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Autor Thema: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.  (Gelesen 7797 mal)

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Offline Ralf

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #15 am: 28 Juli 2010, 12:15:17 »
...ich lass eben in einem anderen Thread darüber, dass deutsche Rettungsflugzeuge während der Luftschlacht um England be- und abgeschossen wurden. In einem anderen Thread hatten wir das schon einmal mit schwimmenden japanischen Infanteristen, die mit Bordwaffen von US Jägern beschossen wurden...

Sehe ich die Sache rein militärisch, dann gibt es reichlich gute Gründe, Piloten an Fallschirmen, im "Teich" oder in Rettungsflugzeugen den Gar aus zu machen. Auch der Beschuss der Infanteristen ist, militärisch gesehen, vertretbar... Naja, wenn man eben die Soldaten als Kriegsmaterial sieht...

Ab und an habe ich das Gefühl, dass es nicht gut ist, dass der mediale Voyeurismus so exzessive durchgezogen wird... Aber anders herum gesehen, ist es auch gut, dass dann doch der eine oder andere Druck vielleicht doch gut ist, damit eben nicht so feudal mit Menschenleben umgegangen wird...

Leider, lieber Ufo, glaube ich nicht mehr recht an eine echte Befriedung z.B. Afghanistans... Was nutzt es denn, wenn die befreundeten Zivilisten nach Abzug der Alliierten von den eigenen Leuten abgeschlachtet werden und in einem Krieg ganz ohne Rechte als westfreundlich eliminiert werden... Die Zeit arbeitet für die Taliban und gegen die Zivilbevölkerung. Zumindest, wenn man glaubt, dass alles von den Taliban schlecht ist... Da gibt es bestimmt auch solche und solche…

Kollateralschäden nennen es die einen, wenn sie einen wichtigen Anführer gekillt haben und dabei die hiesige Mosche mit 25 Betschülern platt gemacht haben. Notwendiges Übel, die anderen, Völkermord die nächsten, und die letzten rufen den Dschihad aus…  Aber Ufo, ich denke, dass Du Recht damit hast, dass es von anderen Seite dann wieder anders verwendet wird…
„Im Krieg und in der Liebe sind alle Mittel erlaubt“ heißt es… Und was nützen den technisch hochentwickelt Waffen, wenn wir das Land in 2-3 Jahren verlassen und nichts davon übrig ist, als ein paar Wasseraufbereitungsanlagen und übergelaufene Polizistenschüler?

@Albatros: Und ich glaube, die Piloten können sehr gut zwischen Realität und Spiel unterscheiden. Das wird sich mit den Dronen ändern.
Das mit den Spielen kann man so nicht pauschalisieren, denke ich…
Gruß
Ralf
___________________________________________
„Du kannst Dein Leben nicht verlängern und Du kannst es auch nicht verbreitern. Aber Du kannst es vertiefen!“
Gorch Fock

Albatros

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #16 am: 28 Juli 2010, 12:32:53 »
@ t-geronimo

Es ist meine Meinung zu den genannten Spielen und den möglichen Folgen dazu, wenn Du eine andere aus Deiner Sicht dann wohl qualifiziertere dazu hast,

teile sie uns doch bitte mit.

Versuche mir dabei aber gleich den tieferen Sinn solcher Spiele zu erklären oder ist dieses absolut realitätsnahe Töten am PC aus Deiner Sicht auch

wenn man das Alter der Spielers in Betracht zieht völlig unbedenklich und für alle anderen ansonsten ein durchaus zu erstrebender Zeitvertreib......

 :MG:

Manfred

Offline t-geronimo

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #17 am: 28 Juli 2010, 12:39:26 »
Jetzt wiederum legst Du mir in den Mund, zu pauschalisieren.
Mache ich aber nicht.

Nicht jeder, der Shooter-Spiele spielt, verroht und wird zum Massenmörder.
Nicht jeder, der zum Massenmörder wird, spielt Shooter-Spiele.

Versuche es mal aus der Position zu sehen. ;)
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Albatros

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #18 am: 28 Juli 2010, 12:56:02 »
Thorsten ich versuche Dir gar nichts in den Mund zu legen und ich habe auch nicht behauptet das jeder der Shooter-Spieler zum Massenmörder wird.

