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Autor Thema: Pionier-Landungsboote  (Gelesen 1997 mal)

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Offline byron

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Pionier-Landungsboote
« am: 31 März 2008, 16:38:13 »
Pionier-Landungsboote

Offline TD

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Re: Pionier-Landungsboote
« Antwort #1 am: 31 März 2008, 18:29:03 »
Hallo Byron,

vielen Dank für die Info.

Wo lagen die Boote am 21.10.1044 ??

Es kommt immer was Neues ans Tageslicht.

Bleib dran !

Gruß

Theo

...ärgere dich nicht über deine Fehler und Schwächen, ohne sie wärst du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr !

Offline byron

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Re: Pionier-Landungsboote
« Antwort #2 am: 31 März 2008, 18:42:31 »
Hallo Theo

Die Boote wurden am Kai von Saloniki versenkt. Wie mir berichtet wurde, die Aufbauten von sehr vielen Seefahrzeugen ragten damals aus der Seeoberfläche raus. Vielleicht hat Jemand irgendwo ein Photo der selbstversenkten "deutshen Flotte der Ägäis", wäre doch sehr interessant.

Offline Zerstörerfahrer

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Re: Pionier-Landungsboote
« Antwort #3 am: 31 März 2008, 19:34:16 »
Nicht immer wurde alles gleich versenkt.
Aus dem KTB Admiral Ägäis:

"22.10.44

Als letzte Bergungsmassnahme Schiffbrüchiger auf Argyronesos und Suche nach Besatzung TA 18 von Heer 5 ausser Dienst gestellt Pionierboote mit Besatzungen 12. R-Flottille fahrklar gemacht und 19.00 Uhr Saloniki aus. Abholung 23.10.44 abends geplant. Anlandung 20.00 Uhr befohlen. Nach Einschiffung sofort Rückmarsch mit höchstmöglicher Fahrtstufe.

23.10.44

Letzter Versuch Bergung Schiffbrüchiger auf Argyronesos erneut missglückt. Die vom Heer zur Verfügung gestellten, bereits ausrangierten und mit eigenen Mitteln einigermassen wiederhergestellten Pionier-Sturmboote auf Marsch Saloniki – Trikeri laufend durch Maschinenausfall behindert und nicht mehr einsatzklar zu bekommen. Unternehmen abgebrochen."

Offline byron

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Re: Pionier-Landungsboote
« Antwort #4 am: 31 März 2008, 21:03:35 »
Sicherlich wurden die Pi.Landungsboote wie auch die anderen Schiffe nicht am gleichen Tag vesenkt. Dies geschah    in den letzten zwanzig Tagen des Oktobers 1944.

In dem Buch "Die Marine im II. W.K." geschrieben vom Kptlt. Ioannis Melissinos stehen die Schiffe (Boote) die nach dem Krieg aus den Gewässern von Saloniki gehoben wurden.  Es werden 65 Boote aufgelistet, darunter 6 Landungsboote., 3 von je 100 BRT, 1x150, 1x250 und 1x300 BRT.
Es ist vielleicht von Interesse die Namen von einigen anderen Schiffen aus der Liste zu nennen, wie: D. Burgas (2.941 BTR), D. Ville de Toulon (1.000 BRT), Engerau (800 BRT), Helga (211 BRT), Merkur (211 BRT), Wasserschiff "Marathon" (50 BRT), MS Androniki (220 BRT), MS. Agios Spyridon (340 BRT), M.S, Velos (178 BRT), D. Irini Vernikou (1.000 BRT), 
die Netztender "Albona" und "Rovigno" , etwa 10 Flusskähne, einige Torpedoboote und mehrere andere Boote ohne Namen.

nicht gehoben (zerlegt):

D. Morozini (2.423 BRT), D Petros Potamianos (416 BRT),  Ardentsa (193 BRT), D Eleni (1.000 BRT) und andere ohne Namen.

Im gleichen Buch werden auch die Boote die in den anderen Häfen Griechenlands gehoben oder zerlegt wurden
« Letzte Änderung: 31 März 2008, 21:57:49 von byron »

Offline TD

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Re: Pionier-Landungsboote
« Antwort #5 am: 31 März 2008, 21:20:39 »
Hallo Byron,

da denkt man nur in Holland, Belgien und Frankreich gibt es gute Infos zu den dort versenkten Schiffen und du schreibst so nebenbei das es in Griechenland scheinbar ganze Liste zum Thema Wracks und Schiffsbergungen gibt.

So hieb und stichfest sind die Meldungen zu den Selbstversenkungen 1944 in Griechenland oftmals nicht, wenn man aber einige Daten zum Wrackort und Bergung bekommen kann sieht die Sache doch weitaus seriöser aus.

