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Autor Thema: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.  (Gelesen 7798 mal)

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Albatros

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Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« am: 27 Juli 2010, 16:42:07 »

Das wurde so in den USA natürlich nicht gezeigt....... :W/(

http://www.spiegel.de/video/video-1059794.html

einfach Widerlich !.......

Es gibt Leute die spielen so etwas und ähnliches mit Begeisterung am PC.

 :MG:

Manfred
« Letzte Änderung: 27 Juli 2010, 16:51:04 von Albatros »

Online t-geronimo

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #1 am: 27 Juli 2010, 16:56:51 »
...Das wurde so in den USA natürlich nicht gezeigt....... :W/(...

Das ist falsch, denn zumindest das zweite Video (mit den 8 Personen) kam durch Wikileaks in die Öffentlichkeit, ähnlich wie nun die 75.000 oder so Akten zum Afghanistan-Krieg.
Danach hat es so ziemlich jede Nachrichten-Agentur aufgegriffen, so daß es in den USA nur einen sehr kleinen Personenkreis gibt, der es nicht sehen konnte.

Und hätte Wikileaks es nicht entdeckt, wäre es hier auch nicht gezeigt worden...
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Offline mhorgran

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #2 am: 27 Juli 2010, 17:05:15 »
Zitat
Es gibt Leute die spielen so etwas und ähnliches mit Begeisterung am PC.
Lieber am PC als in der Wirklichkeit.
Grüße
Stefan

"Die Aufgabe des Journalisten ist es, die Wahrheit zerstören, gerade heraus zu lügen, zu verdrehen, zu verunglimpfen, vor den Füßen des Mammons zu kuschen und sein Land und seine Rasse um sein tägliches Brot zu verkaufen. Sie wissen es und ich weiß es." John Swinton, sinngemäß vor Journalisten 1889[/

Offline Ulrich Rudofsky

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #3 am: 27 Juli 2010, 20:46:21 »
Diese furchtbaren Videos wurden hier in USA so oft gezeigt, daß man es beinah nicht mehr aushalten konnte.  Die Frage hier ist nun ob der arme Gefreite dafür mit lebenslänglicher Haft blechen muss.  Man glaubt hier, daß er allein ohne Offiziere an diese Menge von Videos und  Dokumente nicht herankommen könnte.  Also ist eine scharfe Jagd auf eine Verschwörungsgruppe a la Stauffenberg im Gang.  Vielleicht hört sich das viel zu wahnsinnig an, aber ob hier oder in Europa, ist die Macht des Staates und der Industrie wieder zu heftig ohne Grenzen herangewachsen. 
Ulrich Rudofsky

Offline Captain Hans

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #4 am: 27 Juli 2010, 21:05:50 »
ich könnte kotzen :cry:

der virtuelle aber reale Krieg ist doch schon Gang und Gebe und da quatschen die
Leute von Menschenwürde und -rechte.

,Nur wer sich ändert,bleibt sich treu"!!!
,,Nicht was du bist,ist das was dich ehrt,wie du bist,bestimmt den Wert"!!!

Offline Kaffee

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #5 am: 27 Juli 2010, 23:57:17 »
nicht zu fassen wie nur aufgrund vager Vermutungen Menschen zum Ziel eines gewollt tödtlichen Angriffs werden können.

Thomas

Offline Ferenc

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #6 am: 28 Juli 2010, 01:39:09 »

Man muss froh sein, dass wer den Mut/Zivilcourage hat, so etwas an die Öffentlichkeit zu bringen. Bei dem oder denjenigen muss die Empörung auch groß genug sein um das Risiko der möglichen Konsequenzen einzugehen.
Es ist schrecklich wie der Krieg den einzelnen Teilnehmer abstumpft, entmenschlicht und so zugänglich für die Begehung schlimmer Sachen macht. Solch traurige Höhepunkte mit Wahnsinnstaten der verschiedenen Teilnehmer hatten wir ja 1914-1918; 1939-1945 und 1991-1995 mitten in Europa. Überall war ein bisschen mehr oder weniger Völkermord dabei. Die ganze Menschheitsgeschichte ist angefüllt mit Kriegen und auch Völkermorden. Die Gutmenschen sollen einmal Geschichte lernen und nicht frohgemut alles Fremde massenhaft "hereinpacken" (ohne jetzt unbedingt diskriminierend und Vorurteilsbehaftet wirken zu wollen) nur weil wir so reich und die so arm sind.

