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Autor Thema: Flakkreuzer  (Gelesen 23960 mal)

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Offline Warjag

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Flakkreuzer
« Antwort #15 am: 17 Januar 2006, 01:16:49 »
Hallo,

noch zwei Bilder der Flakbatterie :D "Niobe"

MfG
Dmitrij
Schöne Grüße,
Dmitrij

Offline Spee

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Flakkreuzer
« Antwort #16 am: 17 Januar 2006, 01:34:27 »
Servus,

stimmt es, daß "Niobe" nur deshalb versenkt wurde, weil sie gerade am falschen Platz zur falschen Zeit war? Laut meinen Informationen sollte der Luftschlag gegen "Lützow" oder "Prinz Eugen" geführt werden. Da man diese Schiffe aber nicht angreifen konnte (schlechtes Wetter, nicht am Platz, ich weiß es nicht mehr genau), wurde ein Ausweichziel gesucht und gefunden. Aber die Russen hielten "Niobe" für "Väinämöinen", deshalb die volle Wucht des Angriffes. Dabei gingen die sowjetischen Flugzeugführer mit einem neuen taktischen Verfahren vor. Man ließ die Bomben nicht vertikal fallen, sondern warf sie im Tiefstflug kurz vor dem Ziel ins Wasser, sodas die Bomben als Abpraller vom Wasser direkt in die Bordwand bzw. die Aufbauten schlugen. Das hatte verheerende Folgen für das Schiff und wenn ich mich nicht irre war "Niobe" nach ca. 15min versenkt.
Servus

Thomas

“It’s too bad that stupidity isn’t painful.”

Anton Szandor LaVey

Offline Warjag

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Flakkreuzer
« Antwort #17 am: 17 Januar 2006, 03:55:10 »
Hallo,

@Spee
Du hast recht. Wircklich war sie am falschen Platz zur schlechten Zeit. Aber sie war kein Ausweichziel, sondern ein Hauptziel. Die Luftaufklärung hat versucht das Oberkommando der Baltischen Flotte zu überreden, dass dieses Schiff keine "Väinämöinen" ist, aber ohne Erfolg. Das Oberkommando wollte unbedingt die "Väinämöinen" zerstören und dieser Wunsch war seit langer Zeit (seit 1939-40) so groß, dass es auf nichts beachtet hat. Es gibt einen "Bericht der Operation der Zerstörung des Panzerschiffs VÄINÄMÖINEN in Kotka", wo später der Name durchgestrichen wurde. Und oben steht: "Halten für Flakkreuzer NIOBE". (Man kann es auf dem Attachment sehen).
Über einen neuen taktischen Verfahren weiß ich leider nicht so viel. Aber meiner Meinung nach, es war im Jahr 1944 eine gewönliche Methode. Bei der Operation haben 28 Sturzbomber "Pe-2" (Fallhöhe 2000 m) und 4 Toppmastbomber "A-20DO" (Fallhöhe 30 m) teilgenommen. "Pe-2" hatten je 2x250-kg und 2x100-kg Bomben, "A-20" - je 2x1000-kg Bomben. Die "Niobe" hatte 2 Treffer von "FAB-250" und 2 Treffer von "FAB-1000". Für das alte Schiff war es viel zu genug.
Schöne Grüße,
Dmitrij

Online Zerstörerfahrer

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Flakkreuzer
« Antwort #18 am: 17 Januar 2006, 06:03:52 »
@ Spee,
darf ich fragen, wo du die Bilder herhast. Die sehen nämlich so aus, als wären sie aus einem Buch gescannt. Das buch will ich dann auch haben. :D

Offline Spee

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Flakkreuzer
« Antwort #19 am: 17 Januar 2006, 08:37:35 »
@Zerstörerfahrer,

jetzt hast du mich mit jemandem verwechselt. TG vielleicht?

@Warjag,

meine Information stammt noch aus einem Buch aus der DDR. Deshalb meine etwas vorsichtige Anfrage. Solche Quellen sind, wenn's nicht um technische Dinge geht, mit Vorsicht zu geniessen.
Danke für den Scan. Soviel kann ich noch Russisch, um den Text lesen zu können. Funny, man wollte es einfach nicht wissen, daß das Schiff nicht "Väinämöinen" ist. Die müssen ja einen Hass auf den finnischen Küstenpanzer gehabt haben?
Servus

Thomas

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Anton Szandor LaVey

Offline t-geronimo

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Flakkreuzer
« Antwort #20 am: 17 Januar 2006, 11:55:08 »
@ Z-Farhrer:
Die Bilder sind aus einem Buch, aber ich weiß nicht, aus welchem.
Die habe ich aus meinem Festplattenarchiv, das ich irgendwann mal angelegt hatte, als ich noch nicht so viele Bücher besaß.
Da habe ich alles an Fotos gesammelt, was ich in die Finger bekommen könnte.
Ich stöbere nachher mal in meiner Büchersammlung.
Gruß, Thorsten

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Offline Warjag

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Flakkreuzer
« Antwort #21 am: 17 Januar 2006, 11:56:17 »
@Spee