Hoffe das Du irgendwie einen Weg findest her zu diesen Thema etwas zu bringen.

Dank und Gruß

Theo
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Offline byron

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Re: Pionier-Landungsboote
« Antwort #6 am: 31 März 2008, 22:30:18 »
Hallo Theo,

das Archiv von Melissinos, wo nicht nur die gehobenen Wraks aufgelistet sind, wurde in zwei Bänden von der Universität der Stadt Ioannina veröffentlicht. Da sind auch Hunderte von Motorseglern die von der griechischen Regierung am Anfang des Krieges gegen die Italiener beschlagnahmt wurden mit den Namen der Besitzern, Listen der gefallenen griechischen Schiffsbesatzungen, Listen der im Ausland beschlagnahmten und andere  Informationen die Manche von uns interessieren.

Ich nehme allerdings an dass ich nicht in einem Forum die Listen des Buches praesentieren darf. Was wir natürlich unter uns privat tun ist unsere Sache.
Das Buch mit diesen Listen (Band I) kann man sich natürlich bei der Uni bestellen, ist gar nicht teuer. Sollte aber schon bischen griechisch lesen können.

schönen Gruss

Offline byron

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Re: Pionier-Landungsboote
« Antwort #7 am: 31 März 2008, 23:03:59 »
Die versenkte Boote lagen auch vor dem weissen Turm, das Wahrzeichen der Stadt. Anbei zwei Bilder mit dem Kai und den Turm heute und damals. Interessant ist die Bemalung des Turmes zur Tarnung gegen Flieger und die davor trainierende Blitzmädchen, woll genährt und lustig.

Offline Big A

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Re: Pionier-Landungsboote
« Antwort #8 am: 01 April 2008, 07:03:09 »
reichlich stramme Oberschenkel.... :-o
Tracers work both ways!!

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Offline Dido

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Re: Pionier-Landungsboote
« Antwort #9 am: 08 Januar 2017, 22:04:39 »
Sicherlich wurden die Pi.Landungsboote wie auch die anderen Schiffe nicht am gleichen Tag vesenkt. Dies geschah    in den letzten zwanzig Tagen des Oktobers 1944.

In dem Buch "Die Marine im II. W.K." geschrieben vom Kptlt. Ioannis Melissinos stehen die Schiffe (Boote) die nach dem Krieg aus den Gewässern von Saloniki gehoben wurden.  Es werden 65 Boote aufgelistet, darunter 6 Landungsboote., 3 von je 100 BRT, 1x150, 1x250 und 1x300 BRT.
Es ist vielleicht von Interesse die Namen von einigen anderen Schiffen aus der Liste zu nennen, wie: D. Burgas (2.941 BTR), D. Ville de Toulon (1.000 BRT), Engerau (800 BRT), Helga (211 BRT), Merkur (211 BRT), Wasserschiff "Marathon" (50 BRT), MS Androniki (220 BRT), MS. Agios Spyridon (340 BRT), M.S, Velos (178 BRT), D. Irini Vernikou (1.000 BRT), 
die Netztender "Albona" und "Rovigno" , etwa 10 Flusskähne, einige Torpedoboote und mehrere andere Boote ohne Namen.

nicht gehoben (zerlegt):

D. Morozini (2.423 BRT), D Petros Potamianos (416 BRT),  Ardentsa (193 BRT), D Eleni (1.000 BRT) und andere ohne Namen.

Im gleichen Buch werden auch die Boote die in den anderen Häfen Griechenlands gehoben oder zerlegt wurden
AGIOS SPYRIDON was originally built in 1884 as the guboat EVROTAS for the Greek Navy, along with three sister-ships. She was auctioned in 1934 and rebuild as a sailing cargo ship renamed THEOLOGOS IOANNOU. In 1938 she was re-classified as a motorized sailing ship. In January 1940 she was sold and renamed AGIOS SPYRIDON. The ship was scuttled by the German occupation forces in October 1944 in Salonica. The wreck of AGIOS SPYRIDON was salvaged in April 1945 by Achilleas Halkousis and repaired as the NAGOS.
On July 26, 1951 the motorship NAGOS was sailing south of Anafi Island in the Aegean when a failure in her engine room was reported followed by water inrush which resulted to become adrift. The crew took to the boats and abandoned NAGOS which eventually went down two hours later while 6 miles west of Pachia Island.

Attached is a photo of the wreck of AGIOS SPYRIDON shortly after her salvage in 1945, used in an article published by "Marine-Nachrichtenblatt" Nr.19.