Allerdings bin ich mir sicher das solche Spiele der Verrohung der Gesellschaft zumindest nicht entgegen wirken

Für mich besteht ein unterschied ob ich Dogfighter mit kleinen Flugzeugen im Haus rumfliegend spiele und dabei einen Heiden Spaß wenn ich die Flak

abschieße oder ich spiele diese absolut realitätsnahen Spiele in denen fast reale Menschen getötet werden.

Aber da gibt es scheinbar unterschiedliche Meinungen zu, das muss ich dann wohl akzeptieren..... :MZ:

 :MG:

Manfred

Offline Trimmer

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #19 am: 28 Juli 2010, 13:35:40 »
Ich möchte mal Manfred hier völlig zustimmen. Wenn ich über die Amokläufer in der Schule lese und dann weiter mit welchen Spielen da wohl vorher schon mal "geübt " wurde - Danke. Das sind nicht mehr die "Kinderspiele "wie ich sie in längst vergangener Zeit kenne sondern das ist Erziehung zu Hass und Gewalt.

Trimmer - Achim
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Offline Ingo

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #20 am: 28 Juli 2010, 13:56:11 »
Meine Kollgegen fahren auch nicht mehr gerne raus mit mir, weil ich sie anschieße, um zu gucken ob friendly fire on ist und ein Messer in die Hand nehme, um schneller laufen zu können... :-D

Ich überfahr immer Fussgänger und brüll dabei "GTA... 100 Punkte". Ist auch blöd wenn man aus Gewohnheit beim Öffnen einer Getränkedose diese wegwirft und dabei "fire in the hole" schreit. ::B) :-D

(Achtung Ironie)

Offline Tostan

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #21 am: 28 Juli 2010, 14:00:21 »
Es sind nicht die Computerspiele sondern eher die allgemeine Verrohung der Medienwelt. Kino, Fernsehen(selbst Kinderfilme), Computerspiele etc... Das alles kommt zusammen. Nur auf die Computerspiele wird halt grad eingeprügelt, auf Hollywood weniger, denn die haben eine größere Lobby. Niemand fragt, was so ein Amokläufer an Videos/DVDs im Schrank hat, welches Fernsehprogramm er bevorzugt hat etc...



Offline Ferenc

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #22 am: 28 Juli 2010, 14:00:35 »
Hallo,
Ich glaube es könnte so sein, dass

- es liegt Kampf, Gewaltanwendung und Töten anderer ganz einfach in der Natur jedes Lebewesens um sich und seine Art bzw um sich und seine Sippe zu erhalten, um der Zeuger der Nachkommen werden zu können und im natürlichen Überlebenskampf bestehen/erfolgreich zu sein zu können etc etc (Siehe Naturbeobachtung und Verhaltensforschung);

- in einer funktionierenden modernen sozialen Gesellschaftsform, gibt es ganz einfach diesen natürlichen Überlebenskampf, vor allem in physischer Form nicht mehr (Degeneration und Dekandenz beginnt als Folge); Es gibt aber Ersatzhandlungen (bereits Galdiatorenspiele in der Antike, Extrem- sowie Kampfsportarten und sportliche Wettkämpfe, vor allem jene die mit organisierter umfangreicher Gewalttätigkeit der Fans einher gehen etc) um ein _Ventil zu haben um solche Dränge auszuleben, um zum notwendigen Adrenalinstoß zu kommen

- für die entwicklungsgemäße Bewältigung und dem Ausleben dieses "Dranges" es vor allem für die Kinder und Jugendlichen, vor allem im pubertären Entwicklungszeitraum einer Persönlichkeit, hatg es immer schon "Spiele" wie  Räuber und Gendarm, Indianer und Cowboy, Kinderbandenbilden etc gegeben und diese werden nunmehr durch die modernen Computerspiele in immer perfekterer und der Realität näherer Form (und deswegen immer beliebter) abgelöst.

- nun erleben wir, -das Grundthema dieser Beitragsreihe-, dass die wirkliche reale Kriegsführung und Menschentötung aufgrund der Elektronisierung des Überlegenenen zum Schutze des Lebens der eigenen Soldaten, fast schon mit diesen realitätsnahen Computerspielen ident geworden ist. Und natürlich sind diejenigen unter uns, die mit offenen Augen durch Welt gehen, bestürzt und betroffen davon. Die bisherigen Beiträge zeigen wie die Einzelnen von uns diese Thematik oder Teilbereich davon zu erklären versuchen, ihre Bestürzung äußern oder ihre Schlüsse, Meinungen und persönliche Standpunkte dazu mitteilen.

