Forum Marinearchiv

Seekrieg allgemein => Zweiter Weltkrieg => Thema gestartet von: kgvm am 23 Februar 2015, 10:30:44

Titel: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: kgvm am 23 Februar 2015, 10:30:44
Um mal anzufangen das Thema etwas zusammenzufassen:

BOULOGNE, das 1912 in Dünkirchen gebaute Schwimmdock:
"(II( (1912, Dünkirchen: Ateliers & Chant. de France) 2200 t; frz. Schwimmdock; c6.1942 Marine-Bauaufsicht, Boulogne"
(aus http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,21403.msg239330.html#msg239330, wohl nur irrtümlich in die Liste der Schwimmkrane gerutscht)

BERGEN und
DRONTHEIM:
http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,22755.msg262334.html#msg262334

Hier aus meiner Sammlung zwei Fotos eines Schwimmdocks in Juli 1943 in Brest. Ich vermute, daß es sich dabei um das 1931 gebaute 12.000-Tonnen Schwimmdock aus Dünkirchen auf der Verlegung nach Nantes handelt (wo es bei Kriegsende versenkt vorgefunden wurde). Bekannt ist mir sonst für Brest nur ein 750-Tonnen Schwimmdock aus deutschem Besitz, daß dort im August 1944 versenkt vorgefunden wurde, das Dock auf den Fotos wirkt aber größer. Die Existenz eines weiteren Schwimmdocks in Brest kann ich allerdings nicht ausschließen.



Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 23 Februar 2015, 18:00:33
Tolle Bilder, gibt's zu dem Thema wohl leider nicht Hülle und Fülle.
Zum 12.000t-Dock in Brest macht "Hellwinkel" in seiner Studie die Angabe:
"Januar 1942 durch "Constructions Navales" fertiggestellt."
Dazu haben französische Werften noch eine Anzahl "1500/1700t Standard" Hebepontons und -werke fertiggestellt.
Gut möglich, dass da einige nach Brest gelangt sind.
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten: Oslo
Beitrag von: bettika61 am 24 Februar 2015, 21:31:15
Hallo,
interessantes Thema,
dazu Schwimmdock Oslo aus Air 75/705 Coastal Command Mai 1945,
weitere Angaben zu den Docks und den Schiffen dort sind erwünsscht

Grüsse
Beate
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 24 Februar 2015, 22:13:33
Hallo Beate,
tolles Bild.
Werft ist Akers mek. Verksted.
Trockendocks:
Nr. 1: 261x46x13 ft., Nr. 3: 564x78x22 ft.
Schwimmdocks:
Nr. 2: 240x54x14 ft. 2.000t (1909), Nr. 4 563x87x26 ft. 16.000t (1937)
Hellinge:
Nr. 1: 535x64 ft., Nr. 2: 465x58 ft., Nr. 3: 277x42 ft.
A. St. könnte Bau-Nr. 481 "Bataan", 6.671 BRT, liegen.
Gruß
Markus
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 24 Februar 2015, 22:27:42
Dazu evtl. passend noch der Werftplan aus Schiffbau 1921
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: Peter K. am 24 Februar 2015, 23:04:56
Trockendocks:
-) 240/240 x 55/38,5 x 12 ft
-) 575/575 x 82/75,5 x 23 ft
Schwimmdock:
-) 240/240 x 55 x 14 ft

Quelle: Port Directory 1928
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: Darius am 30 April 2016, 22:32:23
Brest:
Bild 1 (http://www.ebay.de/itm/Orig-Foto-Schiffe-Boote-Zerstorer-im-Hafen-BREST-Bretagne-Frankreich-1941/391443627169?_trksid=p2047675.c100005.m1851&_trkparms=aid%3D222007%26algo%3DSIC.MBE%26ao%3D1%26asc%3D36385%26meid%3De98c0ecec339467ea7092d1df92a2226%26pid%3D100005%26rk%3D1%26rkt%3D6%26sd%3D391443627129)
Bild 2 (http://www.ebay.de/itm/Orig-Foto-Schiffe-Boote-Trockendock-im-Hafen-BREST-Bretagne-Frankreich-1941/391443627129?_trksid=p2047675.c100005.m1851&_trkparms=aid%3D222007%26algo%3DSIC.MBE%26ao%3D1%26asc%3D36385%26meid%3D4395110596774011bb814c5610845657%26pid%3D100005%26rk%3D1%26rkt%3D6%26sd%3D391443627169)
Bild 3 (http://www.ebay.de/itm/Orig-Foto-Schiffe-Boote-Brucke-Kran-im-Hafen-BREST-Bretagne-Frankreich-1941/391443627148?_trksid=p2047675.c100005.m1851&_trkparms=aid%3D222007%26algo%3DSIC.MBE%26ao%3D1%26asc%3D36385%26meid%3D4395110596774011bb814c5610845657%26pid%3D100005%26rk%3D2%26rkt%3D6%26sd%3D391443627169) ohne Dock

 :MG:

Darius
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: Urs Heßling am 01 Mai 2016, 00:01:22
moin,