Offline Aquarius

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Re: Pionier-Landungsboote
« Antwort #10 am: 09 Januar 2017, 12:22:01 »
Hallo Byron,

nehme an du schaust auch mal in so alte Threads, wenn es dort Neues gibt. Ich bin gerade erst jetzt darauf aufmerksam geworden. Mein Interesse gilt dem Verbleib der "Michele G". Taucht dieses Fahrzeug irgendwo in den griechischen Listen der gehobenen Fahrzeuge auf ?

Beste Grüße Aquarius

Offline Dido

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Re: Pionier-Landungsboote
« Antwort #11 am: 10 Januar 2017, 14:16:03 »
nehme an du schaust auch mal in so alte Threads, wenn es dort Neues gibt. Ich bin gerade erst jetzt darauf aufmerksam geworden. Mein Interesse gilt dem Verbleib der "Michele G". Taucht dieses Fahrzeug irgendwo in den griechischen Listen der gehobenen Fahrzeuge auf ?

Beste Grüße Aquarius
Regarding MICHELE G. (Built as GIOVANNINA in 1921 by Cantiere della Scala at Torre del Greco) she felt in German hands at Piraeus on 9.9.1943 and she was used since 24.7.1944 as the sub-chaser UJ.2146 with the 21. U-Jagdflottille.
In a research, I have found that in 10.1944 the Greek authorities seized a wooden sailing ship in Piraeus without masts or engine. She was taken over by the Greek Government as a war prize. The vessel is mentioned as "former Italian Navy ship" with dimensions being recorded as 263 gross tons (192 net tons), with dimensions 38,33 (net 31,23) X 8 meters. MICHELE G was recorded as 243 grt (178 net) and 34,51 x 8,15 m. So the dimensions provide a pretty good match.
The abandoned ship was then renamed ELPIS (Hope in Greek) and sold in 1948 to Greek owners and renamed KARPATHOS. She sank on 21 September 1960 north of Cape Maleha, Crete when she sprang a leak.

I also attach two photos. The first one shows a sailing ship in Piraeus circa1944 with several wrecks around her. I compared this with a photo of MICHELE G and seems to me that it is her.
The second attachment shows a derriged sailing ship in early postwar Piraeus which could be the ex MICHELE G although I am not sure.

As Theo has mentioned in the past...
da denkt man nur in Holland, Belgien und Frankreich gibt es gute Infos zu den dort versenkten Schiffen und du schreibst so nebenbei das es in Griechenland scheinbar ganze Liste zum Thema Wracks und Schiffsbergungen gibt.

So hieb und stichfest sind die Meldungen zu den Selbstversenkungen 1944 in Griechenland oftmals nicht, wenn man aber einige Daten zum Wrackort und Bergung bekommen kann sieht die Sache doch weitaus seriöser aus.

Hoffe das Du irgendwie einen Weg findest her zu diesen Thema etwas zu bringen.
...the topic of the postwar salvage of wrecks in Greece is interesting but largely untouched. However you might be pleased to learn that this coming weeks there will be a new book in circulation. It is called "Ανελκύοντας την Ιστορία" [Salvaging History] and it presents the story of ship salvage in Greece during the 20th century with the focus being in the ww2 wrecks. For the time being it is available in Greek only. I will keep you posted when and where it will be available.

Offline Aquarius

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Michele G
« Antwort #12 am: 16 Januar 2017, 13:59:21 »
Hello Dido,

thank you for your efforts regarding my question. My father was a crewmember of the Michele G. He told me, that the ship was used to transport supplies from Piräus to islands in the Dodekanes. He mentioned Rhodes, Leros, Samos and Mykonos. According to his reports, they could only sail during nighttime and had to search shelter on some coasts during daytime. I remember that he reports on the conversion to a subchaser  as well. From the photographs he took (you find them in the HMA) it can be seen that Michele G lost all of its 3 masts when becoming UJ 2164 (she had already lost her mizzenmast when she became an italian VG). Thus it is unlikely that she is identical with your 1944 photo 1.  Photo 2 seems to be unlikely too, as Michele G originally had 3 masts. I guess after recovering such a vessel, 3 instead of 2 masts would be remounted.
As she had received a new engine when beeing converted to UJ 2164 and definitly carried a 8.8 SK then, I wonder that she was sunken and left back at Piräus, when the last convoy left Piräus in 1944 towards Saloniki. My father was on this convoy, but it's not clear whether he was onboard of the Michele G, or another vessel. He made it back to Saloniki but his vessel was 1 day delayed from the convoy as they had engine troubles underway. I remember clearly that he reported that an Arado 196 brought a cylinder of compressed air to their vessel which was needed to start the vessels engine after repair in sea.
My intention in this is, to find out what's the truth with Michele G. Did she leave Piräus with the last convoy or not?

Kind regards Aquarius