Es ist leider ein Teil der menschlichen Psyche so etwas begehen zu können und auch immer wieder zu Begehen. Deswegen sollte man realistisch (und leider pessimistisch) genug sein um zu wissen, dass sich solche Dinge mitten in Europa auch irgendwann wieder einmal abspielen werden. Es werden sich dann wahrscheinlich nicht Staaten und Nationen bekämpfen und töten sondern die Angehörigen der verschiedenen Rassen und Religionen innerhalb der zivilisationsverwahrlosten Multikulti-Staaten. Nämlich dann wenn die sozialen Netze zusammenbrechen und die existenziellen Bedürfnisse nicht mehr zufriedengestellt werden können.  .......................... :W/(

Aber ich bin dann schon hoffentlich woanders :A/(

Und vorher werde ich noch eine Menge  :OuuO:

Aber hoffentlich werden meine Kinder und Kindeskinder nicht so etwas erleben müssen  :cry:

ein leider pessimistischer
Ferenc


Offline rosenow

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #7 am: 28 Juli 2010, 07:55:06 »
Danke Ferenc, habe selten ein Beitrag gelesen, der so gut und mit viel Weitsicht geschrieben wurde.
 :MG:
mit freundlichen Gruß
Michael


„Macht`s gut und denkt daran!
Es gibt drei Sorten von Menschen:
Die Lebenden.
Die Toten.
Und die, die zur See fahren.“
Hein Schonder

Offline mhorgran

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #8 am: 28 Juli 2010, 09:03:55 »
Hallo
@Ferenc

Interessant.
Erst sprichst du von Kriegen, deren Auswirkungen auf die Teilnehmer und dann - nmW - ohne wirklichen Bezug zum Thema von "Gutmenschen" welche "Geschichte lernen sollten" und "alles Fremde "hereinpacken" würden" - weil wir reich und die anderen arm wären.
Ich darf mal fragen:
* Wer sind diese "Gutmenschen"? Gehört zb auch Helmut Kohl dazu der nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die deutschen Grenzen für "deutschstämmige" Osteuropäer öffnete welche teilweise keine realen Wurzeln in Deutschland haben? Dies nicht weil er sich um diese "sorgte" sondern aus rein wahltaktischen und damit höchst egoistischen Gründen.

* Welchen Anteil hat die westliche (man könnte auch sagen "nördliche") industrialisierte Welt an der Armut der "3.Welt"? Was sagt uns dazu die nähere Geschichte?

* Ist DIR bewußt was an den Südgrenzen der EU tatsächlich abläuft und wie schon oben - Was hat Europa und die industriealisierte Welt damit zu tun?

* und letztlich
Wer oder was läßt die "sozialen Netze zusammenbrechen"?
Ist es die Zuwanderung aus den anderen (südlichen und östlichen) Staaten?
Grüße
Stefan

"Die Aufgabe des Journalisten ist es, die Wahrheit zerstören, gerade heraus zu lügen, zu verdrehen, zu verunglimpfen, vor den Füßen des Mammons zu kuschen und sein Land und seine Rasse um sein tägliches Brot zu verkaufen. Sie wissen es und ich weiß es." John Swinton, sinngemäß vor Journalisten 1889[/

Offline Lutscha

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #9 am: 28 Juli 2010, 09:49:32 »

Es gibt Leute die spielen so etwas und ähnliches mit Begeisterung am PC.


Ich bin schon zu Amiga Zeiten mit nem Apache (Gunship) rumgeflogen und spiele auch gerne mal Ego-Shooter alias "Killerspiele", die ja auch schon als Grund für Ameland identifiziert worden sind. Ein findiger Unionspolitiker wird sie auch schon mit der Love Parade in Verbindung bringen.