Bild 1 (http://www.ebay.de/itm/Orig-Foto-Schiffe-Boote-Zerstorer-im-Hafen-BREST-Bretagne-Frankreich-1941/391443627169?_trksid=p2047675.c100005.m1851&_trkparms=aid%3D222007%26algo%3DSIC.MBE%26ao%3D1%26asc%3D36385%26meid%3De98c0ecec339467ea7092d1df92a2226%26pid%3D100005%26rk%3D1%26rkt%3D6%26sd%3D391443627129)
Ich seh' keinen Zerstörer :-D nur ein Minensuchboot

Bild 2 (http://www.ebay.de/itm/Orig-Foto-Schiffe-Boote-Trockendock-im-Hafen-BREST-Bretagne-Frankreich-1941/391443627129?_trksid=p2047675.c100005.m1851&_trkparms=aid%3D222007%26algo%3DSIC.MBE%26ao%3D1%26asc%3D36385%26meid%3D4395110596774011bb814c5610845657%26pid%3D100005%26rk%3D1%26rkt%3D6%26sd%3D391443627169)
(ex-) Panzerkreuzer Gueydon ? https://fr.wikipedia.org/wiki/Gueydon_%28navire%29

Gruß, Urs
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 01 Mai 2016, 10:32:17
Hallo,
schöne Bilder. Sicher wieder das Dünkirchener Dock.
In bemerkenswert gutem Zustand.
Gruß
Markus
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten: Kolding
Beitrag von: bettika61 am 01 Mai 2016, 13:25:14
schwimmdock kolding (http://arkiv.dk/vis/2442852)
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 01 Mai 2016, 19:13:21
http://www.privatarkivet.dk/wp/2015/09/07/tysk-flydedok-i-korsoer/
Ankunft des 2.800t Docks in Korsör.
Gruß
Markus
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: kgvm am 03 Mai 2016, 09:45:28
Hier noch ein weiteres Bild des Docks in Brest, auf dem durch den Vergleich mit den alten Kreuzern die Abmessungen deutlich werden. Interessant auch die rechteckige Form des Docks.
Die Kreuzer waren rund 140 m lang, das Schwimmdock aus Dünkirchen war 170,2 x 36,66 m.
Deutlich erkennbar hier und auch auf den beiden Bildern von crainsmilitaria der zweistöckige Kommandostand des Docks.
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: kgvm am 03 Mai 2016, 09:53:02
Fehlen eigentlich "nur" noch Angaben darüber, wo das Dock in deutsche Hand fiel, und die Termine für die Verlegung nach Brest und weiter nach Nantes.
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: Urs Heßling am 03 Mai 2016, 10:54:57
moin, KG,

..  Vergleich mit den alten Kreuzern ...
vorn mit dem umfangreichen Brückenaufbau Gueydon, daneben Montcalm, ..
.. aber kennst Du das dritte (ex Handels- ?) Schiff ?

Gruß, Urs

Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: kgvm am 03 Mai 2016, 11:11:45
Das dritte ist die "Armorique" ex "Bretagne" ex "Mytho" von 1879.
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: Urs Heßling am 03 Mai 2016, 11:28:59
moin, KG,
Merci top :MG:
Damit gefunden https://fr.wikipedia.org/wiki/Armorique_%28navire%29#/media/File:Armorique.jpg

.. und die Montcalm war also auf Trémintin "umgetauft" worden, weil der Name neu an einen Leichten Kreuzer vergeben wurde.

Gruß, Urs
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 03 Mai 2016, 19:12:15
Hallo,
das Schwimmdock soll noch durch die französische Seite bei der Räumung Dünkirchens nach Brest geschleppt worden sein.
Gruß
Markus
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: kgvm am 03 Mai 2016, 20:24:39
Danke, Markus.
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: kgvm am 24 Mai 2016, 10:58:31
Hier einige weitere Bilder der Verlegung des Dünkirchen-Docks von Brest nach Nantes, wohl im Juli 1943.
Geleit durch Minensucher, die beiden Schlepper an der Spitze sind nach französischen Plänen für die KM gebaut. Die Namen sind ziemlich sicher "Süder Hever" und "Mittel Hever", entgegen den Angaben im Gröner aber in zwei Worten.
Wäre ja schön, wenn sich zu dieser Verlegung noch Details in einem KTB finden ließen.
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: bettika61 am 15 August 2016, 16:51:20
Hallo,
hier http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,26430.135.html #147,148
hatten wir ein Schwimmdock mit Kriegsgefangenen das bei Kriegsende auf Langeland strandete.
Im Film http://www.tv2fyn.dk/node/42706 sind Fotos vom Dock zu sehen
hier (https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=da&u=http://www.historie-online.dk/nyt/paasporetafhistorien.htm&prev=search) der Hinweis das das Schwimmdock noch heute existiert
Zitat
"Wir haben das letzte Beweis dafür, dass das Schwimmdock, die heute mit der Werft liegt, auch tatsächlich das Schwimmdock ist die 4. Mai 1945 an Land mit 1500 Russisch und Französisch Kriegsgefangene an Bord auf Südlangeland trieb. Es gibt viel Gerede gewesen auf dem Schwimmdock seit vielen Jahren, aber wir fanden Beweis, dass es existiert immer noch
Ich vermute, es ist die Werft in Odense gemeint, ist etwas über deren Schwimmdocks bekannt?