Ja. Der Marineminister (Narkom VMF) N.G.Kuznecov hat noch am 3.11.1939 (!) (also vor dem Winter-Kriegsabbruch) den Befehl gegeben, die "Ilmarinen" und "Väinämöinen" zu finden und zerstören. Der erste Versuch  haben die Luftstreitkräfte 30.11.1939 vorgenommen. Und den ganzen Winter-Krieg, dann den ganzen II. WK hat die Baltische Flotte versucht diesen Befehl zu erledigen.
Die "Ilmarinen" wurde durch Minentreffer versenkt, die "Väinämöinen" konnte den Krieg überleben. Schließlich wurde sie 1947 von Russland gekauft und bis 1966 als Monitor "Vyborg" bei der Baltischen Flotte gedient.
Schöne Grüße,
Dmitrij

Offline t-geronimo

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Flakkreuzer
« Antwort #22 am: 17 Januar 2006, 12:06:36 »
Da wenden die Russen doch glatt kapitalistische Methoden an: Was nicht versenkt werden kann, wird eben gekauft... :mrgreen:

Zurück zum Thema. :)
Gruß, Thorsten

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Flakkreuzer
« Antwort #23 am: 18 Januar 2006, 18:38:20 »
Also, ein paar Bilder wären nicht schlecht.



[align=center]Arcona[/align]

Offline t-geronimo

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Flakkreuzer
« Antwort #24 am: 18 Januar 2006, 21:27:10 »
Arcona Winter 1940/41
Gruß, Thorsten

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Offline ChriWi

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Re: Flakkreuzer
« Antwort #25 am: 20 Juli 2006, 18:35:19 »
Moin moin alle zusammen !

Ich bin neu hier und sehr froh darüber, daß ich auf diese tolle Seite gestoßen bin.

Mein Opa (den ich leider nie kennengelernt habe, da er in den 60ern gestorben ist)  während des Krieges als Oberfeuerwerker, bzw. als Oberbootsmann seinen Dienst auf der schwimmenden Flakbatterie ARIADNE versehen.

Da ich so gut wie nichts über seine Dienstzeit in der KM weiß, habe ich nun mit eigenen Nachforschungen begonnen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand noch weitere Informationen über die Ariadne liefern könnte, insbesondere über ihre Einsatzorte und Daten; oder nochbesser über meinen Opa selbst.

Gibt es eventeull auch heute eine Kameradschaft der Flakkreuzer / schwimmenden Flakbatterien ?

Ich selbst besitze neben seinen Schulterklappen und einigen Fotos leider nur eine einzige Seite aus seinem Soldbuch, der Rest ist im Laufe der Zeit verschütt gegangen.

Anbei eineige Daten, die vielleicht bei der Suche helfen könnten :

Fritz Winter
geboren 10.10.1911 in Lüdenscheid
Rang zu Kriegsende : Oberbootsmann (nach seinen Schulterklappen)
Rang zu Kriegsende : Oberfeuerwerker (nach einem Schreiben vom 11.06.45, wonach er sich auf Befehl der all. Militär-Mission in Dänemark aufhielt und dort als Kriegsgefangener Blindgänger entschärfen musste.

Aus Erzählungen meiner ebenfalls leider schon verstorbenen Oma weiß ich, dass er mit der Ariadne definitiv in Norwegen, Dänemark und Kiel gewesen ist.

Wer weiß etwas ?
Wer kann mir weitere Suchtips geben ?
Kann man Oberfeuerwerker und Oberbootsmann sein ? Oder ist der Oberbootsmann der Rang und der Oberfeuerwerker der Tätigkeitsbereich ?

Über alle Infos diesbezüglich freue ich mich ! Dankeschön schonmal und ein schönes WE, ChriWi

Offline Chrischnix

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Re: Flakkreuzer
« Antwort #26 am: 20 Juli 2006, 21:22:30 »
@ChriWi

Schon einen Antrag bei der WAST gestellt?

http://www.dd-wast.de/

Grüße:
Chrischnix
« Letzte Änderung: 20 Juli 2006, 21:36:32 von Chrischnix »

Offline Scheer

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Re: Flakkreuzer
« Antwort #27 am: 20 Juli 2006, 21:59:43 »
@Chrischnix
habe kaum Hoffnung, das er über die WAST etwas erfährt. Sein Opa ist ja nicht gefallen.

Online Zerstörerfahrer

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Re: Flakkreuzer
« Antwort #28 am: 20 Juli 2006, 22:14:14 »
Moin Moin,

die Wast ist nicht nur da, um den Verbleib gefallener Soldaten zu klären, sondern auch zur Klärung der Dienstzeiten.
Daher kann ich ChriWi nur empfehlen dort mal einen Antrag zu stellen, allerdings sind Wartezeiten bis zu 8 Monaten normal. Ich hab dort schon 3 Anträge von Überlebenden Grossvätern ( 2 von mir und einer von meiner Frau )gestellt   und alle sind bis jetzt beantwortet worden. Allerdings sind ein Grossteil der Akten des Heeres gegen Kriegsende verlorengegangen, wobei die Marineakten scheinbar grösstenteils erhalten geblieben sind.

Offline Scheer

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Re: Flakkreuzer
« Antwort #29 am: 20 Juli 2006, 22:32:12 »
Sorry, mein Fehler  :MV:
Liegt daran, das ich in der Bude hier knappe 34 Grad habe, Führt zur Hirnerweichung  :-D