet.
Umgekehrt kann man nicht alle Eventualitäten im Vorfeld in betracht ziehen.. Dann wären wir wieder bei immens großen Schiffen, damit alle Systeme untergebracht werden können.. das zieht einen Rattenschwanz hinter sich her.. Größeres Schiff, mehr Verdrängung, größere Motoren, größere Standkraft um die hohen Investitionskosten besser zu schützen etc...

Warum keine zusätzlichen Geschütze vorgesehen sind? Keine Ahnung :(
Vielleicht fehlt auch ein geeigneter Aufstellungsort, Statik wäre dann unzureichend, zu teuer, noch mehr Personal und Feuerleitanlagen usw..

Die herkömmliche Kriegsführung sollte auch nicht vergessen werden...
In der Deutschen Marine werden ja auch wieder größere Geschütze verbaut. Unter anderem, damit auch wieder besserer Landbeschuß möglich ist. Also größere Reichweite als die 7,6cm OtoMelara, größere Wirkung am Ziel etc..Dafür ist die Kadenz halt wieder geringer..

Alles hat sein für und wieder..

Letztlich muss man immer versuchen, einen gesunden Kompromiß zu finden ;)

vg Angel

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Antoine de Saint-Exupéry

Offline maxim

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Re: Neues aus der Roten Flotte
« Antwort #845 am: 03 August 2020, 17:12:28 »
Aber wir reden doch von einem Hubschrauberträger oder? Also der Anlandung von Truppen mit Hubschraubern?

So viele Flieger, dass die mobilen und getarnten Raketenstarter an Land alle erwischen würden, kann die russische Marine doch gar nicht einsetzen - selbst wenn sie ihren einzigen kleinen Träger mal wieder einsatzfähig bekommen. Der hatte laut dem russischen Wikipedia 24-26 Flugzeuge an Bord.

Offline Schappi1976

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Re: Neues aus der Roten Flotte
« Antwort #846 am: 03 August 2020, 17:27:39 »
Die Hubschrauberkomponente ist nur ein Teil..
Sie wurden auch als amphibische Landungsschiffe entworfen..
D.h. Achtern können kleine Landungsboote ausgesetzt werden.. wenn ich mich jetzt nicht täusche, ist auch eine Bugklappe vorgesehen ...
Gepanzerte Fahrzeuge würden die Transportfähigkeiten gewichtsmässig überfordern .

Zum Thema Geschütz ist mir noch folgendes eingefallen:
Um alle Seiten des Schiffes abdecken zu können, müssten eigentlich 4 Geschütze verbaut werden. Da wird es platzmässig eng, bedenke die  Kosten, die Statik und der Personalaufwand.

Laut Wiki ist zumindest ein 76mm Geschütz vorgesehen..

Vg Angel
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Antoine de Saint-Exupéry


Offline Seafire

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Re: Neues aus der Roten Flotte
« Antwort #848 am: 17 August 2020, 23:19:03 »
Wieder was Neues

https://vk.com/milinfolive?z=photo-123538639_457477703%2Falbum-123538639_00%2Frev

An der Adm. Nakhimov wurden einige Änderungen vorgenommen!

LG, Seafire

Offline lafet944

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Re: Neues aus der Roten Flotte
« Antwort #849 am: 18 August 2020, 08:20:58 »
Hallo,

… das sehe ich ähnlich. Bei der Betrachtung der Oberdecksansicht der Skizze von Projekt 23900 in Jochens Post --/>/> klick haben die vier Werfer zumindest eine gewisse Ähnlichkeit mit dem 122mm-Salvenwerfer A-215 GRAD-M, der auf den BUYAN‘s vom Projekt 21630 eingrüstet wurde --/>/> klick.
Q link: en.topwar.ru
Grüsse
OLPE

Zukunftssicherer wäre das Sytem 9A53 Tornado https://de.wikipedia.org/wiki/9A53_Tornado. Das System bietet mehr Flexibilität.
In dem Zusammenhang wäre entscheidend, ob das Handling der unterschiedlichen Bestückung auf einem Schiff gelöst werden kann.

Viele Grüße

Offline olpe

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Re: Neues aus der Roten Flotte
« Antwort #850 am: 21 August 2020, 21:33:05 »
Hallo,
am 18.08.2020 ist aus dem Trockendock der SEVMASH-Werft in Sewerodwinsk die „ADMIRAL NAKHIMOV“ gezogen worden. Der atomgetriebene Kreuzer liegt ja bereits seit Juni 2013 zur grundlegenden Moderisierung in der Werft.
--/>/> klick Bild
--/>/> klick Video
Einige Film- und Animationssequenzen im Clip sind allerdings mit Vorsicht zu genießen …
(Link Bild: https://topcor.ru).
Soweit für den Moment.
Grüsse
OLPE

Offline Kaschube_29

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Re: Neues aus der Roten Flotte
« Antwort #851 am: 28 August 2020, 22:06:00 »
Moin Moin,

in der Russischen Föderation findet vom 22.August - 29.August 2020 das 6.Internationale militärisch-technische Forum "Armiya-2020" ("Армия-2020") statt, das hauptsächlich auf dem Gelände des Kongress- und Ausstellungszentrums "Patriot" in Kubinka ([Кубинка] in der Nähe von Moskau) und einigen Aussenorten (u. a. in Kronstadt) stattfindet.