Meine Kollgegen fahren auch nicht mehr gerne raus mit mir, weil ich sie anschieße, um zu gucken ob friendly fire on ist und ein Messer in die Hand nehme, um schneller laufen zu können... :-D

« Letzte Änderung: 28 Juli 2010, 09:56:01 von Lutscha »
Das ist ja barer Unsinn, wenn das stimmen würde, hätten SIE ja recht!

Typisch deutsche Argumentationsweise.

Offline Ferenc

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #10 am: 28 Juli 2010, 10:17:29 »
Hallo Stefan,
Ich habe am Anfang auf den aktuellen Anlass Bezug genommen und mich dann emotionsbezogen hinreissen lassen in kurzer Form (nach meiner Meinung) die Ursachen die mehr oder weniger in jedem Menschen schlummern aufzuzeigen und auf die immer wieder kehrende Geschichte hinzuweisen. Es war in der Menschheitsgeschichte immer so, dass wenn große Mengen von Menschen auf engem Raum leben, sich auf Grund von Unterschieden Gruppen gebildet haben und in der Folge aus geringfügigen (und unterschiedlichsten) Anlass Auseinandersetzungen und Kriege stattgefunden haben. Grund war u.a. oft Egoismus und Machtgelüste Wenn Du einzelne Situationen, Geschehnisse und Abläufe von Ursache und Auswirkung, vor allem in Bezug auf Fehlverhalten und Verschulden hinterfrägst, dann wird es ein wirklich endloses Thema.
Folgendes steht jedoch fest, jede Kultur und Gesellschaft hatte einen Aufstieg, einen Höhepunkt und einen Untergang, wobei meist beim Höhepunkt die Angehörigen dieser Kulturen und Gesellschaften sich in ihrem Verhalten aufgrund Wohlstand, Dekadenz und vielleicht Degeneration, die Fehler begangen haben, die schliesslich zum Untergang geführt haben. Du fragst eben gerade nach ein paar Punkten, die vielleicht solche Fehler unserer industrialierten,  vom egiostischem kapitalistischen Gedanken geprägten, Wohlstandsgesellschaft darstellen. Diese Fehler europaweit oder gar weltweit aufzuzeigen und die möglichen Konsequenzen durchzudiskutieren, ist interessant aber auch eine ewige Geschichte.
Einen Unterschied zu früher gibt es schon. Durch die Vernetzung und Globalisierung, bleiben gewisse Dinge und Abläufe nicht auf einen gewissen geographischen Bereich beschränkt. die Veränderungen brauchen meist länger und sind vielleicht nicht sofort so drastisch wie früher.

Interessant sind die Anfänge des Wirtschaftskapitalismusses in Form der Schaffung von Kolonien und deren Ausbeutung, sowie dass die europäischen Kriege in den Kolonien fortgesetzt wurden, wobei da nicht der eigentliche Kriegsgrund sondern bereits der wirtschaftliche Gedanke im Vordergrund stand
(Der 7 jährige Krieg in Europa. Hauptkontrahenten Friedrich I. und Maria Theresia; dabei kam es auch am amerikanischen Kontinent zu Kämpfen zwischen den französischen und britischen Kolonien (aufgrund der Bündnisse), bei der die Briten erfolgreicher ausstiegen, Grundlage für die Geschichte des letzten Mohikaner etc
Die Mechanismen und Abläufe funktionieren aber immer gleich bzw ähnlich.

Interessant ist auch dass der Imperalismus von autokratischen Staatsherrschaften von einem Wirtschaftsimperialismus abgelöst wurde, der aber nach den gleichen Grundsätzen und Mechanismen funktioniert.

Stefan, es wäre sehr interessant über einzelne Geschehnisse und ihre Bedeutung zu diskutieren und ich mache es auch gerne, vor allem in persönlicher Form, bei dem einen oder anderen guten Getränk, weil Geschichte eben mein Hobby ist, und man durch fundierte Gespräche dazulernen kann. Aber es ist vor allem in schriftlicher Weise, zu umfangreich und kann das geschriebene Wort etwas anders oder gar missverstanden werden.  