Eines ist aber auch klar.
Bei gleichen Voraussetzungen (Ausrüstung, Stärke etc) wird diejenige Kriegs- oder Streitpartei den Sieg davontragen, die gewaltbereiter, skrupelloser, menschenverachtender ist, "als erster zuschlägt, stärker zuschlägt, eigene Gesundheit und Leben nicht schont". Dazu gibt es in der Menscheitsgeschichte laufend Beispiele

Die sozialen, Menschenleben schonenden Parteien im Versuch humaner Kriegsführung, haben eben nur Chancen bei absoluter waffentechnischer und elektronischer Überlegenheit. Insgesamt hat aber so eine Einstellung schon den Keim der Niederlage und des Unterganges in sich.

Grüße
Ferenc  :|

Offline Lutscha

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #23 am: 28 Juli 2010, 16:19:12 »
@ Lutscha ,

Es gibt mittlerweile Spiele  die mit dem richtigen Rechner und der richtigen Grafikkarte kaum einen unterschied zu dem gezeigten Video erkennen lassen.

Wer diese Realitätsnahen Spiele mit Begeisterung spielt und sich darüber freut das Pack erwischt zu haben ist was die Verrohung anbelangt mir um Meilen voraus.

Diese Spiele haben/machen keinen Sinn außer den virtuell zu töten,wer so etwas toll findet muss damit selbst klar kommen, ich finde so etwas Abstoßend, Ekelhaft,Krank.

Bei diesen Leuten zumal sie es denn von Kindesbeinen auf spielen muss man sich dann auch nicht wundern wenn sie im realen Leben keine Grenzen kennen.

Es würde mich nicht wundern wenn die Besatzungen in dem Hubschrauber des Videos diese Spiele auch schon tausendfach gespielt haben denn so machte es für

sie auch kaum einen Unterschied, wie man deutlich den Worten entnehmen kann.

Ich fürchte Dir wird es nicht möglich sein meinen Argumenten zu folgen......  :MZ:

 :MG:

Manfred

Es sind die üblichen Argumente, wie ich sie schon zig fach gelesen hab. Lese die mal ein paar Studien zum Thema Amok durch, selbst die, die gewalthaltige Spiele respektive andere Medien als einen Grund sehen, geben diesen einen (sehr) geringen Anteil. Monokausale Erklärungansätze sind schlichtweg Blödsinn.
Mir vom vornerein zu unterstellen, ich könnte  deiner Argumentation nicht folgen ist nat. geschickt, macht jedwede Gegendarstellung gleich zunichte, da ichs ja eh nicht verstehen kann... :roll:
Ich kann ihr folgen, ich denke nur du folgst hier einer nach wie vor sehr selektiven medialen Perzeption und ein wenig nachlesen könnte helfen.

Spiele/Medien haben entweder ein sehr kleinen Anteil oder gar keinen, je nachdem wem man glauben mag. Im Übrigen eignet sich eine Maus und die WASD-Steuerung nicht zum Erlernen von Zielen und Töten, egal was hier andere behaupten mögen.

Mich stört diese "krankhaft", "ekelhaft" Gerede, was man sich als (casual) Gamer anhören muss.

Hast du die Spiele mal gespielt oder lediglich (grausam verfälschende) Berichte bei Panorama oder Frontal 21 gesehen. Im Übrigen hilft es tatsächlich "Killerspiele" bei youtube einzugeben, es gibt sehr gut gemachte Gegendarstellungen, die die bewusste Falschdarstellung seitens der Sender aufzeigt.

Ein Beispiel: Ich selbst bin überzeugter Atheist und Religionsgegner. Was sagt ein Christ, den ich mal als Beispiel nehme, wenn ich sagen würde, dass ich es krank und ekelhaft fände, dass er einer Religion angehört, die in der Vergangenheit für Mord, Völkermord und Krieg gestanden hat?

Fände er glaube ich nicht toll.

Das ist nicht meine Meinung, ist nur ein (pauschalisierendes) Besipiel.