Im Verlauf dieser Veranstaltung wurden bisher weitere Verträge zu Beschaffungen für die russische Seekriegsflotte von

- 8 Korvetten des Projekts 20380 (NATO-Bezeichnung: "Steregushchiy"-Klasse),
- 2 Korvetten des Projekts 20385 (NATO-Bezeichung: "Gremyashchiy"-Klasse),
- 2 Fregatten des Projekts 22350 (NATO-Bezeichnung: "Admiral Gorshkov"-Klasse),
- 1 dieselgetriebenem Unterseeboot des Projekts 636.3 (NATO-Bezeichnung: "Kilo-IV"-Klasse) und
- 1 dieselgetriebenem Unterseeboot des Projekts 677 (NATO-Bezeichnung: "Sankt-Peterburg"-Klasse) abgeschlossen. Außerdem wurde ein Vertrag zur Beschaffung von
- 21 Jagdflugzeugen vom Typ Su-30SM2 für die Marinefliegerkräfte und auch Verträge zu Ergänzungen bei der Modernisierung des Atom-Raketenkreuzers "Admiral Nakhimov" ("Адмирал Нахимов" [NATO: "Kirov"-Klasse]) und bei Instandsetzungen und Modernisierungen von Atomunterseebooten des Projekts 971 (NATO: "Akula"-Klasse) unterzeichnet.

Quelle: https://tass.ru/armiya-i-opk/9285181
https://www.vedomosti.ru/politics/articles/2020/08/25/837739-minfin-roskosmos?fbclid=IwAR1wRj83P7hMPQkB1TB26OALx0vCmO6ah71M2zHRFQgUoRQ2-cgMfaNlyfY


Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

Offline Kaschube_29

  • Korvettenkapitän
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Re: Neues aus der Roten Flotte
« Antwort #852 am: 28 August 2020, 22:40:04 »
Moin Moin,

im Rahmen des 6.Internationalen militärisch-technische Forum "Armiya-2020" ("Армия-2020") wurde von der russischen Nachrichtenagentur TASS auch ein Interview mit dem Generaldirektor der Selenodolsker Firma "Ak Bars"  ("Ак Барс") Renat Mistachow (Ренат Мистахов) veröffentlicht.
Diese  Firma ist auch Eigentümer des "Selenodolsker Entwurfs- und Konstruktionsbüros" ("Зеленодольское проектно-конструкторское бюро"), in dem das universelle Landungsschiff des Projekts 23900 entwickelt wurde. Was nun die Bewaffnung betrifft...

Hallo,
Bisher waren und sind alle sowjetischen/russischen Landungsschiffe mit Bewaffnung zum Anlanden an vorbereiteter und unvorbereiteter Küste ausgerüstet. Insofern würde ein Geschosswerfer an Bord Sinn machen. Der RBU 6000 wird es wohl sicherlich nicht sein, [...] Warten wir mal, was noch kommt.
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Q link: en.topwar.ru
Grüsse
OLPE


... so wurde angegeben, dass die Bewaffnung nur aus Verteidigungsbewaffnung besteht und zwar aus Flugabwehr-Raketensystemen, die im Bug- und im Heckbereich untergebracht sind. An Hubschraubern sollen mindestens zehn schwere Hubschrauber untergebracht werden (u. a. Ka-27, Ka-31, Ka-52K, als auch andere [ursprünglich nur an Land eingesetzte] Hubschrauber).
Als Hauptzweck der Einheiten des Projekts 23900 wurde der Einsatz als Transporteinheit für Expeditionseinheiten und deren Anlandung genannt. Eine Nebenfunktion kann auch der Einsatz als Hospitalschiff sein.

Weitere Bewaffnung (z. B. für den Küstenbeschuß) soll nicht auf dem Projekt 23900 untergebracht werden; ein möglicher Küstenbeschuß soll durch Begleitkriegsschiffe erfolgen.

Die Hauptarbeiten an den Einheiten des Projekts sollen im ersten Quartal 2021 beginnen...

Hier ist das Interview mit Mistachow nachzulesen: https://tass.ru/interviews/9296405

Meine Anmerkung: als Flugabwehr-Raketensystem sehe ich hier das System "Pantsir-M"  ("Панцир-М"), das für die Verteidigung des Nahbereichs gegen Luftangriffsmittel sicherstellen soll.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)