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* HMA

Autor Thema: Erlebnisberichte im HMA  (Gelesen 40681 mal)

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Online t-geronimo

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Re: Erlebnisberichte im HMA
« Antwort #105 am: 31 März 2020, 10:11:31 »
Ganz vielen Dank an die Spender.  :TU:)

Und an Teddy für die blutigen Hände vom vielen Scannen.  8-)
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Offline Teddy Suhren

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Re: Erlebnisberichte im HMA
« Antwort #106 am: 31 März 2020, 10:21:59 »
Zum Glück hab ich ne ziemlich umfangreiche Fotoausrüstung. Ich hab die Bücher nicht gescannt sondern die Seiten der Bücher abfotografiert. Die Fotos danach etwas in Lightroom zurechtrücken gehörte dazu.
Zwar nicht blutig aber dennoch Zeitaufwendig.  :O/Y

Offline Peter K.

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Re: Erlebnisberichte im HMA
« Antwort #107 am: 31 März 2020, 10:56:30 »
... feine Sache!  :TU:)
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

Online Darius

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Re: Erlebnisberichte im HMA
« Antwort #108 am: 31 März 2020, 19:27:22 »
...  sondern die Seiten der Bücher abfotografiert. ...


 :birthday: - Fortschritt durch Technik...


 :MG:

Darius

Offline hillus

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Re: Erlebnisberichte im HMA
« Antwort #109 am: 14 Mai 2020, 13:39:38 »
NEU im Historischen Marinearchiv - https://www.historisches-marinearchiv.de/sonstiges/berichte/mross_tschernobyl.php

Bernhard W. Mroß über seine Erlebnisse kurz nach der Katastrophe von Tschernobyl - Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl im April 1986

Dazu möchte ich etwas schreiben und zugleich ergänzen.

Moin,
es ist ja nicht nur das Interesse und die Liebe für maritime Geschichten, dem Seekrieg und den beteiligten Flotten und Kriegsschiffen, sondern auch das Aufbewahren von Erlebnissen aus der eigenen Zeit bei den unterschiedlichsten Marinen bzw. Seestreitkräften.
Solange man selbst noch aktiv ist, kommt kaum der Gedanke hoch, jetzt muss ich alles aufschreiben, damit nichts verlorengeht. Jeden Tag sind ja die Schiffe, Flugzeuge und die Menschen zu sehen.
Später sieht das anders aus. Hätte man doch…!!! So ist es immer wieder unseren Mitgliedern und Freunden des Marinearchivs zu danken, die sich hinsetzen und ihre Erlebnisse aufschreiben.
So ist es auch mit meinem Freund Bernhard Mroß, der bisher schon mehrmals seine Erlebnisse dem Historischen Marinearchiv zur Verfügung stellte. Seine letzte Erinnerung entstand mit seinem Erlebnis hinsichtlich der Atomkatastrophe von Tschernobyl. Wer hat schon so etwas erlebt, mit einer Breguet- Atlantic durch eine radioaktive Wolke zu fliegen. Freiwillig wohl nicht. Aber den ganzen Bericht solltet Ihr im Historischen Marinearchiv nachlesen.

Ich möchte noch ein paar Worte über den im Bericht erwähnten Generalleutnant Michail Nikolajewitsch Kalinin verlieren, dem Liquidator der ersten Stunde der Katastrophe.
Er wurde am 22.02.1937 als Sohn einer Bauernfamilie geboren und schloss die Mittlere Reife in einer Schule im Gebiet von Borisoglebsk ab. Nach dem Eintritt in die Rote Armee schloß er die Höhere Panzerkommandoschule ab und diente bei den Panzertruppen des Belorussischen Militärbezirkes. 1969 absolvierte er die Militärakademie FRUNZE, wurde in den fernöstlichen Militärbezirk abkommandiert und kommandierte die 59. Selbstständige Motorisierte Schützenbrigade. 1980 beendete er sein Studium an der Akademie des Generalstabes der Streitkräfte der Sowjetunion. Er wurde Chef des Stabes der 39. Armee (1980 – 1984), Befehlshaber der 28. Armee (1984 – 1986) und schließlich Chef des Stabes des Miliktärbezirkes Kiew.

In dieser Dienststellung kam er am 26.04.1986, bereits drei Stunden nach der Katastrophe, am Atomkraftwerk Tschernobyl an und leitete den Beginn der Arbeiten zur Liquidierung der Katastrophe. Er war dabei in vorderster Front und überquerte den Katastrophenort mehrmals mit dem Flugzeug bzw. Hubschrauber.

Später war er dann seit 1988 Erster stellvertretender Oberbefehlshaber der Gruppe der sowjetischen Truppen in Deutschland, seit 1991 - Erster stellvertretender Befehlshaber des Militärbezirks Kiew.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat er keinen Eid auf die Ukraine geschworen ("Ich habe bereits einen Eid auf mein Heimatland geschworen, der andere mag ein Verrat sein") und ist in den Ruhestand getreten. Er lebte mit seiner Frau im Bezirk Frunze in Jaroslawl, besuchte oft das Dorf Kusemino, wo er am 28. Dezember 1995 wohl an den Spätfolgen starb. Er ist auf einem Siedlungsfriedhof in Borisoglebsk begraben.