Edit: Man kann nat. gegen gewalttätige Spiele sein und die sind nicht ohne Grund erst ab 18. Extreme Spiele wie Manhunt gehören meiner Meinung nach verboten, werden sie ja auch, aber diese als (Haupt)Grund für Gewalt und auch für Amokläufe zu nehmen ist (nach Forschungsstand) falsch.
« Letzte Änderung: 28 Juli 2010, 16:32:00 von Lutscha »
Das ist ja barer Unsinn, wenn das stimmen würde, hätten SIE ja recht!

Typisch deutsche Argumentationsweise.

Offline rosenow

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #24 am: 28 Juli 2010, 16:24:23 »
Ich bin auch Manfreds Ansicht, denkt mal zurück an Eure Kindheit, so könnt ihr feststellen, das Filme, (Videospiele, Videos gab es noch nicht), oft  Anlass zum Nachahmen gaben.
Natürlich liegt die Stärke des Nachahmens der psychologischen Veranlagung und seiner Erziehung am Kind selbst, seinen Umgang und den Eltern.
Schauen wir zurück in die Geschichte, so ist doch nur am Beispiel Film deutlich und klar zu erkennen, wie sich die Gewalt immer ausbreitete.
Hatte man damals noch Ängste bei einem Edgar Walles Film verspürt, sind es heute extreme Horrorfilme oder Psychotriller.
So  nehmen die Videospiele auch ihren Lauf und wachsen mit den Generationen, was mit  Super Mario begann endet doch in der Regel, weil immer bessere Technik das ermöglicht, bei fast realen anzusehenden Spielen, wie eben die Kriegs-und Schießspiele.
Wachsen Kinder so auf, verlernen sie schnell soziale Bindungen aufzubauen und bekommen eventuell psychische aber auch physische Störungen, natürlich in der Regel nur bei zu vielem Gebrauch und durch die Vernachlässigung der Eltern.
Sind die negativen Auswirkungen gegeben, so ist der Weg vom Kind über das Jugendalter zum Erwachsenen vorgezeichnet.
mit freundlichen Gruß
Michael


„Macht`s gut und denkt daran!
Es gibt drei Sorten von Menschen:
Die Lebenden.
Die Toten.
Und die, die zur See fahren.“
Hein Schonder

Offline Lutscha

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #25 am: 28 Juli 2010, 16:45:04 »
Hier kann man sich die verlinkten Studien durchlesen (in beide Richtungen): http://stigma-videospiele.de/wordpress/?page_id=28

http://stigma-videospiele.de/wordpress/?page_id=26

Einige Links funktionieren allerdings nicht mehr.

« Letzte Änderung: 28 Juli 2010, 16:53:02 von Lutscha »
Das ist ja barer Unsinn, wenn das stimmen würde, hätten SIE ja recht!

Typisch deutsche Argumentationsweise.

Offline Captain Hans

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #26 am: 28 Juli 2010, 16:48:19 »
Hallo

ich verfolge sehr nachdenklich die vielen tiefgründigen, und sehr guten Beiträge zu diesem Thema.

Bei uns in der Familie werden diese Themen ebenfalls oft diskutiert aber eine Lösung haben wir auch nicht.

Als junger Mensch, ausgestattet mit einem enormen Gerechtigkeitswahn, hatte ich die Illusion etwas ändern zu
können. Ich habs wirklich versucht im Beruf als Seeman, als 68er, als Kapitän und als Firmenchef und zwar mit Begeisterung.

Rückblickend muß ich feststellen, daß dies immer nur in einem kleinen Rahmen und für bestimmte Zeiträume möglich
war - danach bewegte sich fast alles wieder in den alten Formen.

Heute muß ich feststellen, daß ich mit meiner Familie auf unseren kleinen Berg, den ich noch relativ gut verteidigen kann, geflüchtet bin.
Die Erkenntnis, daß sich im Grunde genommen nichts grundsätzlich ändern wird, stimmt mich sehr traurig.

Jetzt im Alter habe ich auch Zeit mich mit der Geschichte, Kriege, Politik, Religionen und der Phylosophie zu befassen. Je mehr man da eintaucht,
desto frustrierter wird man und verliert die Fähigkeit überhaupt noch an irgendetwas zu glauben.

Im Prinzip hat sich die Menschheit seit der Steinzeit nicht geändert und sie wird es wohl auch nicht. Ob wir uns nun mit Keulen
auf den Schädel hauen, oder ferngelenkte, zielsuchende Raketen auf unsere Nachbarn abschießen, bleibt im Prinzip das Gleiche.
Die Kriege der Vergangenheit waren noch grausamer als die heutigen.

