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Autor Thema: US-Marine testet revolutionäre Kanone  (Gelesen 6904 mal)

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Albatros

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Re: US-Marine testet revolutionäre Kanone
« Antwort #15 am: 29 Februar 2012, 19:29:18 »
Etwas neues zur Railgun

Man darf glaube ich gespannt sein ob überhaupt und wann es mal eine einsatzfähige Waffe geben wird aber interessant ist die Technik schon.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,818350,00.html

 :MG:

Manfred

Offline Ulrich Rudofsky

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Re: US-Marine testet revolutionäre Kanone
« Antwort #16 am: 29 Februar 2012, 20:08:21 »
Da die USN das schon vor 4 oder 5 Jahren der Öffentlichkeit bekannt gab, war das Ding bestimmt damals und auch jetzt, mehr oder minder einsatzbereit.  Oder wiedermals ...........tatataaa. Propaganda pur.  Die üblichen Waffen richten doch ausreichenden Schaden an.
Ulrich Rudofsky

Offline J.I.M

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Re: US-Marine testet revolutionäre Kanone
« Antwort #17 am: 29 Februar 2012, 20:50:27 »
Wenn ich es mal hier anmerken darf: Toll Mündungsgeschwindigkeit! Und was bringt es? Man istoffensichtlich noch nicht in Bereichen, die sonderlich militärisch interessant sind.

Mal den Vergleich: Railgun ca 10 000 000 J
1 KG TNT bringt 4 310 000 J Explosionswärme ins Ziel. (Gem. Waffentechnisches Handbuch Rheinmetall, was ich jedem empfehlen kann, der eine gute technische Bildung hat,[nur gebraucht erhältlich])
Einige Sprengstoffe bringen sogar fast 6000 kJ! Wir sprechen also von einer vergleichbaren Energie im Ziel von 2 kg Sprengstoff. Wenn wir dazu noch zu dem unschönen, aber leider nicht wegzudiskutierenden, Einfluss des Luftwiderstandes kommen, wird die Bilanz noch schlechter. In dem Bild von Navweaps.com schreiben Sie von einer Einschlaggeschwindigkeit von 5 facher Schallgeschwindigkeit. Dadurch würde die Energie im Ziel auf knapp über 4000kJ sinken(bei einem 3kg Geschoss)

Keine Frage, die Reichweite wird steigen, und das deutlich. Ein großer Vorteil, wenn man ihn nutzen kann. Problematisch wird sicher auch eine Lenkung des Geschosses, die logischerweise bei solchen Reichweiten eine Grundvoraussetzung ist, um überhaupt noch zu treffen. Schon heute ist es für Konstrukteure von Geschossen mit Lenkung eine große Herausforderung, diese gegen die Beschleunigungen bei normalen Artilliegeschützen zu härten. Wir sprechen bei Artilleriegeschützen von unter 1000m/s V0 und das bei einem ca . 8 m langen Rohr.

Bei der Railgun gehen wir gem. Navweaps von einem 10m langem Rohr und ca 2500m/s v0 aus. Das läuft auf die doppelte Beschleunigung hinaus! Wenn man die Vermutung wagen darf, dass die Entwickler von gelenkter Munition schon alle Register ziehen und auch die Materialien bis an die Grenzen belastet werden, wird es sicher keine leichte Aufgabe diese Technik bei der Railgun nutzbar zu machen.

Das es keine Energiequelle gibt, die "in Echtzeit" die notwendige Energie zur Verfügung stellt, kommt hier die nächste Herausforderung.

Ich bin gespannt ob man die Probleme wird überwinden können und eine Waffe dabei herauskommt, die überlegen zu den bisherigen Waffen ist.
Es wäre aber auch nicht die erste Entwicklung von der man sich berechtigt viel Versprochen hat, dies aber nicht in der Realität nutzbar war.
z.B. Lenkwaffenbewaffnung von Kampfpanzern in der Westlichen Welt. Erst als die Zukunft umworben. Seit dem wurden alle Panzer mit 120mm Glattrohr ausgerüstet. Raketen für Kampfpanzer bleiben weiterhin eine Randerscheinung.

JIM

Albatros

  • Gast
Re: US-Marine testet revolutionäre Kanone
« Antwort #18 am: 13 Juli 2014, 12:04:18 »
Auch hier etwas „Neues“ zum Waffensystem.
http://ksn.com/2014/07/09/us-navy-demonstrates-new-railgun/

 :MG:

Manfred

Offline t-geronimo

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Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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Offline thommy_l

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Re: US-Marine testet revolutionäre Kanone
« Antwort #20 am: 07 Dezember 2017, 15:42:08 »
Hallo,

in dem von Thorsten verlinkten Artikel lese ich:

Zitat
Die Geschosse der Railgun sollten weiter in traditionell mit Schießpulver betriebenen Artilleriesystemen zum Einsatz kommen.

und

Zitat
... dass die für die EMRG entwickelten kostengünstigen und lenkbaren Geschosse auch aus ihren vorhandenen Schießpulver-Kanonen abgefeuert werden können.

Beim zweiten Satz habe ich das lesen aufgehört.

Grüße
Thommy