Edit: Im Original
Zitat
"Vi fører endeligt bevis for, at den flydedok, der i dag ligger hos værftet i Marstal, også vitterligt er den flydedok, der den 4. maj 1945 drev i land på Sydlangeland med 1.500 russiske og franske krigsfanger ombord
Hier steht Werft in Marstal (Aeroe), das Schwimmdock kenne ich , ich suche die Bilder mal raus  :-)

die Geschichte wird hier (https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=da&u=http://www.kristeligt-dagblad.dk/kultur/sandheden-bag-s%25C3%25B8fartsbyen-marstal&prev=search) bestätigt
Zitat
Die erste Begegnung mit der Stadt ist ein riesiger Schwimmdock, die ein deutsches U-bootdock aus dem Zweiten Weltkrieg erweist sich, wie in den letzten Tagen des Krieges wurde in der Ostsee und russischen und polnischen Kriegsgefangenen schwimmend und mit Kugeln von alliierten Flugzeugen abgefeuert gespickt. ....  Schusslöcher können noch tatsächlich zu sehen.

Ob nun "U-Bootdock"  :-) wirklich stimmt? bleibt die Frage wo kam es ursprünglich vor Sassnitz her.
Die werft http://repairyard.dk/omos.html gibt die Größe mit 3.500 t an.
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 16 August 2016, 23:01:16
Hallo Beate,
beim "Kriegsgefangenendock", gruselige Geschichte aber hochinteressante Doku, vielen Dank für den Link top, würde ich eher von einem "Altbau" vor WK 1 ausgehen. Da käme dann wieder eins der "alten" Stettiner Oderwerke (Sektions-) Docks A bis F ins Spiel. A/B ex Vulcan halte ich für eher unwahrscheinlich. C bis F hatten nutzbare Breite von 16m. Könnte eventuell passen.
Gruß
Markus
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 16 August 2016, 23:04:04
….hier noch ein Link zu den Abmessungen des Docks in Marstal
http://marstalhavn.dk/Welcome_Marstal.html
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: bettika61 am 16 August 2016, 23:42:55
Hallo Markus,
Danke für die Hinweise,
Auf der Suche wo könnte das Dock und die Kriegsgefangenen  herkommen http://www.historisches-marinearchiv.de/projekte/landungsfahrzeuge/marinefaehrprahm/ausgabe.php?where_value=1100
Zitat
- 13./14.04.1945 4 AF und 4 Schleppern mit einem Schwimmdock die West-Oder abwärts . Russisches Infanteriefeuer von der Oderinsel durch 2 cm Vierlinge der AF zum Schweigen gebracht. Auf Höhe Pölitz auf AF 104 zwei Verwundete durch Volltreffer einer feindlichen 7,6 cm. Erst auf Höhe Papenwasser Schusswechsel beendet. Querab Gr. Ziegenort Schwimmdock durch Wind aus NO an der westl. Fahrwasserkante auf Grund gesetzt, muß nach Hellwerden zurückgelassen werden. 
Die Oder abwärts an Pölitz vorbei kann eigentlich nur aus Stettin kommen.
Bei Pölitz befand sich  das Hydrierwerk und das KZ Außenlager, das  im März/April 1945 geräumt wurde. http://berlin.bahninfo.de/poelitz.htm
Erst mal nur eine Hypothese.
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 17 August 2016, 11:52:17
Hallo Beate,
sehr wahrscheinlich dürfte das gestrandete Dock ein Teil des Kombidocks der Oderwerke C: 50x16 m, 1500t und D: 40x16 m, 1200t , Breite außen je nach Quelle 22 m oder 23 m, sein.
Laut Bautenliste Strandgut Bau-Nr. 400 von 1891 (dort allerdings nur Angabe für ein Dock 70x22 m, 2000t, obige Angaben dürften der tatsächlichen Bauausführung entsprechen).
Im Strandgut-Artikel auch ein Bild des Docks.
Gruß
Markus
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 17 August 2016, 21:42:40
Hallo,
noch eine kleine Ergänzung:
Für Nakskov, sozusagen schräg gegenüber, wird für 1945 ein Dock 58,5x22/14,8 m, 1.000t aktuell/ursprgl. ?, Baujahr 1892, erwähnt.
Mit den üblichen "Schwankungen" bei Schwimmdocks bezüglich nutzbarer/Gesamt-Länge sowie Baujahr/Inbetriebnahme spricht dies schon ziemlich für Dock C (nicht verwechseln mit dem 60.000t Dock  :-D) der Oderwerke.
Gruß
Markus
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 17 August 2016, 21:48:32

noch ergänzend.
Dock wurde als in schlechtem Zustand mit Schrottwert bezeichnet.
Dazu dürften die "dänischen Zufallsbesitzer" wenig Interesse an einem Nachweis des deutschen Zivileigentümers gehabt haben. Anders als bei Marine-/Regierungsdocks gab es da ja eigentlich selbst 1945 theoretisch klare Eigentumsverhältnisse.
Wahrscheinlich verschrottet. Trauriges Ende des "letzten Stettiner Privatdocks" passend zur insgesamt sehr traurigen Geschichte. Die immerhin für einen Teil der Kriegsgefangenen ausweislich der Bilder doch noch eine gute Wendung genommen hat.
Gruß Markus
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: bettika61 am 17 August 2016, 21:58:21
Hallo Markus,
damit ich noch ein bischen mitkomme: Du meinst das gestrandete Dock ist nach Naskov /Lolland nach 1945 gekommen. Dort verschrottet heißt, das Dock  in Marstal heute  ist es nicht  :?

Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 17 August 2016, 22:10:01
Hallo Beate,
sozusagen "leider" ja. Das Dock in Marstal dürfte relativ "neueren" Datums sein.
Beim "gestrandeten" Dock gehe ich sehr vom genannten Dock der Oderwerke aus.
Gruß
Markus
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: bettika61 am 17 August 2016, 22:19:28
Hallo,
noch ein Schwimmdock unterweg:  25.12.44 , 2700 t Dock aus einem DEFE Funkspruch
Zitat
can only be carried out via ways 75 and 55

Ich gehe davon aus das die Zwangswege gemeint sind, weg 55 ist http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,26430.msg301389.html#msg301389 #176 noch erkennbar,
aber Weg 75  :? , ist auch  http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,21614.msg241946.html#msg241946 nicht dabei.

Kennt den Weg jemand und kann man daraus Rückschlüsse auf das Dock ziehen?
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: bettika61 am 17 August 2016, 22:23:51
Hallo Beate,
sozusagen "leider" ja. Das Dock in Marstal dürfte relativ "neueren" Datums sein.
Beim "gestrandeten" Dock gehe ich sehr vom genannten Dock der Oderwerke aus.
Gruß
Markus
Danke Markus für die Aufklärung  :MG:
Da würde mich aber "der letzte Beweis" des Fernsehsenders interessieren  :MLL:
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 17 August 2016, 22:35:31
Hallo Beate,
eventuell hat der Sender da die Gleichung Dock alt Marstal = Dock neu Marstal etwas "fehlgelöst".
Kämpfe momentan noch mit meinem Scanner. Falls ich gewinne schicke ich die Seiten mit den Abbildungen aus Strandgut kurz rüber.
Bei den 2.700t "Torpedobootsdoppeldocks" grübel ich momentan noch über einen "Gesamtnachweis".
Herzlicher Gruß
Markus
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: bettika61 am 05 Januar 2017, 22:12:16
..
sehr wahrscheinlich dürfte das gestrandete Dock ein Teil des Kombidocks der Oderwerke C: 50x16 m, 1500t und D: 40x16 m, 1200t , Breite außen je nach Quelle 22 m oder 23 m, sein.
Hallo,
ob es das gleiche Dock ist, weiß ich nicht
Zitat
Situation 0900/2/5
..........
TUG 72 with Dock "C" 2317 Flensburgerfoerde (150 P.O.W.)
aus DEFE-3-579-0-1

die Ursprungsmeldung  zum o.g. Dock war
http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,26430.105.html #109
Zitat
Lage Ostsee am 7.Mai 1945 , 0800h
5.
Wehrmachtkommandant Kiel meldet, daß ein Schwimmdock mit 1500 Kriegsgefangenen mit Deutscher Bewachung unterwegs nach Förde ins Treiben geraten. Verbleib Schwimmdock unbekannt.Suchaktion eingeleitet.
gestrandet ist es bereits  am 4.5.1945 auf Langeland http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,26430.135.html #149

die "150 P.O.W" statt 1500 Kriegsgefangene könnte ein Schreib- oder Übertragungsfehler sein.
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: kgvm am 06 Januar 2017, 09:04:49
Ich gehe davon aus, daß das Dock in Flensburg nicht das bei Langeland gestrandete ist. Die Leute an Bord des gestrandeten Docks wurden ja auf die Insel gebracht.
Im übrigen kann ich mir vorstellen, daß in den letzten Kriegstagen wichtigere Aufgaben zu erledigen waren als ein gestrandetes Dock wieder freizuschleppen (und es danach wieder mit Kriegsgefangenen und Flüchtlingen zu besetzen).
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: bettika61 am 06 Januar 2017, 23:23:49
Hallo,
es ist mir klar, das  bei der Datenlage nur Spekulation möglich ist.
Die Meldung vom 2.5 "Flensburger Förde" kann durchaus die Aussenförde meinen, die geht östlich bis Alsen, da wird das Dock  noch vom Schlepper gezogen.
Welchen Zwangsweg es genommen hat, wissen wir nicht.
Die Meldung 7.5. gibt's als Ziel "unterwegs nach Förde" ob Kieler Förde oder Flensburger Förde bleibt offen., Treiben verstehe ich als ohne Schlepper.

Gestrandet ist es  am 4.5.
Ist es möglich mit westdrift von der Flensburger Fördevom 2.5.-4.5 bis nach Langeland?
Sind mehr "Dock C"  bekannt ,die zu gleicher Zeit unterwegs waren?




Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: Elsass am 07 Januar 2017, 08:31:30
Hallo

In dass buch Flådens skibe og fartøjer 1945 - 1995 Steht folgendes unter Dok 4 (Seite 222) DOK 4: Tyskland. Wirkte bis 1945 als Druck dock in Lübeck (???), Verkauft 1984 an Schiffswerft Toft, Gråsten, Abgeschleppt von Holmen (Kopenhagen) im August 1984, Verkauft 1 marts 1990 an Marstal Dok A/S

Länge 108 meter, Breite 18 meter, Tiefgang Max 5,5 meter , Zu wasser 1936

In Dass buch En Dråbe i havet (1994) seite 360 steht: Am 12 mai 1945 wurde Dock C aus Stettin von Påø(Position des strandung am 4 mai 1945 um 16,00 uhr) nach Nakskov geschleppt, von einer paar schlepper von Svitzer. Hier lag es bis sommer 1946 wo es als Dänisches stats eigentum nach Kopenhagen Geschleppt wird als Dok IV (4) bei Flottenstation Holmen, Der dock konnte 3500 tons heben. Gebaut in Stettin 1936. Verkauft an Svend Weiss in Gråsten, Weiterverkauft an Marstal Flydedok A/S im 1990. Kam nach Marstal am 23 august 1990. Tag der offenen tür am 17 November 1990. Im Kontrol raum des Dock lag damals(1990) die originale instruktions bücher

Grüsse Flemming Hansen 
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 07 Januar 2017, 19:16:15
Hallo,
neben dem sicher nicht in Betracht kommenden 60.000t Marinedock C ist mir nur das Dock C Howaldt Kiel, "Dockumbau, Bau-Nr. 693 bei Howaldt" bekannt. 3.500t 120/110x22,2/17,5 m. Lag allerdings bei Kriegsende versenkt in Kiel.
Das "Kriegsgefangenendock" halte ich immer noch für Dock C der Oderwerke.
Interessant allerdings der Hinweis auf den "deutschen" Ursprung des Docks in Marstal. Der Kran sieht auch sehr nach MAN aus.
Gruß
Markus
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: Elsass am 08 Januar 2017, 09:51:19
Hallo

Haben den Bergungsbericht Von Svitzer gefunden.
Schwimmdock C aus Stettin
Länge Ca. 60 meter
Breite Ca. 25 meter

Verlassen von Besatzung bei Hjortholm vor Langeland. Eingebracht nach Nakskov am 12 mai 1945. (Bergungs begin am 11 Mai 1945)
Abgedichtet in einer tank.
Geborgen durch Svava mit schlepper hilfe von Vulcan

Ich bin einig mit dir Markus das es sich um Dock "C" aus Stettin handelt. In der bericht in En Dråbe i havet Steht dass die Kriegsgefangenen anbord gekommen sind in Stettin.

Grüsse Flemming
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: bettika61 am 08 Januar 2017, 10:28:02
Hallo Flemming  Hallo Markus,
Danke für die Unterstützung :MG:
Mit Dock C aus Stettin bis Nakskov seid ihr Euch ja einig,
aber ist es nun das heutige Schwimmdock in Marstal  :?

Da passen doch einige Daten  nicht zusammen.
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 08 Januar 2017, 13:27:20
Hallo Beate und Flamming,
das Dock in Marstal ist sicherlich das ehemalige Dock IV/4 des Holmen.
Detailbild von 1979 hier
http://navalhistory.dk/images/Billedserier/1979_Spaekhuggeren/Spaek02.jpg
Wäre dann eins der ehemaligen Wilhelmshavener "Zerstörerdocks" Nr. 1 - 3, gebaut bei Flender, Lübeck, Bau-Nr. 233 - 235, ca. 1936/37.
Immerhin nach rd. 80 Jahren und wechselvoller Geschichte noch immer im Dienst. Vielleicht das älteste Schwimmdock Dänemarks?
Damit sicher nicht das viel kleinere Dock C der Oderwerke. Dies dürfte schon 1945 nur noch Schrottwert gehabt haben.
Gruß
Markus
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: bettika61 am 08 Januar 2017, 16:32:09
Hallo,
nachdem sich die Nebel über das Schwimmdock in Marstal gelichtet haben  :MG:

Das nächste Deutsche Schwimmdock in Dänemark
http://www.privatarkivet.dk/wp/tag/1945/
kam 1942 nach Korsør, 1945 nach Aarhus
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: bettika61 am 08 Januar 2017, 18:17:20
Wäre dann eins der ehemaligen Wilhelmshavener "Zerstörerdocks" Nr. 1 - 3, gebaut bei Flender, Lübeck, Bau-Nr. 233 - 235, ca. 1936/37.
hier (https://youtu.be/NXfTyQhmVB4) 0:34 ein Foto mit Schild
Zitat
Bau 234 Lübecker-Flender-Werke
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Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: Elsass am 08 Januar 2017, 18:51:03
In Cai Boie: von der Hansekogge zum Containerschiff: Seite 231 Steht unter Nummer 233-234 Schwimmdocks 3500 ton für marinewerft Wilhelmshaven. Wir haben eine winner :-)
Dann kommt dass frage Wie kam das dock nach Stettin wo es beladen mit den Kriegsgefangene oder war es nie in Stettin ???