Jetzt habe ich mich wieder dazu hinreissen lasen viel zu umfangreich und weitschweifend auszuführen.

mfg
ferenc  

Albatros

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #11 am: 28 Juli 2010, 10:21:22 »
@ Lutscha ,

Es gibt mittlerweile Spiele  die mit dem richtigen Rechner und der richtigen Grafikkarte kaum einen unterschied zu dem gezeigten Video erkennen lassen.

Wer diese Realitätsnahen Spiele mit Begeisterung spielt und sich darüber freut das Pack erwischt zu haben ist was die Verrohung anbelangt mir um Meilen voraus.

Diese Spiele haben/machen keinen Sinn außer den virtuell zu töten,wer so etwas toll findet muss damit selbst klar kommen, ich finde so etwas Abstoßend, Ekelhaft,Krank.

Bei diesen Leuten zumal sie es denn von Kindesbeinen auf spielen muss man sich dann auch nicht wundern wenn sie im realen Leben keine Grenzen kennen.

Es würde mich nicht wundern wenn die Besatzungen in dem Hubschrauber des Videos diese Spiele auch schon tausendfach gespielt haben denn so machte es für

sie auch kaum einen Unterschied, wie man deutlich den Worten entnehmen kann.

Ich fürchte Dir wird es nicht möglich sein meinen Argumenten zu folgen......  :MZ:

 :MG:

Manfred
« Letzte Änderung: 28 Juli 2010, 11:22:28 von Albatros »

Offline ufo

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #12 am: 28 Juli 2010, 11:11:44 »
Ja, was das leiden an solchen Videos betrifft – ich denke da werden wir auf laengere Zeit mit leben muessen.

Lasst uns zehn Jahre in die Zukunft schauen ... irgendwann wird jemand vorschlagen unsere Soldaten mit CS Gas, Betaeubungsgranaten und Tasern auszuruesten.
Tjaaa ... wird das dann gut oder schlecht sein?
Laecherlich oder zivilisiert?
Wie zivilisiert kann Krieg sein?

Ein SS Panzerkommandant, dessen Kolonne aus einem Dorf heraus beschossen wurde, durfte zuruecksetzen und – rapps – rapps – rapps – saemmtliche Bauernhaeuser platt machen und dann konnte die Kolonne gut und sicher weiter fahren. Ein GI in Vietnam konnte das auch noch. Soldaten waren damals ‘sicherer‘.

Heute erlaubt unsere Zivilisation das nicht mehr (dieses ‘unsere‘ beziehe ich im Folgenden auf die Zivilisationen der NATO Staaten, obwohl ich zugebe, dass es augenfaellige in der Substanz aber vernachlaessigbare Unterschiede zwischen dem Moralkodex von zum Beispiel Deutschland und den USA gibt). Die sozialen, menschlichen Werte von uns allen als Gesellschaft haben sich weiter entwickelt. Oft hoert man jammern, dass wir uns kein Stuck weiter entwickelt haetten – immer noch Kriege, immer noch Leid. Das stimmt nur zum Teil. Zivilisten umbringen, Land verheeren war vor siebzig, vor sechzig oder auch noch vor fuenfzig Jahren eine notwendige Folge von Krieg. Heute ergibt das Videos, die dann alle beklagen.

Eine SS Panzerkolonne, die nach heutigen ‘Spielregeln‘ Krieg fuehren sollte, waere in zwei Stunden vom Marquis aufgerieben. Das unsere Soldaten Heute ueberleben liegt nur daran, dass (notwendige) Barbarei durch Gefechtsfeldaufklaerung, durch ueberlegene Waffensysteme, durch ferngesteuerte Systeme und anderes (zum Teil) ersetzt wurde. 

Und die Krux an unserem ‘zivilisierten Krieg‘ ist natuerlich, dass sich die Anderen nicht an unsere Regeln halten. Die fuehren immer noch Krieg wie 1951.
Das aber haeuft einen enormen Druck auf unsere Soldaten. Im Weltkrieg, in Korea, Vietnam , selbst noch in Falkland durften Sodaten davon ausgehen, dass beide Seiten nach etwa den selben Regeln Krieg fuehren. Erst in Jugoslavien und der Littanei an Mittelostkriegen wurde der Krieg moralisch immer unsymetrischer. Die anderen durften immer mehr und mehr Sachen machen, die man selbst nicht mehr durfte.
 