Ob nun virtuelle Computer - Kampfspiele, daß ganze noch anheizen, ist streitbar, denn die Befürworter argumentieren, daß damit Agressionen
abgebaut werden und die Gegner behaupten das Gegenteil.
Selbst bei den Gebrüder Grimm geht es um Mord,Menschenfresser usw.

Ich bin überzeugt, daß dies alles ein fest verankerter Bestandteil der gesamten Menschheit ist und auch so bleiben wird.

Mit einer Doppelmoral und einer sehr gefährlichen Presse können wir unsere Gemüter wieder beruhigen obwohl wir bereits wissen,
daß wir uns selbst belügen.

entschuldigt meinen Gefühlsausbruch - mir war danach

nachdenklich

Hans
,Nur wer sich ändert,bleibt sich treu"!!!
,,Nicht was du bist,ist das was dich ehrt,wie du bist,bestimmt den Wert"!!!

Offline rosenow

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #27 am: 28 Juli 2010, 17:58:07 »
Kapitän Hans, Gefühlsausbrüche sind kein Zeichen von Schwäche, sie dienen ebenfalls zum Abbau von Aggressionen und diese  können unsere Kinder, die Träger der Zukunft,  auch anders abbauen, z.B. mit Spiele im Gelände, Sport und dabei gleichzeitig soziales Verhalten lernen. Für Einzelgänger soll Holzhaken sehr beliebt sein, aber auch Fitnessstudios können dazu beitragen.
Dazu gehört auch Verantwortung der Eltern, der ganzen Bevölkerung, die nicht im Stande ist, vernünftige Gelände zur Verfügung zu stellen, in denen die Kids ihren Mut und ihre Fähigkeiten entfalten können.
 :MG:
mit freundlichen Gruß
Michael


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Die Toten.
Und die, die zur See fahren.“
Hein Schonder

Offline Captain Hans

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #28 am: 28 Juli 2010, 18:16:46 »
Hallo Michael

ich kann dir eigentlich nur zustimmen top

aber auch hier, wo es genügend Gelände, Sportanlagen (in jedem Dorf) gibt, ziehen die Kinder generell Kampfspiele
am Computer vor und können mir begeistert davon berichten.
"Action" Filme aus der Holywood Hölle werden für wahre Begebenheiten genommen und werden zu Vorbildern
in ihren Träumen usw.
Es gibt natürlich auch hier, wie überall ganz tolle junge Leute mit prima Eltern - leider zu wenige.

Allerdings fehlt es hier auf dem Land an Erziehung und Bildung, die schon die Eltern nicht haben.

viele Grüße

Hans
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Offline Tostan

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #29 am: 28 Juli 2010, 18:38:38 »
Ich denke nicht, dass es nur darum geht, dass die Kids ihren Mut und ihre Fähigkeiten entfalten sollen...

Meiner Meinung nach haben wir es derzeit mit einem durch die Medien "gefördertem" Mangel an Moral, bzw. einem fehlenden Ehrbegriff bei der jungen Generation zu tun.

Natürlich prügeln sich Jungs heute so wie wir damals.... Aber wir hatten noch starre Regeln welche unbedingt beachtet wurden. Wer auf dem Boden liegt, ist raus und wird nicht angegriffen. Waffen wie Messer, Knüppel, Flaschen etc. benutzt man nicht(gegen unbewaffnete). Und so weiter. Wer diese ungeschreibenen Regeln übertrat, verlor Respekt und Anerkennung. Heute ist es eher umgekehrt, je brutaler und unfairer man ist, desto mehr Anerkennung bekommt man unter Gleichaltrigen.

Während solche Handlungsweisen früher von allen Seiten nicht akzeptiert wurden, werden sie heute "empfohlen" durch Film, Musik, Comuterspiele, etc. Hinzu kommt, dass viele Eltern ihre Erziehungsaufgaben an eben diese Medien delegieren. Und Eltern, die diese Erziehungspflicht ernst nehmen, haben schwierigkeiten, dies durchzusetzen, da der Gruppenzwang in Kindergarten/Schule/Freundeskreis eben solche agressiven handlungsweisen fordert.