Flotten der Welt > Italienische Marine - U-Boote

Fragen zu ital. U-Booten im Einsatz vor Nordafrika

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Kuestenjaeger:
Ich lese immer noch das Buch "Tobruk 1941 Der Kampf in Nordafrika" von Adalbert von Taysen (Einzelschriften zur militärischen Geschichte des Zweiten Weltkrieges) vom Verlag Rombach,darin finden sich immer wieder einzelne Stellen,die es für mich zu klären gilt.
Hier kommt natürlich nur etwas rein,wo auch Marine draufsteht.
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Frage 1:  Seite 133 Fussnote 249: Tagesmeldung DAK vom 26.4.1941.
"Hier ist von acht italienischen U-Booten die Rede,die infolge "technischer Unvollkommenheit" aber nur nachts operieren können."

Da es ja wohl aus einer offiziellen Meldung stammt,würde ich gerne eure Meinungen darüber hören,was damit genau gemeint ist.
War das jetzt nur eine abschätzige Meinung eines dt.Offiziers oder ergibt es einen Sinn?
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Frage 2: Seite 255 + Fussnote 500:

"Hinsichtlich der Versorgung des Afrikakorps im Grenzgebiet war insofern wenig zu veranlassen,als bereits  am 22.November 189 t Betriebsstoff durch ein U-Boot nach Bardia gebracht worden waren"

dazu Fn 500: KTB Nr.1 Pz.Gr.Afrika/O.Qu. vom 22.11.1941 (BA-MA RH 19VIII/171)

Hinten fand ich dann in Anlage 8 "Nachschub und Versorgung" noch Folgendes:

"Lediglich italienische Versorgungs-U-Boote vermochten über einen langen Zeitraum Derna und später Bardia anzulaufen,um bis zu 80 t Mangelmunition (für Panzer,Pak und Flak) oder bis zu  140 t Betriebsstoff aus Unteritalien heranzubringen.

Es gab da mal so ein Foto,im Hintergrund die Küstenlinie von Bardia,bessergesagt die Höhen,nicht der Strand,ein auslaufendes U-Boot und davor sollte das Gesicht von Rommel auftauchen.
Ich finde es nur gerade nicht.

Wie ging dann eine Entladung vonstatten?
Wurde der Sprit in Fässern transportiert und in den Tanks des Versorgungs-U-Bootes? (ich weiss leider nicht,wie diese ital. U-Boote aussahen)

Es ist jede Info willkommen,gerne auch Fotos,damit ich es mir besser vorstellen kann.
Bardia hatte ja auch nicht gerade einen klassischen Hafen,wenn ich nicht irre.
Zwar eine Kaimauer mit Kran,falls ich da nicht falsch liege..........




AJFuchs67:
Hallo, Laut Aussage auch von Dönitz litten die italienischen Boote unter ihrer zu großen Silhouette,was sie schon auf größere Entfernung sichtbar machte als zB VII C Boote,zudem brauchten sie wesentlich länger zum tauchen als Deutsche Boote.Auch die Diesel warn wohl zum Teil unzuverlässig u die Besatzungen im Vergleich zu deutschen U Bootleuten
wesentlich schlechter ausgebildet.

Gruß andreas

Trimmer:
Ich habe mal ein Bild drangehängt. Könnte der Tankstutzen bei den Ital. Booten gewesen sein (?)

Trimmer - Achim

t-geronimo:
Zu den italienischen Booten kann ich nichts sagen.
Ich kann nur schildern, wie britische U-Boote zur Versorgung Maltas beigetragen haben ("Magic Carpet").

"The Porpoise-class minelayers and Clyde were espesially effective as supply-ships, with plenty of room between their casing and the pressure hull for stores while sometimes one of the batteries would be removed to provide extra space as happened on Clyde on at least one occasion, and the mine stowage tunnel was a good cargo space.
[...]
Cargo was sometimes carried externally in containers welded to the casing.
[...]
For the submariners, there were problems with buoyancy. On one occasion Cachalot had so much sea water absorbed by wooden packing cases stowed in her casing that her first lieutenant had to pump 1000 gallons of water from her internal tanks to compensate.
Fuel was another hazard. In July 1941, Talisman carried 5500 gallons in cans stowed beneath her casing, and on other occasions fuel could be carried in external fuel tanks. When carrying petrol in cans, submarines were not allowed to dive below 65 feet, while aviation fuel in the external tanks meant that fumes venting in the usual way constituted a fire hazard..."


Was AJFuchs67 aufgegriffen hat (hier wohlgemerkt für die britischen Boote):
"Another problem was that the Mediterranean favoured smaller rather than larger submarines, with its clear waters and the lack of great depths, although, of course, these submarines were always too close to the surface anyway."


Und ganz wichtig:
"Inevitably, there was much inofficial cargo, a favourite being Gin for the wardrooms and messes in Malta, and even Lord Gort was not above having a small consignment of gramophone records brought out to him in this way."

Aus: David Wragg, "Malta - The last great siege 1940-1943".

mhorgran:
Ich kann dir folgendes aus dem KTB Seetras Tripolis anbieten:
25.06.41
0630  Korv.Kapt. Meixner Weiterfahrt nach Bardia.
1330 Ankunft Bardia.  Besichtigung des Hafens und Besprechung mit Uffz. Turban vom BrückenbauBtl.85 , der die Floßsackgeräte dort zusammenbaut. Probefahrt mit einem bereits fertigen Gerät. Keine Minen gesichtet. 2. Gerät noch ein Tag Arbeit. Im Hafen an verschiedenen Stellen 5 völlig vernächlässigte Ruderboote, die sich bald wieder herstellen lassen.
In Bardia von ital. Kriegsmarine kein Mann vorhanden.
Aussuchen des Ankerplatzes für das U-Boot und Vorbereitung der Pierplätze für LKW´s usw. mit Turban besprochen.

13.08.1941
Ein Landkran wird auf zwei 6 ts LKW, Reiseziel Bardia, verladen.

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