Wir selbst haben uns Krieg fuehren immer schwerer gemacht. Das ist ja erstmal sehr, sehr erfreulich!

Das fuehrt aber natuerlich zu paradoxen Situationen. Waere es nicht toll, wenn die Chinesen mal kurz Somalia ueberfallen wuerden. Die koennten da Barbareien begehen, von denen wir nur traeumen koennen. Keine zwei Wochen und es gaeb an der ganzen Kueste keinen Piraten mehr. Natuerlich auch kaum mehr Fischer und ueberhaupt viel weniger Zivilisten. Darum koennen wir das ja auch nicht machen. Aber die Chinesen koennten das - noch! Auch die Chinesische Gesellschaft entwickelt sich weiter. Natuerlich wuerden wir eine besonders scharf formulierte Note im UN Sicherheitsrat einreichen und maechtig Federn plustern aber bequem waer es schon.
 
Wo das mal hingehen wird ist schwer zu sagen. Krieg fuehren ist schwer geworden fuer uns. Ich denke viel, viel wird mit unbemannten Drohnen erledigt werden. Die muss man nicht begraben, wenn die anderen nicht nach unseren Regeln spielen. Aber unbemannte Drohnen koennen keine Zivilisten ueberzeugen, gewinnen, befreunden. Auf unsere Soldaten nur immer mehr und mehr und mehr Druck zu haeufen ‘guten‘ Krieg zu fuehren wird auf Dauer nicht gehen. Solange wir mit dieser doppelten Moral Krieg fuehren, werden immer mal wieder  Soldaten unter dem Druck einknicken und nach den Regeln von 1951 kaempfen. Und dann ist das moralische Geheul natuerlich gross.
 
Und ich denke Videospiele sind gewiss nicht ‘Schuld‘ an solchen Dingen. Die Parallelen zwischen Ballerspiel und Wirklichkeit zeigen nur sehr plakativ die Diskrepanz in unseren moralischen Anspruechen an Krieg und an dem, was wir mit unseren selbst-beschraenkten Mitteln derzeit erreichen koennen.

Sehr nachdenklich ...
Ufo

Offline rosenow

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #13 am: 28 Juli 2010, 11:17:28 »
Hallo Ferenc,  das sieht schon nach vergnüglicher Leidenschaft aus, echt diplomatisch und gut argumentiert. Deinem Beitrag kann ich nur zustimmen.
Einzelheiten zu diskutieren, ist  wirklich eine lange Geschichte, die oft in spezieller Richtung gehalten werden, sich oft vom eigentlichen Thema entfernt,  dabei wird der Zusammenhang der Geschichte oft aus verschiedenen Gründen überspielt oder vergessen, fehlendes Wissen trägt auch hier oft dazu bei.
Manchmal gehen dem Diskutanten vergleichende Gedanken durch den Kopf, in dem dann geschichtliche Vorgänge hervorgeholt werden, die mit dem eigentlichen Thema, speziell nichts tun haben, aber dennoch im gesamten Bild ihre Berechtigung finden.
Geschichte wird oft  von verschieden Standpunkten betrachtet und führen in einer Diskussion schnell zu Meinungsverschiedenheiten, eher selten zur Einigung.
Das liegt, so würde ich sagen, ganz einfach am Wissen, Einstellung, Status, Interesse und zu guterletzt am Ego.
 :MG:
mit freundlichen Gruß
Michael


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Die Lebenden.
Die Toten.
Und die, die zur See fahren.“
Hein Schonder

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Re: Kriegsvideo Töten wie im Computerspiel.
« Antwort #14 am: 28 Juli 2010, 12:06:00 »
@ Albatros:

Wunderbar pauschalisierender und alles über einen Kamm scherender Beitrag.  :=D>
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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