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Autor Thema: Infos über das letzte Lazarettschiff aus Pillau nach Stralsund (Ostpreußen)  (Gelesen 4237 mal)

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Offline Heinz

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Hi zussammen, ich bin neu "an Bord" und hoffe ihr könnt mir helfen. :MV:

Ich bin auf der Suche nach informationen über ein Schiff, auf dem ich selbst ( als sechsjähriger ) anfang 1945 mitgefahren bin. Es handelt sich um das letzte Lazarettschiff das den Hafen Pillau 1945 verlassen hat.

Ich wurde nach meinen letzen informationen am 29.03.1945 morgens um 6:30 Uhr an Bord gebracht. Das Schiff fuhr im ständigen zickzack-Kurs an Hela Vorbei nach Stralsund.  :O/Y

Nach den vielen guten Berichten, die ich hier schon lesen durfte, hoffe ich nun auch antworten auf meine Fragen zubekommen.

Besten Dank im Voraus

Heinz  :ML:

Offline Zerstörerfahrer

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Moin moin,

leider nichts gefunden, Heinz Schön gibt in  " Rettung über die Ostsee " sogar für Ende März einen Evakuierungsstop an, daher die Frage, ob das Datum wirklich stimmt.

Dann noch der Hinweis auf's Bundesarchiv Bayreuth, dort gibt's unter der Signaturnummer Ost.-Dok. 4/14 eine Akte " Seetransport Pillau ". Es handelt sich dabei um die Materialsammlung des Konteradmirals Engelhard und beinhaltet hauptsächlich Erlebnisberichte. Vielleicht hilft's weiter. Kriegsakten dürften für dieses Zeitraum wohl nicht mehr zu finden sein.

Grüße
René

Offline Albatros

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Hallo Heinz und Rene,

Das letzte größere Flüchtlingsschiff das Pillau verließ war nach Egbert Kieser`s  Buch "Danziger Bucht 1945" der kleine  Dampfer Erna der mit 1000 Menschen an Bord am 16 April  den Hafen verließ.Aber noch bis zum 24 April verließen kleinere Boote und Schiffe Pillau mit verwundeten und Flüchtlingen.
Also kann es durchaus sein das am 29.03. noch ein Lazarettschiff oder Verwundetentransporter im Einsatz war.
Heinz,wie sicher sind denn Deine Info`s was Datum und Schiff anbelangen,insbesondere das es sich um ein Lazarettschiff gehandelt haben soll?Welche weiteren vielleicht auch zunächst unbedeutenden Angaben kannst du noch machen?.

Gruß, :MG:

Manfred

Offline SchlPr11

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Vom SchlPr.11:
Helmut Blocksdorf meldet in seinem Buch "Pillau Chronik eines Unterganges" für dden 29.03.1945 keine Schiffsbewegungen. Für den 28.03.1945 vermerkt er das Auslaufen des Lazarettschiffes POSEN nach Hela. Dieses wäre gegebenenfalls eine Spur . Der Dampfer KOHOLYT nahm am Ostpreussenkai Flüchtlinge, die dann auf Hela Rede an Bord Lazarettschiff WANGONI kamen. Das lief aber wohl nach Dänemark.
Die Warnemünder Lotsenkladde meldet für den 15.04.1945 das Einlaufen des Lazarettschiffes WÜRZBURG (DYJV, HH. Danzig, 2281 BRT, 806 NRT, 30+60 Mann Besatzung)in Warnemünde. Kam leer von Stralsund. Auslaufoder nicht genannt. Hilft vielleicht aus anderer ichtung weiter.
Schönen Tag - REINHARD

Offline Heinz

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Bei dem gesuchten Schiff handelt es sich nicht um ein Lazarettschiff,sondern um einen bewaffneten Verwundetentransporter.Bei der Fahrt nach Stralsund haben wir die Spitze von Hela gesehen.





Heinz

Offline Albatros

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Hallo Heinz,

vielleicht ist dies Buch hier eine Möglichkeit für Dich mehr zu erfahren.

http://www.amazon.de/Die-deutschen-Lazarettschiffe-Zweiten-Weltkrieg/dp/387943560X

Die deutschen Lazarettschiffe
im Zweiten Weltkrieg

ein Buch über die deutschen Marine-Lazarettschiffe und Verwundetentransporter im Zweiten Weltkrieg

Dieses Dokumentarwerk - mit vielen wichtigen und interessanten Informationen bietet einen umfassenden Überblick über dieses spezielle Thema.