Grüsse Flemming

P.S Danke Bettika61 und MarkusL
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 08 Januar 2017, 22:17:13
Hallo,
erst einmal vielen Dank für den Link zur schönen Doku. top :MG:
Ab 3:10 auch schönes "Standbild" des Bauschildes der Werft. Da hat das Dock seinen Erbauer und die Wirren des zweiten Weltkrieges überlebt. Wenn die Bau-Nr. der Werft entsprechend der Reihenfolge abgeliefert, dann Wilhelmshaven Nr. 2. Das allerdings unbelegte Spekulation. Letztes noch in Betrieb befindliches Schwimmdock der ehemaligen Kriegsmarinewerft? Scheint der Werft in Marstal ja noch wirklich gute Dienste zu leisten, wäre aber auch ein schönes Museumsstück für Wilhelmshaven zu den Irrungen und Wirrungen deutscher Marine-(Werft-) Geschichte. Da kommen Schwimmdocks (und -krane) eher nur am Rande vor.
Ob das Dock je in Stettin war halte ich für eher zweifelhaft.
Insofern für den, immer noch bedrückenden, Gefangenentransport das alte Oderwerke Schwimmdock C aus Stettin und, unabhängig davon, Dock Flender 234 (= Wilhelmshaven Nr. 2 (?)) als Kriegsbeute/Reparation für die Königlich Dänische Werft am Holmen.
Gruß
Markus
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: Elsass am 09 Januar 2017, 16:34:52
Hallo
Hier eine Geschicte in Dänisch von Rudkøbing Lokal historisk arkiv
http://byarkivet.langelandkommune.dk/Dengodehistorie/Viervendttilbage

Eine Geschichte mit dem Kriegsgefangenen auf Langeland mit bild der gestrandeten Dock von 1945
http://www.tv2fyn.dk/node/42706

Bei 1:11 bis 1:21 sieht man bilder von der Gestandeten Dock und Wieder bei 2:55 bis 3:01

Es sieht nicht aus wie dass Flender Dock, Eines Grosse lock in mitten des bordwand, bei den gestrandeten zwei kleinere löcher in den bordwanden ???

Grüsse aus Danemark
Flemming Hansen
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: Elsass am 09 Januar 2017, 17:01:34
Hallo

Wieder ein Stück film aus der Kriegsende auf Langeland in Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=Nt-KNW0AX1w&feature=youtu.be
von 15:10 bis 17:11

Bei 7:00 Sieht man Else und Ernst Hugo Stinnes bei luftangriff bei Marstal

Bei 12:00 Sieht man mehrere AF auf der fahrt nach Deutschland

Von dieser quelle:
http://www.milmus.dk/samlingens-indhold/modstandskampen-pa-fyn-hvidsten-gruppen/

Hier sind auch ein film von Svendborg wo man schiffe sieht

Grüsse Flemming
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 09 Januar 2017, 21:32:10
Hallo,
z. Zt. im polnischen ebay eine Postkarte mit Abbildung Oderwerke mit dem später gestrandeten Dock C.
http://www.ebay.pl/itm/Stettin-Schiffswerft-Oderwerke-Szczecin-Dok-i-Pochylnia-Stoczni-Oderwerke-/262789016734?hash=item3d2f722c9e:g:pl4AAOSwo4pYSuqQ
Gruß
Markus
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: Elsass am 11 Januar 2017, 17:29:13
Hallo
Dass bild im Ebay von Markus Sieht ja aus wie dass Kriegsgefangene Dock von Langeland.

Was wir Wissen
Svitzer Schreibt in ihre Bergungs Bericht Dock C Von Stettin.
Auf der Bild im Ebay Sieht mann Dass Dock gleich wie Dass auf den filme
Diese beide informationen passt zusammen

Dass Dock in Marstal sind Dass Wilhelmshavner Dock Gebaut in Lübeck 1936

Also könnte die Zwei docks nicht dieselben seien wie im Fersehsendung behauptet

Grüss Flemming :-)
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: bettika61 am 11 Januar 2017, 18:08:32
Hallo,
nachdem die Herkunft des Schwimdocks mit den Kriegsgefangenen  geklärt ist  :MG:
stellt sich die Frage, wie kam das Flender Schwimmdock von wilhelmshaven nach Marstal?
Ist bekannt , ob es als Reparation nach 1945 an Dänemark ging oder schon während des Krieges woandershin ?

Die Kriegsmarine hat 1941 ein 3.500 t Schwimmdock an die Stettiner Oderwerke vermietet. Welches marineigene Dock kommt dafür in Frage und wo ist es verblieben?

Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: Elsass am 11 Januar 2017, 20:49:16
Hallo

In einer Bergungs bericht von Mai 1945 Holt Svitzer, mit den bergungsfahrzeugen Garm, Sigyn, Freja, Ægir und der Schlepper Gorm in Køge Bucht 5 Deutsche Schwimmdocks die dort Verlassen Zu anker lag. Diese 5 Docks wurde am 11 Mai 1945 in Prøvesten Havnen in Kopenhagen abgeliefert. Welche 5 Docks sind dass , und woher kommen sie ???. Wann sie nach Køge Bucht kam sind nicht gemeldet

Grüsse Flemming
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 11 Januar 2017, 21:55:07
Hallo,
nach englischem Bericht (wahrscheinlich aus TNA ADM 1/21798 Transfer of ex-German Floating docks to Denmark) vom 12.09.47:
UK Beute 3.500t Dock Royal Dockyard, Copenhagen (mindestens seit 15.07.45), Baujahr 1936 = Flender 234
Da wäre die Frage, wo das Dock vor Juli 1945 war. Stettin kommt theoretisch in Betracht.

Dazu bei Nakskov Shipyard Dock 1.000-1.400t, 1892, (= Oderwerke C) nur Schrottwert. Von der Werft mit Schrottwert 20.000 Kr. erworben. Dockreparatur sehr teuer und nach Kriegsende als unnötig betrachtet. Da das Dock dann nicht wieder auftaucht dürfte Verschrottung erfolgt sein.

Ebenfalls aufgeführt sind Hebedock (-werk) 1.200t mit 3 Pontons als ursprüngliche US-Beute.
Bei der UK-Beute auch das 2.700t Dock ex Korsör in Aarhus.
Gruß
Markus
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: Darius am 02 Februar 2017, 21:36:03
Hi,

kleine Ergänzung aus KTB Skl vom 23.09.1944:
Zitat
In Amsterdam sind neben vielen anderen Objekten 120 Kräne aller Abmessungen zerstört. Ferner sind 3 Schwimmdocks, davon 1 von 35000 ts, sowie Werftanlagen und Hellingen unbrauchbar gemacht. Nordsee-Kanal ist blockiert.

 :MG:

Darius
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: bettika61 am 06 September 2017, 19:33:06
http://www.privatarkivet.dk/wp/2015/09/07/tysk-flydedok-i-korsoer/
Ankunft des 2.800t Docks in Korsör.
Gruß
Markus
Hallo,
dabei handelte es sich um die BauNr.288 der Flenderwerke 2.700 t
1941 an die Kriegsmarine
5.1945 in Korsør liegend
1945 von den Briten beschlagnahmt
16.8.1945 nach Aarhus Flydedok&Maskinkompagni
1.1952 von den Briten an den dänischen Staat- Orlogsværftet
1.3.1952 geleast von Aarhus Flydedok&Maskinkompagni
1.1.1958 verkauft an Aarhus Flydedok&Maskinkompagni
1974 verlängert auf 83.00x31.20/24.50 4.600 t
1975 neuer Name FLYDEDOK 2
22.5.1990 verkauft an Mario Lopez S.A. Malaga 1,4 mio USD
1995 noch existierend
Quelle Aarhus Flydedok A/S 1945-95
https://books.google.de/books/about/Aarhus_Flydedok_A_S_1945_95.html?id=LKI6QwAACAAJ&redir_esc=York

Was mich etwas irritiert , die Boie Liste des DSM https://sdl.dsm.museum/ship.php?shipId=919799.01
weist der BauNr. 288 ein 5.500 t Dock Betreiber Danziger Werft zu  :?
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: bettika61 am 06 September 2017, 21:28:18
Hallo,
was das Thema noch interessanter aber nicht einfacher macht, die Aarhus Werft verfügte später nach o.g. Quelle kurzzeitig über ein weiteres Flender-Dock, das offenbar noch heute in Norwegen existiert:
Größe: 98.76x31.2/23.8, 1955: 141.0x31.2/23.8
5400 t, 1955: 8500 t
Flenderwerft.A.G.Lübeck
1941 geliefert nach Deutschland
1949 verkauft an Aalborg Væerft A/S Aalborg FLYDEDOK No.III
1955 Verlängert
24 +27.12.1973 verkauft an Århus Flydedok...
19.6.1975 übernommen vom neuen Eigentümer Name DOK I.
20.5.1983 verkauft an Fiskerstrand Verft AS
1995 noch vorhanden.
Das Schwimmdock Fiskerstrand Verft AS heute
http://www.fiskerstrand.no/en/docking/

