collapse

* Benutzer Info

 
 
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

* Suchfunktion


* HMA

Autor Thema: Operationen der Hochseeflotte in der Ostsee, 10. August 1915  (Gelesen 10540 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Alex Shenec

  • Fregattenkapitän
  • *
  • Beiträge: 1397
Re: Operationen der Hochseeflotte in der Ostsee, 10. August 1915
« Antwort #15 am: 13 April 2010, 09:15:53 »
Hallo Ekke.

Ich antworte auf die erste Frage.
1.) Laut Wikipedia (engl.) kam es am 10. August bei einem Beschießungseinsatz gegen die russischen Batterien auf der finnischen Insel Utö zu Artillerieduellen mit russischen Panzerkreuzern:
"On 10 August 1915, VON DER TANN shelled the island fortress at Utö, in the eastern Baltic,[38] during which she took part in an artillery duel with the Russian armoured cruiser ADMIRAL MAKAROV.[39] Von der Tann also engaged the Russian armoured cruiser BAYAN and five destroyers, during which VON DER TANN was struck by a shell through the funnel, which caused no casualties."

Mich interessiert hier:
- Von welcher Dauer waren diese Gefechte?

- Auf welche Entfernungen wurden sie geführt?
- Wurden Treffer auf den russischen Schiffen erzielt?

In Wirklichkeit, befand sich dort der Panzerkreuzer GROMOBOJ. Er hatte Beschädigungen nicht.

Jetzt über die Batterien der Insel Utö.
Dort wurden drei Batterien aufgestellt.
Die Batterie №63 (4x15,2-cm) befand sich in den Betonkasematten.
Ihr Bau war noch nicht beendet.
Deshalb haben nebenan die zeitweilig zweite Batterie (№62 4x15,2-cm) aufgestellt, die sich auf den Schiffslafette befand. In der Folge wurde sie ständig.
Außer dem war die dritte Batterie aus dem 7,5-cm der Kanonen dort.

In FON DER TANN ist das Geschoß von der Batterie №62 geraten.

In die Batterie waren die Treffen der deutschen Geschosse nicht.
Der Geschosse war wenig und deshalb haben die Batterien sie für 20 Minuten des Kampfs verbraucht. Wonach sie das Schießen aufgehört haben.

Schöne Grüße

Alex

P.S. Ich habe noch mehr als interessante Information. Ich werde über sie später schreiben.  :-)

Offline Spee

  • Board Moderator
  • *
  • Beiträge: 7984
  • Garstiger Piratenpascha
Re: Operationen der Hochseeflotte in der Ostsee, 10. August 1915
« Antwort #16 am: 13 April 2010, 10:06:59 »
Unbedingt weitermachen!! Danke Alex  :TU:) !!
Servus

Thomas

“It’s too bad that stupidity isn’t painful.”

Anton Szandor LaVey

Offline Leutnant Werner

  • Kapitän zur See
  • *
  • Beiträge: 1933
Re: Operationen der Hochseeflotte in der Ostsee, 10. August 1915
« Antwort #17 am: 13 April 2010, 13:04:59 »
Liest sich schon ganz anders als die Information in (english) Wikipedia. Es war also GROMOBOJ da und die Batterien auf Utö schwiegen wegen Munitionsmangels und nicht wegen Trefferwirkung.

Als so weiter, Alex! Wird ne echt spannenden Geschichte draus :-D

@kgvm: Hast recht mit den Sprengstücken.Hätt ich selber drauf kommen müssen...
"Ach, der Schampus....wie unaufmerksam von mir!" (Günther Lamprecht als Kapitän des Versorgers "Vegesack" in "Das Boot")

Offline Alex Shenec

  • Fregattenkapitän
  • *
  • Beiträge: 1397
Re: Operationen der Hochseeflotte in der Ostsee, 10. August 1915
« Antwort #18 am: 13 April 2010, 14:21:52 »
Mir hat diese Information der bekannte russische Historiker Michael Partala gewährt.

Dem Kommando der russischen Flotte war es über die Operation mit der Teilnahme "FON DER TANN" bekannt. Der russische B-Dienst hat den operativen Befehl für den Schlachtkreuzer gefangen, den nach der Funkstelle übergeben haben, und hat ihn entziffert. Der Stab der Flotte hat entschieden, den Kampf mit den deutschen Schiffen nicht zu beginnen. Deshalb präkavieren nur für die Minimierung des Schadens.

Die russischen Schiffe haben aus der Bucht auf die entgegengesetzte Seite der Insel Utö übergegangen. Auf "GROMOBOJ" warteten die Erscheinen der deutschen Abteilung und deshalb standen unter den Dampfs. Der Kommandeur des Kreuzers hat den Befehl bekommen, in den Kampf nicht zu betreten, und bei dem Erscheinen der deutschen Schiffe wegzugehen. Auf die Batterie der Insel haben auch diese Information, aber ohne Hinweis ihrer Quelle mitgeteilt.