Auszeichnungen:
zwei Orden des Roten Sterns und weitere Orden und Medaillen

Bis bald!
hillus
« Letzte Änderung: 14 Mai 2020, 13:56:33 von hillus »

Offline hillus

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Re: Erlebnisberichte im HMA
« Antwort #110 am: 14 Mai 2020, 18:46:35 »
Moin,

noch eine Ergänzung zum Bericht,

auch ein Konteradmiral der Schwarzmeer Flotte war aktiv beim Katastropheneinsatz von Tschernobyl beteiligt.

Konteradmiral Nikolaj Borisowitsch Mjasojedow beteiligte sich persönlich an der Liquidierung der Schäden nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl im Alter von 57 Jahren. Trotz erheblicher radioaktiver Verstrahlungen lebte er noch bis 2011.

Kurzlebenslauf
22.05.1930 geboren im Gebiet Krasnodarsk
07.1948 Eintritt in die Seekriegsflotte und Hörer an der Höheren Seeoffiziersschule P.S. Nachimow in Sewastopol
10.1952 Kommandeur eines 120mm Geschützes das Linienschiffes PARIZHSKAYA KOMMUNA (GANGUT-Klasse) der Eskadra der Schwarzmeer Flotte
06.1955 bis 06.1963 Gehilfe (2. Wachoffizier) des Kommandanten und dann Kommandant des SKR-51
06.1963 bis 10.1971 als Obergehilfe (1. Wachoffizier) auf dem Versuchskreuzer OS-24 ex VOROSHILOV und dem Schulkreuzer SLAVA (beides KIROV-Klasse), wo er 1969 zum Kommandanten befördert wird.
07.1972 bis 10.1976 als Chef des Stabes bzw. Brigadechef von Werftliegerverbänden und Hilfsschiffseinheiten
10.1976 bis 08.1983 Gehilfe des Befehlshabers der Schwarzmeer Flotte, wo er am 30.10.1978 zum Konteradmiral befördert wird.
08.1983 bis 07.1986 Militärberater in der Syrischen Arabischen Republik
12.1986 bis 02.1991 Stellvertreter des Befehlshabers der Schwarzmeer Flotte für Zivilverteidigung. In dieser militärischen Position war er bei der Liquidierung der Tschenobyl-Katastrophe aktiv beteiligt, wofür er den ROTEN STERN Orden erhielt.
Er wurde im Februar 1991 in den Ruhestand versetzt.


Bis bald!

hillus
« Letzte Änderung: 14 Mai 2020, 19:20:58 von hillus »

Online Darius

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Re: Erlebnisberichte im HMA
« Antwort #111 am: 14 Mai 2020, 21:24:39 »
Danke hillus.


 :MG:

Darius

Offline Teddy Suhren

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Re: Erlebnisberichte im HMA
« Antwort #112 am: 27 Mai 2020, 15:44:02 »
Hai

Eine Prämiere bei den Erlebnisberichten im HMA. Der erste Bericht über die Volksmarine.
Die Fahrt und der Aufenthalt der RS Boote in die Werft nach Tallin.
Zur Verfügung gestellt vom Marinehistorischen Museum Dranske. Vielen Dank dafür.  :MG:

Inhalt
Bericht

Online t-geronimo

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Re: Erlebnisberichte im HMA
« Antwort #113 am: 27 Mai 2020, 16:17:15 »
Ein schöner Bericht. Von mir ebenfalls ganz vielen Dank!!  :TU:)
Gruß, Thorsten

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Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Online Darius

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Re: Erlebnisberichte im HMA
« Antwort #114 am: 27 Mai 2020, 21:17:22 »
Kann ich ebenfalls unterschreiben.


 :MG:

Darius

Offline smutje505

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Re: Erlebnisberichte im HMA
« Antwort #115 am: 28 Mai 2020, 10:07:12 »
Danke für den schönen Bericht.  top
Ps. bei den Bildern -weißer Mützenbezug und Culani  :roll:

Offline Eddy

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Re: Erlebnisberichte im HMA
« Antwort #116 am: 28 Mai 2020, 12:52:12 »
Ja smutje505,
so war es auch in Stalingrad 1942, die Truppe war nicht auf den Winter eingerichtet.
Es war wirklich so, der Aufenthalt war länger als geplant und einige Winteruniformteile waren eben im Heimathafen geblieben.
Bis denne
Eddy
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Offline Urs Heßling

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Re: Erlebnisberichte im HMA
« Antwort #117 am: 28 Mai 2020, 15:43:09 »
moin, Eddy,

so war es auch in Stalingrad 1942, die Truppe war nicht auf den Winter eingerichtet.
Ich möchte annehmen, daß Überlebende der Schlacht - wenn es sie noch geben sollte - diesen Vergleich doch etwas abwegig fänden. Sie hätten da meine Zustimmung.

Gruß, Urs
« Letzte Änderung: 28 Mai 2020, 17:05:53 von Urs Heßling »
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline Eddy

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Re: Erlebnisberichte im HMA
« Antwort #118 am: 29 Mai 2020, 13:13:47 »
Hallo Urs,
ist ok, der Vergleich hinkt. Krieg und Frieden sind nach wie vor zwei verschiedene Schuhe.
Eddy
Eddy von der großen Insel

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