Die spannende Frage, welches Schwimmdock der Flenderwerke 1941 könnte es gewesesen sein? Neben der o.g. BauNr. 288 käme nur noch BauNr. 277 korrigiert 287
für die Neptunwerft Rostock https://sdl.dsm.museum/ship.php?shipId=919798.01
in Frage, wäre das möglich?
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 06 September 2017, 22:32:53
Hallo Beate,
zum (einfacheren) Dock Flender 288, KM I/38, 2.700/5.500t.
Cai Boie dürfte als Datenbasis die ursprüngliche "Bestimmungswerft" = Danziger Werft, aufgeführt haben. Ebenso die maximale Tragfähigkeit der als "Torpedobootsdoppeldocks" ausgeführten Docks der Serie. Auch die Schwimmdockreferenzliste von Flender nennt 5.500t, allerdings für Bau-Nr. 288 schon Korsör.
Schwieriger das "Aarhus Dock". Flender 287,KM I/38, ursprünglich wahrscheinlich für Mützelfeldwerft Cuxhaven landete bei Neptun/Rostock.
Die übrigen fünf Docks wurden nach "Entwurf Flender" realisiert, allerdings nicht bei Flender in Lübeck gebaut. Sind alle fünf ohne Flender Bau-Nr. in der Referenzliste aufgeführt.
Ein Dock ist als "Königsberger Dock" von der dortigen Schichau Werft zu Howaldt/Hamburg gelangt.
Von USA vor 1950, 1949 sehr wahrscheinlich, nach Dänemark (=Århus) verkauft.
Möglich dann, leider:
Flensburger Schiffbaugesellschaft, Nr. 465, KM II/39
Jucho/Dortmund in Schacht Audorf, KM I/40
Jucho, w.o., KM II/40
Sofern das "Ablieferungsjahr" 1941 korrekt ist käme nur Flensburg 465 in Betracht.
Allerdings sind mir bisher leider noch genauen Ablieferungstermine der beiden Jucho-Docks bekannt. Ein Dock (wahrscheinlich KM II/40) ist allerdings noch im Luftbild 1943 auf dem Bauplatz von Jucho feststellbar. Dann bleiben noch KM II/39 und I/40 als mögliche Verdächtige.
Ein sehr spezielles "Nischenrätsel". Erinnert mich daran im Wirtschaftsarchiv in Dortmund irgendwann noch einmal den Jucho-Bestand durchzuflöhen.
Fürchte aber selbst dort wird ein Nachweis des "Endverbleibs" kaum zu finden sein.
Gruß
Markus
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten: Amsterdam
Beitrag von: bettika61 am 22 September 2017, 13:22:34
Hallo,
was ist hier zu sehen?
https://www.history.navy.mil/our-collections/photography/numerical-list-of-images/nhhc-series/nh-series/80-G-257000/80-G-257011.html
Zitat
A tug (left) arrives at Amsterdam Island, towing a floating drydock, a "double bubble" gasoline barge, a crane barge and radar repair barge.
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: SchlPr11 am 22 September 2017, 17:16:30
Hallo,
amerikanisches Gerät für vorgeschobene Reparaturbasen.
Amsterdam Island im Indischen Ozean???
REINHARD
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: bettika61 am 22 September 2017, 17:18:27
sorry, das passt dann nicht zum Thema  :|
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: SchlPr11 am 22 September 2017, 18:10:44
Hallo Beate,
schon interessant, was die anderen Feldpostnummern so treiben.
Bis dann - REINHARD
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: bettika61 am 22 September 2017, 18:13:55
Hallo Reinhard,
ist aus diesem Buch (https://books.google.de/books?id=IbdvCwAAQBAJ&pg=PP214&lpg=PP214&dq=Amsterdam+Island,++Dutch,+New+Guinea&source=bl&ots=Do8L2NHi_R&sig=5O5IcanrfsHpiUYVbdnHM38o4EY&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjv2eWXlbnWAhXEChoKHcsSA90Q6AEIXzAK#v=onepage&q=Amsterdam%20Island%2C%20%20Dutch%2C%20New%20Guinea&f=false)

P.S bitte zu US-Navy verschieben, danke
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: bettika61 am 25 September 2017, 23:47:01
Wäre dann eins der ehemaligen Wilhelmshavener "Zerstörerdocks" Nr. 1 - 3, gebaut bei Flender, Lübeck, Bau-Nr. 233 - 235, ca. 1936/37.
hier (https://youtu.be/NXfTyQhmVB4) 0:34 ein Foto mit Schild
Zitat
Bau 234 Lübecker-Flender-Werke
  top
Hallo,
ein Urlaub auf meiner Lieblingsinsel brachte die Möglichkeit zu einem "Lokaltermin"  :O/Y auf dem Dock
Dank der Unterstützung von Erik vom sehenswerten Schifffahrtsmuseum und
 Poul von der  Marstal Værft  :MG:
Beiden liegt die Schifffahrtsgeschichte und das Dock am Herzen, dem aktuell die Verlegung nach Svendborg droht.  http://www.fyens.dk/aro/Flydedok-bliver-i-Marstal-lidt-endnu/artikel/3182292
Die Originaltechnik von Flender ist gr0ßteils erhalten und funktioniert.
Ein weiteres Rätsel zur Dockgeschichte , der Bauplan aus der Plankammer der M.A.S.T Swinemünde, der Marineausrüstungsstelle. Weiß jemand deren genauer Standort  in Swinemünde??

@Markus , der kleine Dock-Kran ist dänisch und nicht MAN , wie mir Poul bestätigte.
Titel: Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
Beitrag von: MarkusL am 26 September 2017, 22:14:11
Hallo Beate,
schöne Bilder. Ein schönes Beispiel für die Qualitätsarbeit bei Flender.
Insbesondere Danke für die "Krannahansicht".
Zur MAST Swinemünde wäre es eventuell auch interessant zu erfahren, wo deren "Zuständigkeitsbereich" lag. Möglicherweise gehörte das Wilhelmshavener "Zerstörerdock (Nr. 2?) Flender 234" zu den für den MOB-Fall zur Verlegung in den Raum Swinemünde/Stettin vorgesehenen Docks.
Würde dann den Plankammerstempel erklären.
Gruß
Markus