In der Bucht der Insel befanden sich nur den Zerstörer "PORAZHAJUTSCHIJ" und etwas Kutter, wenn die deutsche Abteilung erschienen ist. Diese Schiffe schon unter der Beschießung evakuierten den persönlichen Bestand des Beobachtungsstelle. Dabei ist der Chef des Beobachtungsstelle Michael Poljakov umgekommen.

Außer dem waren in den Bezirk Utö zwei U-boote "KAJMAN" und "KROKODIL" abgesandt. Sie haben die Positionen im voraus geliehen und erwarteten die deutsche Abteilung. Leider ( :-D), waren die Boote alt. Sie waren rechtzeitig entdeckt und konnten nicht den Schlachtkreuzer angreifen.

Für "FON DER TANN" konnte dieser Fahrt sehr traurig enden.
Es ist die inoffizielle Information, dass einer der Offiziere des Stabes angeboten hat, die Minen auf der vermuteten Route der Bewegung des Kreuzers zu legen.
Aber, angeblich der Admiral Kanin (Befehlshaber von der Flotte) hat es sich losgesagt, zu machen. Wenn in der Folge die Lage dieser Minensperre verglichen haben, so hat es mit der Route des Kreuzers übereingestimmt....

Schöne Grüße

Alex
« Letzte Änderung: 13 April 2010, 16:04:59 von Alex Shenec »

Offline Alex Shenec

  • Fregattenkapitän
  • *
  • Beiträge: 1397
Re: Operationen der Hochseeflotte in der Ostsee, 10. August 1915
« Antwort #19 am: 13 April 2010, 14:36:35 »
Übrigens, ist auf der Insel Utö das Grab des deutschen Matrosen, der in 1916 umkam.
Diese Information ist jemandem nötig?

Schöne Grüße

Alex

Offline Köln

  • Bootsmann
  • *
  • Beiträge: 55
    • von der Tann/U54 - Photo-Site
Re: Operationen der Hochseeflotte in der Ostsee, 10. August 1915
« Antwort #20 am: 17 April 2010, 00:31:42 »
@ Alex #15

Hallo Alex,

Die Informationen sind ja wirklich hoch interessant.

Das Bild der Batterie Nr. 62 kannte ich bereits. Kann es sein, dass die Skizze 02_No. 63 die Kasematten aus meinem Beitrag #5 zeigt? Könnte Bild Fort3 nicht auch ein kleineres Kaliber sein?
Ich habe die Bilder von einer finnischen Historikerin, die ein Buch über die Anlagen auf Utö schreibt. Offenbar gab näher am Leuchtturm noch eine dritte Stellung mit 15,2 cm Geschütz, die in deiner Skizze nicht enthalten ist (s. unten).

Hast Du ein Bild der GROMOBOJ und gehörte dieser zur Bayan-Klasse?

Viele Grüße

Willi

Offline Leutnant Werner

  • Kapitän zur See
  • *
  • Beiträge: 1933
Re: Operationen der Hochseeflotte in der Ostsee, 10. August 1915
« Antwort #21 am: 17 April 2010, 10:35:03 »
Nein, Köln: http://en.wikipedia.org/wiki/Gromoboi_(1899)

Verbesserte Rossija-Klasse, wesentlich größer als die Bayans.
« Letzte Änderung: 17 April 2010, 12:02:29 von t-geronimo »
"Ach, der Schampus....wie unaufmerksam von mir!" (Günther Lamprecht als Kapitän des Versorgers "Vegesack" in "Das Boot")

Offline Alex Shenec

  • Fregattenkapitän
  • *
  • Beiträge: 1397
Re: Operationen der Hochseeflotte in der Ostsee, 10. August 1915
« Antwort #22 am: 24 April 2010, 23:41:30 »
Hallo Willi.

Ich weiß nicht, da sich für die Küstenartillerie niemals interessierte.
Auf der Skizze № 2 ist das typisierte Projekt der Batterie gestaltet, ist wahrscheinlich.
@ Alex #15
Das Bild der Batterie Nr. 62 kannte ich bereits. Kann es sein, dass die Skizze 02_No. 63
die Kasematten aus meinem Beitrag #5 zeigt? Könnte Bild Fort3 nicht auch ein kleineres Kaliber sein?

Ja. Auf der Insel war der dritte 15,2-cm die Batterie nach dem Kampf mit "FDT" eingerichtet.
Ich habe die Bilder von einer finnischen Historikerin, die ein Buch über die Anlagen auf Utö schreibt.
Offenbar gab näher am Leuchtturm noch eine dritte Stellung mit 15,2 cm Geschütz, die in deiner
Skizze nicht enthalten ist (s. unten).

Ekke hat dir schon geantwortet. Noch des Fotos "GROMOBOJ".
http://navsource.narod.ru/photos/02/015/index.html
Hast Du ein Bild der GROMOBOJ und gehörte dieser zur Bayan-Klasse?

Schöne Grüße

Alex