Mit vielen Daten, Fakten und seltenen s/w Fotos - ein Einblick in ein Stück Zeitgeschichte

gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag

Hier zwei Auflistungen über die Lazarettschiffe.

http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/km/laz.htm

http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/MarineSan/Lazarettschiffe-R.htm

Und eine über die Verwundetentransporter.

http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/km/vts.htm

In dem Buch von Heinz Schön Flucht aus Ostpreußen 1945 werden im  Anhang alle Schiffe aufgelistet die aus den Häfen Memel,Königsberg,Pillau,Gotenhafen,Danzig-Neufahrwasser und der Halbinsel Hela Flüchtlinge gerettet haben.Aber nur von einem Bewaffneten Verwundetentransporter wird berichtet.Es ist der 2338 BRT große Dampfer "Renate" er war bewaffnet und konnte 16 kn laufen.Er wurde ab 20.12.44 als Verwundetentransporter eingesetzt und überstand den Krieg.

Gruß, :MG:

Manfred
« Letzte Änderung: 19 März 2008, 12:11:19 von Albatros »

Offline Heinz

  • Matrose
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Re: Das letzte schiff von Pillau nach Stralsund 1945 im 2.Weltkrieg)
« Antwort #6 am: 01 April 2008, 22:10:01 »
Hallo,unser Schiff hatte vorne eine runde Plattform ,die nur über eine schmale Leiter zu erreichen war.Ich war selbst auf dieser Plattform.Im  :MS:Schiffsinneren lagen verwundete Soldaten.Es waren sehr wenige Ziwilisten an Bord.Es war ein sogenannter bewaffneter Verwundeten Transporter.Ich wurde mit sechs Jahren vom deutschen Militär in Pillau auf das Schiff gebracht.An Namen auf dem Schiff kann ich mich nicht erinneren.



Mit freundlichen Grüssen

Heinz

Online Spee

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Servus,

wäre das ein Ansatz?

27.03.1945
   
Als letztes Schiff verlässt „Walter Rau“ mit Flüchtlingen den Hafen von Gotenhafen.


"Walter Rau" war ein VTS (Verwundetentransporter). Gab es einen Zwischenstop in Pillau und Stralsund bzw. war Stralsund das Ziel?
Servus

Thomas

“It’s too bad that stupidity isn’t painful.”

Anton Szandor LaVey

Offline Torpedo

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    • http://www.swingin-bohemians.de
Walter Rau war doch ein ehemaliger Walfänger (oder irre ich hier?), das könnte die runde Plattform erklären.

http://www.janmaat.de/rau.htm

Schöne Skizze dabei, vielleicht hilft Dir das Heinz.
Uli "Torpedo"

"Man muss seine Geschichte kennen, um nicht die gleichen Fehler zu wiederholen"

Baubericht meines Kaiserlichen Torpedobootes B-110
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,1311.0.html

Offline Peter K.

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WALTER RAU war ein großes Walfangmutterschiff mit - aus dem Gedächtnis - über 13.000 BRT und wurde bei Kriegsende auch als Verwundetentransporter eingesetzt.
RAU IX gehörte zu einer Serie von kleinen Walfangbooten mit nicht ganz 400 BRT, die aufgrund ihrer Geschwindigkeit und Seefähigkeit vorzugsweise als Unterseebootsjäger oder auch Vorpostenboote verwendet wurden.

EDIT:
Wie ich soeben von fachkundiger Stelle darauf hingewisen wurde, vergaß ich einen weiteren Punkt, wieso Walfangboote gerne als Unterseebootsjäger verwenden wurden, zu erwähnen:
Die niedrige Geräuschsignatur ihrer 3-Zylinder-3-fach Expansionsmaschinen erleichterte die Ortung von Unterseebooten ungemein!
« Letzte Änderung: 02 April 2008, 22:29:06 von Peter K. »
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

Offline SchlPr11

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Vom SchlPr.11:
WALTER RAU - keine Chance der Größe wegen nach Stralsund einzukommen. Sieht dort auf dem Strelasund aus, wie ein Korken in der Flasche. Keinesfalls unser Schiff.
Reinhard